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Jonathan Stroud - Die seufzende Wendeltreppe/The Screaming Staircase

    • ab 10-13 Jahre

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    Lockwood & Co: - Die Seufzende Wendeltre...

    von

    4.3|72)

    Verlag: cbj

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 432


    ISBN: 9783570403099


    Termin: Oktober 2015

    • Jonathan Stroud - Die seufzende Wendeltreppe/The Screaming Staircase

      Dieses Buch erscheint am 11. September 2013!

      Eine Online-Rezension vorab hat der Verlag gestattet, wenn der Hinweis vorhanden ist, dass das Buch erst am 11. September erscheint.


      Inhalt (lt. amazon.de):
      Geister, Ghoule, Grabgeflüster: Die Agenten von LOCKWOOD & CO. sind allem gewachsen
      LONDON, ENGLAND: In den Straßen geht des Nachts das Grauen um. Unerklärliche Todesfälle ereignen sich, Menschen verschwinden und um die Ecken wabern Schatten, die sich nur zu oft in tödliche von Geisterwesen ausgesandte Plasmanebel verwandeln. Denn seit Jahrzehnten wird Großbritannien von einer wahren Epidemie an Geistererscheinungen heimgesucht. Überall im Land haben sich Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen. Hochgefährliche Unternehmungen bei denen sie, obwohl mit Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben ausgerüstet, nicht selten ihr Leben riskieren.
      So auch die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. Dem jungen Team um den charismatischen Anthony Lockwood ist allerdings bei einem Einsatz ein fatales Missgeschick passiert. Um die Klage abwenden und den Schadenersatz dafür aufbringen zu können, müssen die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. einen hochgefährlichen und zutiefst dubiosen Auftrag annehmen. Dieser führt sie in eines der verrufensten Herrenhäuser des Landes und stellt sie auf eine Probe, bei der es um nichts weniger als Leben oder Tod geht …


      Kommentar:
      Wie gerne habe ich damals die Bartimäus-Reihe von Jonathan Stroud gelesen und seitdem jedes Buch dieses Autors gelesen, immer in der Hoffnung, dass er wieder etwas so geniales wie die Tetralogie um den quirligen kleinen Dschinn Bartimäus abliefern würde. Mit Lockwood & Co. ist es ihm zumindest in großen Teilen gelungen!

      Lockwood & Co., das sind Lucy, George und Anthony Lockwood selbst, den alle nur Lockwood nennen. Diese Agentur, die ihren Sitz im Elternhaus von Lockwood hat, kommt gänzliche ohne erwachsene Berater oder ähnliches aus. Nur die drei Jugendlichen selbst führen das komplette Geschäft. Lucy ist die letzte die zum Team dazu stößt. Wie es dazu kommt erfahren wir ebenso, wie wir auch einen spannenden Fall erleben können. Den Einstieg macht aber eine kurze Episode, die den Beginn der Hauptgeschichte erzählt. Wir werden also mitten in die Geschichte geworfen und müssen uns darauf einlassen, was mir nicht besonders schwer fiel, denn sowohl der Schreibstil von Stroud war wieder so fesselnd, dass man einfach nicht anders konnte als sich wohl zu fühlen, ebenso wie der Humor wieder der bekannt bissige war, den er schon in der Bartimäus-Reihe an den Tag legte.

      Insgesamt ist die Geschichte in fünf große Teile gegliedert, die allerdings nicht in chronologischer Reihenfolge erzählt werden, denn zwischendurch gibt es dann auch noch die Geschichte, wie Lucy zu Lockwood & Co. kam und was sie vorher gemacht hat. So wird es tatsächlich überhaupt an keiner Stelle langweilig und ich musste mich zwingen das Buch zwischendurch dann doch mal zur Seite zu legen.

      Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Lucy. Sie führt den Leser gekonnt durch die Geschehnisse und Abenteuer und führt ihn gut in die Geschichte rund um Geister und übernatürliche Erscheinungen ein. Dadurch bekommt der Leser nicht nur die nötigen Kenntnisse um überhaupt alles zu verstehen, sondern auch noch einen besonderen Zugang zu Lucy, die als Figur wirklich sehr sympathisch ist.

      Die Story selbst ist ziemlich spannend, mysteriös und gut durchdacht. Als Leser konnte ich mir meine eigenen Gedanken machen und miträtseln, bin aber tatsächlich nicht auf das gesamte Ausmaß gekommen. Wenige Dinge waren trotzdem vorhersehbar, was allerdings überhaupt nicht gestört hat. Im Gegenteil, so konnte ich miterleben, wie es auch bei Lucy langsam ‘klick’ machte.

      Die Idee dieser Geschichte finde ich klasse und seit der Serie und den Filmen “Ghostbusters” aus den 80ern auch recht neu und erfrischend. Es geht also um Geister und paranormale Erscheinungen, deren Erscheinen in England der Geschichte überhand genommen hat. Und da Kinder am empfänglichsten für diese übernatürlichen Schwingungen sind, spielen sie bei der Beseitigung dieser auch die größte Rolle.
      Genau dies ist auch mein größter Kritikpunkt an diesem Buch, das mir ansonsten ausnehmend gut gefallen hat. Mir fiel es während des Lesens sehr schwer mir Lucy, Lockwood und George wirklich als Kinder vorzustellen, weil sie so erwachsen agierten, auch mit brutalen Handlungen fertig wurden und auch gänzlich ohne Erwachsene auskommen. Darüber hinaus habe ich auch jetzt noch keine genaue Vorstellung davon, wie alt die drei im Buch tatsächlich ungefähr sein sollen, es fällt mir auch jetzt schon schwer da ein genaues Alter festzulegen.

      Das ist aber wirklich schon meine einzige Kritik. Ansonsten hat mir dieses Abenteuer ausnehmend gut gefallen. “Die seufzende Wendeltreppe” war ein starker Einstieg in eine grandiose Reihe, die das Zeug zum echten Page-Turner hat, weswegen mir das Warten auf den nächsten Teil jetzt auch wirklich schwer fällt und das, obwohl es keinen Cliffhanger gibt und die Story abgeschlossen ist. Trotzdem habe ich das Team von ‘Lockwood & Co.’ jetzt in mein Herz geschlossen und freue mich total darauf mehr von Lucy, Locky & George lesen zu können.

      Das Cover finde ich im übrigen sehr schick, mit dem Logo der Agentur. Auf jeden Fall viel ansprechender und auffälliger als das original Cover. Es hat einfach etwas geheimnisvolles, verrät nicht zu viel, macht aber neugierig.

      Mit “Lockwood & Co.” hat Jonathan Stroud hier eine super Story erdacht, die vom Feeling her stark an die Bartimäus-Reihe erinnert, aber trotzdem etwas gänzlich neues und eigenständiges ist. Eine richtig erfrischende und gruselige Geistergeschichte! Absolute Leseempfehlung von mir!
    • London wird von einer unerklärlichen Geisterplage heimgesucht, der die Behörde für die Entdeckung und Bekämpfung übersinnlicher Phänomene, kurz BEBÜP genannt, einfach nicht Herr wird. Nächtliche Ausgangssperre und technische Hilfsmittel sollen die Gefahr eindämmen, doch es kommt immer wieder zu schrecklichen Todesfällen. Erschwerend kommt hinzu, dass nur Kinder und Jugendliche diese Geister sehen können. Darum gibt es zahlreichen Agenturen, die Kinder und Teenager in ihre Dienste nehmen, um die unerwünschten Besucher unschädlich zu machen.

      Lucy Carlyle ist eine von ihnen und nach einem schiefgelaufenen Einsatz arbeitslos. Auf ihrer Jobsuche landet sie schließlich bei der Mini-Agentur Lockwood & Co., die bisher nur aus ihrem Namensgeber Anthony Lockwood und seinem Kollegen George besteht, und gerät gemeinsam mit den beiden Jungs eines Tages an ihren bisher gruseligsten und furchteinflößendsten Fall ...

      Zum Inhalt möchte ich gar nicht mehr verraten, um die Spannung nicht zu verderben. Nur soviel: die "seufzende Wendeltreppe" ist im Original ein "screaming staircase", was den Kern der Sache viel besser trifft. Aber das nur am Rande.

      Lucy, George und Lockwood sind ein tolles Trio, dem Jonathan Stroud hoffentlich noch einige weitere Fälle gönnen wird. Die Idee einer klitzekleinen, ohne Erwachsene geführten Geisterjägeragentur hat mich sehr angesprochen, und es macht einen Heidenspaß, diese drei ganz unterschiedlichen Charaktere bei ihrer ungewöhnlichen täglichen Arbeit zu beobachten. Natürlich liegt gerade in ihrer Verschiedenheit auch reichlich Konfliktpotential, und es gibt einige herrlich zu lesende Wortgefechte zwischen dem abenteuerlustigen und manchmal etwas unvorsichtigen Lockwood, dem nerdigen Bedenkenträger George und Lucy, die meist irgendwo zwischen den beiden steht und gelegentlich zu Alleingängen neigt.

      Der Plot ist relativ geradlinig, aber immer wieder für eine Überraschung gut, und womit Stroud einfach immer wieder punkten kann, ist seine witzige Art zu schreiben. Ich mag seinen manchmal bissigen Humor unglaublich gerne (wobei sein Bartimäus diesbezüglich natürlich immer noch unübertroffen ist), aber auch, wie er Atmosphäre schafft und mir vor allem in einer Szene ganz schöne Gruselschauer über den Rücken gejagt hat.

      Positiv auch, dass der Fall in sich abgeschlossen ist, aber auch noch einige Fragen zum persönlichen Hintergrund der Figuren (besonders Lockwoods) offen bleiben und große Lust auf eine Fortsetzung machen.

      Ein gelungener Serienauftakt!

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Why say 'tree' when you can say 'sycamore'?
      (Leonard Cohen)
    • Kurzbeschreibung:
      Geister, Ghoule, Grabgeflüster: Die Agenten von Lockwood & Co. sind allem gewachsen
      London, England: In den Straßen geht des Nachts das Grauen um. Unerklärliche Todesfälle ereignen sich, Menschen verschwinden und um die Ecken wabern Schatten, die sich nur zu oft in tödliche von Geisterwesen ausgesandte Plasmanebel verwandeln. Denn seit Jahrzehnten wird Großbritannien von einer wahren Epidemie an Geistererscheinungen heimgesucht. Überall im Land haben sich Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen. Hochgefährliche Unternehmungen bei denen sie, obwohl mit Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben ausgerüstet, nicht selten ihr Leben riskieren.
      So auch die drei Agenten von Lockwood & Co. Dem jungen Team um den charismatischen Anthony Lockwood ist allerdings bei einem Einsatz ein fatales Missgeschick passiert. Um die Klage abwenden und den Schadenersatz dafür aufbringen zu können, müssen die drei Agenten von Lockwood & Co. einen hochgefährlichen und zutiefst dubiosen Auftrag annehmen. Dieser führt sie in eines der verrufensten Herrenhäuser des Landes und stellt sie auf eine Probe, bei der es um nichts weniger als Leben oder Tod geht... *Quelle*

      Zum Autor:
      Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren. Er arbeitete zunächst als Lektor. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina und den gemeinsamen Kindern Isabelle und Arthur in der Nähe von London. Berühmt wurde er durch seine weltweite Bestseller-Tetralogie um den scharfzüngigen Dschinn Bartimäus, dessen Abenteuer in Das Amulett von Samarkand, Das Auge des Golem, Die Pforte des Magiers und Der Ring des Salomo erzählt werden.

      Meinung:
      Nur Kinder können sie wahrnehmen, die sogenannten Besucher, Geister, die keine Ruhe finden. Schon seit etlichen Jahren kursiert in London diese Plage und verschiedene Agenturen haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese Kreaturen aufzuspüren und auszumerzen. Zu ihnen gehört Lockwood & Co., ein sehr junges Unternehmen bestehend aus Anthony Lockwood und George Cubbins. Zu ihnen stößt Lucy Carlyle, die sich in der Agentur bewirbt und vorher schon einige leider erfolglose Bewerbungsgespräche bei anderen namhaften Firmen hatte.

      Lucy wird angenommen, denn sie ist sehr sensibel, was die Empfindsamkeit für die Geister betrifft, auch wenn sie in ihrer Vergangenheit einen verhängnisvollen Fehler begangen hat. Ihr neuer Chef Anthony Lockwood ist ein Draufgänger, der jeden noch so verzwickten Fall annimmt und so sehen sich die drei bald einem Auftrag gegenüber, der ihr Leben in Gefahr bringen wird...

      Der Anfang von Lockwood & Co. Die seufzende Wendeltreppe, bei dem es sich gleichzeitig um einen Serienauftakt des Bartimäus-Erfinders Jonathan Stroud handelt, gestaltet sich sofort spannend. Lucy und Lockwood bekommen es mit dem Geist von Annabel Ward zu tun, der auch später im Buch noch eine größere Rolle spielen wird. An einer sehr spannenden Stelle allerdings wird dieser Handlungsstrang unterbrochen, um von Lucys bisherigem Werdegang zu berichten, der gleichzeitig auch Dinge erklärt, die zu Anfang des Buches etwaiges Kopfzerbrechen bereiten.

      Danach wird wieder in den anfänglichen Erzählstrang gewechselt und dies permanent aus Lucys Sicht in der Vergangenheitsform, was dem Leser diese starke Protagonistin noch näher bringt. Über Anthony Lockwoods Vergangenheit hingegen erfährt der Leser nicht viel. Er war mir anfangs etwas unsympathisch, da er sehr distanziert agiert und oftmals, ohne im Vorhinein über verschiedene Situationen großartig nachzudenken. George Cubbins, der dritte im Bunde, ist eine Art Nerd, der sich vor allem gerne in Archiven herumtreibt und Recherchearbeiten erledigt. Er liefert sich mit Lucy das ein oder andere Wortgefecht, da er zu Beginn nicht viel von ihr zu halten scheint, was sich aber im Verlauf der Geschichte ändert.

      Mich konnte Jonathan Strouds Erzählstil sofort für sich einnehmen. Die Welt, die er geschaffen hat, strotzt nur so vor Spannung, was nicht nur am Geisteraspekt der Geschichte liegt sondern auch an der Schilderung der Örtlichkeiten, die recht düster daherkommt. Ein wirklich passendes Buch für die jetzige Jahreszeit und vielleicht auch ein Lesetipp für die Halloween-Zeit! Denn trotz des Spannungseffekts kommt auch der Humor nicht zu kurz, was die Handlung in manchen Teilen sichtlich auflockert. Als Pluspunkt empfand ich, dass das Buch in sich abgeschlossen ist und somit keinen Cliffhanger bietet, auch wenn es sich um einen Serienauftakt rund um die Agentur Lockwood & Co. handelt.

      Fazit:
      Lockwood & Co. Die seufzende Wendeltreppe entführt in eine sehr detailliert beschriebene Welt, in der Geister ihr Unwesen treiben und somit jede Menge Spannung garantiert wird. Ein Buch, das vor allem für die kalte Jahreszeit und zu Halloween geeignet ist.
    • Inhalt:
      LONDON, ENGLAND: In den Straßen geht des Nachts das Grauen um. Unerklärliche Todesfälle ereignen sich, Menschen verschwinden und um die Ecken wabern Schatten, die sich nur zu oft in tödliche von Geisterwesen ausgesandte Plasmanebel verwandeln. Denn seit Jahrzehnten wird Großbritannien von einer wahren Epidemie an Geistererscheinungen heimgesucht. Überall im Land haben sich Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen. Hochgefährliche Unternehmungen bei denen sie, obwohl mit Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben ausgerüstet, nicht selten ihr Leben riskieren.

      Rezension:
      Seit mehreren Jahrzehnten suchen Geisterscheinungen Großbritanien heim.
      Während sie früher nur vereinzelt auftraten, kann man nun von einer wahren Epidemie sprechen. Um diese Geistererscheinungen zu bekämpfen, haben sich viele Agenturen gegründet, deren Angestellte die Quelle für die Heimsuchung ausfindig und unschädlich machen. Doch nur Kinder und Jugendliche sind in der Lage Agenten zu weden, denn sie sind die einzigen diese Erscheinungen wahrnehmen und wirksam bekämpfen können.

      Drei von diesen Agenten sind Lucy Carlyle, George Cubbins und Anthony Lockwood, der gleichzeitig der Gründer und Betreiber der Agentur Lockwood & Co. ist, zu der auch Lucy und George gehören.
      Die Geschichte wird aus Lucy's Perspektive erzählt. Während man deshalb viel von Lucy's Vergangenheit und ihren gegenwärtigen Gefühlen mitbekommt, erfährt man von den anderen beiden nicht viel. Weder von ihrer Vergangenheit noch von ihrer Gegenwart, was mir das Gefühl gegeben hat George und Lockwood überhaupt nicht zu kennen. Lockwood blieb sogar noch undurchsichtiger als George, denn dieser ist zwar der Anführer des Trios und Lucy und George vertrauen ihm fast blind, doch Lockwood hat viele Geheimnisse, die das Leben und Arbeiten mit ihm nicht leichter machen.

      Diese drei haben außergewöhnliche Fähigkeiten, die es ihnen ermöglicht Geister wahrzunehmen. Viel Kinder werden mit Gaben geboren, die mit dem Älterwerden jedoch wieder abnehmen. Während Lockwood als Schauender in der Lage ist die übersinnlichen Phänomene optisch wahrzunehmen, kann Lucy als Hörende die Stimmen der Toten hören. George ist zwar auch ein Schauender, jedoch übernimmt er lieber die anfallenden Recherchearbeiten.

      Jonathan Stroud hat eine wirklich interessante Welt geschaffen und eine sehr spannende Geschichte erzählt.
      Ich war Anfangs ein wenig verwirrt und habe mich gefragt in welcher Zeit das Buch spielt. Die Agenten benutzen Degen und ähnlich altertümliche Gegenstände auf ihrer Jagd nach Geistern, aber in ihrer Welt gibt es auch Fernseher und Handys. Das Problem, wie die vielen, teilweise sehr gefährlichen Geisterscheinungen genannt werden, hat die Bevölkerung gezwungen auf Ausgangssperren zurückzugreifen und sich mit Eisen, Lavendel und Salz gegen die Besucher zu schützen. Und wenn ich anfangs noch an harmlose Geister gedacht habe, wurde ich bald eines besseren belernt, denn diese Geister sind überhaupt nicht harmlos, sondern sehr angrifflustig und bei richtigen Kontakt sogar lebensgefährlich.

      Den Aufbau des Buches finde ich noch sehr erwähnenswert, denn am Anfang wird man ohne größere Erklärung direkt in einen Auftrag von Lucy und Lockwood hineingeworfen, der schrecklich schiefgeht und große Konsequenzen mit sich zieht. Nach diesem kurzen Einstieg, erfuhr man in einem Vorher Teil wie Lucy's Agentengeschichte begann und wie sie schließlich zu Lockwood & Co. kam. Hier fand man viele hilfreiche Antworten, die geholfen haben die spannendende, aber eben auch Fragen aufwerfende Handlung am Anfang zu verstehen. Nach diesen kurzen Rückblick in Lucy's Geschichte kommt man wieder in die Gegenwart und damit zu einer Agentur, die vor ihren Ruin steht. Denn bei ihrem Einsatz ist das Haus ihrer Klienten abgebrannt und diese verklagen Lockwood & Co. nun. Lucy, Lockwood und George versuchen nun alles um die Agentur zu retten..

      Fazit:
      "Lockwood & Co. - Die seufzende Wendeltreppe" ist ein wirklich atemberaubender Auftakt zu einer neuen Reihe! Jonathan Stroud entführt seine Leser in ein dunkles, von Geistern beherrschtes London und lässt seine jungen Charaktere spannende Fälle lösen. Mit vielen unvorhersehbaren Wendungen konnte mich Stroud absolut fesseln und begeistern!
      Ich hoffe nur, dass man im zweiten Band ein wenig mehr über George und Lockwood erfahren wird, denn das Einzige was mich an dem Buch gestört hat war, dass man kaum etwas über die beiden erfährt.
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
    • Ich habe nach der Hälfte abgebrochen :-k Die Idee ist ja ganz nett aber es passiert nichts ,die Charaktere bleiben bisher blass und für mich blieb es bis zur Hälfte langweilig und langatmig . Das "weiterlesen-Gefühl" fehlte, somit brach ich ab um etwas spannendes zu lesen. Vielleicht werde ich den Rest quer lesen, falls ich die Muße habe.
      "Ein gutes Buch ist wie ein erholsamer Kurztrip aus dem Alltag."
      »Verlass das Haus nie ohne ein Buch.« Edward Gorey
      "Zu Hause ist da, wo deine Bücher sind" SILBER - Kerstin Gier
    • Floxine schrieb:

      Ich habe nach der Hälfte abgebrochen :-k Die Idee ist ja ganz nett aber es passiert nichts ,die Charaktere bleiben bisher blass und für mich blieb es bis zur Hälfte langweilig und langatmig . Das "weiterlesen-Gefühl" fehlte, somit brach ich ab um etwas spannendes zu lesen. Vielleicht werde ich den Rest quer lesen, falls ich die Muße habe.
      Das ist schade, Floxi. Vielleicht war es der falsche Zeitpunkt und du brauchst zur Zeit etwas viel Spannenderes. Dies soll ja der Auftakt einer Reihe (Trilogie?) sein und vielleicht muß sich die Geschichte in diesem Teil, sowie die Charaktere, erst entwickeln, daß sie in den Folgeteilen deinen Erwartungen mehr entsprechen. Ich kann selber noch nicht mit"reden", doch ich hoffe, es wird mir besser gefallen, ich freue mich bereits so auf dieses Buch.
      "Neue Bücher rochen nach Druckerschwärze, nach Leim, nach Erwartungen. Alte Bücher dufteten nach Abenteuern, ihren eigenen und jenen, von denen sie erzählten. Und gute Bücher verströmten ein Aroma, in dem das alles steckte, und dazu noch ein Hauch von Magie."
      Kai Meyer


    • Inhalt:
      London wird seit Jahrzehnten von Geistern heim gesucht. Sie töten Menschen und versetzten die ganze Stadt in Angst und Schrecken. Zur Bekämpfung gibt es Agenturen. Eine davon ist Lockwood & Ca. Eine Agentur von drei Jugendlichen die auf Geistersuche gehen. Dabei geht etwas schief und sie müssen den nächsten Auftrag annehmen so gefährlich er auch sein mag.

      Meine Meinung:
      Auch das ist ein Messebuch. ich hatte eigentlich nur nach einer Leseprobe gefragt und bekam das ganze Buch. Ich hatte schon von vielen begeisterten (auch hier steckt ein Geist drin) Stimmen gelesen und wollte mir mein Bild davon machen.

      Nun lag es doch noch eine Weile und gestern sollte es dann endlich vom SuB befreit werden. Ich ahnte schon das es ein kurzweiliges Vergnügen wird, denn die Schrift ist doch recht groß. Doch dann fiel mir der Einstieg erstmal ein wenig schwer. Zu beginn landet man als Leser direkt in einem Fall. Man lernt Lockwood und Lucy kennen. Das war wirklich spannend und sehr interessant, doch dann kam für mich der kleine Spannungsabfall, denn es gab ein Abschnitt der Vorher heißt und beschreibt wie Lucy zu Lockwood kam. Umgekehrt wäre hier vielleicht besser gewesen, aber das weiß ich nicht genau. Nach diesem Abschnitt landet man wieder direkt in dem Fall vom Anfang. Von da an mochte ich das Buch nicht aus der Hand legen.

      Lockwood & Co ist aus Sicht von Lucy geschrieben, auch wenn die Agentur den Namen Lockwood hat ist er nicht der Erzähler. Das hätte ich erwartet, aber so gibt es eine Sicht von Außen auf Lockwood. Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Als Leser bewegt man sich in England, allerdings gibt es keine Zeitangabe. Ich würde durch manche Waffen eher an 18. oder 19. Jahrhundert denken, dann gibt es aber Sachen die erwähnt werden die auch in das 20. Jahrhundert passen. Es ist wohl eine ganz eigene Zeit die Jonathan Stroud dort erfunden hat.
      Neben Spannung gibt es eine Menge Witz. Es ist ein trockener Humor der mich einige Male zum lachen brachte. Ein Beispiel aus dem Bewerbungsgespräch von lucy:

      Ich wartete noch ein paar Minuten, dann gab ich es auf "Es tut mir leid." sagte ich schließlich, "ich kann absolut nichts feststellen."
      Lockwood nickte. "Zum Glück. Das ist nämlich Georges Zahnputzbecher."
      Die Agentur hat drei Beschäftigte und sie sind auch die Protagonisten dieses Buches.
      Ich fange mit Lucy an. Sie erzählt die Geschichte und von ihr erfährt man auch etwas über ihre Zeit vor Lockwood & Co. Sie ist impulsiv und entscheidet aus dem Bauch heraus, was im Kampf nicht unbedingt immer gut ist. Sie ist aber jemand der zu seinen Fehlern stehen kann. Ihre Vergangenheit ist nicht leicht gewesen, aber sie ist dran gewachsen und wächst auch im Buch weiter über sich hinaus.

      Lockwood, ist der Inhaber der Agentur. Man sollte nicht vergessen das er erst 15 Jahre alt ist. Seine Eltern scheinen gestorben zu sein. Ihm gehört das Haus mit viele Kuriositäten aus der Geisterzeit. Als Leser erfährt man über ihn nur sehr wenig. Er lässt nicht den Chef raus hängen, ist wie Lucy recht impulsiv und sonst ein recht stiller Geselle. Über seine Vergangenheit erfährt man hier gar nichts.
      Noch weniger aber erfährt man über George. Der dritte im Bunde bei Lockwood & Co. Er steht auch so ein wenig zurück gegenüber den beiden anderen. Er hat keine besonderen Fähigkeiten was die Geistersuche betrifft. beschäftigt sich aber gerne mit Artefakten. Er und Lucy sind sich meistens uneins, aber ohne das es in großem Streit ausartet.

      Das besondere an diesem Buch sind natürlich die Geister, aber auch das Kinder Geisterjäger sind, weil man als sie als Erwachsene gar nicht mehr wahrnehmen kann. So hat Lucy mit 8 Jahren angefangen zu arbeiten und ein paar Jahre später mehr damit verdient als ihre Mutter. Mit 21 ist man quasi schon in Rente oder versucht sich als Berater. Das es keine Jahresangabe gibt habe ich ja schon erwähnt.
      Lockwood & Co erinnert ein wenig an Ghostbusters, allerdings viel ernster als ich den Film in Erinnerung habe. Aber nicht so ernst das der Spaß am Lesen fehlen würde.

      Das Buch ist ab 12 und ich kann es vorbehaltlos ab diesem Alter empfehlen, aber auch für Erwachsene ist es gut geeignet. Ich fühlte mich gut unterhalten nach meinen anfänglichen Schwierigkeiten. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Liebe Grüße
      Natalie

      mem-o-ries.de

      :study: Wunschtag von Lauren Myracle
      :study: D.I. Helen Grace - Kalter Ort von Matthew Arlidge


      Gelesen 2013: 231
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      SuB: 352
    • Dies war mein erstes Buch von diesem Autor. Also nein, ich kenne nicht die hochgelobte Bartimäus Reihe.

      Sehr schnell ist man mitten in der Geschichte, erst nach und nach wird einem erklärt worum es in diesem Buch wirklich gehen mag, man befindet sich in einer Geschichte und weiss anfangs gar nicht worum es überhaupt jetzt gehen mag. Dies fand ich sehr geschickt und spannend gewählt, so das man am liebsten das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.

      Die Hauptfiguren Lucy, George und Lockwood lernen sich am Anfang des Buches kennen und so ist das "Lockwood Geisterjägerteam" komplett und es kann losgehen.

      Ehrlich gesagt konnte ich nicht viel mit der Kurzbeschreibung anfangen und hatte auch nicht sooo den Drang dieses Buch zu lesen. Eher zufällig wurde ich auf dieses Buch gestossen. Doch kaum angefangen war ich sehr schnell begeistert. Das Buch ist sehr flüssig und schön geschrieben, die Charaktere jeder auf seine Art und Weise faszinierend und die Geschichte an sich hat mich sehr schnell gefangen genommen.

      Dies ist das erste Buch einer Reihe, wurde allerdings in sich abgeschlossen, so das man nicht erst mal wieder ewig in der Luft hängen muss wie es nun enden wird.
      Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr darauf wenn Teil 2 erscheinen wird und ich somit wieder zusammen mit dem Lockwood Team auf Geisterjagd gehen kann!

      Ein Buch das ich auf jeden Fall und uneingeschränkt empfehlen würde. Es hat Spass gemacht mit den dreien und ihrem (manchmal doch eher schwarzen) Humor!
      Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.
    • Meine Meinung

      Hach ja, die Klappentexte und Inhaltsangaben ... manchmal wäre weniger doch mehr. Ich spoilere nicht, wenn ich sage, dass ich davon ausgegangen bin, dass es mit einem "hochgefährlichen und dubiosen Auftrag" losgeht, der angepriesen wird. Natürlich vorher noch 1 - 2 Kapitel über die Agentur Lockwood und den Umständen, wie und warum die Geister sich in England rumtreiben und wie sie bekämpft werden.
      ABER: Für mich wirklich losgegangen ist es erst ab Seite 243!
      Die zwei langen Abschnitte davor wusste man schon aus dem kleinen Klappentext-Spoiler, das hätte man wesentlich kürzer fassen können!

      Als erstes lernt man Lucy Carlyle und Anthony Lockwood kennen, zwei jugendliche Geisterjäger, die in einem Haus einem ungewöhnlichen Phänomen auf den Grund gehen sollen. Dass dabei nicht alles so läuft, wie vorgesehen, zieht weitere Probleme nach sich.
      Im zweiten Abschnitt erfährt man mehr über Lucys Vergangenheit und wie sie zur Agentur Lockwood gestoßen ist, die außer aus Anthony noch aus dem etwas trägen und unleidlichen George Cubbins besteht.

      In diesem endlosen Vorspann lernt man viele Einzelheiten kennen: London und ganz England wird seit Jahrzehnten von Geistern heimgesucht. Mittlerweile hat man Kniffe und Tricks herausgefunden, sich gegen diese Geister zu schützen und vor allem, dass gerade Kinder ein besonderes Gespür für diese Erscheinungen entwickeln. Dadurch entstanden allerorts Agenturen, die die Kinder ausgebildet und mit entsprechenden Werkzeugen ausgestattet haben, die ein "Geisterjäger" so braucht, immer mit einem erwachsenen Berater an der Seite.
      Die Agentur Lockwood & Co. kommt allerdings ohne einen speziellen Berater aus und ist deshalb der BEBÜP ( = Behörde zur Erforschung und Bekämpfung Übersinnlicher Phänomene) ein Dorn im Auge.

      Die Geschichte lässt sich schnell und flüssig lesen. Das ganze ist aus Luzys Sicht aus der Ich-Perspektive erzählt. Sie musste früh auf eigenen Beinen stehen und hat durch ihre Ausbildung schon in jungen Jahren Schreckliches erleben müssen. Trotz ihrer Selbstsicherheit hat sie Zweifel an ihrer Einschätzung, lässt sich davon aber nicht unterkriegen und schreitet immer mutig zur Tat.
      Der eher behäbige George ist für die Recherchen zuständig. Er hat von Anfang an eine Abneigung gegen Lucy und bleibt lange eher im Hintergrund.
      Und schließlich Anthony Lockwood selbst. Ein charmanter, umgänglicher und positiv denkender Junge bzw. junger Mann - das Alter wird nie erwähnt - der sehr begeisterungsfähig aber auch launisch ist.

      Ich hab zu den Charakteren und auch zur Geschichte aber leider keinen richtigen Draht gefunden. Die Atmosphäre hat mich nicht erreicht und den in einigen Rezensionen erwähnten Gruselfaktor hab ich nicht finden können. Die Detailliertheit wirkt sehr anschaulich, hat mir aber die Spannung kaputt gemacht, weil sie mir das Tempo zu sehr gebremst hat. Auch die Überraschung am Ende kam für mich nicht unerwartet und irgendwie war ich doch etwas enttäuscht, obwohl die Ideen an sich wirklich außergewöhnlich waren.

      Das wunderschöne Cover muss ich an dieser Stelle aber mal loben, das gefällt mir wirklich richtig gut! Wenn man den Schutzumschlag abnimmt, findet man am Buchrücken goldgeprägte Buchstaben, was es richtig edel aussehen lässt. Auch innen sind die Kapitelanfänge mit schwarz-weiß Zeichnungen hervorgehoben, was gut zum Stil des Buches passt.

      Am Ende gibt es auch ein Glossar, in dem alle speziellen Begriffe und Geisterkategorien erklärt werden.

      Fazit

      Der Reihenauftakt hat mich nicht wirklich überzeugen können. Eine sehr weitschweifige Vorgeschichte, Charaktere die mich nicht erreicht haben und Schauergeschichten, bei denen mir die Atmosphäre gefehlt hat. Aus dieser Mischung von Geisterjägern, Lockwoods Elan eines Sherlock Holmes und einem Hauch von den drei Fragezeichen hätte man definitiv mehr machen können.

      © Aleshanee
      Weltenwanderer

      Lockwood & Co.

      1 - Die seufzende Wendeltreppe
      2 - Der wispernde Schädel
      3 - Die raunende Maske (ET Okt 2015)
      :study: "Keine Menschenseele" von Faye Hell
      Mein Bücherblog: Weltenwanderer
    • Diese Geschichte spielt im London einer Parallelwelt, in der manches etwas anders als in unserer realen ist. Seit etwa 50 Jahren wird England vom massiven Auftreten von Geistern heimgesucht. Auch wenn die meisten Geister nicht aggressiv sind, ist die Berührung mit ihnen meist tödlich. Das Problem ist, dass Erwachsene die Geister nicht sehen oder hören und ihnen deshalb auch nicht ausweichen können. Nur Kinder und Jugendliche haben diese Fähigkeit, die jedoch beim Älterwerden verschwindet, auch diese jedoch in unterschiedlichem Ausmaß. Besonders begabte Kinder und Jugendliche arbeiten deshalb in Agenturen, die im Auftrag der Hauseigentümer die Geister bannen. Internet, Handy oder schnurlose Festnetz-Telefone scheint es in dieser Welt nicht zu geben. Recherchen finden immer auf altmodische Weise in Bibliotheken und Archiven statt. Aus Bemerkungen zu Architektur und Mode kann man jedoch entnehmen, dass die Geschichte trotzdem in unserer Zeit spielt.
      Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Lucy erzählt. Als Lucy 8 Jahre alt war, wurde sie von ihrer Mutter zur Lehre in eine dieser Agenturen geschickt. Nach einem Zwischenfall, bei dem mehrere ihrer Mit-Agenten getötet werden, verlässt sie ihre Heimatstadt und geht nach London, wo sie bei Lockwood und Co. anfängt. Ihre Kollegen sind Lockwood selbst, der von allen nur mit seinem Nachnamen angesprochen wird, und George. Wie alt die 3 genau sind, wird im gesamten Buch nicht erwähnt. Da Lucy sich an einer Stelle jedoch an ein Vorkommnis erinnert, bei dem sie 12 war, dieses aber noch in ihrer Heimatstadt stattfand und sie jetzt schon seit etwa 6 Monaten bei Lockwood ist, muss sie mindestens 13 sein. Lockwood selbst schätzt sie bei ihrem Kennenlernen als etwa 1 Jahr älter als sich selbst ein. Auch diese Vermutung wird aber nie ausdrücklich bestätigt.
      Der Autor erzählt das Ganze in Form einer klassischen Detektivgeschichte. Stilistisch erinnert mich das Buch stellenweise sehr an die klassischen Sherlock-Holmes-Erzählungen Arthur Conan Doyles. Ein kurzes Zitat ganz vom Anfang des Buches mag das verdeutlichen:
      Zu den ersten Fällen, an denen ich bei Lockwood & Co. mitgearbeitet habe, möchte ich hier nicht viel sagen. Einerseits, weil die Opfer anonym bleiben sollen, andererseits, weil die Einzelheiten allzu grausig sind, aber vor allem, weil wir es tatsächlich fertiggebracht haben, diese Aufträge allesamt gründlich zu vermasseln.
      Jedem, der Doyles Erzählungen kennt, wird eine derartige Einleitung vertraut vorkommen, fangen Dr. Watsons Berichte seiner Abenteuer mit Holmes doch oft ähnlich an. Auch die Gespräche mit neuen Klienten erinnern oft an die bei Sherlock Holmes. Diese stilistischen Anlehnungen halte ich für viel zu auffallend, als dass sie Zufall seien könnten. Sie dürften Strouds voller Absicht entsprungen sein.
      Sehr positiv fiel mir beim Lesen auf, dass der Autor nach einer sehr kurzen Einleitung gleich zur Sache, sprich: einer Geisteraustreibung kommt. Erklärungen und Vorgeschichten werden erst später nachgeliefert. Wie viele Bücher kennen wir alle, in denen sich der Leser erst durch eine etwas ermüdende Vorgeschichte ‚kämpfen‘ muss, bevor das eigentlich interessante Abenteuer beginnt?
      Auch diese Geisteraustreibung setzen Lockwood und Lucy jedoch an die Wand, indem sie das Haus fast vollständig abfackeln. Vorher können sie allerdings noch feststellen, dass es sich um den Geist einer vor etwa 50 Jahren ermordeten jungen Frau handelt. Und der Mörder ist noch sehr lebendig … Und da unsere Helden zu viel wissen oder zumindest ahnen, ist er bald auch hinter ihnen her. Da Band 2 der „Lockwood &Co.“-Reihe aber schon erschienen und Band 3 bereits angekündigt ist, decke ich wohl kein allzu großen Geheimnis auf, wenn ich verrate, dass Lucy und ihre Kollegen natürlich überleben. Viel spannender sind ohnehin ihre Abenteuer mit den Untoten.
      Wohl hauptsächlich wegen des Alters der Hauptfiguren wird das Buch vom Verlag als Kinderbuch vermarktet, was es meiner Meinung nach aber genau so wenig wie beispielsweise „Harry Potter“ ist. Allgemein habe ich den Eindruck, dass Bücher mit jugendlichen Hauptfiguren oft pauschal und ohne genaue Kenntnis des Inhalts als für Leser im Alters der Hauptfiguren zu empfehlen eingestuft werden, was - meiner Meinung nach - jedoch durchaus nicht immer zutrifft.
      Die eigentliche Geschichte erstreckt sich über 402 Seiten. Dazu kommt ein 15-seitiger Glossar, in dem das Fachvokabular der Agenten erläutert wird. Denn wer will schon einen Schleicher mit einem Streuner verwechseln?
      Lockwood& Co. - Die seufzende Wendeltreppe“ erhält meine uneingeschränkte Empfehlung. Allen, denen beispielsweise die „HarryPotter“-Reihe gefällt, kann ich nur raten, auch mal einen Blick in „Lockwood & Co.“ zu riskieren. Erstmals seit „Harry Potter“ habe ich hier wieder das Bedürfnis, so schnell wie nur möglich den nächsten Band in die Finger und vor die Augen bekommen zu wollen.
    • @Frank1 bitte nutz beim Einfügen von Texten aus einem andren Programm den BBCode - das ist das leere Quadrat links im über dem Textfeld. Dadurch werden unschöne Zeilenumbrüche und das "Verschlucken" von Leerzeichen vermieden. In Deinem Text werde ich jetzt die Leerzeichen nachträglich einfügen. :wink:
      viele Grüße vom Squirrel

      :study: Reiner Engelmann - Wir haben das KZ überlebt
      :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)
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