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Vorbilder?

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    • Habt ihr Vorbilder unter Autoren, die euch vielleicht sogar inspiriert haben, ein Buch in etwa demselben Stil/der Art des verehrten Schriftstellers zu verfassen?

      Bei mir gab es das. Ich glaube, ohne Philippe Djian wäre ich vielleicht gar nicht darauf gekommen, selbst zu schreiben und dabei zu bleiben. Seine Romane waren für mich ungeheuer inspirierend. Heute habe ich keine Vorbilder im engeren Sinn mehr, doch diejenigen, die mich durch mein Schriftsteller-Leben begleitet haben, sind derer eine ganze Menge: *Klick*.

      Früher glaubte ich, mich kopflastig-mysteriös wie Ingeborg Bachmann geben zu müssen, bevor ich rasant und minimalistisch mit Wortschöpfungen à la Philippe Djian die Seiten gefüllt habe. Später haben mich Taylor Caldwell, Sarah Smith und Oscar Wilde mit ihren detailreichen Beschreibungen und Charakterstudien beeindruckt, die ich immer gerne lese und mich mit diesem Stil auch noch identifizieren kann. Für mich ist es am schönsten, mir eine Szene bzw. einen Charakter bildhaft vorzustellen und genussvoll in allen Einzelheiten niederzuschreiben - früher war es eher die Handlung, die rasch vorangetrieben werden musste. Die ist natürlich immer noch wichtig, aber ich nehme mir jetzt mehr Zeit für das Schreiben als früher.

      Wie ist das bei euch? Wer sind eure "Idole"?
      ~ “Sometimes you’re trying your best and you still can’t find a solution, but I try not to waste my life living in a dark place“ ~
      Mads Mikkelsen


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    • Ich hab eigentlich gar keine Idole. Irgendwie war es für mich damals ganz natürlich, vom Lesen zum Schreiben überzugehen. Ich war auch erst so 10 oder so, als ich das erste Mal außerschulisch was geschrieben habe.
      Mein Schreibstil wurde stark durch meine Deutschlehrer beeinflusst. In der Volksschule hieß es immer, man muss ja viele Adjektive verwenden. Das ist irgendwie hängen geblieben, und ich kann keine direkte Rede ohne ein Adjektiv beenden... Mit 13, 14 Jahren hab ich gerne elendiglich lange Sätze geschrieben, die sich über mehrere Zeilen gezogen haben. Meine Deutschlehrerin hat mir immer wieder gesagt, dass meine Sätze zu lang sind. Inzwischen neige ich zu abgehackten, kurzen Sätzen.
      Ich hab aber auch keine wirklichen Lieblingsautoren, deswegen hab ich wohl auch keine richtigen Idole...
      "If you have never said "Excuse me" to a parking meter or bashed your shins on a fireplug, you are probably wasting too much valuable reading time."
      (Sherri Chasin Calvo)

      “I am not eccentric. It's just that I am more alive than most people. I am an unpopular electric eel set in a pond of catfish.” (Edith Sitwell)

      Alles rundum LGBT+ Bücher gibt's auf Scattered Thoughts and Rogue Words
    • Idole in dem Sinne nicht. Wenn ich gerade eine Lesephase habe, in der sich ein bestimmter Autor häufiger wiederfindet, kann es allerdings passieren, dass ich meine Schreibweise an dessen Stil anlehne, z.B. für eine Kurzgeschichte.
      Dass ich das kann ist mir bereits in der Schulzeit aufgefallen, als ich kleine Satiren für die Schülerzeitung geschrieben habe. Mein Lehrer erkannte darin durchaus eine Ähnlichkeit mit dem Stil von Ephraim Kishon, den ich zu der Zeit verschlungen habe :lol:

      Später dann, als das Thema eines Schreibwettbewerbs "Vampire" war, habe ich mir überlegt, dass eine Geschichte ala "Weiblich, ledig, untot" in einer vampirübersättigten Gesellschaft wesentlich besser kommen würde als das übliche "Kuschelvampir verliebt sich in Menschenfrau". Ergo habe ich meinen Schreibstil dem von Mary Janice Davidson angepasst. Das Ergebnis war Vampire gibt es nicht! - eine Geschichte zum Lachen, die auch sehr gut angekommen ist.

      Eigentlich beginne ich immer dann einen anderen Stil zu imitieren, wenn er mich besonders beeindruckt hat und ich ihn für meine (kurzfristigen) Zwecke gebrauchen kann. Einen ganzen Roman lang einen Stil zu imitieren, der nicht meiner ist, empfinde ich allerdings als sehr schwer, weil ich dann doch recht schnell wieder in meine alte Schiene abrutschen könnte - und dann wirkt das Ganze uneinheitlich. Also versuche ich das gar nicht erst.

      Ansonsten wird mir aber auch nachgesagt, dass ich selber einen sehr eigenen Schreibstil habe. Ist ja auch nicht verkehrt :loool:
      "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt."(Simon Stiegler)
      Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein
    • Viele Vorbilder aber keine Idole

      Selbstverständlich bin ich als Autor erst einmal ein begeisterter Leser. Es gibt andere Autoren, deren Werken ich besonders zugeneigt bin. Und es gibt wieder Andere, bei denen ich einen bestimmten Aspekt besonders gelungen finde, während ich meine, dass es an anderer Stelle hapert. Von Idolen kann man daher eher nicht sprechen.
      Tolkien, Tad Williams, Abercrombie, Hardebusch, Rowling und viele andere haben mein Bild für Fantasy geprägt und beeinflussen alle mein Schreiben. Auch Autoren aus anderen Genres haben mich inspiriert: Mankell, Gablé, Auel, S. Conran (da allerdings nur der eine Abenteuerroman).
      Mehrfach habe ich mir angesehen, ob ein bestimmtes Stilmittel, das ich verwende auch von einem der genannten Autoren verwendet wird, bevor ich mich recht daran getraut habe. Schließlich habe ich noch wenig Schreiberfahrung und möchte Fehler vermeiden. Darf man den Leser direkt ansprechen? Zerstört das den Lesefluss? Tolkien macht es. Dann kann es so falsch nicht sein. Wie weit darf man sich perspektivisch von seinen Charakteren entfernen, ohne dass es als Fehler erscheint? Mal schauen, wie das verschiedene Erfolgsautoren gehandhabt haben. Irgendeinen Autor stilistisch zu kopieren käme mir aber nicht in den Sinn.
      Wichtig war für mich auch, bei all diesen Autoren zu schauen, was ich denn alles nicht wollte: Keine Handlung ohne Abschlüsse, wie sie mir bei Abercrombie begegnet ist, die Charaktere nicht so überspitzt gezeichnet (aber auch nicht so wenig beachtet, wie bei Tolkien) usw. Auch übereinstimmungen in Handlungsverläufen habe ich zum Teil gezielt gemieden.

      Letztlich muss jeder seinen eigenen Roman schreiben. Als Leser finde ich das immer viel interessanter zu sehen, wie ein Autor seinen eigenen Weg geht. Als Autor würde es mich langweilen, wenn mein Stil und meine Geschichte nicht etwas ganz Eigenes wäre. Schließlich bin ich immer selbst mein erster Leser.
    • Vorbilder auf jeden Fall ...

      aber ich finde jeder Autor muss seinen eigenen Stil finden und seine Art, wie er Dinge herüber bringen will.
      Ich persönlich halte nichts davon einem Autor nachzueifern. Das endet doch nur im Chaos ... da man versucht an was heran zu kommen, was man selbst nicht erreichen kann.
      Und sich mit fremden Federn schmücken ist ja nicht der Sinn und Zweck davon, wenn man ein Buch veröffentlicht.

      Ich glaube auch nicht, dass ein Leser immer nur das selbe Lesen will und wenn alle Autoren den selben Stil hätten, wärs ja furchtbar langweilig.

      Mich faszinieren gerade die Unterschiedlichen Schreibweisen und die Unterschiedlichen Interpretationen der Autoren.

      Ich finde Autoren wie G.R.R. Martin inspirirend und auch Tolkien. Darüber hinaus mag ich vor allem Sachen von Melinda Metz und Nina Blazon.
    • Meine Vorbilder sind der 1990 verstorbene Autoir Peter Dubina und der amerikanische Autor William W.Johnstone.

      Dubina war bekannt für seine düsteren Charaktere und Romane ohne Happy End, und Johnstone hat sehr viele spannende Romane geschrieben, die auf den Betstellerlisten dfer New York Times stehen.

      mfg

      Alfred
      Mit freundlichen Grüßen / Best Regards

      Alfred Wallon
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