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Daniel Wolf: Das Salz der Erde

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    Das Salz der Erde

    von

    4.6|49)

    Verlag: Goldmann Verlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 1152


    ISBN: 9783442479474


    Termin: Juni 2013

    • Daniel Wolf: Das Salz der Erde

      Klappentext (Quelle: Verlagsseite)
      Ein grandioses Mittelalter-Epos ... um Liebe, Freiheit und das weiße Gold!
      Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert – es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschließt, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schließlich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr ...

      Über den Autor (Quelle: Verlagsseite)
      Daniel Wolf, geboren 1977, arbeitete u.a. als Musiklehrer, in einer Chemiefabrik und im Öffentlichen Dienst, bevor er freier Schriftsteller wurde. Schon als Kind begeisterte er sich für alte Ruinen, Sagen und Ritterrüstungen; seine Leidenschaft für Geschichte und das Mittelalter führte ihn schließlich zum historischen Roman. Er lebt mit seiner Frau und zwei Katzen in Speyer.

      Allgemeines /Aufbau
      Erscheinungstermin: 10.Juni 2013 im Goldmann Verlag
      Taschenbuch mit Klappenbroschüre, 1152 Seiten, ISBN: 978-3-442-47947-4
      Gliederung:
      Historische Landkarte des Herzogtums Oberlothringen
      Verzeichnis der Romanfiguren
      Prolog
      Fünf Bücher mit lateinischen Titeln, Kapitel jeweils mit Orts- und Zeitangabe überschrieben
      Anmerkungen zum historischen Hintergrund
      Glossar mittelalterlicher Wörter

      Inhalt
      Die Handlung des Romans erstreckt sich über die Jahre 1173 (Prolog) bis 1206 und wird aus der personalen Erzählperspektive in der dritten Person präsentiert.
      Der zu Beginn der Romanhandlung achtjährige Protagonist Michel de Fleury ist der Sohn eines Leibeigenen. Sein verwitweter Vater flieht eines Nachts mit Michel und seinen beiden jüngeren Geschwistern Jean und Vivienne in die nahegelegene Stadt Varenne-Saint-Jacques. Nachdem es ihm gelungen ist, ein Jahr und einen Tag in der Stadt unter dem Schutz des Kaufmanns Caron zu leben und nicht von den Häschern seines ehemaligen Grundherrn aufgespürt zu werden, erhält er seine Freiheit und beginnt Handel zu treiben. Michel, der sich mit den Kindern des Kaufmanns, Gaspard und Isabelle Caron, angefreundet hat, wird von seinem Vater nach Mailand geschickt, um dort den Beruf des Kaufmanns von Grund auf zu lernen.
      In Mailand herrschen fortschrittlichere Zustände als in anderen mittelalterlichen Handelsstädten: die Stadt wird nicht von einem Bischof oder einem Adeligen beherrscht, vielmehr wird sie von einem Kollegium gewählter Bürger verwaltet. Dies steht im krassen Gegensatz zu Michels Heimatstadt Varennes, die unter der Knute gleich zweier geld- und machtgieriger Männer steht. Bischof Ulman verlangt gnadenlos Abgaben für die Kirche, die allzu oft Zwecken seiner persönlichen Prachtentfaltung dienen. Der Ritter Aristide de Guillory ist der weltliche Herr der Stadt, er setzt willkürlich alte Regeln zur Besteuerung außer Kraft. Durch immer höhere Markt- und Brückenzölle füllt er seine eigenen Kassen und schadet dem Handel nachhaltig. Die Kaufleute der Stadt handeln unter anderem mit dem äußerst begehrten Salz der nahegelegenen Saline, durch die hohen Abgaben wird der Handel immer weniger profitabel. Widerspruch und Widerstand der Kaufmannsgilde werden im Keim erstickt, dabei schrecken de Guillory und seine "Schlägertrupps" vor keiner Gewalttat zurück.
      Nach seiner Rückkehr aus Mailand wird Michel Mitglied der Kaufmannsgilde. Mit seinem ehemals besten Freund Gaspard entzweit er sich über die Frage, wie man der Willkür der Obrigkeit entgegentreten soll: Gaspard spricht sich für den gewaltsamen Widerstand aus, Michel will langsam und bedächtig vorgehen. Die plötzliche Feindschaft zwischen Gaspard und Michel steht auch den Heiratsplänen von Michel und Gaspard Schwester Isabelle im Wege. Sie steht unter der Muntgewalt ihres Bruders, der jetzt alles daransetzt, die Liebe der beiden zu zerstören. In den folgenden Jahren muss Michel es mit drei Feinden zugleich aufnehmen: Gaspard, Bischof Ulman und Aristide de Guillory. Glücklicherweise hat er in der Gilde auch treue Freunde, die trotz der Gefahr für Leib und Leben an seiner Seite mit Klugheit und einem langen Atem für die Freiheit der Stadt Varennes nach mailändischem Vorbild zu kämpfen bereit sind.

      Eigene Meinung
      Die Stadt Varennes ist fiktiv, die dort herrschenden Zustände werden jedoch wahrheitsgetreu geschildert. Eindrücklich schildert der Autor, wie geistliche und weltliche Halsabschneider das einfache Volk durch ihre unersättliche Geldgier in den Ruin treiben. Bei der Festsetzung von Steuern und anderen Abgaben herrscht die reine Willkür, das eingenommene Geld wird oft nicht für das Wohl der Allgemeinheit (Stadtreinigung, Sanierung der Wehranlagen) investiert, sondern fließt in die Taschen der ohnehin schon Reichen. Der Bischof sorgt für eine Geldentwertung, indem er neue Münzen mit geringerem Silberanteil prägen lässt, das Silber der vorher im Umlauf befindlichen Münzen zieht er für sich ein. Den Kaufleuten bleibt durch die immer höheren Abgaben nur eine geringe Gewinnspanne, sie müssen ihrerseits die Preise erhöhen. Die Handwerker und Tagelöhner sind vom Hungertod bedroht. Im vorliegenden Roman kann der Leser nachvollziehen, wie es in der Bevölkerung zu gären beginnt und wie sich die Menschen verschiedenster Berufsgruppen zum Widerstand formieren. Zu solchen Aktionen kam es dem Nachwort des Autors zufolge im 12. und 13.Jahrhundert in vielen Städten, sodass sich kleine "Stadtrepubliken" als frühe Ansätze einer Demokratie bildeten.
      Neben dieser äußerst interessanten Thematik ist bei "Das Salz der Erde" jedoch auch spannende Unterhaltung garantiert, dafür sorgen der anschauliche und fesselnde Sprachstil, die ständigen Gefahren, in denen die Hauptpersonen schweben und die unter schwierigen Umständen sich entwickelnde Liebesgeschichte des Protagonisten.
      Sehr angenehm unterscheidet sich dieser Roman von anderen seiner Gattung darin, dass die Verteilung von Glück und Unglück realitätsnah geschildert wird. Auch die "Guten" haben Schlimmes, nicht wenige von ihnen sogar den Tod, zu erleiden und die "Bösen" erfreuen sich lange der Früchte ihrer Niedertracht. Der Protagonist hat zwar sehr viele gute Eigenschaften, ist aber glücklicherweise nicht ganz ohne Fehler, sodass er noch glaubwürdig bleibt.
      Die Anhänge (Personenverzeichnis, Nachwort und Glossar) sind für den Leser hilfreich und informativ. "Das Salz der Erde" ist ein anspruchsvoller und gleichzeitig unglaublich fesselnder Roman, der den Vergleich mit einem Werk wie "Die Säulen der Erde" nicht zu scheuen braucht.

      Fazit
      Ein ebenso informativer wie fesselnder Debütroman, der in die Oberliga der historischen Romane gehört. Unbedingt empfehlenswert für Liebhaber gut recherchierter, anspruchsvoller Unterhaltung!
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • €nigma schrieb:

      Fazit
      Ein ebenso informativer wie fesselnder Debütroman, der in die Oberliga der historischen Romane gehört. Unbedingt empfehlenswert für Liebhaber gut recherchierter, anspruchsvoller Unterhaltung!
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Ein solches Lob aus deinem Munde ist eine eindeutige Kaufaufforderung :wink: Danke für die ausführliche Rezi! Dieses Buch ist sofort auf meine Wunschliste gewandert - und zwar ziemlich weit nach oben.
      Gelesen in 2017: 54 - Gehört in 2017: 24 - SUB: 340

      "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)
    • Hirilvorgul schrieb:

      Ein solches Lob aus deinem Munde ist eine eindeutige Kaufaufforderung :wink:
      hihi - geht es Dir auch immer so?? :loool:

      @€nigma: Danke für Deine Rezi; wie kommt es, dass Du das Buch schon gelesen hast wenn es erst morgen erscheint? Vorablesen????
      viele Grüße vom Squirrel

      :study: Elizabeth Kostova - The Historian
      :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)
    • Squirrel schrieb:

      Hirilvorgul schrieb:

      Ein solches Lob aus deinem Munde ist eine eindeutige Kaufaufforderung :wink:
      hihi - geht es Dir auch immer so?? :loool:

      @€nigma: Danke für Deine Rezi; wie kommt es, dass Du das Buch schon gelesen hast wenn es erst morgen erscheint? Vorablesen????
      Das dachte ich mir auch. 5 Sterne von €nigma, das ist eine Kaufaufforderung!!! :lechz:
      Hunde sind wie Bücher, man muss nur in ihnen lesen können, dann kann man viel lernen.


      Oliver Jobes
    • Herzogtum Oberlothringen 1187 – 1206. Geprägt durch die gemeinsame Flucht mit dem Vater Rémy und den Geschwistern in Kindertagen aus der Leibeigenschaft nach Varenne-Saint-Jaques, wo man nach einem Aufenthalt von einem Jahr und einen Tag die Freiheit erlagt, lernt Michel de Fleury früh den Wert dieser schätzen. Mit viel Fleiß schafft es der Vater, ein Handelsgeschäft zu etablieren, das Michel nach dem Tod des Vaters weiterführt. Der Vater ermöglichte es Michel, in Mailand von der Pike auf zu lernen, was es heißt ein Handeltreibender zu sein. Zurück in Varenne wird Michel schmerzlich klar, wie seine Stadt unter der kirchlichen und weltlichen Herrschaft leidet. Handelswege werden kontrolliert, willkürliche Steuern erhoben, das Geld immer wieder verrufen. Aber Michel hat einen Traum, den vom freien Bürgertum in einer freien Stadt, für diesen lebt und kämpft er.

      Daniel Wolf siedelt die Handlung seines historischen Romans in der fiktiven Stadt Varenne-Saint-Jaques an. An deren Beispiel macht er für die Leser erlebbar, wie das aufstrebende Bürgertum um seine Rechte kämpfte. Er schildert die Knechtung der Hörigen, das Festhalten der Oberen an traditionellem Gebaren und den immer stärker werdenden Unmut der Gilden. Kurz, der Autor hat ein umfassendes und glaubhaftes Zeit- und Sittenbild des ausgehenden 12. und beginnenden 13. Jh. gezeichnet. Die Helden des Romans sind gut entwickelt. Hatte ich zu Beginn meiner Lektüre noch ein paar Bedenken, dass Michel zu sehr zum Gutmenschen werden könnte, relativierte sich das und auch bei ihm wurden die von mir geschätzten menschlichen Seiten sichtbar. Aber auch der böseste Widersacher konnte mir ein Fünkchen Sympathie abringen.

      Dieser monumentale, 1152 Seiten dicke Roman ist in fünf Abschnitte untergliedert, welche wiederum in einzelne Kapitel unterteilt sind. Jedes ist mit einer Orts- und Zeitangabe versehen. Wechselt der Handlungsort, hat der Autor Zwischenüberschriften zur besseren Orientierung für den Leser eingefügt. Das Buch enthält auch einen schematischen Stadtplan von Varenne, eine Übersichtskarte, ein Personenregister und ein ausführliches Glossar.

      „Das Salz der Erde“ ist ein gelungener Roman, in dem historische Fakten mit Fiktion gekonnt verknüpft werden. Die Handlung wird konsequent vorangetrieben, wobei dem Leser gelegentlich eine Pause zum Durchatmen und Sammeln seiner Gedanken gegönnt wird. Das geschieht in erster Linie durch die gewollte Vorhersehbarkeit einiger Situationen, die in den dem jeweiligen Ereignis vorhergehenden Szenen fast schon angekündigt wurden. Für meinen Geschmack hätte sich der Roman ein wenig mehr am Titel orientieren können und das Salz und dessen Gewinnung etwas mehr in den Mittelpunkt rücken dürfen. Aber das ist nur ein Gedanke am Rande.

      Wer komplexe, gut recherchierte und umfangreiche Mittelalterromane mag, wird an „Das Salz der Erde“ sicher seine Freude haben. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Mein Blog

      Fliegen kannst du nur gegen den Wind.
    • Ich habe es als ungekürztes Hörbuch gehört, gelesen von Johannes Steck.

      Ich muss sagen, grandios!!! Daniel Wolf hat das Zeug zum neuen Ken Follett. Ich würde das Buch durchaus mit Die Säulen der Erde und Tore der Welt gleichsetzen.



      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Hunde sind wie Bücher, man muss nur in ihnen lesen können, dann kann man viel lernen.


      Oliver Jobes
    • Habe das Buch neulich bei Amazon mit guten Kritiken entdeckt und wollte es mir holen. Deine Rezension unterstützt mich noch in meiner Entscheidung :)
      Besonders gut finde ich, zu hören, dass es realistisch geschrieben ist, insbesondere was Glück und Unglück angeht. Da erlebt man in vielen Romanen eine wahre Happy-End-Überlast.
    • Ein toller Roman mit einer interessanten Hintergrundgeschichte und starken Charakteren, der einen sehr guten Einblick in das Leben im Mittelalter bietet. Das ist nicht zuletzt der guten Recherche des Autors geschuldet. Gut fand ich auch das Glossar am Ende des Buches, in dem viele der verwendeten Begriffe aus der Zeit gut erklärt wurden.

      Die Handlung ist glaubwürdig beschrieben und war bis zur letzten Seite fesselnd. Mit über 870 Seiten hat man für sein Geld durchaus etwas in der Hand und bei mir waren es gute 25 Stunden Lesespaß. :thumleft:

      Meine Vor-Rezensenten haben bereits vieles geschrieben, dem ich mich nur anschließen kann. Wer historische Romane mag, sollte dieses Buch nicht auslassen.

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      "No such word as can't. No such word as babagoozle neither!"
      (The Kid in Ch. Higsons The Enemy)

      Mein Bücherblog... Bücher wie Sterne

      Ich :study: gerade
      Leseliste 2017
    • Es wird einen zweiten Band geben, mit 1152 Seiten auch wieder extrem umfangreich. Laut amazon ist der Erscheinungstermin auf November verschoben worden.
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • Soeben habe ich das Buch beendet und hätte gern noch einmal so viele Seiten vor mir gehabt. Manchmal habe ich 150 Seiten am Stück gelesen, das kommt bei mir eher selten vor. Sehr flüssig, sehr lebendig geschrieben. So richtig zum eintauchen in die Geschichte. Mit fiktiven und realen Charakteren. Interessante Einblicke in das damalige Kaufmannsleben und auch den Alltag der Menschen damals.
      Es wurde ja hier ja schon viel dazu gesagt und auch ich kann mich nur anschliessen.
      Lange nicht mehr so einen fesselnden Roman gelesen welcher das Mittelalter so lebendig werden lässt. Wunderbar und ich freue mich sehr auf den Nachfolgeband.
      Von mir gibt es glatte :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :thumleft:
      "Das große Glück ist die Summe kleiner Freuden." (Andreas Tenzer)
    • Der Autor siedelt seine Handlung in der fiktiven Stadt Varenne-Saint-Jaques an. An Beispiel dieser Stadt zeigt der Autor, wie das aufstrebende Bürgertum um seine Rechte kämpft. So schildert er z. B. das Festhalten der Oberen an ihr traditionelles Gebaren und den immer größeren werdenden Unmut der Gilden. Letztlich zeichnet der Autor ein umfassendes und vor allem glaubhaftes Zeit- und Sittenbild. Trotz alledem ist das Buch spannend geschrieben.
    • Dann hatten doch Rezis einen Sinn. :) Wer nach den 1152 Seiten noch nicht genug hat, kann ab 8. Dezember 2014 nachlegen mit ebenso vielen Seiten "Das Licht der Welt". Der Erscheinungstermin wurde ja schon mehrfach verschoben, aber vielleicht klappt es endlich.
      Mein Blog

      Fliegen kannst du nur gegen den Wind.
    • Auf den BT ist doch tatsächlich meistens Verlass. Hätte ich dieses Buch hier nicht entdeckt, hätte ich es mir vielleicht nie gekauft. Die Rezensionen und die Thematik klangen dann aber doch zu verlockend. Und was soll ich sagen? Um mich @Jessy1963 anzuschließen: Lange nicht mehr so einen fesselnden Roman gelesen. Ich habe dieses Gefühl schon vermisst, um halb eins nachts noch wach zu sein und das Buch enttäuscht zur Seite legen zu müssen, weil man am nächsten Tag früh aufstehen muss. :pray:
      Das Mittelalter wurde für mich sozusagen zur Renaissance, weil es in meiner Vorstellung eine Wiedergeburt erfahren hat. Ich habe gemerkt, wie viel ich eigentlich nicht gewusst habe oder zeitlich erst später angesetzt hatte. Mit der detailierten Recherche überzeugt Wolf wirklich auf ganzer Linie, die Epoche ist für mich jetzt viel interessanter. Und die Charaktere sind unglaublich vielseitig gezeichnet, sodass ich mich sehr auf den nächsten Band freue und es wirklich schade finde, dass es Varennes-Saint-Jacques nicht wirklich gibt. Die Stadt habe ich während des Lesens immer mehr liebgewonnen. :love:
      Verdiente :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: und eine absolute Leseempfehlung!
      :queen: Colonia im Mittelalter // Dieter Breuers
      :jocolor: Verschwundene Reiche: Die Geschichte des vergessenen Europa // Norman Davies (Projekt)


      You cannot open a book without learning something. - Konfuzius
    • @Irongretta
      Freut mich, dass es Dir auch so gut gefallen hat ! :thumleft:

      Karthause schrieb:

      Wer nach den 1152 Seiten noch nicht genug hat, kann ab 8. Dezember 2014 nachlegen mit ebenso vielen Seiten "Das Licht der Welt". Der Erscheinungstermin wurde ja schon mehrfach verschoben, aber vielleicht klappt es endlich.

      Ja mehrfach schon, oder ? Bevor ich den lese, muss ich mich mit Band 1 nochmal quer beschäftigen. Weiss gar nicht mehr so genau um was es da ging :uups: Ist schone eine Weile her ... Obwohl, ich sehe gerade, das war erst im Mai. Kommt mir länger vor. Ich lese zu viel und vergesse zu viel :pale:
      "Das große Glück ist die Summe kleiner Freuden." (Andreas Tenzer)
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