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Bewusstes Einkaufsverhalten, Bio, Fair trade etc.

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    • Ich achte vor allem beim Essen, was ich woher beziehe. Da ich Vegetarierin bin, bin ich sowieso gezwungen mich mit Nahrung mehr auseinanderzusetzen als andere. Auch bei Kosmetik achte ich möglichst darauf, natürliche und biolgische zu kaufen, ich vertrag's auch wesentlich besser.

      Bei den Klamotten mache ich dies hingegen nicht..! Ich kaufe, was mir gefällt und ich mir leisten kann.

      Ich finde es vor allem wichtig, dass man sich wenigstens bewusst ist, was man konsumiert, es ist fast unumgänglich "schlechte" Produkte zu kaufen, es sei denn man macht auf Selbstversorger. Ich bin eher darüber bestürzt, dass offenbar auch heutzutage noch vielen Menschen nicht bewusst ist, wie und wo ihr Essen produziert wird. Auch, dass viele "verdorbene" Nahrung achtlos wegwerfen, weil es einen kleinen Fleck bekommen hat, macht mich wütend. Oder wenn man partout zu viel kocht und die Resten dann umgehend in den Müll befördert. Da wird mir schon ein wenig übel. Da dürfte noch viel mehr in Sachen Sensibilsierung und Bewusstheit gemacht werden.
      :study: Anne Rice - Die Mayfair Hexen
    • Junyper schrieb:

      Deswegen versuche ich meine Umgebung mit einzubeziehen, so dass jeder mitmachen kann, der Lust hat. Mit meinen Therapiekindern sammle ich z.B. Obst- und Gemüsesamen für die Aktion "Seeds for Food". Das macht ihnen Spaß, hat einen guten Zweck und mich kostet es keine zwei Euro Porto. Einer alten, alleinstehenden Dame bringe ich oft Wolle, damit sie Socken für sich, uns und die Nachbarskinder stricken kann. So erfährt sie Teilhabe in der Gesellschaft durch eine richtige Aufgabe und ich habe warme Füße. Derartige Möglichkeiten gibt es hundertfach! Man muss gar nicht weit gucken: Der Gedanke von Tauschmuh & Co ist super! Viele kosten nichts, einige nur etwas Überwindung oder ein Umdenken. Ein Traum wäre es natürlich, wenn alle ein bisschen mehr zusammenrücken könnten und man wieder beginnt zu teilen. Gelesene Zeitung gegen ein Stück Apfelkuchen, Tomaten gegen Mithilfe im Garten, Heizung reparieren gegen ein paar Stunden Kinderbetreuung, ein paar Holzklötze gegen drei Bücher, oder so. Denn sicher ist, dass eine ethisch korrekte Lebensweise heutzutage leider für viele nicht finanzierbar ist. Zumindest, wenn jeder alleine vor sich hin werkelt.

      Toll! :thumleft: :applause:
      :study: Hanya Yanagihara- Ein wenig Leben
    • Minimia schrieb:

      Mal eine ganz dumme Frage. Was ist der Unterschied zwischen Bio und Fair Trade?
      Das finde ich überhaupt keine dumme Frage! :thumleft: Nach meiner Definition bezieht sich Bio auf das eigentliche Produkt. Also wie wird es gedüngt, keine Gentechnik, nichts Künstliches, vorgegebene Richtlinien für Tierhaltung, -ernährung und -schlachtung, Felderbewirtschaftung, Einfuhrkontrollen usw. Fair Trade geht dagegen "kümmert sich" eher um den Bewirtschafter/ Produzenten, im Sinne von Mindestlöhnen, Arbeitszeiten/ -bedingungen, nachhaltige Entwicklung im sozialen Sinne, Lebensumstände. Das eine ist oft mit dem anderen verbunden, wodurch sich aber auch Schlupflöcher ergeben, wenn man sich nur auf eines verlässt. Man darf mich aber gerne verbessern, wenn das so nicht stimmt!

      Laurelie schrieb:

      Auch, dass viele "verdorbene" Nahrung achtlos wegwerfen, weil es einen kleinen Fleck bekommen hat, macht mich wütend. Oder wenn man partout zu viel kocht und die Resten dann umgehend in den Müll befördert. Da wird mir schon ein wenig übel. Da dürfte noch viel mehr in Sachen Sensibilsierung und Bewusstheit gemacht werden.
      Das ist wirklich schlimm. :-? Ich suche mir bei meinem Gemüsemann oft ein paar Äpfel mit Dellen aus, wenn ich weiß, dass zwei Stunden später eh ein Kuchen draus wird. Meistens schenkt er sie mir dann sogar, weil er sie wegwerfen würde. Ich glaube auch, dass mehr Sensibilisierung helfen würde, doch dafür bräuchte es mutige Menschen, die schildern, wie es ist. Die Medien helfen nicht so sehr, denn da werden oft genug Menschen dargestellt, die sich z.B. bei der Tafel bedienen und einen ganzen Salatkopf wegschmeißen, nur weil ein braunes Blatt dabei ist. Das stellt für mich ein verzerrtes Bild dar und fördert Antipathien. Es ist leichter über andere Menschen zu schimpfen, als sich selbst zu reflektieren. :wink:
      "Bücher lesen heisst wandern gehen in ferne Welten aus den Stuben über die Sterne." Jean Paul
    • Laurelie schrieb:

      Oder wenn man partout zu viel kocht und die Resten dann umgehend in den Müll befördert.

      Da werde ich auch immer :wuetend:
      Wir kaufen inzwischen bewusst jeden Tag ein. So vermeidet man einfach zu viel zu kaufen, da nur das in den Korb wandert, was wir an diesem Tag verbrauchen.
      Koche ich zu viel, nimmt mein Mann die Reste am nächsten Tag meist mit auf Arbeit oder es wird eingefroren.
      Das Wegwerfen noch guter Lebensmittel ist auch etwas, das mich regelmäßig auf die Palme bringt. :evil:
      Allergikerinformation:
      Der Beitrag kann Spuren von Nüssen, sowie Ironie und Sarkasmus enthalten.

      Aktzeptiere die Welt nicht so, wie sie zu sein scheint.
      Habe den Mut sie zu sehen, wie sie sein könnte.
    • Es gab vor einiger Zeit einen Bericht im Fernsehen, wie viele Lebensmittel täglich/jährlich von den Supermärkten, Großmärkten und Lieferanten weggeworfen werden. Tomaten die im Vorfeld schon aussortiert werden, weil sie die falsche Farbe haben. Dann sehen im Supermarkt alle Äpfel gleich aus, gleiche Größe, gleiche Farbe, wie gemalt. Was passiert mit dem Rest? Wir haben eine eine Gemüsekiste, die uns 1x die Woche mit Obst und Gemüse aus der Region versorgt. Dort sind jede Woche auch Äpfel drin und diese Äpfel sehen jeder anders aus, manchmal haben die sogar kleine Kitschen oder kleine braune Stellen. Aber das ist doch normal, oder nicht? Wenn man denkent, wann die geerntet wurden und wie lange die sich schon halten. Warum muss das Obst und Gemüse im normalen Handel sich gleichen wie ein Ei? Das ist doch verrückt. ](*,)
      Hunde sind wie Bücher, man muss nur in ihnen lesen können, dann kann man viel lernen.


      Oliver Jobes
    • Vicidog schrieb:

      Warum muss das Obst und Gemüse im normalen Handel sich gleichen wie ein Ei? Das ist doch verrückt.

      Weil der Konsument das angeblich so verlangt. :-?
      Leider kenne ich sehr viele Menschen bei denen das wirklich so ist. Und ich ärgere mich jedes Mal wieder drüber. Und ich versuche schon lange den Leuten zu erklären, dass man eine braune Stelle am Apfel im Zeifelsfall auch rausschneiden kann, oder leckeren Kompott draus machen kann.
      Leider rede ich da irgendwie gegen Wände.
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      Habe den Mut sie zu sehen, wie sie sein könnte.
    • Vicidog schrieb:

      Warum muss das Obst und Gemüse im normalen Handel sich gleichen wie ein Ei?

      Dabei habe ich sogar mal gehört, dass das Obst und Gemüse, welches sich nicht gleicht wie ein Ei dem anderen, wesentlich gesünder ist. Es ist wirklich schade und traurig, dass Lebensmittel nicht gekauft werden, weil sie nicht perfekt aussehen und im Supermarktlicht glänzen. Dabei wissen, aus meiner Sicht, solche Leute gar nicht, wie gut und lecker soeben gepflücktes Obst schmeckt, welches vielleicht nicht perfekt ist, aber einfach ganz herrlich. Mich erschrecken auch immer wieder solche Berichte, in denen Leute gezeigt werden, die an Supermarktmülltonnen hinter der Filiale gehen und da noch gute Lebensmittel rausfischen. Es ist einfach...traurig.
    • Wir haben hier in der Stadt einen super Bauernhof! Ist zwar etwas teurer dort aber es schmeckt einfach göttlich. Sowohl Obst und Gemüse, als auch die Eier. Ich weiß nicht, ob ich es mir einbilde, oder ob es einfach wirklich gut ist. Ich dachte immer, ich bilde mir nur ein, dass es dort besser schmeckt. Leider ist er etwas zu weit weg, als dass ich öfter dort wäre. Aber da sieht jeder Apfel anders aus
    • Ich habe selbst Erdbeeren im Garten. Ich hatte letztes Jahr allerdings auch eine Schale Edbeeren im Supermarkt gekauft. Unsere Erdbeeren waren nach zwei/drei Tagen Kühlschrank runzelig und unansehnlich. Die vom Supermarkt waren nach einer Woche noch "schön" wie am ersten Tag?!? :shock:
      Hunde sind wie Bücher, man muss nur in ihnen lesen können, dann kann man viel lernen.


      Oliver Jobes
    • Letztens habe ich eine keulenförmige Gurke gekauft - einfach weil sie anders aussah als die anderen :lol:

      Ja, frisch aus dem Garten schmeckt mir auch immer am besten. Ich habe diverse kleine Obstbäume und Büsche, die immer gerne im Vorbeigehen geplündert werden. Außerdem hab ich auch noch ein kleines Gewächshaus, in dem ich dann diverses Gemüse ziehe. Kürbisse wachsen bei uns dagegen in normalen Pflanzkübeln auf der Terrasse - das wird gegen Ende des Sommers immer wieder spannend, wo man sich überhaupt noch hinsetzen kann :totlach:
      So ein Naschgarten ist schon was Feines. :loool:

      Fair Trade kaufe ich jetzt nicht sonderlich häufig, aber auf Bio achte ich schon. Und ich versuche auch, unsere heimische Wirtschaft zu unterstützen, da ich es nicht gut finde, wenn die gekauften Waren lange Transportwege hinter sich haben. Ich bin zwar nicht immer konsequent, aber überwiegend schon :)
      "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt."(Simon Stiegler)
      Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein
    • Gänseblümchen schrieb:

      Vicidog schrieb:

      Die vom Supermarkt waren nach einer Woche noch "schön" wie am ersten Tag?!? :shock:

      Ernsthaft?
      Bei mir ist es nämlich genau umgekehrt... 8-[
      ...die Erdbeeren aus dem Supermarkt werden nach ein bis zwei Tagen schlecht, während unsere Erdbeeren im Sommer im Garten noch länger frisch sind. ?(
      Solange die im Garten sind, sind die auch toll, aber wenn die geertet werden, dann müssen unsere auch unverzüglich verzehrt werden. Ich fand es beängstigend, das die gekauften sich so lange gehalten haben, was mag da alles an Chemie drauf und drin sein??? :puker:
      Hunde sind wie Bücher, man muss nur in ihnen lesen können, dann kann man viel lernen.


      Oliver Jobes
    • Ich hatte jetzt leider noch keine Zeit hier alles zu lesen und entsprechend darauf zu antworten. Ich wollte nur kurz sagen, dass ab morgen (11.04.) bis Sonntag (14.04). in Stuttgart die Messe "Fair handeln" stattfindet - eine "internationale Messe für Fair Trade und global verantwortungsvolles Handeln".

      Mehr Infos gibt's auf der Internetseite zur Messe: Fair handeln
      Ich :study: gerade:
      "Gejagt (House of Night #5)" von P. C. und Kristin Cast

      SUB & Co auf meiner Seite :wink:
    • kampfguerkchen schrieb:

      Von der Messe habe ich auch schon gelesen. Leider liegt Stuttgart nicht gerade um die Ecke :(

      Ja, das ist immer blöd, mit den Entfernungen. Aber vielleicht kannst du dir die Pressemappe ja mal anschauen oder dich auch mit dem ein oder anderen Aussteller mal per Mail unterhalten. Vielleicht bekommst du so noch ein paar mehr Infos :-k
      Ich :study: gerade:
      "Gejagt (House of Night #5)" von P. C. und Kristin Cast

      SUB & Co auf meiner Seite :wink:
    • Vicidog schrieb:

      Gänseblümchen schrieb:

      Vicidog schrieb:

      Die vom Supermarkt waren nach einer Woche noch "schön" wie am ersten Tag?!? :shock:

      Ernsthaft?
      Bei mir ist es nämlich genau umgekehrt... 8-[
      ...die Erdbeeren aus dem Supermarkt werden nach ein bis zwei Tagen schlecht, während unsere Erdbeeren im Sommer im Garten noch länger frisch sind. ?(
      Solange die im Garten sind, sind die auch toll, aber wenn die geertet werden, dann müssen unsere auch unverzüglich verzehrt werden. Ich fand es beängstigend, das die gekauften sich so lange gehalten haben, was mag da alles an Chemie drauf und drin sein??? :puker:

      Stimmt auch wieder: Normalerweise verzehren wir unsere Erdbeeren aus dem Garten direkt. :-,
      Und was da alles an Chemie drauf ist...ob man das wissen will?! Als gelernte Gärtnerin weiß ich aber ansatzweise welche chemischen Mittel da alle im Spiel sind. :puker:
    • Seit einiger Zeit achte ich auch mehr auf bewusstere Einkäufe. Begonnen hat es mit Kleidung, Schuhe, Taschen, ... hier setze ich verstärkt auf Qualität. Also lieber eine richtig gute Lederjacke als 5 von H&M und Co. Vor allem aber habe ich keine Lust mehr solche Firmenpolitik zu unterstützen.

      Von KIK, Primark und Co. halte ich nicht viel. In den Läden herrscht immer ein katastrophales Chaos (unfreundliche Verkäufer, Klamotten auf dem Boden, seltsamer chemischer Geruch etc) und ich finde es einfach schade, wenn ich mein Lieblingskleidungsstück nur 4-5 x anziehen kann, weil es dann kaputt oder ausgewaschen ist.

      Was Essen betrifft achte ich in letzter Zeit auch mehr auf Herkunft etc. Leider heißt "Bio" ja nicht allzu viel, da man auch hier mittlerweile versucht so gut es geht zu sparen.

      Ich habe zB meine Eier auch immer von einer Bekannten bezogen, die einen Hof hatte. Leider hat ihr Mann nun eine Allergie und alle Hühner mussten weg. Ich finde es wirklich schade, dass man vor allem in meiner Gegend (trotz großer Landwirtschaft) keine Höfe mehr findet von denen man seine Produkte beziehen kann.

      Deswegen bin ich auch mittlerweile fast so weit auf tierische Erzeugnisse zu verzichten. Seit Weihnachten koche ich immer wieder verstärkt vegan und es tut mir richtig gut (habe leider auch eine Lebensmittelallergie).

      Trotzdem ist das mit Fair Trade, Bio etc. immer so eine Sache, da man es einfach (bei mir zumindest) nicht so einfach beziehen kann.

      Ansonsten kaufe ich mittlerweile bewusster, Spontankäufe gibt es gar nicht mehr und komme damit auch gut klar. Und ich habe nicht mehr so viel ungetragene Kleiderberge. :wink:
      :study: Suter: Der Koch
      :study: J.K. Rowling: Harry Potter and the Half-Blood Prince
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