Bücherwichteln auf BuecherTreff.de

Bewusstes Einkaufsverhalten, Bio, Fair trade etc.

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Bewusstes Einkaufsverhalten, Bio, Fair trade etc.

      Hallo ihr Lieben!
      In den letzten Wochen und Monaten habe ich mir sehr viele Gedanken über mein Kaufverhalten gemacht. Bei Lebensmitteln versuche ich schon seit einiger Zeit, möglichst fair gehandelte Waren zu kaufen. In der Hoffnung, dass auch wirklich das drin ist, was draufsteht. Dass es nicht immer möglich ist, ist nicht schön, doch ich hoffe, dass es wenigstens zum Teil fruchtet. Nun will ich das Ganze ausweiten.
      Deswegen frage ich euch, ob und was ihr fair trade kauft?

      Ich möchte gern Kleidung fair trade kaufen. Unter anderem bin ich dabei auf armedangels gestoßen. Die Preise finde ich moderat, wenn sie wirklich fair sind.
      Was ist mit anderen Artikeln? Ist es gar möglich, Kühlschränke, Fernseher oder was auch immer zu gerechten Preisen zu kaufen?

      Auf fairtrade-deutschland findet man einiges zum Thema. Was denkt ihr über darüber?

      Liebe Grüße,
      kampfguerkchen
      Du weißt mehr, als Du weißt!

      Meine Bücher bei Booklooker
    • Mein Einkaufsverhalten ist dann wohl eher sehr egoistisch und nicht gerade fair trade.

      Ich mache mir nicht wirklich Gedanken darüber. Mein Wocheneinkauf muss schnell gehen, am besten in einem einzigen Supermarkt (bei uns der Kaufland) und fertig. Bei einigen Sachen achte ich auf Qualität (z.B. Fleisch kaufe ich nur beim Metzger), aber bei vielen Sachen spielt auch der Preis eine Rolle.

      Klamotten kaufe ich nach Lust und Laune in den Geschäften, die in der Nähe sind. Ich habe ein paar bevorzugte Marken, die ich gerne trage.

      Online kaufe ich auch gerne bei Amazon und co., auch wenn diese mittlerweile etwas in Verruf gekommen sind.

      Ich kaufe einfach da ein, wo und wie es mir am besten in den Kram passt und denke nicht wirklich darüber nach, ob es fair trade ist oder nicht.

      Ich kenne auch keinen, der so extrem bewusst kauft.
      • Gelesen 2017 :study: : 20
      • Gehört 2017 :musik: : 6
    • Ich muss mich Mausi (leider) anschließen.

      Mein Kaufverhalten ist in etwa das selbe. Und selbst wenn ich wollte, könnte ich gar nicht immer auf Fair trade zurück greifen. Wir nagen hier zwar nicht am Hungertuch, aber wir müssen doch ein wenig auf unsere Finanzen achten.
      Allergikerinformation:
      Der Beitrag kann Spuren von Nüssen, sowie Ironie und Sarkasmus enthalten.

      Aktzeptiere die Welt nicht so, wie sie zu sein scheint.
      Habe den Mut sie zu sehen, wie sie sein könnte.
    • Ich muss mich meinen beiden Vorrednern ebenfalls anschließen. Bei mir kommt noch dazu, dass ich zur Zeit in der Übergangsphase von Abitur und dualem Studium stecke und ich eben nur meinen Nebenjob als Verdienst habe. Außerdem wohne ich noch zu Hause und bei uns ist es ebenfalls wie bei Ibikat. Wir nagen zwar nicht am Hungertuch, doch wir müssen auch auf unsere Finanzen achten. Vielleicht werde ich mich noch einmal genauer mit dem Thema beschäftigen, wenn ich mit dem Studium fertig bin, mein eigenes Geld verdiene und einen eigenen Haushalt habe, aber bis zu diesem Zeitpunkt muss/will ich einfach den günstigeren Weg wählen...
      :study: aktuell: Illuminati (Dan Brown)
      :study: aktuell: Audrey Hepburn - Ein Leben (Donald Spoto)
      :study: gelesene Bücher 2013 (Stand 29.06.2013): 18 -> Seiten: 6.646
    • Genau das ist der Punkt, der mich immer davon abgehalten hat. In den letzten Wochen habe ich ein Haushaltsbuch geführt und immer notiert, was ich gekauft habe. Da sind einige Sachen bei, auf die man gut und gerne verzichten kann, ohne dass sie fehlen! Ich bin arbeitslos und bekomme auch nicht viel Geld,aber ich glaube, dass bewusstes und faires Einkaufen nicht teurer wird.

      Man muss nicht 5 T-Shirts bei H&M kaufen, wo die Hälfte nach kurzer Zeit im Kleiderschrank liegen bleibt. 2 gut gearbeitete tuns auch.
      Ein Markenpullover kostet das Gleiche, wie ein fair gehandelter. Nur, dass beim Markenpullover die Falschen das Geld einstecken.

      Ich möchte hier niemanden bekehren, aber vielleicht denkt der ein oder andere ja darüber nach.
      Du weißt mehr, als Du weißt!

      Meine Bücher bei Booklooker
    • Bei Fair Trade fällt mir zuerst einmal dieser Kosmetikshop ein, der in vielen Großstädten und online verfügbar ist:
      Lush

      Lush ist:
      - Fair Trade
      - Frisch und handgemacht
      - Frei von Tierversuchen
      - Vegetarisch und teilweise sogar Vegan
      - Ohne Konservierungsstoffe

      Hier noch ein weiterer Link:
      Artikel über Lush und Fair Trade

      Ich kaufe aber auch nur teilweise Fair Trade Produkte. Es ist einfach teurer und wenn einem das Geld fehlt, sieht die ganze Sache schon schwieriger aus. Ich beschäftige mich schon seit längerer Zeit mit dem Thema, aber das nötige Kleingeld fehlt mir einfach, da ich mich auf dem zweiten Bildungsweg befinde und ziemlich sparsam leben muss. Und ich glaube schon, dass bewusstes Einkaufen teurer ist.

      Zumindest war ich vor kurzem im Bioladen, um mir meine vegetarischen Sachen zu kaufen. Vor mir an der Kasse war ein Paar, welches nur Bioprodukte und Fair Trade Sachen auf dem Band hatte; und sie haben für einen Wocheneinkauf so viel Geld ausgegeben, wie ich für den ganzen Monat zur Verfügung habe.

      Ich mache mir also Gedanken, aber vor Beendigung meines Studiums werde ich nicht voll und ganz umsteigen können.
    • kampfguerkchen schrieb:

      Man muss nicht 5 T-Shirts bei H&M kaufen, wo die Hälfte nach kurzer Zeit im Kleiderschrank liegen bleibt. 2 gut gearbeitete tuns auch.
      Ich hab ehrlich gesagt auch nie darauf geachtet. Aber es ist mir auch einfach nicht wichtig, muss ich gestehen. Ich habe meine Lieblingsläden und setze bei Kleidung auf Qualität. Da kommt H&M sowieso eher selten in Frage. Bei Lebensmittel kaufe ich teilweise Gemüse und Obst Fair Trade und Ben und Jerrys. Aber sonst... Eher nicht :-k
    • Ich bin auch jemand der bewusst kauft. Bei Kleidung ist es mir noch nicht so richtig gelungen, wobei ich auch da nicht alles kaufe, was mir vor die Füße fällt. Deinen Link dazu finde ich sehr interessant und werde mich da nochmal genauer umsehen. Leider war ich bisher nur wegen Lebensmitteln dort. Wenn ich die Wahl zwischen "normalen" Produkten und Fair Traide, kaufe ich immer Fair Traide und das schon seit Jahren. Am Anfang war es sehr schwierig und es gab nur wenige Produkte, aber inzwischen ist der Markt da schon besser aufgestellt.
      Ich trage meine Kleidung auch sehr lange und mache nicht jeden Modetrend mit. Ich finde es gut, wenn jemadn einfach etwas bewusster einkaufen geht. Niemand kann die Welt retten, aber ich verusche mich immer in die Menschen hinein zu versetzen, und wäre sehr dankbar, wenn mir dann auch jemand helfen würde. Ich glaube, wenn jeder einfach nur in seinem Umfeld hier und da auf gewisse Dinge achten würde, wäre es unter dem Strich eine große Hilfe für alle.
      Hunde sind wie Bücher, man muss nur in ihnen lesen können, dann kann man viel lernen.


      Oliver Jobes
    • Ich achte auf Fair Trade. In meinen eigenen Laden kommt keine Billigware, genausowenig wie auf meinen Teller oder in den Kleiderschrank - jedenfalls soweit es möglich ist. Die Aussage "Ich verdiene nicht soviel" gilt für mich nicht als Ausrede. Ich muss nicht bei Aldi zehn Tafeln Billigschokolade kaufen, wenn ich dafür eine aus biologischem Anbau haben kann, die ich mit gutem Gewissen genieße. Man kauft viel bewusster ein, wenn man sich klar macht, woher die Güter kommen. Ich möchte nicht, dass meinetwegen Menschen ausgebeutet werden und am Existenzminimum krebsen, oder dass Massentierhaltung mit meiner "Ach, ist doch wurscht, wo das herkommt - Hauptsache es schmeckt/sieht gut aus"- Mentalität unterstützt wird. Denn die Gleichgültigkeit in Bezug auf das, was wir konsumieren, fällt auf uns selbst zurück. Beispiele dafür gab es in jüngster Vergangenheit genug.

      Finde es gut, dass du dir über Fair Trade Gedanken machst, guerkchen.
      ~ “Sometimes you’re trying your best and you still can’t find a solution, but I try not to waste my life living in a dark place“ ~
      Mads Mikkelsen


      Autorenseite auf FB
      I solve crimes and blog about it
    • Yael schrieb:

      "Ich verdiene nicht soviel" gilt für mich nicht als Ausrede.

      Das ist keine Ausrede. Das ist eine Tatsache. Wir sind ein Vier-Personen-Haushalt mit 3 Tieren. Zusammen verdienen mein Mann und ich knapp über dem Existensminimum. Das heißt wegen 50 Euro gekommen wir keinerlei Zuschüsse für z.B. Schulbücher, Fahrkarten, Schulessen, Ausflüge etc.
      Ich kann es einfach nicht! Und da lass ich mich weder Bequemlichkeit, oder Ausreden vorwerfen!
      Warum soll ich für 4 Personen eine Fair Trade Schokolade kaufen, wenn ich für das selbe Geld für jeden eine bekommen kann.
      Ich möchte lieber meinen Kindern auch mal ein Ausflug oder ein Buch kaufen können. Wir müssen für Reperaturen, oder sonstige Anschaffungen auch mal was zurück legen.
      Du kannst gern mal in meinen Kleiderschrank schauen: 1. Wirst du dort kein H&M finden, 2. Habe ich mir das letzte Shirt vor 2 Jahren gekauft!
      Und für die Kleine kaufe ich sogar überwiegend Second Hand! Genauso bei Büchern. Wenn wir uns im Haushalt etwas anschaffen schauen wir, ob wir es gut gebraucht oder günstiger als B-Ware bekommen.
      Ich kann euch gern mal sagen, wann ich das letzte mal wirklich im Urlaub war: Vor 14 Jahren! Ansonsten mal ne Woche in Thüringen bei Freunden oder ein WE an der Ostsee. So und nun erzählt mir mal, wo jetzt die Ausreden sind!
      Wir haben ja nicht mal ein Auto!
      Also, ich bleibe dabei: Ich rede mich nicht raus.

      Edit:
      Im Übrigen unterstütezen mein Mann und ich, so gut wir können, die SOS-Kinderdörfer und Worlsvison. nicht mit viel. Aber das was geht, spenden wir dort hin.
      Allergikerinformation:
      Der Beitrag kann Spuren von Nüssen, sowie Ironie und Sarkasmus enthalten.

      Aktzeptiere die Welt nicht so, wie sie zu sein scheint.
      Habe den Mut sie zu sehen, wie sie sein könnte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ibikat ()

    • ibikat ~ kein Grund, persönlich zu werden - ich werfe dir weder Bequemlichkeit noch Ausrede vor. Jeder kann das tun, was er will und wie er am besten zurecht kommt. Ich kenne eben viele Leute in meinem Bekanntenkreis, denen es schnurz ist, was sie konsumieren und woher die Sachen kommen, Hauptsache billig und viel. Aber dann nach dem Verbraucherschutz schreien, wenn mal wieder für ein paar Tage akut die Kacke am Dampfen ist, statt Eigenverantwortung zu übernehmen.

      Tut mir leid, wenn ich dich gekränkt habe - ich wollte niemandem zunahe treten, finde aber, dass sich im Konsumverhalten einiges ändern sollte.
      ~ “Sometimes you’re trying your best and you still can’t find a solution, but I try not to waste my life living in a dark place“ ~
      Mads Mikkelsen


      Autorenseite auf FB
      I solve crimes and blog about it
    • Warum soll ich für 4 Personen eine Fair Trade Schokolade kaufen, wenn ich für das selbe Geld für jeden eine bekommen kann.
      Weil du damit mehr als 4 Personen glücklich machen würdest.

      Ich schaue in den letzten Tagen sehr intensiv nach Produkten, und stelle bei einigen Dingen fest, dass sie nichtmal teurer sind (z.B. Tee von der Teekampagne) Es bedarf halt einiger Zeit und Recherche, bis man seinen Weg gefunden hat, aber ich bin mir sicher, dass ich meinen finden werde.

      Wie gesagt: Ich bin auch nicht besonders reich... Urlaub zählte für mich immer zu totalem Luxus.

      Ich werde übrigens meine Erfahrungen in einer Art "Selbstversuch" in einem Blog festhalten.
      Du weißt mehr, als Du weißt!

      Meine Bücher bei Booklooker
    • Yael schrieb:

      Tut mir leid, wenn ich dich gekränkt habe - ich wollte niemandem zunahe treten, finde aber, dass sich im Konsumverhalten einiges ändern sollte.

      :friends:
      Und ich denke zum Beispiel, dass die Leute, die sich wirklich Gedanken manchen und darauf achten, solche Produkte zu kaufen auch daran denken müssen, dass es manchmal nicht geht.
      Ich möchte Fair Trade und co natürlich nicht schlecht machen und ich finde den Gedanken sehr gut. Aber genauso finde ich es nicht gut, egal in welcher HInsicht, die Menchen über einen Kamm zu scheren. Nicht jeder, der nicht Fair Trade kauft macht nich keine Gedanken.
      Allergikerinformation:
      Der Beitrag kann Spuren von Nüssen, sowie Ironie und Sarkasmus enthalten.

      Aktzeptiere die Welt nicht so, wie sie zu sein scheint.
      Habe den Mut sie zu sehen, wie sie sein könnte.
    • kampfguerkchen schrieb:

      Ich werde übrigens meine Erfahrungen in einer Art "Selbstversuch" in einem Blog festhalten.

      Und das werde ich natürlich voller Spannung verfolgen. :thumleft:
      Allergikerinformation:
      Der Beitrag kann Spuren von Nüssen, sowie Ironie und Sarkasmus enthalten.

      Aktzeptiere die Welt nicht so, wie sie zu sein scheint.
      Habe den Mut sie zu sehen, wie sie sein könnte.
    • ibikat schrieb:

      Nicht jeder, der nicht Fair Trade kauft macht nich keine Gedanken.

      Eine tolle Aussage! :thumleft:

      Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass für mich eine Tafel Schokolade von einer Billigmarke schon Luxus ist im Moment.
      Ich denke auch, dass das Konsumverhalten sich verändern sollte; aber auf der anderen Seite kann nicht jeder alles geben, sondern vielleicht nur einen kleinen Teil beitragen.
    • Gänseblümchen schrieb:

      dass für mich eine Tafel Schokolade von einer Billigmarke schon Luxus ist im Moment.

      Und das ist zum Beispiel eine Sache, über die sich viele leider keine Gedanken machen. Es gibt im eigenen Land so viele Menschen denen es schlecht geht. Die auch hart arbeiten müssen, oder es nicht können.
      Die Arche, Die Tafeln, das sind so tolle Projekte, die es genau so verdient unterstützt zu werden. Projekte, die hier sind.
      Viele Menschen kaufen Lebensmittel um Lebensmittel, machen sich gedanken über Fair Trade etc ohne dran zu denken, dass der Nachbar vielleicht nicht weiß, wie er über die nächste Woche kommen soll.
      Da sollte für mich umdenken anfangen. Nicht enden, aber einen Anfang nehmen.
      Allergikerinformation:
      Der Beitrag kann Spuren von Nüssen, sowie Ironie und Sarkasmus enthalten.

      Aktzeptiere die Welt nicht so, wie sie zu sein scheint.
      Habe den Mut sie zu sehen, wie sie sein könnte.
    • Mit Fair Trade habe ich mich ehrlich gesagt bisher noch zu wenig beschäftigt. Ich werde es mir aber mal genauer ansehen. Allerdings bin ich schon jemand, der sich sonst Gedanken über sein Kaufverhalten macht und ich weiß auch, dass ich das vielleicht noch viel öfter machen sollte. Ich kaufe Bioprodukte, auch wenn sie teuerer sind und bei gleichwertigen Produkten kauf ich mir das, das aus der Region kommt. Dann gibt es noch einige Firmen, die ich aus persönlichen Gründen meide wie Wiesenhof oder Müller. Aber ich bin auch jemand, der weiß, dass ich dadurch nicht die Welt retten werde, es ist mehr etwas für mein eigenes Gewissen. Ich würde allerdings nie versuchen, jemand etwas aufzuzwingen und ich kann Familien wie die von ibikat absolut verstehen, wenn man sowieso jeden Cent mehrmals umdrehen muss, dass man dann lieber, wenn man es sich schon mal leistet, jeden seiner Kinder eine Tafel Schokolade anstatt nur einer Fair-Trade-Tafel kauft. Allerdings gibt es auch in meinem Bekanntenkreis Leute, über die ich mich manchmal ärgere und deren "Hauptsache billig, am besten noch umsonst"-Einstellung ich einfach nur Sche...e finde. Genau das sind aber Leute, die finanziell gut dastehen und ruhig auch mal einen kleinen Beitrag leisten könnten. Einer meiner besten Freunde ist so ein Fall. Ich hab ihn echt saugern, aber dessen Einstellung in dieser Hinsicht nervt manchmal dermaßen. Manchmal denke ich mir, der würde auch seine Großmutter hergeben, wenn es dafür etwas umsonst geben würde. Aber sonst muss er jeden Technikmist und ein Quad und einen Schwedenofen und was weiß ich noch alles, haben.
      :study: Melanie Raabe - Die Falle
      :study: 2017 gelesen: 48 :study: SUB: 300
    • Ich arbeite seit fast 20 Jahren einmal in der Woche ein paar Stunden in einem FairTrade-Laden, wo es Kaffee, Kunstgewerbe und Süßes gibt. Wir bekommen von den Partnerorganisationen aus Afrika, Südamerika und Asien sehr viel Informationsmaterial, und manchmal werden Veranstaltungen angeboten, wo Leute berichten, wie es in ihrem Land aussieht und was sich durch den Fairen Handel verändert hat.

      Kaffee, Tee, Schokolade und Geschenke kaufe ich seit einiger Zeit nur bei "uns". Problematischer ist es mit Kleidung. Man kann sie nur bei den Versandhändlern bestellen ... und hat dann wieder das alte Problem: Passt es? Muss ich es zurückschicken und dafür wieder 10 km zur nächsten Post fahren?

      @ kampfguerkchen, wenn Du damit keine Probleme hast, kann ich Dir gern ein paar Adressen per PN schicken.

      Seit einiger Zeit kaufe ich von einigen bestimmten Firmen des konventionellen Handels nichts mehr (z.B. Nestle, Ferrero), weil ich weiß, mit welchen Mitteln sie ihre Waren herstellen.
      Ich kann aus meinen Erfahrungen Kapo zustimmen: Wären wir auf gut betuchte Kunden angewiesen, die sich die teureren Produkte leisten können, hätten wir den Laden längst dichtmachen müssen.
      Allerdings: In den Jahren, als meine drei Kinder alle im Studium oder der Ausbildung waren und ich keinen Job bekam, habe ich auch mehr auf den Preis als auf die Herkunft der Produkte geachtet. Anders wären wir nicht über die Runden gekommen. Insofern, @ ibikat, verstehe ich dich gut, auch wenn ich eine militante Verfechterin des Fairen Handels bin.
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)
    • Da ich nicht zitieren kann, schreibe ich einfach so und gehe auf eure Gedanken ein.

      Erstmal finde ich es schön, so viel Beteiligung zu finden. Mit "fair trade" meine ich eigentlich auch den kompletten Markt und das Kaufverhalten. Dass man nicht immer "das Richtige" (nicht falsch verstehen bitte!) machen kann, finde ich sehr verständlich und auch ein Stück weit schade, denn da ist auch die Regierung Schuld, indem sie selbst in unserem mehr oder weniger gut situiertem Land Missstände zulässt. Sei es Leiharbeit zu Dumpingpreisen, Mindestlöhne unter der Gürtellinie und die Abhängigkeit bzw. der Lobbyismus zu großen Firmen mit fragwürdigen Methoden.

      Sich Gedanken zu machen ist auf jeden Fall wichtig, und das - so habe ich den Eindruck - machen hier einige. Selbst der Kauf von Seconhandprodukten ist ein guter Schritt, denn es läuft wider der Wegwerfmentalität. Ob man nun secondhand ein noch sehr gut erhaltenes Teil kauft, oder "mal eben bei KIK" reinhuscht, ist ein großer Unterschied.

      Bewusstes Verhalten ist in dieser Welt schwierig. Repariert wird kaum noch, denn es ist "zu teuer". Also lieber neue Ressourcen verschwenden. Gefertigt unter dubiösen Bedingungen für weitaus weniger, als notwendig wäre.

      Ein Einzelner kann wenig bewirken, aber jeder für sich kann seinen Teil dazu beitragen, dass das Bewusstsein gestärkt wird.

      Ich stehe derzeit beispielsweise vor einer speziellen Frage: Bisher habe ich meine Möbel aus Kostengründen immer bei einem schwedischen Möbelhaus :-, gekauft. Viel schöner wäre es natürlich, den heimischen Handel zu unterstützen. Dass dies um einiges teurer ist, ist mir klar. ABER: muss ich zu meinen 5 Regalen im Wohnzimmer wirklich AUF DER STELLE ein sechstes kaufen, weil nicht alle Bücher in Reih und Glied hereinpassen? Vor allem aber: dürfte ich, mit meinem Vorhaben, ein besserer Mensch zu werden, weiterhin munterfröhlich HEMNES-Regale kaufen?

      In meinem Kopf sprudelt so viel, ich hoffe, in meinem Blog irgendwann mal Ordnung und Klarheit zu finden. Das Thema ist so unglaublich groß, aber sehr spannend und wichtig.

      @Marie, ich würde mich freuen, eine PN von Dir zu erhalten :)
      Du weißt mehr, als Du weißt!

      Meine Bücher bei Booklooker
    • kampfguerkchen schrieb:

      Ich stehe derzeit beispielsweise vor einer speziellen Frage: Bisher habe ich meine Möbel aus Kostengründen immer bei einem schwedischen Möbelhaus :-, gekauft. Viel schöner wäre es natürlich, den heimischen Handel zu unterstützen. Dass dies um einiges teurer ist, ist mir klar. ABER: muss ich zu meinen 5 Regalen im Wohnzimmer wirklich AUF DER STELLE ein sechstes kaufen, weil nicht alle Bücher in Reih und Glied hereinpassen? Vor allem aber: dürfte ich, mit meinem Vorhaben, ein besserer Mensch zu werden, weiterhin munterfröhlich HEMNES-Regale kaufen?
      IKEA ist, soweit ich weiß, kein Ausbeuterverein, sondern engagiert sich sogar recht stark für Umwelt und Gesellschaft, siehe auch hier. Ob es stimmt, ist natürlich immer noch eine andere Frage, aber zumindest schreiben sie sich auf die Flagge, möglichst ökologisch zu produzieren und spenden regelmäßig für Kinder in Not - also warum nicht IKEA?
      Mein Blog


      Die Worte waren bereits zu ihr unterwegs, und als sie ankamen, hielt Liesel sie wie Wolken in den Händen und wrang sie aus bis auf den letzten Tropfen.
      (M.Zusak, Die Bücherdiebin)


      „Es kommt auch darauf an, wie wir [die Welt] verstehen, oder nicht? Und wenn wir sie verstehen, fügen wir doch auch etwas hinzu, oder nicht? Und wenn das so ist, ist dann nicht das ganze Leben eine Geschichte?"
      (Y.Martel, Schiffbruch mit Tiger)
    Anzeige
    BuecherTreff.de in den Medien