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Lucinda Riley - Das Mädchen auf den Klippen/ The Girl on the Cliff

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    Das Mädchen auf den Klippen

    von

    4.3|94)

    Verlag: Goldmann

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 464


    ISBN: 9783442477890


    Termin: Mai 2012

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    • Lucinda Riley - Das Mädchen auf den Klippen/ The Girl on the Cliff

      Da ich überraschenderweise keine Rezension zu dem Roman gefunden habe, versuche ich mich mal daran.

      Originaltitel
      The Girl on the Cliff (Cover siehe folgenden Post)

      Seitenanzahl
      444 (inkl. Epilog und Danksagung der Autorin)

      Über die Autorin
      Lucinda Riley hat viele Jahre ihrer Kindheit in Bangkok verbracht. Sie
      liebt es zu reisen und ist auch heute noch ganz besonders dem Fernen
      Osten verbunden. Nach einer erfolgreichen Karriere als Theater- und
      Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley nun ganz auf das
      Schreiben. Sie lebt in Norfolk im Osten Englands.
      Inhalt
      Nach einem schweren Schicksalsschlag kehrt die Bildhauerin Grania Ryan in ihre Heimat Irland zurück. Als sie an den Klippen einen Spaziergang unternimmt, trifft sie auf das kleine Mädchen Aurora, barfuß und nichts als ihr Nachthemd am Leib. Nach dieser seltsamen Begegnung sucht Grania das Gespräch bei ihrer Mutter, welche jedoch plötzlich ungewöhnlich abweisend reagiert. Schnell wird klar, dass sie weitaus mehr über Aurora weiß, als sie zunächst zugeben will und auch über die unglaubliche Geschichte, die die Familie des Mädchens und ihre eigene seit Generationen mit einander vereint ...

      Aufbau
      "Das Mädchen auf den Klippen" gliedert sich in kleinere Kapitel, die dazu häufig in mehrere Abschnitte aufgeteilt werden.
      Die Geschichte wird zum Großteil aus der Sicht eines allwissenden Erzählers in der Vergangenheitsform erzählt. Dabei wird die Geschichte verschiedener Generationen der Familien beleuchtet.
      Ausnahmen bilden kürzere Abschnitte, die aus der Sicht Auroras dargestellt werden. Diese spielen in der Gegenwart und werden aus der Ich-Perspektive widergegeben.

      Eigene Meinung
      "Das Mädchen auf den Klippen" ließ sich von Anfang an sehr angenehm lesen. Dies lag nicht nur an der sehr angenehmen Kapitelaufteilung sondern auch an dem tollen Schreibstil der Autorin. Diese versteht es, mit einfachen Mitteln Atmosphäre zu schaffen und nimmt den Leser mit auf eine unglaubliche Reise durch die Zeit. Doch eins nach dem anderen.

      Mit ihrer Protagonistin Grania gelingt es Riley, eine sehr sympathische Figur zu schaffen, die es einem leicht macht, sich in ihre Geschichte einzufinden. Man entwickelt schnell Gefühle für die junge Frau und kann sich wunderbar in sie hineinversetzen. Ich habe Grania gern auf ihrem Weg verfolgt, habe mit ihr gebangt, gehofft, geweint und nachgedacht und fühlte mich auf seltsame Art mit ihr verbunden. Sie wirkt sehr menschlich und hat, wie jeder andere auch, gewisse "Ecken und Kanten", die sie glaubwürdig erscheinen lassen und tiefgründig.

      Aurora ist eine Figur, wie sie mir so noch nicht begegnet ist. Ein kleines Mädchen, das so reif und erwachsen wirkt, dass es fast beängstigend ist. Hier liegt einer der wenigen Punkte, die mir an der Geschichte nicht immer gefallen haben. Aurora, so jung und zerbrechlich sie teilweise erscheint, ist ungemein intelligent und hat oft Gedankengänge und eine Sprache entwickelt, die ich einem Kind in ihrem Alter nicht zutrauen würde - ganz gleich, wie die Autorin diese Eigenart auch erklären mag.

      Die weiteren Figuren in "Das Mädchen auf den Klippen" sind sehr facettenreich, mal sympathisch und herzerwärmend, mal abstoßend und nervtötend. Eines verbindet sie jedoch alle: Nicht einer von ihnen ist langweilig oder wirkt "hingeschmissen". Jedem einzelnen von ihnen wurde Leben eingehaucht, was die Geschehnisse des Buches wunderbar abrundet und einen tief in sie eintauchen lässt.

      Ebenfalls interessant an dem Buch ist der Aufbau. Begleitet man zunächst noch Grania, so wird man schnell von ihrer familiären Vergangenheit eingeholt und erhält Einblicke in das Leben der Generationen vor ihr, die offenbar eine Kettenreaktion der Geschichte in Gang gesetzt haben. So erfährt man beispielsweise auch von ihrer Urgroßmutter Mary und wie die Geschehnisse um die Familien Lisle und Ryan ihren Lauf nahmen. Dies war für mich sehr spannend zu Lesen und animierte mich dazu, eine Seite nach der anderen umzublättern und wenn ich noch so müde war.
      Was den Aufbau weiterhin sehr schön aufgelockert hat, sind die "Beiträge" von Aurora selbst, die den Anschein geben, dass sie die Verfasserin des Buches ist. Auf jeden Fall eine schöne Idee, die in ihrem gesamten Ausmaß (wer das Buch kennt oder später ließt, wird an dieser Stelle wahrscheinlich wissen, was ich meine) super zum Buch passt. Diese von Aurora verfassten Elemente gliedern sich in die Erzählung wie Puzzleteile und machten sie für mich erst so richtig komplett.

      Was kann ich noch sagen? Ich bin, bis auf wenige kleine Punkte, begeistert von "Das Mädchen auf den Klippen". Es ist ein sehr emotionsgeladenes Buch, bei dem ich häufig geschluckt habe und bei dem zahlreiche Tränen geflossen sind - aber ich bin vielleicht auch kein Maßstab. In jedem Fall wird es nicht das letzte Buch von Lucinda Riley sein, dass ich gelesen habe und ich empfehle es hiermit sehr gern weiter.

      Fazit
      "Das Mädchen auf den Klippen" ist ein wundervolles Buch, das einem viele schöne Lesestunden bereitet und in jedem Fall die eine oder andere Überraschung bereit hält. Zumindest sollte man nicht glauben, die Geschichte vorhersehen zu können. Ich vergebe sehr gern :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: Sterne und freue mich schon auf den nächsten Titel der Autorin. Allen, die das Buch noch vor sich haben oder die vielleicht sogar neugierig geworden sind, wünsche ich schon jetzt ganz viel Spaß.

      Tja ... das war meine erste eigene Rezension zu einem Roman, glaube ich. Und ich hoffe, ich habe es einigermaßen hinbekommen. :uups:
      :study: "Das Schwert der Vorsehung" (Andrzej Sapkowski, ISBN 978-3-423-21069-0)

      Start-SUB 2016: 81 (aktuell: 81)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Missy1988 ()

    • Missy1988 schrieb:

      Tja ... das war meine erste eigene Rezension zu einem Roman, glaube ich. Und ich hoffe, ich habe es einigermaßen hinbekommen. :uups:
      Sehr gelungen! Und dann auch noch zu einer Uhrzeit, zu der ich nur noch mit dem linken Auge in die rechte Westentasche schiele...
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • Nach einer Fehlgeburt und einer daraus resultierenden Beziehungskrise ist die Bildhauerin Grania Ryan aus New York zurück in ihr kleines irisches Heimatstädtchen geflüchtet und versucht, im Kreis ihrer Familie wieder zu sich zu kommen. Beim Joggen trifft sie eines Tages auf ein kleines Mädchen, das nur mit einem Nachthemd bekleidet am Klippenrand steht und behauptet, dort seine verstorbene Mutter gesehen zu haben.

      Aurora, so heißt die Kleine, begegnet Grania kurz darauf wieder, und die beiden freunden sich rasch an, denn auch Aurora ist einsam - ihre Mutter ist tot, ihr Vater viel unterwegs, und da sie erst kürzlich in Dunworley eingezogen ist und von einer Hauslehrerin unterrichtet wird, mangelt es auch an Kontakten zu Gleichaltrigen.

      Als Grania ihrer Mutter Kathleen von Aurora erzählt, ist diese unerklärlicherweise völlig entsetzt, obwohl sie sonst doch besonders für Kinder ein großes Herz hat. Aber lange vor Granias Geburt gab es schon einmal eine Verbindung zwischen den beiden Familien, deren Auswirkungen Kathleen bis heute nicht vergessen hat ...

      Mit Familiengeheimnissen kriegt man mich ja immer wieder, und Lucinda Riley macht das vom Aufbau her in diesem Buch auch ziemlich gut. Die Mehrere-Zeitebenen-Technik ist zwar nicht gerade die Neuerfindung des Rades, passt aber immer wieder hervorragend, so auch hier, wo zunächst beinahe mehr Fragen aufgeworfen als beobachtet werden, um sich dann nach und nach, Schicht um Schicht, Puzzlestück für Puzzlestück aufzuklären.

      Mit den Figuren war ich allerdings nicht so zufrieden. Die Protagonisten sind zwar sympathisch, aber auch in den meisten Fällen wahnsinnig klischeehaft - die unkonventionelle Künstlerin, das altklug-niedliche kleine Mädchen, die resolute, gutherzige Mutter, der tragisch-schöne trauernde Witwer, die Society-Zicke und noch so einiges mehr. Da hätte ich mir ab und an etwas mehr Tiefe gewünscht, um sie noch lieber mögen zu können. Auch einige Handlungselemente waren mir ein bisschen zuviel des Guten und wie aus einem Soap-Drehbuch. Da hätte man Überflüssiges streichen und dafür lieber andere Aspekte noch etwas eingehender behandeln können, die mir zu oberflächlich angerissen wurden, statt immer noch mehr Drama draufzulegen.

      Aber bei aller Kritik habe ich mich doch ganz gut unterhalten und war an einigen Stellen auch gerührt von der Geschichte, die ich mir im übrigen auch gut als netten, leichten Film fürs Herz vorstellen könnte.

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Why say 'tree' when you can say 'sycamore'?
      (Leonard Cohen)
    • Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen dass mich emotional so sehr berührt hat.

      Lucinda Riley hat eine Familiengeschichte geschrieben, gespickt mit interessanten Charakteren, rätselhaften Familiengeheimnissen und schicksalhaften Verstrickungen.
      Ein romantisches, geheimnisvolles und auch trauriges Buch.

      Die Handlungsorte wechseln zwischen Irland, London und New York.

      Das Ende hat nochmal eine überraschende Wendung genommen und ich habe lange nicht mehr am Ende eines Buches geweint.
      Also bitte Taschentücher bereithalten :)
      Mich hat das Buch gefesselt und es bekommt von mir :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: Sterne :love:
      Berühre den Wind und du wirst sehen was Freiheit bedeutet
    • Lucinda Riley - Das Mädchen auf den Klippen

      Also erstmal es ist eine wunderschöne Geschichte die über Generationen hinweg geht und 2 Familien betrifft die zusammen hängen.

      "Das Mädchen auf den Klippen" dieser Titel ist treffend, denn dieses
      Mädchen Aurora schreibt dieses Buch. Angefangen hat alles mit Mary und
      geendet hat es mit Aurora, naja nicht wirklich geendet. Es waren schöne
      und auch sehr bewegende Rückblicke in die Vergangenheit um alles
      verstehen zu können. Allerdings war ich ab Mitte des Buches doch
      ziemlich verwirrt, weil ich einfach manchmal nichrt mehr richtig mitkam.
      Ich hätte mir gewünscht, man hätte alles erzählt, zum Beispiel wie es
      mit manchen Personen zu ende ging und wie sie ihr Ende gefunden haben.
      Selbst am Ende war es nicht offensichtlich, fand ich etwas schade.
      Ansonsten ein sehr gutes buch, gut zu lesen.
      :study:Koethi Zan - Danach :montag:
    • Auch hier noch einmal der Hinweis: Bitte beim Einkopieren von Fremdtext (meint: aus anderen Programmen) hier im Editor das Quelltextfenster verwernden um seltsame Zeilenumbrüche zu vermeiden. 8)
      Mehr Bücher finden sich auf Sandammeer und Lesezeit hier. Manches produzieren wir sogar selbst: Kegelberge.
      Hilfe, die ankommen soll geht an Ärzte ohne Grenzen.
    • Lucinda Riley - Das Mädchen auf den Klippen

      Originaltitel: The Girl on the Cliff
      445 Seiten


      Meine Meinung:
      Grania Ryan lebt als Bildhauerin in New York. Sie machte sich beruflich einen Namen und mit dem Psychologen Matt hat sie die große Liebe gefunden. Doch dann erleidet sie eine Fehlgeburt und das wirft sie total aus der Bahn. Sie verlässt fluchtartig New York und kehrt in ihre Heimat an die Steilküste Irlands zu ihren Eltern zurück.

      Bei einem Spaziergang sieht sie ein Mädchen am Rande der Klippen stehen, barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet. Als sie das Kind anspricht, läuft es davon. Als sie ihrer Mutter davon erzählt, ist diese überhaupt nicht begeistert, denn sie kennt das Mädchen. Sie heißt Aurora und ist die Erbin des herrschaftlichen Dunworley House. Die beiden Familien verbindet seit Generationen eine tragische Geschichte.

      Grania und Aurora sind bald gute Freunde und sie verbringen sehr viel Zeit miteinander. Aurora lebt mit ihrem Vater alleine in dem riesigen Haus, da ihre Mutter verstorben ist. Als der Vater für längere Zeit verreisen muss, bittet er Grania ins Haus zu ziehen und auf Aurora aufzupassen. Granias Mutter überlegt noch immer, ob sie ihrer Tochter von der Vergangenheit erzählen soll. Über kurz oder lang wird sie es müssen.

      Die Geschichte wird aber in Rückblenden von Aurora erzählt, sie geht über Generationen und nach und nach werden die Fäden zusammengeführt und von Granias Mutter ergänzt. Die Erzählungen enthalten sehr komplexe Lebensgeschichten und Schicksale, die einen sehr berühren. Die einzelnen Personen sind sehr gut dargestellt, liebevoll und detailliert. Zwischendurch wird immer wieder ein Abschnitt in kursiver Schrift eingefügt, in dem Aurora die Erzählungen zusätzlich noch mit Anmerkungen versieht.

      Ein schönes Buch, welches sich sehr flüssig lesen lässt, wie alle Bücher der Autorin.
      Liebe Grüße
      Helga :winken:

      :study: ???

      Lesen ist ernten, was andere gesät haben (unbekannt)
    • Nach Missys Rezi ist dieses Buch auf meiner WuLi gelandent. Aber so richtig ran getraut habe ich mich irgendwie doch nicht, weil ich nicht so genau wusste, ob es überhaupt was für mich ist. Die Kaufentscheidung wurde mir dann abgenommen und mir blieb ja gar nichts anderes mehr übrig, als es zu lesen. Dazu kurz und knapp: Danke! :pray:

      "Das Mädchen auf den Klippen" ist ein wirklich wunderschönes Buch mit überzeugenden und authentischen Charakteren. Der schreibstil ist luftig leicht und frisch.
      Anfangs hatte ich ein wenig Probleme mit den vielen Namen aber nach und nach wurden die immer weniger bis sie schließlich gänzlich verschwunden sind.
      An einigen Stellen ist das Buch schon sehr kitschig, bzw. wirken die Zufälle doch sehr inziniert, aber das hat mich an dieser Stelle eigentlich überhaupt nicht gestört. Diese kleinen "Mängel" macht Lucinda Riley doppelt und dreifach wett und schenkt dem Leser mit diesem Buch einige wirklich tolle Lesemomente, die über Freude, Trauer, Wut, Verzweiflung, Lachen wirklich jede Emotion beeinhalten.

      Dieses Buch war garantiert nicht mein letztes der Autorin.

      Von mir gibt es volle 5 :bewertung1von5:
      Allergikerinformation:
      Der Beitrag kann Spuren von Nüssen, sowie Ironie und Sarkasmus enthalten.

      Aktzeptiere die Welt nicht so, wie sie zu sein scheint.
      Habe den Mut sie zu sehen, wie sie sein könnte.
    • "Das Mädchen auf den Klippen" ist eine wunderschön erzählte Familiengeschichte, in die ich von der ersten Seite an zu 100% eingetaucht bin. Die Hauptgeschichte spielt an der irischen Küste, ein idealer Ort für Geschichten dieser Art. Aber auch London und New York sind Schauplätze, die die Autorin ideal ausgewählt hat.

      Nach einer Fehlgeburt flüchtet sich Grania in ihre Heimat Irland, zu ihren Eltern und ihrem Bruder. Sie lässt ihren Lebensgefährten Matt ohne ein Wort des Abschieds in New York zurück. Während eines Spazierganges sieht sie ein kleines Mädchen bedrohlich nah an den Klippen stehen. Als sie die Kleine anspricht, läuft sie weg. Sie ahnt noch nicht, dass das Mädchen, Aurora, ihr ganzes Leben verändern wird.

      Es gibt mehrere Erzählstränge. Zum einen die Hauptgeschichte, rund um Grania, ihre Familie und Aurora. Sie spielt größtenteils in Irland. Ein weiterer spielt in New York, wo Matt versucht, mit der Trennung klar zu kommen. Sehr interessant fand ich die Ausflüge in die Vergangenheit, begonnen mit der Zeit des 1. Weltkrieges. Als letztes sind die Ausführungen der kleinen Aurora gekonnt eingefügt.

      Der Schreibstil ist wahnsinnig fesselnd. Seite und Seite habe ich gelesen; ich musste einfach wissen, wie es weitergeht. Ich konnte die einzelnen Personen einen ganzen Tag lang nicht loslassen. Es ist eines der Bücher, die man in einem Rutsch lesen muss und die man überall mit hinnimmt.

      Wenn ich einen Kritikpunkt habe, dann allerhöchstens die zu erwachsen wirkende Sprache der kleinen Aurora. Ein wenig kindlicher, und die Geschichte wäre zu 100% perfekt gewesen.

      Einige Szenen driften ins klischeehafte und kitschige ab. Das hat mich hier nicht gestört. Manchmal brauche ich solche Geschichten. Eintauchen, mitfühlen und ein Tränchen vergießen. Und zum Schluss fällt es schwer, Abschied zu nehmen.

      Es gab ein Zitat, das mir sofort ins Auge gefallen ist:
      ​Wie sollte man wissen, dass man glücklich ist, wenn man nicht manchmal traurig wäre?
      Und wie sollte man sich gesund fühlen, wenn man nicht hin und wieder krank wäre?


      Ein wunderschönes Buch für einsame, verregnete Tage auf der Couch. Mit einer Tasse Tee und ein paar Keksen - ein perfekter Tag. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:
      • Gelesen 2017 :study: : 21
      • Gehört 2017 :musik: : 6
    • Bei diesem Buch kann ich mich der allgemeinen Meinung nicht anschließen, leider habe ich mich über das Buch ziemlich geärgert.


      ibikat schrieb:

      An einigen Stellen ist das Buch schon sehr kitschig, bzw. wirken die Zufälle doch sehr inziniert, aber das hat mich an dieser Stelle eigentlich überhaupt nicht gestört. Diese kleinen "Mängel" macht Lucinda Riley doppelt und dreifach wett und schenkt dem Leser mit diesem Buch einige wirklich tolle Lesemomente, die über Freude, Trauer, Wut, Verzweiflung, Lachen wirklich jede Emotion beeinhalten.


      Mich haben diese kitschige Szenen im Buch leider sehr gestört und mir haben sie das Buch verleidet.

      Mausi1974 schrieb:

      Einige Szenen driften ins klischeehafte und kitschige ab. Das hat mich hier nicht gestört. Manchmal brauche ich solche Geschichten. Eintauchen, mitfühlen und ein Tränchen vergießen. Und zum Schluss fällt es schwer, Abschied zu nehmen.


      Bei mir darf es schon auch mal klischeehaft und kitschig sein, aber hier war es mir eindeutig zu viel des Guten...


      Aber nun zu meiner Meinung, zum Inhalt schreibe ich nicht mehr viel, das haben meine Vorschreiberinnen ja schon sehr gut gemacht.
      Ja, warum hat mich dieses Buch so enttäuscht? Vielleicht weil es sehr vielversprechend angefangen hat und ich mir eine tolle "Familien-Geheimnis-Geschichte" zum Abtauchen versprochen habe? Inklusive Herz-Schmerz, den ich manchmal auch sehr gerne lese.
      Aber nein, die Autorin hat mich mit dem "Herz-Schmerz" nicht erreicht und meine Gefühle sind bei mir regelrecht in Ärger umgeschlagen.
      Wie gesagt, anfangs war die Geschichte auch noch sehr gut. Zwar bedient sich die Autorin einiger Klischees und ich konnte das Verhalten von Grania, die sich einfach von ihrem Freund trennt, ohne ihm jegliche Erklärung dafür zugeben, nicht ganz nachvollziehen. Aber gut, es soll ja so Leute geben.
      Auch die "Vergangenheitsgeschichte" hat mich gefangen genommen und ich fand die ganzen losen Fäden, die gesponnen wurden durchaus interessant und vielversprechend.

      Aber dann wurde es mir gegen Mitte des Buches einfach zu viel des Guten. Die Spannung lies für mich nach, da sich auch fast jede Vorahnung, die ich hatte, bestätigt hat. Die "Vergangenheitsgeschichte" war größtenteils erzählt und in der Gegenwart wurde das Buch immer klischeehafter und klischeehafter. Die Autorin weißt mit Situationen auf, die für mich absolut unglaubwürdig wirken.
      Ich möchte hier nicht zuviel verraten, nur eines was jetzt hoffentlich keinen allzu großen Spoiler darstellt.
      Ich fand es einfach unmöglich, dass die Autorin einfach eine Neunjährige so von heute auf morgen alleine in den Flieger nach New York setzt. Ja klar, so völlig ohne Begleitung und ohne Vollmacht eines Erziehungsberechtigten. Mal eine dumme Frage, geht das??? Ich kann es mir nicht vorstellen, muss aber gestehen, dass ich auch noch nicht genauer recheriert habe.

      Spoiler anzeigen
      Anscheinend wusste die Autorin sonst nicht, wie sie ihre beiden Protagonisten wieder zusammenführen sollte... Und dann musste halt dieses neunmalkluge Kind herhalten.


      Überhaupt ging mir Aurora, die 9jährige, ziemlich auf den Wecker mit ihrer altklugen, doch schon sehr erwachsenen Art.
      Die Dialoge im gesamten Buch wirken auf mich auch sehr hölzern, was mich im Lesefluss deutlich gestört hat.

      Schade, ich habe mich wirklich auf diesen Roman gefreut. "Das Orchideenhaus" von der Autorin hat mir eigentlich gut gefallen. Zwar fand ich auch da schon so manches Klischee etwas viel, wurde aber mit einer sehr schönen und spannenden "Vergangenheitsgeschichte" versöhnt.
      Das ist in diesem Buch nicht passiert.

      Wenn ich das nächste Mal wieder einen Roman dieser Art lesen möchte, werde ich wohl wieder zu Kate Morton greifen, deren Romane wesentlich ausgereifter sind.

      Vondaher gibt es von mir nur :bewertung1von5: :bewertung1von5: Sternchen für den schönen Anfang und die "Vergangenheitsgeschichte", die auch noch ganz interessant war.
      Aber ich werde wohl in Zukunft einen Bogen um Lucinda Riley machen.
      Wir brauchen Geschichten.
      Wer möchte denn nur ein Leben führen, wenn er das von vielen besuchen kann?
      Sabrina Qunaj - Das Blut der Rebellin
    • Ich gebe Rapunzel Recht, von dem Schreibstil bin ich auch sehr enttäuscht! Vom Thema her klasse, die Idee ist gut, aber nicht sonderlich ausgereift umgesetzt. Vieles fand ich auch überzogen, wie z.B.
      Spoiler anzeigen
      die alleinige Planung und Umsetzung eines Fluges (eigentlich waren es ja 2,mit dem Inlandsflug) von Irland in die USA. Ich weiß es auch nicht, kann mir aber wirklich nicht vorstellen, dass nicht einmal irgendwo an einem Flughafen ein Erwachsener fragt, ob das so richtig ist! Zumal ja Matt auch erst abstreitet, Aurora überhaupt zu kennen - und dann fragt keiner mal nach seinem Ausweis oder so??? Finde ich auch sehr unwahrscheinlich!


      Auch hat Grania Auroras Vater noch gar nicht gesagt, welche Art
      Spoiler anzeigen
      Skulpturen sie eigentlich macht, bestellt aber gleich eine Statue seiner Tochter! Was wäre denn gewesen, wenn sie auf Hühner spezialisiert wäre? :mrgreen:


      Naja, in dem Stil könnte man noch einige Beispiele bringen, an denen die Geschichte einfach lieblos weiter gewurschtelt ist.
      Bis ich das erste Drittel durch hatte, habe ich schon mindestens drei mal überlegt, ob ich das Buch nicht abbreche, aber dann siegte doch meine Neugier.
      Mehr als 3 Sterne bekommt das Buch aber von mir nicht und ich bezweifle, dass ich noch eins von der Autorin lesen werde! Hatte mich auf einen schönen Roman im Stil von Kate Morton gefreut, aber mit der kann diese Schriftstellerin m.E. überhaupt nicht mithalten.
      Wer Bücher hat, ist nie allein
      Mein Tauschgnom - Regal

    • Die junge Bildhauerin Grania Ryan verlässt nach einer Fehlgeburt New York und ihren Lebensgefährten Matt und flüchtet in ihr Elternhaus im irischen Dunworley Bay in der Nähe von Cork. Bei einem Spaziergang sieht sie auf den Klippen ein rothaariges Mädchen, das barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet aufs Meer starrt. Als sie das Kind anspricht, läuft es erschrocken weg. Granias Mutter Kathleen erzählt ihr später, dass das Mädchen in dem großen Herrenhaus Dunworley House oben auf den Klippen lebt. Am nächsten Tag trifft Grania das Mädchen, das Aurora heißt, wieder und zwischen den beiden entwickelt sich eine enge Freundschaft. Kathleen gefällt das gar nicht, denn die Geschichte ihrer eigenen Familie und die der Familie Lisle, die Dunworley House bewohnt, ist seit Generationen eng miteinander verknüpft. Granias Urgroßmutter arbeitete einst als Dienstmädchen im Herrenhaus und manchmal ist es besser, die Vergangenheit ruhen zu lassen...

      Nach "Der Engelsbaum" ist dies mein zweiter Roman von Lucinda Riley und ich bin wirklich begeistert. Die Geschichte ist mitreißend, packend und emotional erzählt. Das Ganze ist zwar aus der Sicht von Aurora geschrieben, aber nur in ganz kurzen Abschnitten in der Ich-Form. Und erst zum Ende erfährt man den tragischen Grund dafür, warum sie das alles aufschreibt.
      Es gibt zwei Erzählebenen. In der Gegenwart geht es um Grania und Aurora und wie sich ihre Beziehung auf ihrer beider Leben auswirkt. Und hier geht es auch um Matt, Granias Lebensgefährten, der nicht versteht, warum sie ihn ohne eine Erklärung verlassen hat.
      In der Vergangenheit lernen wir Granias Urgroßmutter Mary kennen, die in Zeiten des ersten und zweiten Weltkrieges sehr viel durchmachen musste. Nach und nach erfährt der Leser, wie das Schicksal der Familie Ryan mit dem der Familie Lisle verknüpft ist und welche Auswirkungen dies auf die nachfolgenden Generationen hat.

      Anfangs hatte ich ein paar Probleme mit Grania, da ich nicht nachvollziehen konnte, warum sie Matt ihre Gründe für ihre Flucht nach Irland nicht gesagt hat. Später wird das dann aufgelöst und da konnte ich sie besser verstehen.
      Aurora mochte ich gleich. Ihre frische Art und ihre Begeisterung für alles. Und sie tat Grania einfach gut, genau wie umgekehrt.
      Auch Kathleen war mir gleich sympathisch, überhaupt die ganze Familie Ryan.
      In der Vergangenheit ist besonders Mary zu erwähnen, eine für die damalige Zeit starke Frau, die sich nicht unterkriegen lässt, egal wie viele Schläge das Schicksal ihr verpasst. Für die kleine Anna riskiert sie alles und es tat mir sehr leid, dass diese das später nicht zu schätzen weiß.
      Interessant fand ich allerdings die Anspielungen auf Annas tatsächliche Herkunft.

      Insgesamt ist "Das Mädchen auf den Klippen" eine fesselnde Familiengeschichte über mehrere Generationen, deren Seiten beim Lesen nur so dahinfliegen, bewegend, tragisch, romantisch....aber keinesfalls kitschig oder schmalzig.

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:
      Ich kaufe keine Bücher. Ich adoptiere sie. :uups:
      :study: Die Stille vor dem Tod (Cody MacFadyen)





    • Meine Meinung:

      Schicksalsschläge, Familiengeheimnisse und ein kleines Mädchen, das für Überraschungen sorgt

      »Das Mädchen auf den Klippen« ist ein Roman, in dem die irische Protagonistin Grania Ryan dem einen oder anderen familiären Geheimnis auf die Schliche kommt, das von ihrer Mutter jahrelang unter Verschluss gehalten wurde.
      Eigentlich strotzt die Geschichte nur so vor Ungereimtheiten und auftauchenden Fragen. Angefangen hat die Problematik schon bei Granias Urgroßmutter Mary und erstreckte sich bis in die Generation von Granias Mutter, in der die eigentliche Katastrophe geschehen ist.
      Granias Abhängen mit Aurora bringt ihre Mutter also dazu, ihr von ihrer unangenehmen Vergangenheit zu erzählen, die immer noch eine Menge Wut und Traurigkeit hochkommen lässt.

      ~ »Manchmal kann das Leben der Erwachsenen ziemlich kompliziert sein.« ~
      (S. 401)

      Dass die Mutter Grania all das nie erzählt hat, fand ich zwar nicht so schlimm, da es Grania nicht wirklich betrifft, aber was wäre denn schon falsch daran gewesen, offen über die Geschehnisse der Vergangenheit zu sprechen? Die diesbezügliche Sturheit der Mutter hat Grania für sich im Laufe ihres Lebens wohl auch angenommen. Granias dummer, lächerlicher, zerstörerischer Stolz und ihre Unsicherheit sind der Grund, weswegen sie sogar einige Zeit blind für die Liebe war und beinahe den Mann ihres Lebens für immer verloren hätte ...

      ~ Heutzutage sagen viele Frauen, sie brauchen nicht unbedingt einen Mann, aber sind wir nicht auf der
      Welt, um einen Partner zu finden? Jagen wir nicht den größten Teil unseres Lebens der Liebe hinterher? ~

      (S. 422)

      Hätte es da nicht Aurora gegeben ... dieses ungewöhnliche Mädchen verblüffte mich beim Lesen immer wieder mit ihrer intelligenten und starken Wesensart und hat Dinge getan und gesagt, für die man sie nur lieben und bewundern konnte.
      Ich war also ein großer Fan von der kleinen Aurora, diesem Engel auf zwei Beinen! Grania mochte ich eigentlich auch ganz gerne, ihre andauernde Sturheit und Abwehr, wenn es darum ging, dass Matt mit ihr reden will, hat mir die Sympathie zu ihr aber manchmal etwas zunichte gemacht.

      ~ Ich habe einen großen Teil meiner Kindheit in Gesellschaft Erwachsener verbracht und wundere mich
      immer noch darüber, dass sie so oft nicht sagen, was sie meinen. Dass keine Kommunikation stattfindet,
      selbst wenn es um Liebe geht. Dass Stolz, Wut und Unsicherheit das Glück unmöglich machen. ~

      (S. 421)

      Lucinda Riley hat auch diesen Roman wieder sehr fesselnd und fragenaufwerfend geschrieben. Es ist spannend, all die Familiengeheimnisse und Begebenheiten der Vergangenheit nach und nach, sowohl von Auroras Familie, als auch von den Ryans, zu erfahren. Auch der eine oder andere tragische Tod oder Schicksalsschlag in der Geschichte hat mich als Leserin tief bewegt. Alles in allem also ein Buch, das exzellente Unterhaltung und Spannung bietet und zu fesseln weiß. Ich empfehle es gerne weiter!

      (Weitere lesenswerte Buchzitate findet ihr HIER!)

      5 :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: !
      2017:

      Gelesene Bücher: 23 /// Gelesene Seiten: 7.786 /// SuB: 173

      :study: Der verbotene Liebesbrief | Lucinda Riley
      :study: Doch mit den Clowns kamen die Tränen | Johannes Mario Simmel
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