(Druck)Fehler in Büchern

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    • Süskind - Das Parfum
      Spricht im letzteren Viertel vom hypnotischen Magnetismus, der allerdings erst ca. vier Jahre nach der Handlung entdeckt und angewandt wurde... :roll:

      @sSs: Sowas kommt in erzählender Literatur häufig vor und hat zwei Funktionen: die Phantasie des Lesers anregen und, viel wichtiger: die Erzählzeit variieren um Ermüdung beim Lesen vorzubeugen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Earl Mobile ()

    • Hallo :D

      So lange das Buch nicht vor Druckfehlern nur so strotzt (alles schon dagewesen :evil: ), finde ich Fehler zwar ärgerlich, aber die Freude am Buch lasse ich mir davon nicht vermiesen.

      Vorgestern gefunden in Evolution von Stephen Baxter auf S. 533 und 534 (es geht wohlgemerkt um ein und dieselbe Sippe):

      Im Tod schaute der Vogel häßlich und plump aus. Doch Jahna umfasste den kleinen Kopf mit den Händen. Dann nahm sie etwas Schnee, ließ ihn auf der Hand schmelzen und träufelte dem Vogel das Wasser in den offenen Schnabel: eine letzte Tränkung. "Danke", sagte sie. Es war wichtig, diesen Respekt Tieren und Pflanzen gleichermaßen zu erweisen.

      Die Jäger kehrten vom Meer zurück. Sie verteilten sich auf ihre Familien und lieferten die Nahrung ab, die sie mitgebracht hatten. Es fanden jedoch keine Danksagungen statt. Diese Leute hatten nämlich keine Worte für bitte und danke, weil es bei diesen Jägern und Sammlern nämlich keine sozialen Ungleichheiten gab, die solche Nettigkeiten erfordert hätten.

      Na gut, dann eben doch nicht :lol:

      Schöne Grüße
      800plus
      :study: Maeve Binchy: Irische Freundschaften :study:

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    • Ich habe auch immer mehr festgestellt das in Büchern immer mehr Übersetzungs- und auch Formulierungsfehler auftretten. Schon manchmal musste ich den kopf schütteln was da für ein sinn rauskam. Woran liegt das denn? Habt ihr das euch schon mal gefragt? Ich denke mir das das daran liegt das die bücher nach dem einkauf schnell auf den Markt kommen sollen und deshalb schnell sich Fehler einschleichen.
      Grüße s1406
    • Original von s1406
      Ich habe auch immer mehr festgestellt das in Büchern immer mehr Übersetzungs- und auch Formulierungsfehler auftretten. Schon manchmal musste ich den kopf schütteln was da für ein sinn rauskam. Woran liegt das denn? Habt ihr das euch schon mal gefragt? Ich denke mir das das daran liegt das die bücher nach dem einkauf schnell auf den Markt kommen sollen und deshalb schnell sich Fehler einschleichen.
      Häufig liegt das Problem auch darin, dass der Sprache und dem Stil des Buches ein mindestens ebenso gekonntes Äquivalent an die Seite gestellt werden muss. Das ist v.a. bei Übersetzungen aus dem nicht-germanischen und dem nicht-romanischen Sprachraum sehr knifflig. Aber auch Übersetzungen solcher Bücher, die ein Lokalkolorit tragen oder sprachlich sehr überlegt geschrieben wurden, tragen ein gewisses Risiko in sich. So gibt es einige Bücher aus dem 20. Jh., die mehrere oder nur mangelhafte Übersetzungen haben, weil der/die Übersetzer bzw. sein/ihr Gefolge nicht problemlos vorankam.
    • Nun, bei mir ist es eigentlich immer 50/50. Wenn mich die Kombiation aus Story und Schreibstil fesselt, dann -gebe ich zu- überlese ich schon den einen oder anderen Fehler. Oder verzeihe ihn.

      Aber bei 50% eben nicht. So wie aktuell bei Dämon von Matthew Delaney. Zugegeben, gute Idee, auch ziemlich heftig, aber Storyfehler, 'Anfänger'- Schreibstil und dann auch noch eine zeitweilig eine Übersetzung, dass sich meine Zehennägel aufrollen: das turnt mich irgendwie ab...
      Ich werd' da noch präziser, ich würd gern eine kleine Abhandlung über das Buch schreiben. Ich glaub' die hat es hier noch nicht.
      Gruss

      Dirk

      Bitte nicht vergessen:
      Es ist nur meine Meinung. Ich zwinge sie Dir nicht auf, aber ich erwarte, dass Du sie respektierst. Ganz so wie ich Deine.
    • *den Thread mal hochschups*
      Hab diesen herrlichen Thread erst jetzt duch Zufall entdeckt.

      @Schnakchen:
      Einer der von dir erwähnten Fehler spielt in Die Prophetin von Luxor (das mit Chloe's Jungfräulichkeit und der Fehlgeburt).
      Hab extra nochmal nachgeschat: Es wird so erzählt, dass der Körper, in dem Chloe dann steckt zwar nicht mehr jungfräulich (im biologischen Sinne) ist, Chloe aber noch nie Sex hatte - folglich in ihrer Situation zumindest eine neue Erfahrung macht (geistige Jungfräulichkeit sozusagen). Das und die Aufregung waren für sie wie eine Entjungferung - was dem "erfahrenen" Cheftu natürlich nicht verborgen blieb!
      - So einfach! :wink:



      @Earl Mobile:
      Kann mich jetzt irren, aber hat Süßkind nicht sozusagen off-topic (am Rand der Erzählung) vom hypnotischen Magnetismus geredet (also keine der Personen davon erzählen lassen)? :scratch:
      Sowas finde ich manchmal verwirrend: Wenn Autoren ihre Handlung in einer gewissen Zeit spielen lassen und dann zwischendrin etwas erklären/erwähnen und es aus dem Handlungsgeschehen nehmen, indem sie es mit etwas "modernen" gleichsetzten/erklären/umschreiben o.ä.
      Kann mir noch irgendjemand folgen?! 8-[ :-,



      Ansonsten hat mir eine Freundin auch schon von dem Fehler in Harry Potter bezüglich der Sterbe-Reihenfolge von Harry's Eltern berichtet - in der Verfilmung stirbt der Vater ja auch zuerst (muss er ja auch, sonst wäre das mit dem Schutzzauber für Harry nicht möglich gewesen)!

      Manchmal lustig zu sehen, dass Autoren auch nur Menschen sind. :mrgreen:
      Allerdings bei manchen Büchern auch extrem ärgerlich!
      *an meine geliebten historischen Romane denk* :-({|=
      Ich denke es kommt auch immer auf die Art des Fehlers an: Plötzlich wechselnde Haar-/Augenfarben oder Namen sind schon heftig, oder wenn eine Erfindung benutzt wird, die zu der Zeit noch gar nicht existierte!

      Manchmal bringt es mich schon alleine zur Weißglut, wenn ich Druckfehler entdecke - besonders bei Sonderauflagen oder teuren (z.B. weil gebundenen) Büchern! ](*,)

      Ansonsten muss auch ich gestehen, dass ich solche Fehler selbstständig "korrigiere" (in Gedanken versteht sich) wenn ich sie bemerke.
      Das kann ich aber nur, wenn das Buch/der Schreibstil wirklich gut ist. Ist das nicht der Fall, dann kann es schonmal passieren, dass ich das als Vorwand nehme, um das Buch wieder zur Seite zu legen und nicht fertig zu lesen! :-$ :idea:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von FallenAngel ()

    • Dazu fällt mir auch ein lustiger Fehler aus den Dolly-Büchern von Enid Blyton ein.
      In einem Schuljahr kommt eine neue dazu, die mit Nachnamen "von und zu Hartenstein" heißt und auch eine relativ wichtige Rolle spielt.
      Im nächsten Jahr, in dem sie nicht mehr so wichtig ist, heißt sie auf einmal "Carter" mit Nachnamen.
      ...Sehr komisch:wink:

      Gruß,
      Heli
    • Mir fällt dazu mein Lieblingsübersetzungs"fehler" ein, der in "The Green Mile" von Stephen King vorkommt (ich weiß die Seitenzahl aber nicht mehr).

      In etwa: Er sagte ein schlimmes Wort zu ihr, das sich auf Hexe reimt.

      Ich habe lange überlegt :scratch: und es dann zurückübersetzt...
      Schließlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass eine sinnvolle deutsche Übersetzung gewesen wäre:

      Er sagte ein schlimmes Wort zu ihr, das sich auf Lampe reimt. :mrgreen:

      Aber dafür ist diese Stelle für mich unvergessen. :wink:
    • Regt ihr Euch auch eigentlich über Tippfehler oder Grammatikfehler auf ? Ich finde es irgendwie nicht schön - teilweise zahlt man sooooo :wink: viel Geld für die Bücher, da sollte es doch jemandem schon vorher auffallen, wenn Buchstaben verdreht sind oder mitten im Satz ein Fragezeichen statt eines Komma steht....

      Mit aufregen meine ich natürlich nicht, das man fluchend das Buch in die Ecke schmeisst, aber ich habe manches mal schon dran gedacht, eine email an den Verlag zu schreiben, damit der Fehler in der nächsten Auflage nicht mehr auftaucht - aber ob das was bringt.....? :scratch:
      Ich mache immer mehrere Diäten, weil ich von einer nicht satt werde :D
    • @moplue:
      Mich nervt es schon ziemlich, wenn in einem Buch Tippfehler sind, noch mehr wenn es nicht nur ein verdrehter Buchstabe, sondern gar mehrere Fehler auf einer Seite sind! :idea: :evil:
      Manchmal frage ich mich auch, wie das überhaupt passieren kann, wo Bücher doch so oft Korrektur gelesen werden! :scratch:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von FallenAngel ()

    • Mich stören Rechtschreibfehler auch ungemein.
      Am Liebsten würde ich mich selbst bei allen Büchern als Korrekturleser bewerben, wenn es soviele schlechte Leser in diesen Beruf schaffen.
      Da sieht man doch mal wieder, dass es fleiß und gute Noten absolut nichts darüber aussagen, ob man für den jeweiligen Beruf geeignet ist.
      Ich sehe solche Fehler immer sofort und finde sie teilweise echt unübersehbar. :x
      "Wie soll auch eine Generation von Männern, die hauptsächlich von Müttern, Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen umsorgt und erzogen wurde, Frauen glücklich machen?"
      (Generation Doof)
    • Mich stören Tipp- oder gar Rechtschreibfehler in Büchern auch sehr, aber andererseits ist irren (und Fehler machen) doch menschlich.

      Meine Diplomarbeit haben mehrere Leute gelesen, am häufigsten natürlich ich selbst. Und als sie gedruckt und fertig gebunden war, schlägt ein Unbeteiligter das Werk auf und findet auf Anhieb einen Tippfehler! :evil: :mrgreen:
      Ich höre :musik: gerade "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" von Joel Dicker.
    • Hallo!

      beim Thema "Fehler in Büchern" ist ja schon öfter das mit Voldemorts Zauberstab und der umgekehrten Reihenfolge zur Sprache gekommen.

      Bei Harry Potter ist mir da noch was aufgefallen.

      Es ist doch in allen Bänden für Harry und viele andere von großer Bedeutung, dass Harry aussieht wie sein Vater, nur diegrünen Augen hat er von seiner Mutter geerbt.

      Bei den HP - Filmen wird ja, soweit ich das beeurteilen kann, sehr viel Wert darauf gelegt, das sie sich möglichst genau an die Buchvorlage halten!

      Der Harry im Film hat aber blaue Augen.

      Es ist nicht so, das mich das extrem gestört hätte, aber darüber "gestolpert" bin ich doch.
      Da es im Buch allgemein wichtig ist, dass Harry die Augen seiner Mutter hat, hätte ich es gut gefunden, wenn er farbige Kontaktlinsen trägt.

      Im Bezug auf HP's Aussehen habe ich übrigens mal gelesen, dass er auf manchen Illustrationen von Übersetzungen keine Brille trägt.


      In Sachen Fehler im Buch, war ich vor kurzem echt geschockt!
      Htte mir einen Historischen Roman (Titel und Autor habe ich vergessen, oder vielleicht auch aus Selbstschutz verdrängt! :pl:) gekauft und mich noch gefreut, da das Buch ein echtes Schnäppchen war.

      Zuhauuse wurde mir auch klar warum. Ein Rechtschreib oder Grammatikfehler in jedem zweiten Satz!!!!
      Sowas ist mir echt noch nie untergekommen!
      Ich hätte nicht mal beurteilen können, ob die Geschichte von der Idee her lesenswert wäre oder nicht.
      Hab es nur drei Seiten lang ausgehalten, und selbst das, hat mir körperlich weh getan!!
      Dem Buch, egal ob im Original gut oder schlecht, wurde bei der Übersetzung wirklich Gewalt angetan!
      Ich hoffe sehr, dasS ich etwas derart stümperhaftes nicht nochmal lesen muss!
      Ein Leben ohne Bücher ist möglich - aber nur halb so schön!
    • Mir selbst ist heute aufgefallen, wie schnell solche Fehler passieren können. 8-[

      Ich schreibe mit zwei Freundinnen an einer Geschichte, die in einer Fantasy-Welt spielt, in der es keinen Strom gibt. Heute war ich kurz davor, einen riesigen Fehler zu machen. Ich wollte bei einer Berührung von einer Person, in die die erzählende Person verliebt ist, schreiben, dass es sich wie ein Stromschlag anfühlte. Glücklicherweise ist mir das noch aufgefallen und ich habe es in "es fühlte sich an, als würde ein Blitz durch meinen Körper fahren" geändert. :wink:
      :study: Die Rache des Feuerdämons von Dorothy und Thomas Hoobler.
    • Ich habe mich letztens gewundert,daß der männliche Hund meiner Nachbarin Baghira heißt.
      Nun mußte ich feststellen,daß der Panther aus dem Dschungelbuch in der Tat männlich war ???
      In der russischen Übersetzung ist Baghira nämlich eine "sie" ...Jetzt bin ich völlig verwirrt- das wäre ja ein ziemliches fauxpas ! Ist es nun ein Männchen oder ein Weibchen ?Vielleicht sollte ich mal das Original lesen :scratch:

      LG
      Simonja
    • "Er (ein Arzt!) drückt den Daumen gegen die Innenseite von Alices reglos daliegendem Handgelenk und zählt mit, wie oft ihr Herz das Blut unter seinem Finger vorbeipumpt."

      aus Maggie O'Farrell, Seit du fort bist

      Marie
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Marie ()

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