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Chris Carter: Der Knochenbrecher / The night stalker

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    Der Knochenbrecher (Ein Hunter-und-Garci...

    von

    4.4|81)

    Verlag: Ullstein Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 416


    ISBN: 9783548284217


    Termin: Mai 2012

    Das Buch ist der 3. Band der Reihe (10 Teile).

    Ähnliche Bücher

    • Chris Carter: Der Knochenbrecher / The night stalker

      Inhalt

      In Los Angeles werden grausam zugerichtete Frauenleichen aufgefunden: den Frauen wurden die Lippen und die Schamlippen zugenäht, nachdem ihnen zuvor Dinge in die Vagina eingeführt wurden, die ihnen einen extrem schmerzhaften Tod bereiteten. Robert Hunter und sein Kollege Garcia erkennen bald einige Gemeinsamkeiten der Mordopfer: die Frauen waren 30 Jahre alt, im künstlerischen Bereich (Malerei, Musik) erfolgreich und sahen sich sehr ähnlich. Hunter und Garcia sind zunächst ratlos, ihre Ermittlungen bekommen aber Aufwind, als Hunter in der Wohnung eines der Mordopfer auf die Privatdetektivin Whitney Myers trifft, die einen Vermisstenfall untersucht - die Vermisste passt ins Beuteschema des night stalkers.

      Aufbau

      Beim Aufbau seines Thrillers hält sich Chris Carter an das bewährte Schema seiner ersten beiden Hunter-Bände: in 115 vergleichsweise kurzen Kapiteln treibt er die Handlung auf einen nicht ganz glaubwürdigen, aber fulminantem Showdown zu. Dabei erhält er durchgehend eine hohe Spannung, dies erreicht er wie in den Vorgängerbänden dadurch, dass fast jedes Kapitel mit einem Extra-Cliffhanger endet. Das macht es nahezu unmöglich, das Buch wegzulegen.

      Sprache

      Der Sprachstil (der englischen Originalausgabe) ist einfach gehalten, verwendet viele Bausteine der Thrillerliteratur und lässt sich, dem inhaltlichen Aufbau entsprechend, sehr schnell und flüssig lesen.

      Beurteilung

      Wie schon bei den ersten beiden Büchern der Reihe ist auch hier Robert Hunter etwas zu sehr der "Superman", der immer den sechsten Sinn hat. Um seine Besonderheit herauszustreichen, gibt es Rückblicke in Hunters Kindheit. Die Charakterisierung Hunters als Kind und als Erwachsener ist meiner Meinung nach nicht realisitsch, auch seine übermenschlichen Fähigkeiten (andauernde Höchstleistungen bei extremem Schlafentzug) sind nicht glaubwürdig. Umso erfreulicher ist es, dass in diesem Roman auch der Kollege Garcia seine Erfolgserlebnisse hat!

      Auch wenn "The night stalker" nach bewährtem Thriller-Rezept verfasst ist und nur in Bezug auf immer originellere Mordmethoden Neuland beschreitet, bietet das Buch unbestreitbar rasante Unterhaltung. Leser, die spannende Unterhaltung bei nicht allzu großem Anspruch suchen, sind mit diesem Buch gut beraten. Ich fühlte mich kurzweilig unterhalten und werde mir auch weitere Bücher des Autors anschaffen.
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

      Bisher scheint noch keine deutsche Übersetzung angekündigt zu sein. Da aber "The crucifix killer" und "The executioner" übersetzt wurden, bin ich sehr zuversichtlich, dass auch "The night stalker" in nicht allzu ferner Zukunft in deutscher Übersetzung verfügbar sein wird. :wink:
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • Dies ist der dritte Band um Chris Carter’s Ermittler Robert Hunter. Natürlich kann man den Thriller auch losgelöst von den vorherigen beiden Bänden lesen und steht dabei keine Sekunde auf dem Schlauch. Ich kann mich zumindest nicht an eine Stelle erinnern, bei der vorhergehende Ereignisse überhaupt erwähnt wurden.

      Nachdem ich den ersten Band über den Kruzifix-Killer gelesen hatte, war ich von Beginn an in Autor und Protagonisten verliebt. Carter schreibt auf eine lockere Art, die perfekt zum Whiskey-trinkenden, jungen und überintelligenten Detective Hunter passt. Nur wenige Kapitel werden aus Sicht der Opfer oder des Mörders dargestellt und zum Großteil nimmt man an den Ermittlungen von Hunter und seinem Partner Garcia teil. Beide sind sympathische Männer, denen man gerne über die Schulter schaut.

      Nach dem ganzen Lob aber nun die Ernüchterung: dieser Band war mit Abstand der schwächste von den dreien. Zu meiner großen Verwunderung konnte mich das Buch schon nach den ersten Kapiteln nicht mitreißen. Die Brutalität der Mörder in Chris Carter’s Büchern ist man mittlerweile gewohnt, fast kann man schon behaupten, dass es mittlerweile einiges an Einfallsreichtum nach den ersten beiden Teilen braucht, damit der Leser noch große Augen macht. Zudem verlaufen die Ermittlungen nur wenig spannend. Das, worauf es in diesem Teil ankommt, ist wohl vielmehr das Motiv des Mörders, dass es aufzudecken gilt. Die beiden Detectives folgen derweil in regelmäßigen Abständen neuen Hinweisen, die den monotonen Verlauf aber nicht durchbrechen können. Auch die vielen Cliffhanger zum Ende der Kapitel (etwa wie bei Herrn Fitzek), wirkten auf Grund der fehlenden Spannung eher ermüdend.

      Besonders nervig in diesem Band war Hunter’s Partner Garcia, für den ich – wie gesagt – bisher immer ein großes Herz hatte. Doch diesmal scheint er vom Autor nur deshalb eingesetzt worden zu sein, um die überdurchschnittliche Intelligenz unseres Helden zu betonen (er hatte besonders früh promoviert und besitzt einen außergewöhnlich hohen IQ). Leider ist das etwas in die Hose gegangen, denn sämtliche Gedankengänge, die Hunter in diesem Teil hat, sind vollkommen nachvollziehbar und offensichtlich. Daher wirkt Garcia eher etwas unbeholfen und dumm, wenn er ständig nachfragt worauf sein Partner denn hinaus wolle und was er nun vorhabe, und wieso er dies und das denn jetzt erwähnt hätte. An manchen Stellen hätte ich ihm am liebsten auf den Hinterkopf gehauen, damit er mal seine Augen anständig aufmacht.

      Fazit: Leider ist der dritte Band um Robert Hunter nur gutes Mittelmaß, anstelle des für mich gewohnten Top-Thriller. Garcia nervt und der Fall dümpelt öfters mal vor sich hin. Es gibt jedoch den gewohnt lockeren Stil des Autoren und einen sympathischen Helden.

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:
      "The worth of a book is to be measured by what you can carry away from it."
    • Der Knochenbrecher

      Im Mai erscheint nun die deutsche Ausgabe, deren Titel (mal wieder) nicht so gut passt wie der Originaltitel.
      :!: Am 23.April wird zu diesem Buch bei vorablesen eine Leseprobe freigeschaltet. :!:
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
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    • Autsch!! Dann kann ich mir diese Leseprobe sparen. Danke für die Warnung.
      Das ist mir dann doch etwas zu heftig.... :-s :-? :cry:
      Ich schlief und träumte, das Leben sei Freude. Ich erwachte und sah, das Leben war Pflicht. Ich handelte und siehe, die Pflicht ist Freude!
      Rabindranath Tagore (1861-1941)

      Lha gyal lo - Free Tibet!

      Wir sind grüüüüüün!!!!
    • €nigma schrieb:

      :!: Am 23.April wird zu diesem Buch bei vorablesen eine Leseprobe freigeschaltet. :!:
      :lechz:
      Gelesen in 2017: 54 - Gehört in 2017: 24 - SUB: 340

      "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)
    • The night stalker

      Da jetzt nur noch das deutsche Cover zu sehen ist, hänge ich hier nochmal den Link zur Originalausgabe an.
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
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    • Auch der dritte Band um Robert Hunter und seinen Partner Garcia hat alles, was ein solider Thriller braucht. Die gut 400 Seiten lassen sich zügig weglesen - ich hab's innerhalb eines Tages geschafft. Von Carter ist man ja brutale Morde gewohnt, aber das war schon eines von den Büchern, das mich hin und wieder die Frage stellen lässt: wie muss ein Mensch drauf sein, der sich so etwas ausdenkt...
      Die Detectives laufen (wie so oft) dem Täter und seinen Morden nach. Was mich irgendwann gestört hat, waren die Cliffhanger an den Kapitelenden - sie sorgten zwar schon für Spannung, waren aber dann doch manchmal eher nervig.
      Das Ende kommt fast ein wenig unspektakulär daher, genial fand ich allerdings die Idee, wie der Täter seine Morde "entwickelt" hat
      Spoiler anzeigen
      die wörtlich genommenen Aussagen in den Interviews

      Steffie schrieb:

      Daher wirkt Garcia eher etwas unbeholfen und dumm, wenn er ständig nachfragt worauf sein Partner denn hinaus wolle und was er nun vorhabe, und wieso er dies und das denn jetzt erwähnt hätte. An manchen Stellen hätte ich ihm am liebsten auf den Hinterkopf gehauen, damit er mal seine Augen anständig aufmacht.
      Also ich hab das nicht so empfunden (ich hatte eher das Gefühl das Captain Blake diejenige war, die andauernd auf dem Schlauch stand). Für mich bilden Hunter und Garcia eher so ein Holmes-Watson-Gespann. Hunter ist der geniale Ermittler und Garcia der Mann für die aufwändigeren Dinge (wie Zeitungsschau etc.). Von mir gibt es :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: für einen Thriller, der Fans nicht enttäuscht und wie alle Carter-Thriller nichts für zartbesaitete Gemüter.
      Gelesen in 2017: 54 - Gehört in 2017: 24 - SUB: 340

      "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)
    • Hirilvorgul schrieb:

      wie muss ein Mensch drauf sein, der sich so etwas ausdenkt...

      Das dachte ich mir bei den Büchern von Herrn Fitzek und Herrn Löffler auch. Diesen beiden Herren möchte ich jedenfalls lieber nicht im Dunkeln begegnen. 8-[
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    • €nigma schrieb:

      Hirilvorgul schrieb:

      wie muss ein Mensch drauf sein, der sich so etwas ausdenkt...

      Das dachte ich mir bei den Büchern von Herrn Fitzek und Herrn Löffler auch. Diesen beiden Herren möchte ich jedenfalls lieber nicht im Dunkeln begegnen. 8-[

      Und was soll man dann erst zu McFadyen sagen :totlach: Ich frage mich das aber auch immer wieder..anderseits die Frage: Wie muss ein Mensch drauf sein Krimis/Thriller zu lesen (mich selbstverständlich eingeschlossen)?
    • €nigma schrieb:

      verwendet viele Bausteine der Thrillerliteratur
      Das stimmt allerdings. Man könnte fast sagen, "Der Knochenbrecher" kann man als Stereotyp für einen typischen amerikanischen Ermittlungsthriller hernehmen: Hyperintelligenter Super-Ermittler ohne Privatleben mit psychischen Problemen (wobei es hier "nur" Schlafprobleme sind) und psychisch gestörter Killer, der auf Grund traumatischer Erlebnisse in der Vergangenheit unvorstellbar brutale Morde begeht. :wink:

      Steffie schrieb:

      Daher wirkt Garcia eher etwas unbeholfen und dumm, wenn er ständig nachfragt worauf sein Partner denn hinaus wolle und was er nun vorhabe, und wieso er dies und das denn jetzt erwähnt hätte.
      Darüber habe ich mich schon im Vorgänger aufgeregt. Hatte ich in "Der Kruzifix-Killer" noch den Eindruck, Garcia könnte ein halbwegs gleichberechtigter Partner sein, ist er in "Der Vollstrecker" zu einem schmückenden, fast schon dümmlichen Beiwerk verkommen und leider wurde dies hier fortgeführt.

      Hirilvorgul schrieb:

      Was mich irgendwann gestört hat, waren die Cliffhanger an den Kapitelenden - sie sorgten zwar schon für Spannung, waren aber dann doch manchmal eher nervig.
      Ja, die haben mich auch gestört. Oft ist es ja in anderen Büchern so, dass in so einem Fall zur Aufrechterhaltung der Spannung ein Szenenwechsel zu anderen Personen an der Reihe ist, was Sinn macht. Aber hier ist es meistens direkt mit dem gleichen Charakter weitergegangen und der Autor hat nur einen Zeitsprung gemacht und den Cliffhanger eine halbe Seite später wieder aufgelöst. Das hatte zur Folge, dass der einzige Effekt war, dass ich die nächsten Zeilen sehr zügig gelesen habe um zu wissen, was da jetzt war. :roll:

      Aber bei allem Gemecker muss ich sagen, dass mich "Der Knochenbrecher" wieder ausgezeichnet unterhalten hat. Klar, das Buch ist mit Sicherheit kein Jahrhundertthriller und hat seine Mängel, aber ich muss trotzdem sagen, dass Chris Carter es immer wieder schafft, einen rasanten, spannenden, brutalen Pageturner zu verfassen, der einem keine Ruhe lässt und etwas anderes erwarte ich von ihm auch gar nicht. Ich würde dieses Buch sogar noch knapp vor dem Vorgänger einordnen, wenngleich es nicht an das Debut heranreicht. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

      P.S.: Kann mir irgendjemand erklären, weshalb der Buchtitel mit dem Namen "Der Knochenbrecher" übersetzt wurde? Das passt überhaupt nicht und soll vermutlich nur möglichst brutal klingen. Der Originaltitel "The Night Stalker" dagegen ist genial.
      :study: diverse - Schauriges Ostbayern
      :study: 2017 gelesen: 55 :study: SUB: 302
    • Kapo schrieb:

      P.S.: Kann mir irgendjemand erklären, weshalb der Buchtitel mit dem Namen "Der Knochenbrecher" übersetzt wurde? Das passt überhaupt nicht und soll vermutlich nur möglichst brutal klingen. Der Originaltitel "The Night Stalker" dagegen ist genial.
      Das habe ich mich auch gefragt. Aber dieses Problem gibt es ja leider oft bei Übersetzungen, dass die Titel so gar nichts mit dem Original zu tun haben und im schlimmsten Fall (so wie hier) auch nichts mit dem Inhalt zu tun haben. So ganz nach dem Motto: Hauptsache se hört sich gut an :roll:
      Gelesen in 2017: 54 - Gehört in 2017: 24 - SUB: 340

      "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)
    • Inhalt:
      Dr. Winston und sein Assistent haben eine neue Leiche zur Obduktion auf dem Tisch - eine junge, hübsche Brünette, der bis auf zwei Stellen kein Leid zugefügt wurde. Der Täter hat ihr sowohl den Mund als auch ihre Vagina zugenäht. Für den Gerichtsmediziner stellt sich allerdings noch die Frage woran sie gestorben ist.
      Als er sich daran macht die Leiche näher zu betrachten, fällt ihm im Unterleib der Toten etwas Metallisches auf. Irgendetwas wurde in ihrem Unterleib deponiert, bevor sie zugenäht wurde. Dr. Winston macht sich daran es zu entfernen und weiß sofort, dass dies der größte Fehler seines Lebens war.
      10 Sekunden später explodiert eine Bombe in seiner Hand.

      Robert Hunter und sein Kollege Carlos Garcia sind Ermittler im Morddezernat I. Hier werden nur die wirklich üblen Morde aufgeklärt und genau so einer scheint sich wieder anzubahnen.
      Hunter und Garcia sind erschüttert über den Tod ihres Kollegen Dr. Winston und stehen nun vor einem Mord ohne Leiche. Sämtliche Untersuchungsergebnisse sind bei der Explosion zerstört worden und sie stehen mit nichts in den Händen da.
      Doch sie müssen nicht lange warten und es taucht eine zweite Leiche auf. Bei dieser Toten wurden ebenfalls zwei Körperöffnungen zugenäht und um nicht noch einmal unschuldige Menschen in Gefahr zu bringen, hat die Gerichtsmedizin ein portables Röntgengerät mit. Doch in dieser Leiche befindet sich keine Bombe - es ist eine andere Waffe. Nachdem sämtliche Anwesenden am Tatort dahinter gekommen sind, was es ist und wie es funktioniert, wird ihnen klar, dass die Frau noch gelebt haben musste als sie hier abgelegt wurde.
      Und noch etwas fällt auf - die zweite Tote ähnelt der ersten Leiche beinahe aufs Haar.

      Für die beiden Ermittler ist klar, ein neuer Serienkiller macht L.A. unsicher. Durch Zufall tritt die Privatdetektivin Whitny Myers in die Ermittlungen und schon bald ist sicher, es werden weitere Frauen vermisst die genau in das Beuteschema des Mörders fallen. Ein Wettlauf gegen die Zeit hat begonnen.

      Meinung:
      Der bereits dritte Fall für das Ermittlerduo Hunter und Garcia des Morddezernats I liegt nun auch in den deutschen Buchläden. Schon die Covergestaltung lässt vermuten, dass der Autor hier einen Wandel vollzogen hat. Und so fällt nicht nur das relativ helle Cover im Gegensatz zu Der Kruzifixkiller und Der Vollstrecker auf, sondern auch die etwas weniger brutale Geschichte. Sicherlich sind die Morde weiterhin grausam, dennoch lange nicht mehr so abartig - es lässt sich nicht anders ausdrücken - wie in den vorangegangenen Fällen.

      Die Geschichte an sich ist gut und bietet viel Spannung und Platz für Spekulationen. Allerdings fehlt mir dieses Mal ein wenig der Druck. Die Ermittlungen brauchen eine ganze Weile, bis sie in die richtigen Bahnen laufen und so fesselnd wie seine Vorgänger ist dieser Band leider nicht.
      Dennoch finde ich Der Knochenbrecher durchaus gelungen und bietet dem Chris Carter-Fan eine kleine Verschnaufpause hier und dort. Der Verlag hat sich hier mit der Übersetzung des Titels leider auch keinen Gefallen getan - er passt leider weder zum Original noch irgendwie zum Inhalt des Buches.

      Fazit:
      Lesenswert, aber keine volle Punktzahl: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

      @Kapo
      Gute Frage. Kapiert hab ich das auch net - der Titel passt ja nun so gar und überhaupt net.
      :study: Ein Weihnachtskuss für Clementine - Karen Swan

      Aktueller SuB: 2.207
      Gelesen 2017: 1
      Seiten: 528

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    • dion schrieb:

      Sicherlich sind die Morde weiterhin grausam, dennoch lange nicht mehr so abartig - es lässt sich nicht anders ausdrücken - wie in den vorangegangenen Fällen.
      Also ich fand die Morde schon sehr abartig...
      Gelesen in 2017: 54 - Gehört in 2017: 24 - SUB: 340

      "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)
    • Hirilvorgul schrieb:

      dion schrieb:

      Sicherlich sind die Morde weiterhin grausam, dennoch lange nicht mehr so abartig - es lässt sich nicht anders ausdrücken - wie in den vorangegangenen Fällen.
      Also ich fand die Morde schon sehr abartig...

      Ich fand das beinahe nichts im Vergleich zum Vollstrecker ...
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    • dion schrieb:

      Sicherlich sind die Morde weiterhin grausam, dennoch lange nicht mehr so abartig -
      Dem möchte ich widersprechen. Abartiger geht es doch kaum. :wink:
      Noch viel abartiger als die Morde sind allerdings bei vielen britischen/amerikanischen Büchern die deutschen Titel. Man muss annehmen, dass diejenigen, die den Titel ausgesucht haben, das Buch werder gelesen noch sich auch nur über den Inhalt informiert haben.
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • Ein Serienmörder geht in Los Angeles um. Er verschleppt nachts Frauen, die er zuvor eine zeitlang beobachtet hat. Die erste Leiche wird in einer leer stehenden Fleischerei gefunden - mit zugenähten Körperöffnungen. Es gibt allerdings keine äußeren Gewalteinwirkungen, die auf die Todesursache schließen lassen. Bei der Obduktion gibt es eine Explosion, die zwei weitere unschuldige Menschen in den Tod reißt. Handelt es sich um einen Anschlag auf die Rechtsmedizin oder galt die Bombe jemand anderen? Robert Hunter und sein Kollege Carlos Garcia sind ratlos. Auch die zweite Frauenleiche wird in einem verlassenen Gebäude entdeckt. Immerhin lässt sich hier die Todesursache feststellen, aber Hinweise oder Spuren, die auf den Täter deuten, suchen die Ermittler vergeblich. Doch die Zeit drängt, denn die Abstände, in denen die Opfer gefunden werden, werden immer kürzer und die Hoffnung weitere entführte Frauen aus den Händen des Mörders zu befreien schwindet immer mehr. Robert Hunter ist es, der Parallelen zu einem längst vergangenen Verbrechen erkennt. Die Ermittler der Spezialeinheit sind ihm nun schnell auf der Spur, doch dem Täter sind alle Mittel recht, sich Hunter und Garcia vom Leib zu halten, denn er hat nichts mehr zu verlieren, er hat seine eigene Geschichte...

      Es ist lange her, dass ich ein Buch innerhalb von zwei Tagen ausgelesen habe, doch Chris Carter lässt einen gar keine andere Wahl!

      Wie von den Vorgängerbänden gewohnt, sind die einzelnen Kapitel ziemlich knapp gehalten und enden (fast) immer mit einem Cliffhanger, so dass man einfach weiter lesen muss um nicht vor Neugier zu platzen. Neben den Ermittlungsarbeiten erhält man zwischendurch immer wieder kurze Einblicke in den Alltag der Frauen kurz bevor sie entführt werden. Hinweise auf den Täter erhält der Leser, genau wie Ermittler, lange keine. Da zusätzlich eine Privatdetektivin auf der Suche nach einer verschwundenen jungen Frau ist, ist man Hunter und Garcia in manchen Detailfragen voraus doch auch nur so lange, bis sich die Wege der Detektivin und der Ermittler kreuzen.

      Hunter leidet nach wie vor an Schlaflosigkeit. Obwohl er in seinem Beruf ein absolutes Genie ist, hatte er keine leichte Kindheit. Einige einschneidende Erlebnisse werden Leser auch im dritten Band offenbart. Carlos Garcia agiert eigentlich nur als Nebenrolle, er ist leider etwas zu sehr in den Hintergrund gerückt. Einen Pluspunkt gibt es allerdings, da eine bereits bekannte Person auftaucht, bei der Hunter noch etwas gut hat.

      In den ersten zwei Dritteln des Thrillers bekommt man nicht einmal ansatzweise einen Hinweis auf den Täter, erst als Robert den Zusammenhang mit einem früheren Mordfall herstellt, ahnt man etwas. Der Rätselspaß währt allerdings nur ziemlich kurz, denn bald steht fest, wer der wirkliche Mörder ist. Daher ging zum Schluss auch Spannung verloren. Die Geschichte des Mannes hat mich trotzdem berührt und gleichzeitig auch fasziniert, welche dramatischen Auswirkungen schlimme Erlebnisse auf die Psyche eines Menschen haben können. Die Arten, wie seine Opfer zu Tode kommen, sind wirklich grausam und werden recht anschaulich geschildert, doch gleichzeitig war es auch interessant, wie seine gestörte Psyche wahre Liebe interpretiert, die er den Frauen sozusagen zukommen lässt indem er ihre Bemerkungen darüber wortwörtlich nimmt.

      Der Showdown ging mir zu schnell vonstatten, es war zwar spannend, aber man hatte den Eindruck, dass Chris Carter möglichst rasch zu einem Ende kommen wollte und sich nicht mehr sonderlich angestrengt hat.

      Ein letzter Kritikpunkt, der allerdings nichts mit dem Inhalt zu tun hat, ist für mich der Titel. "Der Knochenbrecher" passt überhaupt nicht zum Inhalt des Thrillers. Da hätte man sich besser an den Originaltitel "The Night-Stalker" halten sollen, denn dieser passt wesentlich besser! Vielleicht will man ja mit dem grausam klingenden deutschen Titel die zartbesaiteten Leser abschrecken...

      Dessen ungeachtet hat mir "Der Knochenbrecher" trotz kleinerer Schwächen spannende, unterhaltsame und teils gänsehauterregende Lesestunden beschert! Mit Neugier erwarte ich den vierten Band um Robert Hunter und sein Team.

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Viele Grüße von Teufelsweib

    • Wieder ein sehr schöner, spannender Thriller von Chris Carter. Wie auch in den beiden anderen Romanen ist er von Anfang an spannend und liest sich schnell. Für die Morde hat Carter sich wieder was Besonderes einfallen lassen, wobei ich gar nicht sagen kann, ob es schlimmer/brutaler war als in den Vorgängerromanen. Nennen wir es klasse Ideen! :thumleft:

      Was mir auch gefällt: Die Kapiteln sind sehr kurz (über 100 Kapiteln in nur 400 Seiten). Hunter entdeckt was, sagt: „Das kann nicht wahr sein“ und man ist als Leser gespannt, was er entdeckt hat. Doch das erfährt man dann erst 6-7 Seiten später. Das macht die Sache noch spannender. :lechz:

      2 Dinge, die hier kritisiert wurden, finde ich persönlich nicht so schlimm bzw. eher sogar klasse:
      1. Garcia wird von euch als unbeholfen beschrieben. So krass würde ich es nicht sehen. Sagen wir es mal so: er ist schlau, ein guter Cop und Hunter jedoch ist einfach übermenschlich intelligent und da wirkt Garcia eben dumm, was er nicht ist. Er fragt das, was wir uns fragen und es wird dann schön erklärt. Ist eigentlich so wie bei Watson und Sherlock Holmes oder Hastings bei Hercule Poirot. Und im Vergleich zu den genannten empfinde ich Garcia sogar noch als viiiiiel schlauer. :wink:
      2. Das Ende wird als zu kurz beschrieben. Das fand ich auch nicht so schlimm. In den beiden Romanen davor, war es eigentlich ähnlich, einziger Unterschied war, dass Hunter dem Grund für die Morde, hier in diesem Roman schon etwas früher auf die Schliche gekommen ist.

      Bei einem stimme ich euch zu. Der Titel passt überhaupt nicht. Wer hat sich denn das ausgedacht? ](*,)

      Alles in allem wieder ein Klasseroman mit einem spannenden Ende. Auch wenn das Ende bei Kruzifix-Killer (Roman Nr. 1) um einiges furioser war und ich auch Vollstrecker (Roman Nr. 2) ein bisschen besser fand, gebe ich diesem Roman trotzdem 4,5 Sterne und hoffe auf weitere spannende Carter Thriller! :thumleft: :lechz: Und natürlich weitere brutale Morde! :twisted:
    • Kapo schrieb:

      €nigma schrieb:

      verwendet viele Bausteine der Thrillerliteratur
      Das stimmt allerdings. Man könnte fast sagen, "Der Knochenbrecher" kann man als Stereotyp für einen typischen amerikanischen Ermittlungsthriller hernehmen: Hyperintelligenter Super-Ermittler ohne Privatleben mit psychischen Problemen (wobei es hier "nur" Schlafprobleme sind) und psychisch gestörter Killer, der auf Grund traumatischer Erlebnisse in der Vergangenheit unvorstellbar brutale Morde begeht. :wink:


      Irgendwie lese ich gerade nur solche Bücher, zu mindestens kommt all das immer vor :)

      Nachdem ich diesen Autor Anfang des Jahres erst für mich entdeckt hatte, war ich doch sehr gespannt auf den 3. Teil, immerhin hat man doch immer ein wenig Sorge ob ein guter Autor den Maßstab in seinen Folgebänden halten kann, doch ich muss sagen, meiner Meinung nach kann das Herr Carter sehr gut bzw. schafft es noch immer eins drauf zu setzen.

      Die Geschichte an sich fand ich auch dieses Mal wieder sehr spannend. Das Buch lässt einen nur wenige Momente durchatmen, die Spannung ist von Anfang an gegeben und verliert nicht so richtig an Fahrt.
      Alle Charaktere fand ich auch hier wieder wunderbar beschrieben, die Handlungen sehr gut umgesetzt und durchdacht auch die Aufteilung zwischen Mörder, Opfer und Polizei gut gewählt.

      Ich fand das endlich Garcia ein wenig mehr Aufmerksamkeit bekommen hat als in all den anderen Bücher, meiner Meinung nach hätte er zwar noch ein wenig mehr in den Vordergrund rücken dürfen, aber okay.

      Auch die verschiedenen Aufhänger, in fast jedem Kapital waren sehr spannend, so das man das Buch (leider) ziemlich schnell durch hat, da man es die meiste Zeit doch gar nicht aus den Händen legen kann.

      Fazit: Ein toller Thriller, der zwar einiges an den allbekannten „Thrillersachen“ in sich hat, aber eine wunderbare Umsetzung. Ich fand dieses Buch besser bzw. hat es mich persönlich mehr in den Bann gezogen als die beiden Vorgänger. Ich hoffe bald wieder von Hunter und Garcia lesen zu dürfen.
      Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.
    • Inhalt:
      Die beiden Detectives Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia sind im heißen L.A. wieder gefragt. Eine Frauenleiche wird in einer verlassenen Schlachterei gefunden, ihr Körper ist unversehrt, bis auf ihr Mund und ihr Genitalbereich, beides wurde zugenäht. Als Hunter an den Tatort kommt, ist die Leiche aber schon in der Gerichtsmedizin und dort geschieht etwas unfassbares. Während der Autopsie der unbekannten Frauenleiche explodiert etwas in ihr und sowohl Dr. Watson als auch der Assistent kommen um. Für alle im Department und in der Gerichtsmedizin ist dies ein großer Schock.

      Doch Hunter lässt sich nicht beirren, denn er ahnt bereits, dass es nicht bei dieser einen Leiche bleiben wird und so begibt er sich in gewohnter Manier auf akribische Spurensuche und entdeckt seltsames, bizarres und kommt somit dem Mörder Stück für Stück nahe und vor allem den Vorlieben des kranken Serienkillers. So scheint es, als hätte er einen einwandfreien Verdächtigen, doch stimmt das wirklich?

      Meine Meinung:

      Irreführender Titel
      Was habe ich mich auf den 3. Hunter-Garcia-Fall gefreut. Und ich bin auch nicht enttäuscht worden. Einzig und allein habe ich von Beginn an auf den Zusammenhang zwischen Titel und Story gewartet und der ließ sich beim besten Willen nicht finden. Nun gut, ich denke, ich kann nur den Rat geben, vergesst den Titel, wenn Ihr das Buch lesen wollt! Lasst Euch einfach in die Geschichte treiben.

      Die Story ist in bewährter Thriller-Manier und ganz Carter-typisch gehalten. Leicht zu lesen, mit fast unerträglichen Spannungsbögen teilweise (was unsereiner aber auch liebt!). Und sehr schön wird auch ein bisschen Background der Figuren eingestreut, bzw. Hunters Vergangenheit, warum er z.B. so ist, wie er ist, seine Schlaflosigkeit, sein Wesen. Das lässt ihn seinen Fans irgendwie noch lebendiger erscheinen, echter. Und es war auch schon lange fällig. Nach drei gemeinsam durchstandenen heftigen Fällen finde ich, kann man sich auch etwas mehr öffnen!

      Sehr interessant finde ich auch die Mordmethode. Das war mir bisher noch nicht so untergekommen und fand ich irre spannend, wie da herausgekitzelt wurde, was der Mörder mit seinen Opfern macht, grandios perfid!

      Fazit:
      Eine glasklare Empfehlung für Carter-Fans und solche, die es werden wollen! Dieses Buch hat alles, was ein guter Thriller haben sollte, inklusive Ekel-Momenten, wo wir nicht weggucken wollen *schmunzel*, einem immer sympathischer werdenden Hauptprotagonisten und einem wirklich grandios kranken Täter! Perfekt!

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Liebste Grüße
      Die Bine
      Nilis Bücherregal

      Ich lese gerade: Alexa Hennig von Lange "Der Atem der Angst"/Aileen P. Roberts "Elvancor 1"/Gabriela Gwisdek "Nachts kommt die Angst"
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