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Kathrine Kressmann Taylor - Adressat Unbekannt / Address Unknown

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    Adressat unbekannt

    von

    4.6|40)

    Verlag: Atlantik

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 96


    ISBN: 9783455650822


    Termin: Oktober 2015

    • Kathrine Kressmann Taylor - Adressat Unbekannt / Address Unknown

      Nur 68 Seiten hat dieses kleine Bändchen, dessen Inhalt schwerer
      wiegt und mehr Aussagekraft besitzt, als eine ganze Reihe von Büchern.

      Gestaltet als Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden, deren Beziehung sich während Hitlers Machtergreifung grundlegend ändert, erzählt Adressat unbekannt eine Geschichte über Mitläufertum, Verrat, Glauben und Freundschaft.


      Die Schlichtheit dieses Buches ist beeindruckend. Ein Buch, das viel erzählt, ohne große Worte zu machen. Ein Buch, von dem man sich wünscht, daß viele Menschen es lesen.

      pinkie
    • Das Buch hat mich völlig aus der Bahn geworfen.

      Der Briefroman umspannt die Zeit von November 1932 - März 1934. Die beiden Freunde und Geschäftspartner Martin Schulse und Max Eisenstein stehen miteinander im Briefkontakt, nachdem Martin aus San Francisco nach München zurückkehrt.

      Aus den ersten Briefen wird deutlich, wie sehr die beiden einander verbunden sind: sie vertrauen sich ihre Geheimnisse an, herzen sich und sprechen ehrlich miteinander.
      Im März 1933 äußert Martin noch Zweifel an Hitler, erfreut sich aber auch der Aussicht, dass Deutschlands "Geschichte auf ein weißes, neues Blatt geschrieben" werden wird. Er verfällt dem "hysterischen Befreiungsrausch", tritt in die Partei ein, macht Karriere in einem Regierungsposten und verkehrt mit dem Landadel. Ihm geht es gut. Doch mit welchen Folgen und auf wessen Kosten?

      Innerhalb kürzester Zeit verfällt Martin der Propaganda. Er saugt sie förmlich auf und begegnet seinem ehemaligem Freund kalt und herzlos. Als er sagt, dass "wir [...] das bittere Brot der Scham und die dünne Suppe der Armut gegessen" haben, wird klar, dass er seine ehemaligen Ideale durch die Verführungen der Zeit ausgetauscht hat. Er identifiziert sich mit einem Lebensstil, den er nie kennengelernt hat.

      Mehr mag ich an dieser Stelle nicht verraten, denn das was folgt, ist voller Emotionen! Ich möchte nicht zuviel verraten.

      Zum Buch (dem Nachwort entnommene Informationen):

      "Adressat unbekannt" von Katherine Kressmann Taylor erschien erstmals 1938 in der Zeitschrift "Story". Innerhalb von zehn Tagen war die gesamte Auflage vergriffen. 1939 wurde der Briefroman bei Simon / Schuster als Buch herausgegeben.

      1992 druckte "Story" die Geschichte erneut ab und erzeugte erneut eine große Resonanz.

      Meine Meinung:

      Eigentlich mag ich so kurze Bücher nicht, weil ich meist dann mit den Personen warm geworden bin, wenn das Ende vor mir steht. Aber hier ist nicht ein Wort zu wenig und zu viel verwandt worden.

      Die Pointe, sofern man davon sprechen kann, jagte mir einen Schauer nach dem anderen über den Rücken.

      Besonders bitter wird wohl jedem aufgestoßen der folgende Satz aufgestoßen sein:

      "Dem Himmel sei dank, dass er [Hitler] ein wahrer Führer ist und nicht ein Engel des Todes."

      Absolut empfehlenswertes Büchlein mit brisanter und schockierender Handlung! Es ist zwar schnell gelesen, aber der Effekt hallt nach!

      PS: Der Originaltitel lautet übrigens "Address unknown".
      She wanted to talk, but there seemed to be an embargo on every subject.
      - Jane Austen "Pride and prejudice" - +

      :study: Sophie Kinsella: Mini Shopaholic + Lisa Hilton: Queen's Consort

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Fezzig ()

    • Da ich mich immer wieder mit dem Nationalsozialismus auseinandersetze, erscheint mir dieses Buch eine gelungene Lektüre, die ich mir wohl bald mal zulegen muss (wenn ich mal wieder einigermaßen flüssig bin :wink: ). Die Geschichte klingt sehr interessant!
      Vielen Dank für diesen tollen Tipp! :flower:

      Liebe Grüße Eimyrja
      ~Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.~
      - Heinrich Heine -

      Gelesene Bücher 2017/18: 9/-
    • (Katherine) Kressmann Taylor hat "Adress unknown" 1938 erstmals als Fortsetzungsgeschichte im Magazin "Story" veröffentlicht, deren Auflage innerhalb von zehn Tagen ausverkauft war. 1939 veröffentlichte der Verlag Simon and Schuster das "Büchlein" (Ingrid Müller-Münch in der Frankfurter Rundschau, 2001) als vollständige Ausgabe. Und doch dürfte jedem auffallen, auch nachdem das Buch erst 1992 wieder entdeckt und gedruckt wurde, dass der Name Kressmann Taylor nicht Programm ist in der amerikanischen Literaturgeschichte; sie wird in keinem der Fachbücher zur amerikanischen Literaturgeschichte jemals erwähnt und so bleibt die Autorin selbst, über die nicht mehr bekannt ist als dass sie verheiratet (war/ist) und drei Kinder hat(te) sowie in den USA lebt(e) und als Werbetexterin gearbeitet hat, auch im Dunkeln.

      Die Geschichte des Briefromans lässt sich kurz zusammenfassen: Max Eisenstein und Martin Schulse sind Geschäftspartner und Freunde. In San Francisco haben sie eine gemeinsame Kunstgalerie aufgebaut; jedoch zieht Martin mit seiner Frau Elsa und den Kindern zurück nach Deutschland Anfangs schreiben sie sich noch sehr intime, zart-verbundene Zeilen wie "Wir werden auf dich, den lieben Onkel Max trinken und an dich denken!" bis Max, ein Jude, eine deutliche antisemitische Stimmung in Deutschland mitbekommt - Nicht durch Berichte von Freunden sondern auch in den Briefen von Martin. Zuerst zweifelt Martin selbst noch an dieser Regierung, bezeichnet Hitler dennoch als "guten Schock für Deutschland", den es nötig hat um "zu erwachen". Er konstatiert: "Dem Himmel sei dank, dass er [Hitler] ein wahrer Führer ist und nicht ein Engel des Todes."
      Martin scheint eingenommen von dem neuen System, dass einer Familie, vor allem seinen Söhnen, einen Aufstieg beschert; sie werden regelmäßig von einem Baron besucht, sein Sohn ist einer der "Besten" im Jungvolk und selbst seine Frau Elsa, wieder einmal mit einem Kind schwanger, schwärmt "von dem neuen Führer, den sie so verehrt".
      Er äußert seine Überzeugung gegenüber Max, der ihn "so oder so nicht verstehe, weil er nur an die Ungerechtigkeit gegenüber seines Volkes denkt"; kurzum: Er bittet ihn ihn nicht mehr zu schreiben und verweigert sogar die Hilfe der Schwester von Max' als sie von SA-Schergen verfolgt um hilfesuchend vor seiner Tür steht.
      Von da an beginnt die Pointe, beginnt die Rache des "Juden Max" an seinem ehemaligen Freund...

      Dieses Buch ist nur 64 Seiten lang und besteht aus 19 Briefen und einem Telegramm; die Länge ist nicht wichtig, der Inhalt ist es und der hat es in sich. Kressmann Taylor weiß, wie sie die Sprache einsetzen muss, damit man zwar erst langsam, aber dann in all seiner Heftigkeit die Umkehrung von Martin bemerkt. Werden anfangs noch die Briefe mit "Mein lieber Freund Max" begonnen, so starten sie schluss endlich mit "Heil Hitler!". Kein Wort ist zuviel, kein Wort zu wenig. Der Leser wird mit der Pointe fast erschlagen; mir blieb der Mund offen stehen, ich hatte glänzende Augen. Warum? Weil ich mir folgendes dachte: Endlich! Endlich gibt es einen Menschen, einen Protagonisten, der nicht sein Haupt senkt und von einer Freundschaft Abschied nimmt. Er nimmt keine Freundschaftskündigung hin, er reißt seinen ehemaligen Freund ins Verderben. Und ich muss sagen: Endlich ein Stück ausgleichende Gerechtigkeit.

      Fazit: Ein sehr bedrückendes, nachdenklich machendes Stück Literatur und Zeitdokument; auch, wenn es nur 64 Seiten hat - Sie werden einen erschlagen und aufrütteln.
    • Ich habe das Buch jetzt auch gelesen und ich fand es auch sehr beeindruckend. Ein wirklich gutes und wichtiges Buch.

      Ich habe allerdings das Vorwort von Elke Heidenreich zum Schluß gelesen und würde das auch anderen Lesern empfehlen. Es nimmt doch vieles schon vorweg.


      Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.

      aus Arabien


    • Ein Buch, das man mit den üblichen Maßstäben nicht bewerten kann. Ein simple, aber ungeheuer phantasievolle Idee, die die Autorin für die perfide Vergeltung eines Einzelnen gegen eine Übermacht entwickelt.

      Leider leider handelt es sich um Fiktion.
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)
    • Stimmt nicht ganz, Marie. Das Buch bassiert auf echten Briefen, die der Autorin vorlagen. Zwar ist der Briefwechsel so nicht vorgekommen, aber die Grundlage bildeten echte Briefe.

      Noch ein Tipp für künftige Leser: Das Vorwort von Elke Heidenreich, nicht lesen.
    • Ein ungewöhnliches Buch, sehr lesenswert - ein Briefroman, der 1938 (!) erstmals als Fortsetzungsgeschichte in einer amerikanischen Zeitschrift erschienen ist.

      Der Jude Max Eisenstein und sein Freund Martin Schulse führen gemeinsam in New York eine Kunstgalerie. 1932 kehrt Martin nach Deutschland zurück. Die beiden tauschen fortan Briefe aus.

      1933 kommt Hitler an die Macht. Das bedeutet nicht nur große Umwälzungen in Deutschland, sondern auch das schleichende Ende der Freundschaft zwischen Max und Martin.

      Sieht Martin anfangs den Emporkömmling aus Braunau noch mit kritischen Augen, wird er schließlich immer mehr überzeugt von dessen Ideologie - oder ist es nur Anpassung? Max bittet Martin, auf seine Schwester Griselle aufzupassen, die als Schauspielerin unbedingt ihre Karrierechancen in Deutschland nutzen möchte und die Bedrohung durch die Nazis nicht sehen will.

      Auf ganz wenigen Seiten wird man schockiert Zeuge, wie sich ein Mensch schlagartig verändern kann, wie Martin sich immer weiter von Max entfernt und ihm schließlich mit antisemitischen Parolen die Freundschaft aufkündigt. Und Max schlägt auf seine ganz eigene Art zurück.

      Im Vorwort von Elke Heidenreich heißt es, in dem Büchlein gebe es kein Wort zuviel und keines zuwenig. Bei nur etwa 50 Seiten, die die Geschichte umfasst, konnte ich es erst gar nicht glauben, doch nach dem Lesen war ich davon ebenfalls überzeugt. (Allerdings würde ich empfehlen, das Vorwort erst nach dem eigentlichen Roman zu lesen!)

      Der Roman ist schnell gelesen, hinterlässt aber bei mir einen tiefen Eindruck, nicht zuletzt, weil er noch vor dem 2. Weltkrieg entstand und doch schon ahnen lässt, zu welchen Greueltaten und welcher Her-zenskälte Menschen unter dem Einfluss der Nazi-Ideologie fähig sind.
      Why say 'tree' when you can say 'sycamore'?
      (Leonard Cohen)
    • Ja, das ist schon ein Hammer ! Auch mich hat dieser kleine Büchlein mächtig beeindruckt. Und die « Pointe » ist schon toll...

      Dass diese fiktive Korrespondenz sich über den Zeitraum zwischen 1932 und 1934 erstreckt ist ja schon in sich interessant, aber doch nicht Garantie für zuverlässiges Zeugnis aus dieser Zeit (soweit man das von einer Fiktion sagen kann). Doch dass Kressmann Taylor diesen Briefaustausch 1938 geschrieben hat zeigt nicht nur ihre persönliche Scharfsicht, sondern was offensichtlich jedem verständigen Menschen schon in diesen Jahren – also vor den weiteren Katastrophen der Folgejahre - zugänglich gewesen war. Dies betrifft also die verheerende, zunehmend gewalttätige Situation in Deutschland.

      Doch darüber hinaus - etwas versteckt und dennoch offensichtlich - ist es sehr interessant, wie in der Person und Entwicklung des Martins etwas vom inneren Erleben, Empfinden vieler damaligen Deutschen offen gelegt wird, was sie unter anderem bewegt hat, mitzulaufen und zu schreien etc.

      Viel mehr will ich gar nicht sagen. Von meinen Vorschreibern wurde schon das Wesentlich gesagt.

      Sehr empfehlenswert!
      Zakhar Prilepin - L'Archipel des Solovki/Obitel
      Swetlana Alexijewitsch - Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft
      Bernard Sesboüé - Introduction à la théologie-Histoire et intelligence du dogme
      Yoshida Kenko - Betrachtungen aus der Stille/Das Tsurezuregusa

      (Un-)Gelesenes: buechertreff.de/user/2161-tom-leo/#shelf
    • Habe dieses Büchlein gerade gelesen und bin schlichtweg begeistert.
      Kurz und bündig - aber mit voller Wucht erreicht einen das Gelesene.
      Man hat das Gefühl, länger zur Verarbeitung des Gelesenen zu brauchen, als zum Lesen selbst.
      Bereits während der Lektüre machte ich unwillkürlich Pausen, um alles gedanklich setzen lassen zu können.

      Optimal hätte ich gefunden, wenn man es in einer persönlichen Leserunde gelesen hätte, und gleich (bei eindringlichen Sätzen) mit den MItlesern diskutieren hätte können. So sehr hat mich dieses Büchlein aufgewühlt.
      Einzelne Formulierungen (siehe Engel des Todes in einem oberen Beitrag) etc., alleine die sich ändernden Grußformeln der Briefe, die einiges verdeutlichen. Ich komme aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Ich glaube selbst beim 2. oder 3. mal lesen entdeckt man immer wieder neue Feinheiten der Forumlierungen.

      Hin und wieder lese ich Bücher, die mir zwar gefallen haben, bei denen ich aber kein Problem habe, es irgendwann einmal wegzugeben (tauschen, verkaufen, etc.). Dieses Buch jedoch wird eindeutig mit mir gemeinsam zu Hause alt, das geb ich nicht mehr aus der Hand!

      Ein eindeutiges :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: - Buch für mich!
      Warnhinweis:
      Lesen gefährdet die Dummheit

      :study:
    • So, jetzt habe ich das Büchlein ebenfalls gelesen, und im Prinzip wurde hier schon alles dazu gesagt. Ich möchte aber doch mal die Gelegenheit nutzen und mich bei den obigen Rezensenten, sowie bei den Usern bedanken, die das Buch regelmässig in irgendwelchen Threads empfehlen. Ohne den Büchertreff wäre ich vermutlich nicht über das Buch gestolpert - und hätte wirklich ein ganz tolles Stück Literatur verpasst!
      :study: Charles Dickens - David Copperfield (MLR) (266/1180)
      Letzter Neuzugang am 17. Februar: Stewart O´Nan - Letzte Nacht
    • Wahnsinn. Wie kann man nur auf so wenig Seiten, so punktgenau und schnörkellos so ein fantastisches Stück Literatur schaffen.
      Ich kann nur allem bisher gesagtem vorbehaltlos zustimmen: Ein tolles, wichtiges und zeitloses Buch, ich bin auch restlos begeistert.
      Unvorstellbar, dass es 1938 geschrieben wurde - zur gleichen Zeit als Chaplin den "großen Diktator" in die Kinos brachte. Was dieser Film für die Filmgeschichte bedeutet, sollte und vor allem kann dieses Buch für die Literatur sein. (Ich glaube, Elke Heideneich schreibt dies auch in ihrem Vorwort - welches man wirklich nicht als Vor- sondern besser als Nachwort lesen sollte - irgendwo habe ich diesen Vergleich zumindest gelesen)
      Ich bin fest davon überzeugt, dass "Adressat unbekannt" bei mir deutlich länger nachwirkt als ich gebraucht habe, es zu lesen.
      Beieindruckte und absolut verdiente :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      "Die wahrhaft menschliche Qualität besteht nicht aus Intelligenz, sondern aus Phantasie." - Terry Pratchett

      :study:
      Das Buch ohne Namen - Anonymus
      London - Die Biografie - Peter Ackroyd

      :bewertung1von5: 2018: 10 :bewertung1von5:
    • In dieser Ausgabe von 2014 erscheint Elke Heidenreichs ursprüngliches Vor- als Nachwort.
      Lesende Grüße
      Ein Leben ohne Bücher? - Unvorstellbar!
    • Biografiefan schrieb:

      In dieser Ausgabe von 2014 erscheint Elke Heidenreichs ursprüngliches Vor- als Nachwort.
      Das ist schön zu hören. Ich habe das Buch gerade beendet und mir ist erst bei der Mitte des Vorworts eingefallen, dass mir vor Jahren mal @findo, glaube ich, dazu riet, es erst hinterher zu lesen. An dieser Stelle wusste ich leider schon die komplette Handlung, was ich richtig, richtig schade fand. Daher blieb bei mir der oben beschriebene "Hammer" leider aus :(
      :montag:
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