Charlotte Lyne: Glencoe

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    Glencoe

    von

    3.6|21)

    Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 640


    ISBN: 9783404166886


    Termin: August 2012

    • Charlotte Lyne: Glencoe

      Bis jetzt habe ich alle Romane von Frau Lyne gelesen und ich schätze diese Autorin, sowohl von den Themen her, aber vor allem her von der Sprache.
      Glencoe verlangt den Lesern anfänglich doch etwas Geduld ab, nachdem die Helden - Sandy Og und Sarah - wortkarg durchs Leben gehen und sich so, selbst das Leben ungemein schwer machen. Erst im Laufe des Romans löst sich dieser Knoten und aus den beiden werden starke, wenn auch weiterhin schwierige Persönlichkeiten. Ich selbst musste daher nach rund 150 Seiten eine Lesepause einlegen, da mir das Leiden von Sandy Og und Sarah einfach zuviel wurde.
      Es dauert eine Weile, bis sich der Leser durch die vielen Beschreibungen diverser Vorkommnisse selbst als "Bewohner dieses Tales" fühlt, ist es soweit, kann der Leser das Buch nicht mehr aus der Hand legen und versinkt darin.
      Gut gelungen sind die "Zwischenberichte" der Gedanken und Überlegungen von Königin Mary, welche in den Augen der Schotten eine Thronräuberin ist, obwohl eine Stuart kann sie für das schottische Hochland keine positiven Gefühle aufbringen.
      Letztendlich emfpinde ich als Leser den Vater von Mary, König James gleichfalls als Verräter an Schottland, er hat die Schotten für seine Zwecke benützt, ist ihnen aber nicht beigestanden, die Wahrheit ist, dass allen Königen Schottland egal war und die Schotten vom eigenen Königshaus (Stuart) verraten worden sind.
      Unabhängig von den wirklich gut aufgezeigten politischen Geschehnissen dieser Zeit lässt die Autorin die Menschen eines ganzen Tales lebendig werden, mit ihren Stärken und Schwächen, der Lebensart in diesem Land zu dieser Zeit und ihren Gefühlen und Sorgen, ein ständiger Kampf um das nackte Überleben in diesem rauhen Land.
      Das Ende ist so manchem bekannt, da auch andere Autoren diese Geschehnisse bereits aufgegriffen haben, dies ist aber kein Nachteil, nimmt nur vielleicht ein wenig an Spannung oder besser gesagt, Hoffnung.
      Immer wenn Romane von wirklichen Geschehnissen handeln, ist der Leser um so mehr betroffen, was bei diesem Roman kaum zu vermeiden ist, man ist einfach betroffen von diesem Verrat an einem Clan, nicht möglich wäre dies wohl alles gewesen, hätte sich der König oder seine Tochter wirklich mit diesem Land beschäftigt und es nicht anderen überlassen, welche letztendlich eigene Ziele verfolgt haben.

      Nun bleibt nur noch zu fragen, mit welchem Thema sich die Autorin beim nächsten Buch beschäftigen wird, nach diesem Roman wird es schwierig werden, ein gleichwertig anspruchsvolles Thema zu finden.



      LG Hedwig :cat:
    • Brigitte50 schrieb:

      und weiß daher nicht, wo ich den Namen der Autorin nachtragen soll

      Du kannst nichts mehr nachtragen, wenn die Editierzeit (1 Stunde) abgelaufen ist. Beim Erstellen einer Rezi soll man immer den Autor und den Titel in die Überschrift schreiben, damit man das Buch sowohl bei der Titel- als auch bei der Autorensuche im Rezensionsindex findet. :wink:
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • Inhalt (kopiert von der Verlagshomepage)

      1689. Im Streit um die englische Thronfolge ist das Hochland zutiefst gespalten. Die MacDonalds halten den Stuarts die Treue, die Campbells unterstützen den neuen König. Gegen den Willen ihrer Familien holt Sandy Og MacDonald die junge Sarah Campbell als seine Braut nach Glencoe. Zwischen ihnen ist es Liebe auf den ersten Blick. Als Sarah nach mehreren Totgeburten einen verkrüppelten Sohn zur Welt bringt, wird sie von den Frauen des Clans noch mehr verachtet. Sandy Og erntet ob seiner Sanftheit nichts als Hohn und Spott. Gleichzeitig spitzt sich der Zwist zwischen den MacDonalds und den Campbells zu. In einer eiskalten Winternacht kommt zu einem Blutbad, wie es das Hochland noch nicht gesehen hat. Können ausgerechnet Sarah und Sandy Og, die Außenseiter, ihren Clan vor dem Untergang retten?


      Eigene Gedanken

      Das Buch erzählt die Geschichte von Sandy Og MacDonald und Sarah Campbell vor dem Hintergrund der politischen Entwicklungen im schottischen Hochland, die 1692 zum Massaker von Glencoe geführt hatten.
      Die Clans der Campbells von Glenlyon und der MacDonalds von Glencoe sind sich seit Generationen nicht grün, weil sie sich immer wieder gegenseitig das Vieh stehlen. Sandy Og, der jüngere Sohn des MacIain, des Clanchiefs von Glencoe, entführt Sarah Campbell aus Glenlyon als seine Braut.
      Sarah fällt es nicht leicht, sich in die Gemeinschaft in Glencoe einzufügen. Da sie ihre Eltern sehr früh verloren hat, konnte sie nie lernen, wie Familie oder Ehe funktioniert. In der Beziehung zu Sandy Og stellt sie sich unbeholfen an, schafft es nicht, über ihren Schatten zu springen und ihren Ehemann zu unterstützen, wenn er es gebraucht hätte, obwohl sie ihn liebt, ihre Unfähigkeit erkennt und bitter darunter leidet.
      Sandy Og ist sanft, warmherzig und sehr tief denkend, kann aber nicht über seine Gefühle und Wünsche sprechen. Er lebt im Schatten seines älteren Bruders John, der später einmal Clanoberhaupt werden wird, und buhlt als Zweitgeborener um die Gunst und Anerkennung seines Vaters. In der Beziehung zu Sarah stellt er sich ebenso unbeholfen und unsicher an wie sie. Beide sind „anders“ als die restlichen Clanmitglieder. Doch leider führt das nicht zu mehr gegenseitigem Verständnis, wie es der MacIain erhofft hatte, sondern hat vorwiegend Missverständnisse zur Folge, die das familiäre Glück schwer belasten.
      Im Kampf für König Jamie schlägt sich Sandy Og sehr tapfer, so dass er bald befördert wird und große Anerkennung anderer Clanchiefs verdient Er stellt sich als besonnener Stratege heraus, der aber durchaus auch seine impulsiven Seiten aufweist.

      Das Buch beinhaltet die Jahre 1689 bis 1692 in großer Detailtreue. In kursiv gedruckten kurzen Einschüben, die den 10 Kapiteln jeweils vorgeschoben sind, wird die Situation aus der Sicht des Hofes um Königin Mary Stuart bzw. dem abgesetzten König Jamie Stuart, der in Frankreich weilt, beleuchtet. Die politischen Ränkespiele werden ebenso historisch korrekt und nachvollziehbar dargestellt wie deren Auswirkungen auf das ländliche Leben in Glencoe. Dabei spielen Bräuche und Gesetze der Hochland-Clans eine entscheidende Rolle, ohne die das Überleben in den kargen Hochland Tälern über Jahrhunderte hinweg nicht möglich gewesen wäre, auch wenn sie aus heutiger Sicht teilweise schwer nachvollziehbar und oft auch als kaltherzig erscheinen.

      Im Laufe der drei Jahre machen Sandy Og und Sarah beide eine Entwicklung durch, die sich auch in der Sprache wieder spiegelt, die eingesetzt wird bei Schilderungen des häuslichen Umfelds. Erscheinen die Beschreibungen anfangs eher nüchtern und kühl, gewinnen sie an Farbe und Intensität genau in dem Maße wie Sandy Ogs und Sarahs Lebensfreude und Sicherheit im Umgang miteinander steigt. Sie lernen, sich gegenseitig Kraft zu geben.

      Nach den Geschehnissen von Glencoe kam es zu einer Strafverfolgung in deren Verlauf man der Frage nachging, inwieweit Täter bei der Ausführung von Befehlen auch persönliche Verantwortung für straffällige Taten tragen müssen. Insofern hat der Roman auch einen sehr aktuellen Bezug.

      Dieser historische Roman ringt dem Leser einiges ab an Aufmerksamkeit, Interesse und Offenheit und ist ganz bestimmt keine einfache Lektüre für zwischendurch. Obwohl es sicher hilfreich ist, wenn man ein wenig vertraut ist mit den historischen Hintergründen, so ist das für das Verständnis nicht ausschlaggebend. Es wird alles im Buch erklärt, aber man überliest gewisse Abschnitte leicht, weil sich deren Sinn erst nachwirkend erschließt.

      Ich habe die zwei Wochen, die ich für die Lektüre von „Glencoe“ gebraucht habe, als sehr intensive Lese-Erfahrung erlebt; sicher nicht zuletzt dadurch, dass ich das Glück hatte an einer Leserunde unter Mitwirkung der Autorin teilzunehmen. Dafür ganz herzlichen Dank an Charlotte Lyne! :friends:
      Neben neuen Einblicken in die Geschichte Schottlands habe ich Denkanstöße gewonnen über Sinn und Unsinn von gesellschaftlichen Konventionen und den Wert in einer Gesellschaft heimisch und stolz auf seine Herkunft zu sein.

      Gerne empfehle ich dieses Buch und vergebe :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: (was bei mir eine sehr seltene Wertung ist :wink: ).
      Ich schlief und träumte, das Leben sei Freude. Ich erwachte und sah, das Leben war Pflicht. Ich handelte und siehe, die Pflicht ist Freude!
      Rabindranath Tagore (1861-1941)

      Lha gyal lo - Free Tibet!

      Wir sind grüüüüüün!!!!
    • Bei mir liegt dieses Buch auch schon, bzw. noch auf dem SuB.

      Felicitas18 schrieb:

      Obwohl es sicher hilfreich ist, wenn man ein wenig vertraut ist mit den historischen Hintergründen, so ist das für das Verständnis nicht ausschlaggebend.
      Ich kenne mich zwar sehr gut mit englischer, aber weniger gut mit schottischer Geschichte aus. Das ist auch ein Grund, warum ich das Buch noch nicht gelesen habe. Charlies Bücher sind ja grundsätzlich recht anspruchsvoll, deshalb muss ich mir erstmal etwas einschlägige Bildung anlesen. :wink:

      Felicitas18 schrieb:

      Gerne empfehle ich dieses Buch und vergebe :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: (was bei mir eine sehr seltene Wertung ist :wink: ).
      Das freut mich. Falls Du "Die zwölfte Nacht " noch nicht kennst, kann ich Dir das wärmstens empfehlen. (Jetzt habe ich beim Verlinken gerade gesehen, dass Du es schon kennst.)
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      (Francis Bacon)
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    • €nigma schrieb:

      Falls Du "Die zwölfte Nacht " noch nicht kennst, kann ich Dir das wärmstens empfehlen. (Jetzt habe ich beim Verlinken gerade gesehen, dass Du es schon kennst.)


      Danke! Die zwölfte Nach gehört eindeutig zu meinen Lieblingsbüchern. Ich habe allerdings sehr lange gebraucht dafür, weil da für mich die historischen Hintergründe wesentlich komplexer waren. Und durchaus nötig, um das Buch inhaltlich zu verstehen. Mein Mann ist glücklicherweise sehr bewandert, wenn es um die Tudors geht.
      Ich schlief und träumte, das Leben sei Freude. Ich erwachte und sah, das Leben war Pflicht. Ich handelte und siehe, die Pflicht ist Freude!
      Rabindranath Tagore (1861-1941)

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    • Felicitas18 schrieb:

      Ich habe allerdings sehr lange gebraucht dafür, weil da für mich die historischen Hintergründe wesentlich komplexer waren.

      "Die zwölfte Nacht" ging bei mir schnell, weil es thematisch genau in mein "Fachgebiet" fällt. :mrgreen:
      Ist Dein Mann Anglist?
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    • €nigma schrieb:


      "Die zwölfte Nacht" ging bei mir schnell, weil es thematisch genau in mein "Fachgebiet" fällt. :mrgreen:
      Ist Dein Mann Anglist?


      Nein, Schotte. :-,
      Die englische Geschichte hat er in der Schule gelernt.
      Ich schlief und träumte, das Leben sei Freude. Ich erwachte und sah, das Leben war Pflicht. Ich handelte und siehe, die Pflicht ist Freude!
      Rabindranath Tagore (1861-1941)

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    • Felicitas18 schrieb:

      Nein, Schotte. :-,
      Du Glückliche! Kein Wunder, dass "Glencoe" dann sozusagen ein Heimspiel für Dich war.
      Seitdem ich mich im zarten Alter von 4 Jahren in Ringo Starr verliebte, wollte ich einen Engländer heiraten, aber dann ging es in eine ganz andere Richtung... :wink:
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    • Zum Inhalt:

      Vor dem Hintergrund des Kampfes um die englische Thronfolge 1689 wird hier die Geschichte des MacDonald Clan aus dem Tal Glencoe im schottischen Hochland erzählt. Sandy Og MacDonald, der zweite Sohn des Clanchiefs hat eine Frau aus dem Nachbarclan der Campbells geheiratet. Sowohl er als auch Sarah sind Außenseiter im Tal, denn sie unterscheiden sich in ihren Denk- und Verhaltensweisen sehr von den anderen. Obwohl sie sich lieben, fällt es ihnen schwer, ihre Gefühle auszudrücken und so gibt es viele Missverständnisse zwischen ihnen. Während Sarah allein schon durch ihre Herkunft eine Fremde im Tal ist, verzweifelt an Sandy Og nicht nur seine Frau, sondern auch sein Vater. Obwohl Sandy Og nicht sein Erstgeborener ist, wird er in der politischen Rolle eine große Rolle spielen müssen, als die Clans sich im Thronfolgestreit für eine Seite entscheiden. Langsam aber sicher führt die Geschichte über mehrere Jahre hinweg auf das grausige Ende, das Massaker von Glencoe zu. Es handelt sich um eine wahre Begebenheit, die im Nachwort auch noch genauer beleuchtet wird. Durch kurze Kapitel zwischendurch werden die Ereignisse im Hochland durch Absätze aus Sicht der Königin Mary Stuart unterbrochen, deren Mann William seinem Schwiegervater König James die britische Krone streitig macht.


      Meine Meinung:

      Ich lese eher selten historische Romane. Anfangs hatte ich ziemliche Probleme mit der Geschichte. Die Charaktere machten es mir zuerst nicht wirklich einfach, sie zu mögen. Aber durch eine von Charlotte begleitete Leserunde kamen mir Sandy Og und Sarah immer näher und ich konnte ihre Handlungen viel besser nachvollziehen, als ich das beim alleine lesen geschafft hätte.

      Auch die Sprache macht dieses Buch zu einem Leseerlebnis, das man langsam auf sich wirken lassen sollte, es ist kein seichter Schmöker zum einfach nebenbei runterlesen. Aber wenn man sich auf das ganz eigene Tempo der Geschichte einlässt, ist es ein wunderbares Buch!

      Bei der Leserunde hat man so richtig gespürt, wieviel der Autorin die Figuren bedeuten und dadurch sind sie auch mir nähergekommen!
    • Brigitte50 schrieb:


      Glencoe verlangt den Lesern anfänglich doch etwas Geduld ab, nachdem die Helden - Sandy Og und Sarah - wortkarg durchs Leben gehen und sich so, selbst das Leben ungemein schwer machen. Erst im Laufe des Romans löst sich dieser Knoten und aus den beiden werden starke, wenn auch weiterhin schwierige Persönlichkeiten. Ich selbst musste daher nach rund 150 Seiten eine Lesepause einlegen, da mir das Leiden von Sandy Og und Sarah einfach zuviel wurde.

      Genauso ist es mir aktuell auch gegangen! Auf Seite 133 habe ich den Roman erst einmal abgebrochen. "dass sie sich selbst das Leben so schwer machen" - treffender hätte man es nicht formulieren können. Dieses Schwermütige ist irgendwann auf mich abgefärbt und hat dafür gesorgt, dass mir das Lesen dieses Buches ein wenig zur Qual wurde.

      Brigitte50 schrieb:


      Es dauert eine Weile, bis sich der Leser durch die vielen Beschreibungen diverser Vorkommnisse selbst als "Bewohner dieses Tales" fühlt, ist es soweit, kann der Leser das Buch nicht mehr aus der Hand legen und versinkt darin.

      Das lässt mich ja doch hoffen. Ich werde dem Buch also noch einmal eine Chance geben.
      :study: Die drei Musketiere ~ Alexandre Dumas :study:
    • Lesefuchs schrieb:


      Genauso ist es mir aktuell auch gegangen! Auf Seite 133 habe ich den Roman erst einmal abgebrochen. "dass sie sich selbst das Leben so schwer machen" - treffender hätte man es nicht formulieren können. Dieses Schwermütige ist irgendwann auf mich abgefärbt und hat dafür gesorgt, dass mir das Lesen dieses Buches ein wenig zur Qual wurde.

      Die ganze Geschichte,
      Spoiler anzeigen
      also der heimtückische Überfall auf das Dorf unter Ausnutzung der Gastfreundschaft
      , ist natürlich ausgesprochen beklemmend und traurig. Das kann man einfach nicht fröhlich erzählen. Auch wenn das Leben in der kargen Umgebung durchaus auch Raum für Freude und Geselligkeit bietet, war es ausgesprochen hart.
      Dennoch, wenn einen etwas quält beim Lesen, sollte man es lassen. Man muss nicht jede Ungerechtigkeit und jede traurige Geschichte, die mal passiert ist, in einem Buch nacherleben. :)
      Ich schlief und träumte, das Leben sei Freude. Ich erwachte und sah, das Leben war Pflicht. Ich handelte und siehe, die Pflicht ist Freude!
      Rabindranath Tagore (1861-1941)

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    • Charlotte Lyne - Glencoe

      Der Roman „Glencoe“ von Charlotte Lyne hat seine Handlung im Schottland 1689. Sarah Campbell, die mit Sandy Og verheiratet ist, ist beim Clan ihres Mannes, den MacDonalds, bisher noch nicht wohlgelitten, denn sie stammt aus einem rivalisierenden Clan. Sie gilt als Außenseiterin, denn sie ist sehr verschlossen und auch nicht sehr selbstbewusst, vor allem, da sie und Sandy einen verkrüppelten Sohn haben und deswegen ständig Hohn und Spott ertragen müssen. Sandy Og ist der zweite Sohn des Clanführers und stand bislang immer im
      Schatten seines älteren Bruders John. In der Ehe von Sandy Og und Sarah ist es schweigsam, denn beide haben nicht gelernt, sich ihre Gefühle zu zeigen oder zu sagen, wodurch sich auch ihre Unsicherheiten manifestieren gegenüber dem anderen.


      Gleichzeitig ändern sich die politischen Machtverhältnisse in England und Schottland und ein Krieg steht kurz bevor. So machen sich alle Clanmänner auf den Weg, um für ihr Schottland zu kämpfen und sich für eine Seite zu entscheiden.

      Die Autorin Charlotte Lyne hat mit diesem Buch einmal mehr bewiesen, warum ihre historischen Romane so ausgezeichnet sind. Sie hat sehr gut recherchiert und die politischen Ereignisse über eine Zeitspanne von drei Jahren mit einer außergewöhnlich schönen und feinsinnigen Sprache in ihre Geschichte eingewebt. Durch die verschiedenen Handlungsstränge erfährt man sowohl die Dinge aus der Sicht von Königin Mary, sieht den Verlauf des weiteren Lebens der zurückgebliebenen Menschen in Glencoe und erfährt, wie es auf dem Schlachtfeld zugeht. Dieses Buch nimmt einen einfach nur gefangen, man kann es gar nicht aus der Hand legen und erlebt jede Einzelheit der Geschichte persönlich mit.

      Die Charaktere der Protagonisten hat Charlotte Lyne wunderbar gezeichnet, den einen oder anderen schließt man direkt ins Herz und leidet oder freut sich mit ihnen. Sie werden nahezu zu Familienangehörigen, die man nicht mehr missen möchte.

      Es ist ein Buch über die Liebe, das Leben, über den Hass und den Krieg. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung, denn dieses Buch ist ein Meisterstück!

      :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:
      Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)

      "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
      Albert Einstein

      "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
      _____________________________________________

      Lese gerade: Das Lied der Störche, Ulrike Renk

      SUB: ca. 1.800 / gelesen 2017: 245/ 98377 Seiten
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