Jim Butcher - Im Schatten des Fürsten/ Academ’s Fury

    • Fantasy-Abenteuer

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    Codex Alera 2: Im Schatten des Fürsten

    von

    4.3|16)

    Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 640


    ISBN: 9783442269662


    Termin: Dezember 2013

    Das Buch ist der 2. Band der Reihe (6 Teile).

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    • Jim Butcher - Im Schatten des Fürsten/ Academ’s Fury

      englischer Originaltitel: Academ´s Fury

      (derzeit existieren im Original bereits 6 Bände, 3 davon sind mittlerweile übersetzt und erhältlich)




      Beim zweiten Teil der High-Fantasy-Saga „Codex-Alera“ ist es Jim Butcher tatsächlich gelungen bezüglich Spannung und Abwechslung im Vergleich zum Vorgängerband noch eine Schippe draufzulegen, was dazu führte, dass ich von „Im Schatten des Fürsten“ durchgehend gefesselt war und jetzt noch von der Entwicklung der Handlung begeistert bin.



      Klappentext:

      Zwei Jahre sind seit der gescheiterten Invasion der Marat vergangen. Und während Tavi, der noch immer keine Magie wirken kann, dem Ende seiner Ausbildung zum kaiserlichen Spion entgegenfiebert, droht Alera bereits neue Gefahr. Denn ausgerechnet als Kaiser Gaius Sixtus schwer erkrankt und das Reich ohne Führung ist, bewegen sich die Furcht erregenden Vord auf die Hauptstadt zu – uralte Schreckensgestalten, für deren Wiedererweckung nicht zuletzt Tavi mitverantwortlich ist …



      Die zentrale Figur ist auch diesmal Tavi, der heranwachsende Hirtenjunge vom Lande, der dem Ruf seines Ersten Fürsten Gaius gefolgt ist und mittlerweile an der Akademie in der Hauptstadt ausgebildet wird. Dort hat er erfreulicherweise einige gute Freunde gefunden, obwohl er immer noch keine Elementarkräfte wirken kann, was ihn zu einem Außenseiter unter der Schülergemeinschaft macht, denn Tavi ist der einzige weit und breit, der sich dieser Kräfte nicht bedienen kann und sich somit auf seine Geistesgegenwart, Einfallsreichtum und (mittelmäßige) körperliche Kraft verlassen muss. Allerdings, und wie könnte es anders sein, lädt diese Benachteiligung fiese Mitschüler auch dazu ein, ihn zu terrorisieren und so ist er zum bevorzugten Opfer des adeligen Brencis und seinen Kumpanen geworden, die über erhebliche Elementarkräfte verfügen.
      Generell kann man sagen, dass sich Tavi langsam zu einem außergewöhnlich mutigen jungen Mann entwickelt, der durch seinen wachen Geist auch in der großen bösen Stadt gut zurechtkommt und zielstrebig seinen Weg findet.




      Tavi´s Tante Isana, die von Gaius zur Wehrhöferin ernannt wurde, wird derweilen vom Ersten Fürsten ebenfalls in die Stadt berufen und gerät dort aufgrund ihrer bedeutenden Stellung sofort in die Schusslinie politischer Intrigen und in arge Bedrängnis. Als sie bei einem Attentat verletzt wird und vom Tatort entführt wird, versucht Tavi alles in seiner Macht stehende, um seine geliebte Tante wiederzufinden und geht dabei höchst gefährliche Wege. Der junge Mann wird wirklich extrem belastet, schließlich muss er sich nebenher noch um seine fortschreitende Ausbildung kümmern und obendrein steht er noch dem Ersten Fürsten höchstpersönlich zu Diensten, was zu einem echten Verantwortungsproblem wird, als Fürst Gaius vorübergehend… nun sagen wir mal, seine Pflichten als Herrscher nicht wahrnehmen kann.
      Tavi trifft übrigens auch Kitai wieder, seine Marat-Kumpanin wider Willen aus dem ersten Band. Und da die beiden inzwischen auch ein wenig herangewachsen sind, gibt es ein paar nette, anrührende Momente, über die ich an dieser Stelle nicht allzu viel verraten möchte. ;)




      Es gibt außerdem eine überaus spannende Parallel-Handlung in Alera, wo die Kursorin Amara (inzwischen zur Gräfin avanciert) zusammen mit ihrem Liebsten, dem ehemaligen Wehrhöfer Bernard (ebenfalls zum Grafen befördert) und dem „barbarischen“ Stammeshäuptling Doroga entdeckt, dass das Land vor einer unmittelbaren Bedrohung durch die kriegerischen Vord-Wesen steht (im Ansatz bereits bekannt aus Teil 1 – die heimtückischen „Viecher“ aus dem Wachswald-Kroatsch). Diese brutale Invasion führt schrittweise dazu, dass die Menschen von den spinnenartigen Vord entweder durch brutales Abschlachten ausgerottet oder aber aus taktischen Gründen besessen werden. Die drei Helden sind fest entschlossen, die Vord zusammen mit ihrer stetig schrumpfenden Legion aufzuhalten und zu besiegen, was zu einigen faszinierenden und spannenden Kampfszenarios führt.
      Nebenbei muss Amara ihre eigentlich beglückende Beziehung zu Bernard überdenken, weil die Pflicht ruft und die Zukunft der beiden nicht gerade ideal aussieht. Aber die Liebesgeschichte ist nur stellenweise eingeflochten und steht der voranpreschenden Handlung nicht im Wege.




      Eigene Meinung:


      Wie gesagt, mir hat dieser Teil noch besser gefallen als der erste. Das liegt vor allen Dingen an der flotten Erzählweise und den erfrischenden Dialogen. Jim Butcher versteht es meisterhaft, jede Haupt- bzw. Nebenfigur mit einprägsamen charakterlichen Eigenarten auszustatten und so manche einer nimmt kein Blatt vor den Mund, was den Lesespaß deutlich fördert. Am besten gefallen mir der Marat-Häuptling Doroga, der mit seiner eigentümlichen Sprache die Dinge überraschend treffend auf den Punkt bringt, und Tavi´s umtriebiger Freund Max.

      Ich persönlich habe bei vielen Fantasy-Büchern öfter mal Mühe mit den langwierigen Erklärungen zu den politischen Hintergründen :sleep: .
      Auch bei Butcher gibt es politische Intrigen, deren Zusammenhänge allerdings nicht allzu ausschweifend, aber einleuchtend erläutert werden, was ich sehr begrüße! Man kann der Story also leicht folgen, ohne von ausufernden Auflistungen von Namen, Häusern, Provinzen oder sonstwas Kopfschmerzen zu bekommen.
      Was mir noch sehr gut gefallen hat im zweiten Teil ist die Einführung der wölfischen Canim, einer Rasse, die über einen charismatischen Botschafter am Hofe verfügt, der Tavi einige Male ziemlich ins Schwitzen bringt. :loool:
      Außerdem finde ich die Vord als Gegner sehr interessant gestaltet. Es lässt sich prima darüber rätseln, wo diese Kriegerrasse eigentlich ursprünglich hergekommen ist, was sie planen, wie sie organisiert sind usw. Dass sie aussehen wie Spinnen und über hohe Intelligenz verfügen, macht sie schön unheimlich.



      Ich kann´s kaum erwarten, den dritten Teil der Reihe („Die Verschwörer von Kalare“) in Händen zu halten (ist seit August 2010 erhältlich) und meine, dass durch die Lesespaß-Steigerung mit viel Action und tollen Charakteren diesmal fünf Sterne fällig sind: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :cheers:
      Am Lesen: John Boyne - The Thief of Time + William Nicholson - Noman


    • So nun habe ich diesen Teil auch gelesen.
      Fazit: Ich bin begeistert. Dieser Band ist noch besser als der Erste. :thumleft:
      Absolut empfehlenswert !

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

      @ novelista: Ich sehe, du liest schon Teil 3. Da bin ich schon auf deine Meinung gespannt :D Ich habe das Buch schon bestellt, es sollte spätestens Freitag ankommen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von pesel ()

    • Zum Inhalt

      Zwei Jahre sind vergangen seit der Schlacht im Calderon Tal und die Helden dieser Geschichte sind getrennte Wege gegangen, die das Schicksal allerdings wieder auf die gleiche Spur führen wird.

      Der Marat Doroga und seine Tochter Kitai entdecken Spuren eines bösartigen Wesens, das auf der Fährte von Tavi in Richtung Alera unterwegs ist. Die Marat kennen dieses Wesen, es hätte beinahe ihre ganze Rasse ausgelöscht, denn es zerstört alles, was sich ihm in den Weg stellt. Dieses Wesen, Vord genannt, ist so gefährlich, dass die Zukunft ganz Alera auf dem Spiel steht.
      Auch Amara und Bernard müssen sich zu einem Kampf rüsten, denn die Vord treten immer zu dritt in Erscheinung – und eines davon ist dabei, ganz in ihrer Nähe ein Nest zu bauen.

      Tavi hat sich mittlerweile gut in der Akademie von Alera eingelebt. Er ist größer und reifer geworden und hat sich sehr gut weiterentwickelt. Er steht noch immer in der Gunst des Ersten Fürsten Gaius Sextus, aber seine mangelnde Fähigkeit zur Elementarmagie ruft einige missgünstige Mitschüler auf den Plan, die ihn beleidigen und schikanieren und sich auf seine Kosten amüsieren. Aber Tavi hat auch gute Freunde gefunden, die ihm treu zur Seite stehen.

      Doch das wird Tavis geringstes Problem, denn die Intrigen der Fürsten werden fleißig weitergesponnen, um den Gaius Sextus vom Thron zu stürzen. Natürlich ist Fidelias wieder mit von der Partie und was die Fürstin von Aquitania und der Botschafter Varg von den Canim aushecken, wird weitreichendere Folgen haben, als sie alle ahnen.

      Meine Meinung

      Ich war sofort wieder in der Geschichte drin und hatte gleich einen guten Überblick über die Charaktere und wie sie sich seit der Schlacht im Calderon Tal weiterentwickelt haben. Trotz der vielen Figuren schafft es der Autor, dass man einen gutes Verständnis behält und immer tiefer in die Intrigen und Machtspielchen der Fürsten hineingezogen wird. Auch die neue Bedrohung durch die Vord ist ein maßgeblicher Aspekt, der zu einer gewaltigen Schlacht an zwei Fronten führen wird.

      Geschickt werden die Ereignisse miteinander verwoben und der spezielle, flüssige Schreibstil hat mich geradezu durch die Seiten fliegen lassen. Zwischendrin wurde das Tempo ein paarmal etwas gebremst und erklärend auf die Einzelheiten eingegangen, was den Lesefluss aber nicht gestört hat. Um die vielen Verwicklungen zu verstehen muss man auf jeden Fall sorgfältig lesen, da man sonst eventuell die Zusammenhänge nicht erkennt. Ohne den ersten Band zu kennen, ist man hiermit wahrscheinlich überfordert.
      Einige Hintergründe blieben allerdings noch im Dunkeln, doch ich gehe davon aus, dass sie sich in den Folgebänden klären werden.

      Ein Highlight hier waren auf jeden Fall die Charaktere, die jeder für sich gut ausgearbeitet sind. Jeder von ihnen, egal auf welcher Seite er steht, hatte ein glaubwürdiges Ziel, das er verfolgt und nachvollziehbar im Interesse seiner Überzeugung gehandelt hat – es gab auch einige Überraschungen und unerwartete Hilfe.

      Vor allem Tavi ist mittlerweile reifer geworden. Die Ausbildung an der Akademie hat ihm gut getan und auch wenn es ihm immer noch verwehrt ist, Magie zu wirken, hat er gelernt, mit seinen anderen Kräften hervorzustechen. Aber auch Amara und Bernard, Isanna und Kitai entwickelten sich weiter und haben maßgeblichen Einfluss auf den Fortschritt der Handlung.
      Das Volk der Marat ist mir besonders ans Herz gewachsen und ich hoffe, dass sie auch weiterhin eine Rolle spielen werden. Ihre Überzeugungen und ihr Glaube sind sehr bezeichnend und gerade Kitai in ihrer neuen Rolle wird interessant werden. Vor allem von Doroga erfährt man einiges, das die Überzeugungen der Marat verdeutlicht.

      Auch im zweiten Band ist das Thema konsequent umgesetzt, das seine Aussage im ersten Satz des Buches erläutert – jede noch so kleine Handlung hat weitreichende Folgen, die jede Figur für sich selbst entscheiden muss, ohne die Folgen für die Zukunft überschauen zu können.

      Fazit

      Ein würdiger Nachfolger zu Band 1, der nicht ganz mit dem Highlight mithalten konnte, aber mich trotz allem mit seinen individuellen Charakteren, der originellen Welt und ihren Elementaren und den vielen Verwicklungen völlig in den Bann ziehen konnte. Für alle High Fantasy Fans, die nicht vor einer komplexen Handlung und ausdauerndem Schlachtgetümmel zurückschrecken.

      © Aleshanee
      Weltenwanderer

      Codex Alera

      1 Die Elementare von Calderon
      2 Im Schatten des Fürsten
      3 Die Verschwörer von Kalare
      4 Der Protektor von Calderon
      5 Die Befreier von Canea
      6 Der erste Fürst

      :study: "Paper Princess" von Erin Watt
      Mein Bücherblog: Weltenwanderer
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