Veit M. Etzold - Das große Tier


    Affiliate-Link

    Das große Tier

    von

    3.5|4)

    Verlag: KiWi-Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 496


    ISBN: 9783462042146


    Termin: Februar 2010

    • Veit M. Etzold - Das große Tier

      Neujahr in Berlin: Mord an einem Topmanager; seine schöne unbekannte Begleiterin der Nacht verschwindet. Hat sie etwas damit zu tun?

      Neujahr in Sankt Moritz: Ständige Anrufe und ein außergewöhnliches Jobangebot durch einen Unbekannten.

      Zurück nach Berlin: Weitere Morde geschehen. Die Leichen werden in eigenartiger Position durch die Mörder arrangiert. Was hat das Ganze zu bedeuten?

      Die Ermittler versuchen mit Hilfe eines Kunstgeschichte-Doktoranden das Rätsel zu lösen.

      Aber: Sobald sie eine Lösung gefunden haben, stehen sie vor neuen Rätseln. Kann eine Reise nach London ihnen weiterhelfen? Doch auch dort: neue Morde, neue "Installation" der Leichen, weitere Rätsel.

      Sind sie etwas ganz Großem auf der Spur? Wer steckt hinter der ganze Sache? Was soll damit bezweckt werden? Wem kann man trauen?

      Fazit: Das Buch fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Die Spannung steigt von Kapitel zu Kapitel; der Leser ist versucht, selbst "mit zu ermitteln", die eigenen Gedanken zu den Rätsel dem Ermittlerteam mitzuteilen. Die vielen Fachbegriffe und Zusammenhänge aus der Finanzwelt werden gut erklärt und auch die Erläuterungen zu den geschichtlichen Hintergründen werden nicht langweilig. Am Schluss fragt man sich: Ist das alles nur Fiktion oder stecken wir schon mittendrin in den Ereignissen?!
    • Brigitte schrieb:

      @Calo-Black

      Ich habe deinen Beitrag editiert und die ISBN im Startbeitrag nachgetragen... :idea: :wink:

      Danke, das hab ich doch glatt vergessen :uups:

      die_milchtuete schrieb:

      Willst du vielleicht noch Sterne verteilen? :)

      Und wie war der Schreibstil, sehr detailliert?

      Würde schon gern Sterne verteilen, aber das bleibt mir bisher noch verwährt :(
      Mir hat der Schreibstil gut gefallen; Erläuterungen zu Themen, z. B. aus dem Bereich Börse waren so geschrieben, dass sie auch von jedem verstanden werden können, der nichts mit dem Bankwesen zu tun hat oder BWL studiert hat.
    • Habe das Buch 2 mal bekommen und versuche gerade eines loszuwerden, hat jemand Interesse?
      Bin schon ganz gespannt wie mir das Buch gefallen wird :)
      "Ein Buch das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muß es besitzen." (Friedrich Nietzsche)

      :study: "Wie ein einziger Tag" - Nicholas Sparks

      2010 gelesen: 18
      2010 Seiten gelesen: 6977 S.
    • Vielversprechend, so beginnt Veit M. Etzolds „Das große Tier“. Der Roman ist seit Ende Februar im Buchhandel erhältlich.

      Die Geschichte startet in einer Silvesternacht. Gleich aus mehreren
      Perspektiven kann der Leser den Jahreswechsel miterleben. Stuart Hill,
      Chef eines großen Unternehmens, wird ermordet. Vincent, ein Doktorant
      der Kunstgeschichte, feiert mit Freunden in Berlin und Sarah Jakobs,
      Hauptkommissarin des LKA, steigt in ein Taxi. Ihr Zeil ist das Adlon
      Hotel, wo sie eine Leiche erwartet.

      Ein Mord, begangen von einer mysteriösen Unbekannten, eine
      ehrgeizige Ermittlerin und das alles vor dem Hintergrund weltweiter
      Finanzgeschäfte: der Roman besitzt alle Zutaten, die ein spannender
      Wirtschaftsthriller benötigt.

      Dazu gibt der Autor noch eine Prise „ungewöhnliche Erzählstruktur“.
      Er beschränkt sich nicht auf den einen Blickwinkel eines Ich-Erzählers.
      Nein, gleich zu Beginn offenbart er mehrere Handlungsebenen, die im
      Laufe der Zeit miteinander verknüpft werden. Gegliedert wird der Ablauf
      chronologisch. Die Überschriften der einzelnen Kapitel verraten dem
      Leser an welchem Ort, Tag und zu welcher Uhrzeit er sich gerade im
      Geschehen befindet. Und fertig ist ein sorgfältig geschnürtes Paket,
      dass eine ordentliche Portion Spannung verspricht.

      Aber Vorsicht! Wer er einen simplen Wirtschaftsthriller erwartet,
      könnte enttäuscht werden. Denn der Autor versucht in seinem Roman weit
      mehr.

      Im Laufe des Romans flechtet er weitere Handlungsstränge in das
      Geschehen ein. Das macht die Geschichte nicht nur komplexer, sondern
      leider auch unübersichtlicher. Neue Charaktere tauchen fast wie aus dem
      Nichts auf und müssen ihren Platz im Geschehen erst zugewiesen
      bekommen. So ist der Leser nicht selten im Anfang eines Kapitels
      verwirrt, weiß nicht recht um wen es sich gerade handelt.

      Die oft schwer verständlichen Abläufe des Wirtschaftssystems
      versucht Veit im Etzold immer wieder zu erläutern und zu klären.
      Dennoch ist es gerade an diesen Stellen oft nicht einfach der Handlung
      folgen zu können. Immer wieder neue Wendungen fordern höchste
      Konzentration von dem Leser. Eine Aufgabe, die mit spannenden
      Entwicklungen belohnt wird

      Und schließlich bleibt es nicht bei einem einfachen
      Wirtschaftsthriller. Religiöse und mythische Elemente erinnern an
      Romane von Dan Brown. Denn hier gilt es nicht nur einem Mord auf die
      Schliche zu kommen, sondern einen viel größeren Plan. Welche Rolle die
      moderne Technik und zahlreiche Überwachungsmöglichkeiten dabei spielen,
      wird sich im Laufe der Geschichte zeigen.

      Der Autor sprengt die Grenzen des Genres und schaut über dessen
      Tellerrand hinaus. Leider verliert sich dabei die Handlung immer wieder
      in der Vielzahl der unterschiedlichen Ansätze. Erst mit der Zeit
      verschmelzen sie miteinander und bilden eine abgerundete Geschichte.
      Globale Vernetzung, Geheimorganisationen und auch die Liebe, all diese
      Thematiken greift Veit M. Etzold im Verlauf seines Romans auf.

      Doch hat er sich damit vielleicht ein zu großes Ziel gesetzt? Ist
      manchmal weniger nicht auch mehr? Der Eindruck mag bei dem Leser
      entstehen. Zwischenzeitlich wirken die Zusammenhänge sehr konstruiert.
      Denn was hat Dante mit einem Wirtschaftsmord zu tun? Und muss wirklich
      jede Zahl eine geheime Botschaft verbergen? Und schließlich kann das
      Ende doch mit so einigen Zweifeln versöhnen.

      Ein Leseerlebnis, dass den Leser zum Mitdenken auffordert. Wer sich
      jedoch darauf einlässt, wird mit einer spannenden und
      abwechslungsreichen Geschichte belohnt.
    • Nach gut einer Woche wurde ich nun mit diesem Buch fertig.

      Man lernt im Buch zu Anfang, in der Silvesternacht, Sarah kennen, eine Kommissarin aus Berlin, die mit ihrer Einheit den Mord an einem Manager in seiner Hotelsuite aufklären soll. Ebenso lenrt man Vincent kennen, einen Kunststudent, der eine Affäre mit Sarah hat. Der Mord an dem Manager Stuart Hill soll jedoch nicht der einzige bleiben. Markus, der Bruder von Vincent, der in einer großen Bank arbeitet, wird ein verlockenes Angebot unterbreitet, welches er unverhofft annimmt. Damit nimmt die Tragödie ihren Lauf. Markus wird ein Rätsel gestellt, welches er innerhalb weniger Tage zu lösen hat. Im Verlauf des Rätsels wird der Vorgesetzte von Markus auf ebenfalls bestailische Weise ermordet und Markus steckt mitten drin in dem Verbrechen, so dass es ihm unmöglich erscheint, die Polizei zu verständigen. Als Sarah zusammen mit Vincent an dem Fall arbeitet, erkennen diese, dass Markus in die Sache verwickelt ist. Sie beginnen, auch mit Hilfe von Prof. Stoaks, das Rätsel zu lösen. Nachdem sie das erste Rätsel gelöst haben, entpuppt sich dieses als neues Rätsel. Letztendlich können Sarah und Vincent, auch mit Hilfe von Markus, Prof. Stoaks und natürlich der Polizei, den Fall jedoch klären, das Rätsel lösen und somit nimmt das Buch ein einigermaßen gutes Ende.

      Im Verlauf des Buches erklärt Prof. Stoaks vieles aus der Religion. Diese Kapitel sind meist eher lang, im Vergleich zu den restlichen Kapiteln und teilweise hab ich mich etwas schwer getan mit den vielen Fachausdrücken und Erklärungen. Die restlichen Kapitel sind verhältnismäßig eher kurz, manchmal je nur eine Seite, was dem Buch jedoch eine gute Spannung gibt, finde ich. Gerade, wenn man nur mal ein, zwei Seiten aus Sicht einer bestimmten Person liest, von Nemesis beispielweise oder von Wolf, dem Auftragskiller, kann man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Schade fand ich dann jedoch das Ende; das ganze Buch (immerhin mehr als 400 Seiten) beschreibt lediglich die Zeitspanne von nur sechs Tagen, nämlich vom 01.01. bis zum 06.01. Daher lässt sich schnell erkennen, dass unheimlich viel passiert in dieser Zeit und man liest sehr viel aus den Blickwinkeln der verschiedenen im Buch vertretenen Personen. Das hat mir gut gefallen. Das Ende jedoch spielt sich dann auf nur wenigen Seiten ab, alles geht plötzlich sehr schnell (etwas zu schnell finde ich). Dasist, zum Rest des Buches und der ausführlichkeit, schade.

      Alles in allem war dies ein guter und spannender Krimi. Lediglich die vielen Erklärungen und Fachausdrücke haben meine Leselust etwas gedämpft.

      Ich vergebe 3 von 5 Sterne.


    • In dem Thriller "Das große Tier" schreibt der Autor Veit M. Etzold über einen Geiheimbund "Die Kinder des Kronos", dessen Ziel es ist, die ganze Welt zu überwachen und zu beherrschen.

      Die LKA- Beamtin Sarah Jakobs wird durch brutale Morde in Berlin und London auf diesen Geheimbund aufmerksam. Sie versucht mit Hilfe von ihrem Freund Vincent, der Kunstgeschichte studiert und Richard C. Stokes, einem Professor für Kunstgeschichte aus Oxford, die Rätsel rund um diesen Geheimbund zu lösen und ihn zu stoppen. Auch die katholische Kirche hat Kenntniss von "den Kindern des Kronos" und kämpfen gegen diesen Bund.

      Das Buch beginnt sehr spannend, zieht sich dann aber ziemlich in die Länge. Die Handlung ist zum Teil sehr verwirrend und war für mich teilweise nicht so leicht zu verstehen. Auch sind einige Szenen sehr brutal und abstoßend.

      Totz allem hat es die Story geschafft, mich so neugierig zu machen, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe, da ich schon wissen wollte wie das Buch endet.

      Dieses Buch gehört nicht zu den besten Thrillern, die ich gelesen habe, aber es gibt sicherlich auch schwächere. Von mir gibt es drei von fünf Punkten.


      Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.

      aus Arabien


    Anzeige
    BuecherTreff.de in den Medien