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Erste Seite, [schönster] erster Satz...

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    • Erste Seite, [schönster] erster Satz...

      Gerade wurde der schönste erste Satz in der deutschsprachigen Literatur von einer "Prominentenjury" gewählt. Nach deren Meinung ist "Ilsebill salzte nach." aus "Der Butt" (Günter Grass) der Sieger *link*.

      Nun wollte ich mal die Frage in den Raum werfen, welches denn Euer Lieblings-Romananfang ist.
      Ich persönlich tendiere ja eigentlich zu Hermann Hesses "Narziß und Goldmund", dessen erster Satz zwar nicht so kurz und prägnant, aber dafür sehr genial ist: *Leseprobe*
      INTERVIEWER: "Wen bewundern sie eigentlich?"
      ALF POIER: "Die Fetten, die Hungernden und die Verkrüppelten, weil die Anderen habens von Haus aus leichter."
    • Oh, der ist schön und lang, ich mag Hesse :)

      Ich persönlich habe noch nie allzu sehr auf den ersten Satz geachtet. Bei dem Wettbewerb hat Kafkas Verwandlung den zweiten Platz bekommen, der gefällt mir auch gut.
      Ansonsten bin ich eher für Schlusssätze zu haben. Viele kann ich sogar auswendig. Aber ich könnt ja einmal darauf achten...
      Liebe Grüße, Anna

      :study: Reif Larsen: Die Karte meiner Träume
      :study: Miguel de Cervantes: Don Quijote ------> :jocolor:
    • Obwohl es nicht mein Lieblingsroman von ihr ist, finde ich den ersten Satz in Jane Austen's "Persuasion" einfach sehr klasse:

      Sir Walter Elliot, of Kellynch Hall, in Somersetshire, was a man who, for his own amusement, never took up any book but the Baronetage; there he found occupation for an idle hour, and consolation in a distressed one; there his faculties were roused into admiration and respect, by contemplating the limited remnant of the earliest patents; there any unwelcome sensations, arising from domestic affairs changed naturally into pity and contempt as he turned over the almost endless creations of the last century; and there, if every other leaf were powerless, he could read his own history with an interest which never failed.
    • Also, den ersten Satz von "Der Butt" hätte ich ehrlich gesagt nicht ausgewählt :D (der will mir kaum über die Lippen, meinen Augen gefällt er auch nicht und nee, schön find ich den nicht).

      Mein persönlicher Lieblingsanfangssatz ist, fast schon wieder zu berühmt, aus "Krieg und Frieden", auch wenn ich mir trotz mehrmaligem Buch lesen immer noch nicht sicher bin, ob ich das auch so sehe :)

      Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Art.


      Für mich persönlich ist der ersten Satz übrigens sehr wichtig, eines der ausschlagebenden Dingen bei meiner freiwilligen Leseauswahl - den lese ich so gut wie immer, ehe ich mich für ein Buch entscheide (egal, ob aus meinem eigenen Bücherregal für die nächste Leseentscheidung oder beim Kauf), deshalb kaufe ich auch nicht so gern online. Und wenn mich der erste Satz anspricht, lese ich den Klappentext.
      In allem habe ich Ruhe gesucht und sie nirgends gefunden außer in einer Ecke mit einem Buch.
      - Umberto Eco
    • Original von Thari
      Also, den ersten Satz von "Der Butt" hätte ich ehrlich gesagt nicht ausgewählt :D (der will mir kaum über die Lippen, meinen Augen gefällt er auch nicht und nee, schön find ich den nicht).

      Mein persönlicher Lieblingsanfangssatz ist, fast schon wieder zu berühmt, aus "Krieg und Frieden", auch wenn ich mir trotz mehrmaligem Buch lesen immer noch nicht sicher bin, ob ich das auch so sehe :)

      Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Art.




      "Ilsebill salzte nach." wird auch nie mein Lieblingssatz. Ich habe den gleichen wie Thari. Ok, der ist nicht aus der deutschsprachigen Literatur. [SIZE=7]Der ist aus "Anna Karenina". (klugscheißermodus aus) [/SIZE]
      Mein Blog

      Fliegen kannst du nur gegen den Wind.
    • Erste Seite, Erster Satz

      Ich bin immer sehr gespannt und neugierig auf den ersten Satz in einem Buch, o.k. ich bin fast auf alles neugierig in einem Buch :), aber der erster Satz interessiert mich wirklich. Schon ganz am Anfang, von den ersten Wörtern an, entsteht bei mir meist das Gefühl, ob "aus uns beiden was wird" :study: .
      Um unnötige Threads zu vermeiden, habe ich natürlich die Suchfunktion bemüht :wink: , leider, aber nur zwei ähnliche Themen gefunden. Dabei geht es einmal um ein Wettbewerb und ein anderer mal um ein schönsten Satz, und das ist nicht das wonach ich suche.
      Vielleicht interessiert es noch jemanden. Gesucht wird der erster Satz, der Anfang...
      2017: Bücher: 165/Seiten: 66 121
      2016: Bücher: 177/Seiten: 74 766
      ------------------------------
      "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"
      Dalai Lama
    • Ich fange dann mal an:

      Als ich zehn war, gehörte ich zu einer Gruppe von Kindern, die man Sonntag für Sonntag der Öffentlichkeit vorführte.
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    • Emuna schrieb:

      Um unnötige Threads zu vermeiden, habe ich natürlich die Suchfunktion bemüht , leider, aber nur zwei ähnliche Themen gefunden. Dabei geht es einmal um ein Wettbewerb und ein anderer mal um ein schönsten Satz, und das ist nicht das wonach ich suche


      @Emuna

      Ich habe den Threadtitel eines bereits bestehenden Themas etwas abgeändert bzw. erweitert, so passt auch deine Frage dazu und wir vermeiden so zuviele ähnlich lautende Threads... :idea:

      Gruss Brigitte :wink:
    • Brigitte schrieb:

      Emuna schrieb:

      @Emuna
      Ich habe den Threadtitel eines bereits bestehenden Themas etwas abgeändert bzw. erweitert, so passt auch deine Frage dazu und wir vermeiden so zuviele ähnlich lautende Threads... :idea:
      Gruss Brigitte :wink:

      Hallo Brigitte.
      Danke, es was eine gute Idee die Threads zusammen zu fügen, vielleicht komme ich doch noch an die Erste Sätze von Büchern, und nicht an die schönsten :winken:
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    • Den ersten Satz von Martin Suters "Small world" (ein Buch, in dem es um einen Alzheimerpatienten geht) fand ich großartig:

      „Als Konrad Lang zurückkam, stand alles in Flammen, außer dem Holz im Kamin.“
      Ein Leser hats gut: er kann sich seine Schriftsteller aussuchen.
      (Kurt Tucholsky)
      ____________________________________
      meinebuecherwelt.wordpress.com/
    • "Nennt mich Ismael" :rambo: woher das stammt brauch ich denk ich nicht zu sagen .
      Eins meiner absoluten lieblings Bücher
      "Um Geld zu verdienen brauchen wir keine
      grandiose, makellose Literatur. Was wir brauchen ist Mittelmaß,
      Massenware. Was zählt, ist das verkaufte Papier. Und nicht die Worte,
      die drauf stehen"
      Walter Moers - Die Stadt der träumenden Bücher
      :love:
    • Das ist einer meiner Lieblings-erst-Sätze:
      "The summer I was sixteen, the Traveling Vampire Show came to town."

      In der deutschen Übersetzung klingt es furchtbar, wer das übersetzt hat, sollte erschossen werden :thumbdown:

      "Ach, nicht der Rede wert", antwortete der Kartentisch und paddelte durch die Dünung davon.

      Clive Barker: "Abarat"


    • Hermia schrieb:

      "Nennt mich Ismael" :rambo: woher das stammt brauch ich denk ich nicht zu sagen .
      Eins meiner absoluten lieblings Bücher
      Moby Dick glaube ich

      Sehr schöner Thread, leider achte ich da gar nicht so bewusst drauf beim Lesen bzw könnte aus dem Gedächtnis nicht einen einzigen ersten Satz benennen.
      Mit einer Ausnahme: Sämtliche Bücher von Hera Lind beginnen mit dem Wort "Nebenan..." Ich fand das schon immer grandios, weil man somit gliech mittendrin in der Handlung steht (wobei die Qualität der Bücher leider stark schwankend ist)
    • Hab gerade mir den Link im ersten Beitrag angeschaut, mit den nominierten Sätzen. Kürthy ist eine meiner Lieblingsautorinnen und "Entweder mache ich mir Sorgen oder etwas zu essen" find ich dann doch schon sehr schön und geeigneter als Ilsebell salzte nach.
      Sub: 70 (aktiv 46, inaktiv 24)
      2010/2011 gelesen: 74/33
      Seiten: 25547/11556
    • Die Brenner-Romane von Wolf Haas beginnen ab Band 2 alle mit: "Jetzt ist schon wieder was passiert." Das ist inzwischen Kult. Aber auch der erste (Ab)satz des ersten Bandes ("Die Auferstehung der Toten") lässt sich gut lesen:
      "Von Amerika aus betrachtet, ist Zell ein winziger Punkt. Irgendwo mitten in Europa. Aber vom Pinzgau aus gesehen, ist Zell die Hauptstadt des Pinzgaus."

      Und einer meiner Lieblinge unter den ersten Sätzen gehört zu "Herrn Lehmann":
      "Der Nachthimmel, der ganz frei von Wolken war, wies in der Ferne, über Ostberlin, schon einen hellen Schimmer auf, als Frank Lehmann, den sie neuerdings nur noch Herr Lehmann nannten, weil sich herumgesprochen hatte, dass er bald dreißig Jahre alt werden würde, quer über den Lausitzer Platz nach Hause ging."
      Ein Leser hats gut: er kann sich seine Schriftsteller aussuchen.
      (Kurt Tucholsky)
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