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David Benioff - Stadt der Diebe/City of Thieves

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    • Gehöre ich tatsächlich zu den wenigen Lesern, die dieses Buch alles anderes als toll bezeichnen.
      Es ist sofort erkennbar, dass die bizarre Geschichte der Feder eines fantasievollen Drehbuchautors entsprungen ist. Dies sicher hinsichtlich eines Filmes, der bei einem breiten Publikum Aufmerksamkeit erregen sollte.
      Hätte der Autor neben dem Werk von H. Salisbury „The 900 Day“ weitere Literatur für seine Recherchen hinzugezogen, hätte er eine viel differenzierte Darstellung liefern müssen, die sich jedoch nicht mit dem angestrebten Erfolg hätte vereinbaren lassen. Einige Fakten und Ereignisse hat der Autor sehr willkürlich im Roman untergebracht, dies alles der Spannung wegen.
      Die menschlichen Tragödien, die sich in Leningrad und Umgebung tatsächlich abgespielt haben überspielt er, indem er den beiden Protagonisten belangloses Geplänkel über Frauen und Sex in den Mund legt.
      Kritiker mögen dem entgegenhalten, dass man dieses Buch unter dem Aspekt (Klappentext) "…ein fesselndes Abenteuer „ lesen sollte, indem die tatsächlichen Ereignisse ausser acht gelassen werden und nichts hinterfragt wird. Leider ist mir das nicht gelungen.
      Das Bewußtsein, vor dem Schlafengehen gute Lektüre zu haben, ist eines der angenehmsten Gefühle, die ich kenne.
      peter e. schumacher (1941 - 2013), Aphorismensammler und Publizist
    • Das Buch habe ich innerhalb 2 Tagen verschlungen.
      Im Vordergrund steht die sich entwickelnde Geschichte von Lew und Kolja.
      Es gibt ein paar sehr schwer verdauliche Stellen,
      Spoiler anzeigen
      gerade der Kannibalismus in Leningrad hat mich veranlasst, zu googeln. Es war so schwer vorstellbar

      Auch sprachlich gelungen. :thumright:
      Ich schließe mich da den meisten Vorgängern an.

      :winken:
      Jeder trägt die Vergangenheit in sich eingeschlossen wie die Seiten eines Buches, das er auswendig kennt und von dem seine Freunde nur den Titel lesen können. (Virginia Woolf)

      :montag: Sasha Marianna Salzmann - Außer sich








    • Hallo Conor,
      ja in dem Buch gibt es einige sehr brisante Stellen, die zwar nur angeschnitten werden, aber man darf dabei nicht vergessen welchen Anspruch das Buch bedient. Es ist keine Geschichtsverarbeitung, sondern an erster Stelle Unterhaltung, angeregt dadurch kann man ja googeln oder sich sachlich fundierteres Material besorgen wie du es ja auch getan hast. :)

      Liebe Grüsse
      Wirbelwind

      :study: John Burdett, Der Jadereiter
      :study: Naomi J. Williams, Die letzten Entdecker








      Bücher sind die Hüllen der Weisheit, bestickt mit den Perlen des Wortes.
    • Ralf schrieb:

      Außerdem haben die beiden Protagonisten auch noch in einem Bordell Sex, in dem sich eigentlich nur deutsche Offiziere aufhalten.

      DAS stimmt nicht.

      Andere Ungereimtheiten stören mich mehr: 50 km durch Eis und Schnee (und nochmal 50 km zurück), nur mit alten Klamotten bekleidet, seit Tagen nichts mehr gegessen, aber topfit. Der Schnee muss meterdick gewesen sein, aber die Fußspuren werden über Nacht durch leichtes Schneegestöber bedeckt. Unzählige Abenteuer bestehen die beiden auf ihrer Eiersuche, aber der Rückweg erscheint vergleichsweise simpel und nicht anstrengend, sieht man von der einen Schießerei ab.
      Irgendwann in der Mitte des Buches war die Dramaturgie klar:
      Spoiler anzeigen
      Kolja muss sterben, der Oberst braucht die Eier nicht. Welch tragische, aber vorhersehbare Sinnlosigkeit.

      Ich habe mit Spannung gelesen, auf jeden Fall, aber auch mit leichtem Ärger. "Nur" unterhalten zu werden bei diesem Thema ist mir zuwenig.

      Wer noch weitere Romane über die Einkesselung von Leningrad und die 900 Tage der Belagerung lesen will, dem empfehle ich Helen Dunmore, Die 1000 Tage der Anna Michailowna. (@ Conor, das wäre dann das weibliche Gegenstück zum hier vorgestellten "Männerbuch".)

      Marie
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)
    • Auch ich habe nun dieses Buch gelesen! Möglicherweise gibt es darin die eine oder andere Ungereimtheit, ja kann sein, gestört hat es mich jedenfalls nicht, denn geschichtlich fundierte Sachbücher über die beschriebene Zeit habe ich schon zu genüge gelesen und somit blieb für mich alleine ein unbeschreibliches Lesevergnügen übrig und ich kann daher jedem mit gutem Gewissen dieses Buch als kurzweiligen Lesestoff empfehlen!
    • Ich habe mit Begeisterung das Buch gelesen und war von der Geschichte wirklich vollkommen gefesselt. Angeblich ist es ja eine wahre Geschichte, aber ob nun wahr oder nicht, es ist ein interessanter Roman.

      Auch mir war schnell klar, wie das Buch wohl ausgehen wird, trotzdem war mein Lesevergnügen nicht getrübt. Kolja ist ein unglaublich faszinierender Charakter, voller Lebensfreude und das in dieser schweren, harten Kriegszeit. Die Details über das Leben im zerstörten und ausgehungerten Leningrad fand ich äußerst schlimm.

      serjena schrieb:

      Es ist sofort erkennbar, dass die bizarre Geschichte der Feder eines fantasievollen Drehbuchautors entsprungen ist. Dies sicher hinsichtlich eines Filmes, der bei einem breiten Publikum Aufmerksamkeit erregen sollte.
      Dem kann ich mich nicht anschließen, denn dafür war mir die Geschichte teilweise zu poetisch. Ein Drehbuchautor würde sich nicht der ausführlichen Sprache bedienen. zB eine Szene aus dem Bauernhaus mit den russischen Prostituierten: "Sie blickte unverwandt in die Glasaugen des Steinbocks, fasziniert von dem ermordeten Tier - sann über die Jagd nach, jedenfalls stellte ich mir das vor, über den Schuss des Jägers, ob er gut gezielt hatte oder ob das verwundete Tier noch meilenweit lief, ohne zu begreifen, dass sich der Tod bereits in seinen Muskeln und Knochen eingenistet hatte, eine herabstürzende Kugel, vor der es kein Entrinnen gab" Das ist für mich kein Satz aus einem schnellen Ruck-Zuck-Buch.

      Das schnelle Ende fand ich schade, auch wenn man sich den Ausgang schon vorstellen konnte. Ich fühlte mich jedenfalls sehr gut aufgehoben beim Lesen und vergebe ehrliche :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Die Ehe ist wie eine belagerte Burg:
      Die, die draußen sind wollen hinein. Und die, die drinnen sind wollen hinaus.
      (unbekannt)
    • Talent hat dieser Autor sicher, allenfalls kann man hinter gewissen Zeilen etwas Poetisches erkennen, dies habe ich ihm auch nicht abgesprochen. Allerdings was mich besonders ärgerte die willkürlich eingestreuten Fakten welche er grosszügig von den beiden am Schluss erwähnten Büchern übernommen hat und den Leser glauben lassen dass sie sich während dieser Zeit vor Leningrad abgespielt haben.

      Nehmen wir zwei Beispiele. Das wären die Mädchen im Walde „Die Prostituierten“, diese Geschichte erzählt Curzio Malaparte in seinem Roman „Kaputt“ erstmals 1944 erschienen, unter dem Titel „Die Mädchen von Soroca in Bessarabien am Dnjestr“.

      Die erwähnten „Hunde“ Panzerhunde- erzählt Malaparte unter dem Titel „Die roten Hunde“ und zwar aus der Nähe Kiew.

      Ich bin mir bewusst das Lesen eine subjektive Angelegenheit ist und was den einen stört mag für den anderen belanglos sein.

      serjena schrieb:

      Einige Fakten und Ereignisse hat der Autor sehr willkürlich im Roman untergebracht, dies alles der Spannung wegen.
      Meine Meinung bleibt bestehen, und ich kann beim besten Willen diesem Werk nichts positives abgewinnen.
      Das Bewußtsein, vor dem Schlafengehen gute Lektüre zu haben, ist eines der angenehmsten Gefühle, die ich kenne.
      peter e. schumacher (1941 - 2013), Aphorismensammler und Publizist
    • David Benioff - Stadt der Diebe

      Inhaltsangabe bei amazon herauskopiert:

      Mit Stadt der Diebe gelang David Benioff ein modernes erzählerisches
      Meisterwerk, das Kritiker wie Leserschaft gleichermaßen in seinen Bann
      zog. Es ist ein fesselnder Abenteuerroman und zugleich die Geschichte
      einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei jungen Männern, die eine
      schier unlösbare Aufgabe zu erfüllen haben: Im belagerten,
      ausgehungerten Leningrad sollen sie ein Dutzend Eier auftreiben.


      Pressestimmen bei amazon herauskopiert:

      »Ein unwiderstehliches Buch von einem außergewöhnlichen Geschichtenerzähler.« (Khaled Hosseini )

      "Der Amerikaner David Benioff hat einen wunderbaren, packenden Roman über
      die Kraft der Freundschaft geschrieben. Eine Abenteuergeschichte für
      Erwachsene: komisch, traurig - und vor allem von der ersten bis zur
      letzten Zeile spannend und unterhaltsam. ... Kann man bereits im Januar
      von einem der schönsten Bücher des Jahres sprechen? Man kann. Das hier
      ist nämlich schwer zu toppen." (Stern )

      "Dieser Mann sieht nicht nur aus wie ein Hollywood-Star, er ist einer. ... Und wenn Sie
      jetzt noch diesen Roman lesen, werden Sie den Namen Benioff ohnehin
      nicht mehr vergessen. ... Dass ein Drehbuchautor dieser Klasse eine gute
      Story erzählen kann, hatte ich erwartet. Dass er es mit so viel
      Zärtlichkeit tut, hat mich überzeugt." (Brigitte )




      Meine Meinung:

      Ein Buch das mich wirklich fasziniert hat.
      David Benioff erzählt die Geschichte von Lew und Kolja, die das Schicksal zusammengeführt hat und die eine wahre Odysee erleben auf der Suche nach einem Dutzend Eiern.
      Es ist aber auch eine Geschichte über die Idiotie und Sinnlosigkeit des Krieges, über Menschenverachtung, Brutalität, Diktatur und Tod.
      Das Buch setzte mich einem Wechselbad der Gefühle aus, flüssig und leicht erzählt, oft mit verschmitztem, augenzwinkerndem Humor garniert führt der Autor uns durch die Geschichte, aber Vorsicht, urplötzlich wird man dann mit der ganzen grauenvollen Wirklichkeit des Krieges in und um die belagerte Stadt konfrontiert.
      "Zarten Gemütern" würde ich das Buch aus diesem Grunde nicht empfehlen wollen.

      Alle anderen dürften aber ihre Freude an "Stadt der Diebe" haben.
      Mich hat Benioff mit diesem Werk in jedem Fall begeistert und ich habe mir gleich ein weiteres Buch von ihm bestellt.
      Von mir gibt es glatte
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: für "Stadt der Diebe".
      :study: Hansjörg Martin - Wotan weint und weiß von nichts :study:
    • serjena schrieb:

      Nehmen wir zwei Beispiele. Das wären die Mädchen im Walde „Die Prostituierten“, diese Geschichte erzählt Curzio Malaparte in seinem Roman „Kaputt“ erstmals 1944 erschienen, unter dem Titel „Die Mädchen von Soroca in Bessarabien am Dnjestr“.

      Also bitte, das ist doch allgemein bekannt das es seit der Antike in jedem Krieg zu Vergewaltigungen und Zwangsprostitution kam.
      Für die höheren Ränge (es waren ja auch hier keine einfachen "Landser" die in diesem Bordell verkehrten) gab es dann die sogenannten "Offiziers-Puffs".
      Hier dem Autor vorzuwerfen er hätte bei einem anderen abgekupfert oder die Idee geklaut halte ich für deutlich überzogen.
      :study: Hansjörg Martin - Wotan weint und weiß von nichts :study:
    • Ralf schrieb:

      dass Hitler die Stadt Leningrad als "Stadt der Diebe" bezeichnet haben soll. Wenn das stimmt, dann ist dieser Titel ja nachträglich noch einmal eine Beleidigung derer, die dort lebten.
      Sehe ich überhaupt nicht so.

      Ralf schrieb:

      und selbst die Aufgabe die Eier für die Hochzeitstorte zu besorgen, völliger Schwachsinn sei. Denn die Leute, die diesen Auftrag gaben, saßen doch an den Quellen und hatten jederzeit Zugriff auf alles, was noch zu haben war.
      Spoiler anzeigen
      das trifft wohl zu, war ja letztendlich auch so im Buch als sich am Ende herausstellte das dieses Dutzend Eier um das es geht das vierte Dutzend ist das in die hochzeitliche Speisekammer wandert

      Trotzdem, die Eier die Lew und Kolja besorgten stammten aus den Beständen der SS, kaum anzunehmen das der NKDW auf diese Zugriff hatte.
      Insofern waren die Eier dann doch ein unvorhersehbarer Zugewinn für den russischen Oberst



      Ralf schrieb:

      denn anscheinend verflüchtigen sich die Eierdiebe, obwohl sie auf dem Schnee deutliche Spuren hinterlassen müssen.
      Spoiler anzeigen
      nach der Flucht aus dem "Bordell" wurde ja auch eine nächtliche Verfolgungsjagd von den Deutschen gestarten in deren Verlauf Dörfer niedergebrannt wurden. Danach, am nächsten Mittag als es hell war wurde dann das Versteck der Partisanen gestürmt.
      Es ist stark davon auszugehen das die Suche sich nach Tagesanbruch auf die Spuren im Schnee konzentriert hat, dies wurde aber nicht ausdrücklich im Buch erwähnt.

      Bei Flucht Nr.2 flüchteten Lew, Kolja und Vika zusammen bis sie den rettenden Wald erreichten in dem sie sich dann Leningrad näherten.
      Die Wälder um Leningrad wimmelten zu der Zeit vor Partisanen, die Deutschen Verfolger hätten mit Hinterhalt rechnen müsen, schon möglich das die Suche der Deutschen nach den drei "Partisanen" am Waldrand abgebrochen wurde ...


      Ralf schrieb:

      Alles in allem kann es natürlich doch sein, dass die Geschichte unter'm Strich gut ist. Aber denn doch wohl nur für die Sparte Fantasy.
      Nach Auffassung führender Polizisten & Kriminologen sind mindestens 97% der Krimi-Literatur eher "Fantasy & Science Fiction" ;o)...
      Das kann man sehen wie man will.

      Ralf schrieb:

      Außerdem haben die beiden Protagonisten auch noch in einem Bordell Sex, in dem sich eigentlich nur deutsche Offiziere aufhalten. Dabei ist der eine der beiden Protagonisten Jude
      Spoiler anzeigen
      Die beiden Protagonisten haben definitiv keinen Sex in diesem Bordell.


      Deutschen Offizieren war dieses Haus wohl vorbehalten, rund um die Uhr werden diese wohl dort eher nicht verkehrt haben oder ?

      Das einer der beiden Juden war spielt keine besondere Rolle, sie hielten sich dort ja ohne Wissen der Nazis auf.
      Hätte die Nazis die beiden in diesem Haus erwischt, wären wohl alle beide kurzer Hand erschossen worden.
      :study: Hansjörg Martin - Wotan weint und weiß von nichts :study:

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Leserausch ()

    • Wer je in St. Petersburg gewesen ist und die Schauplätze des Buches besucht hat wie etwa den Piskarjovskoe-Friedhof mit seinen Massengräbern aus der Zeit der Blockade, der würde nie im Leben auf die Idee verfallen, das Buch in die Fantasy-Ecke zu stellen - ich habe selten in so kurzer Zeit so viel geweint und gelacht, war angewidert und fasziniert gleichzeitig wie bei dieser Lektüre! Selbst wenn die konkrete Handlung reine Fiktion ist, so hat Benioff doch Umstände geschildert, die sich so oder ganz ähnlich abgespielt haben!

      Ralf schrieb:

      Alles in allem kann es natürlich doch sein, dass die Geschichte unter'm Strich gut ist. Aber denn doch wohl nur für die Sparte Fantasy.
    • Mich hat "Stadt der Diebe" gepackt und mitgenommen. Ich stimme dem zu, der sagt, dass das Buch nichts für zarte Gemüter ist. Und dass es das nicht ist, ist gut so. Es hat mich nachdenklich und aufgewühlt zurück gelassen und ist für mich aus diesem Grund "mehr" als reine Unterhaltungsliteratur. Es beeinhaltet mehr als eine Szene, die ich nicht mehr aus dem Kopf bekommen habe und die auch jetzt noch in mir nachwirkt, und vor allem hat es mir Russland näher gebracht, und dafür bin ich dankbar. Was dieser Roman auch geleistet hat: Er hat die Lebensumstände der Menschen während des Zweiten Weltkrieges für mich greifbar gemacht. Darüber hinaus hat mich der Roman auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt. Lew und Kolja sind einprägsame Figuren, die Darstellung der Geschehnisse sehr "szenisch", als hätte der Autor einen fertigen Film im Kopf gehabt. Hier spürt man den Autor hinter seinem Werk, nämlich, dass er Drehbuchschreiber ist.
      Ich lese gerade:
      "Serva III: Drachenfall" von Arik Steen (pausiert)
      "Wege des Herzens" von Maeve Binchy
    • Ein absolutes Lesevergnügen. Ich habe gerade die letzte Seite zugeklappt und bin jetzt traurig, dass das Buch zu Ende ist.
      Spoiler anzeigen
      und auch weil es kein Ende nach meinem Geschmack hatte, also ich hätte mir schon "Happy End" gewünscht, auch wenn es eher unrealistisch ist

      Das Buch könnte ein paar Seiten mehr haben...
      Ich gehöre eindeutig zu denen, die das Buch hoch loben. Und das der Autor talentiert ist, steht für mich außer Frage.
      Die Geschichte von zwei jungen Männern, dessen Lebenswege sich zufälligerweise während der Belagerungszeit des Leningrads kreuzen. Eine abenteuerliche, bewegende und traurige Geschichte zugleich, lebhaft erzählt mit einem feinem Humor, der sich auch angesichts der schrecklichen geschichtlichen Situation nicht fehl am Platz anfühlte.
      Die Protagonisten waren mir, wie selten, sehr sympathisch. Interessante lebendige Charaktere - trotz all den schrecklichen Entbehrungen, die sie erleben mussten, trotz all den furchtbaren Situationen, die sie erlebten, trotz all des Schreckens des Krieges - voller Lebenskraft. Was mir besonders imponiert hat, war die Tatsache, das die Charaktere nicht "nur positiv" dargestellt worden sind, sonder jeder hatte auch seine negative Seiten, die sie sehr, wie soll ich das sagen, "menschlich, real" machten.
      Ich habe das Buch nicht als historisches Bericht angesehen, sondern als Unterhaltungsliteratur gelesen, also haben mich auch manche Ungereimtheiten, die in dem Buch vorkommen, überhaupt nicht gestört. Dafür fand ich den Roman zu gut.
      Mich hat das Buch gefesselt, war genau das Richtige, so wie ich es gerne habe: spannend, lebendig, unterhaltsam und interessant. Den Namen des Autor merke ich mir auf jeden Fall vor. Von mir :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      2017: Bücher: 141/Seiten: 56 832
      2016: Bücher: 177/Seiten: 74 766
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      "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"
      Dalai Lama
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