Welche Filme habt ihr zuletzt gesehen?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Beim Sterben ist jeder der Erste (OT: Deliverance)
      US-amerikanischer Backwood-Thriller von 1972, Regie: John Boorman
      Nachdem ich die Romanvorlage vor einem Monat gelesen habe, schaute ich mir den Film zum wahrscheinlichen vierten Mal noch einmal an. Wie gut dieser Film ist, ist kaum in Worte zu fassen. Konsequent, vielschichtig, beklemmend, düster. James Dickey hat seinen Roman selbst in ein Drehbuch verwandelt und dabei gewisse Aspekte weitaus besser betont. Gerade für die Männlichkeitsbilder ist auch das nuancierte Spiel der Hauptdarsteller ein Zugewinn gegenüber dem Roman, sodass der Film tatsächlich der Vorlage vorzuziehen ist. Einer der intelligentesten "Actionfilme" aller Zeiten, aufgeladen mit etlichen ethischen oder moralischen Gegensatzpaaren, die im Laufe des Films und im Kopf des Zuschauers ausgehandelt werden (wenn auch zum Glück nicht endgültig geklärt werden): Zivilisation gegen Barbarei, Kultur gegen Natur, Verstand gegen Gefühl und Gesetz gegen Gerechtigkeit. Gleichzeitig werden diverse Männlichkeitsbilder gegenübergestellt, wobei eigentlich alle, Zauderer und Maulhelden, nicht gut wegkommen. Überheblichkeit, falsch verstandenes Freiheitsgefühl und Machismen werden entlarvt, dass es eine Freude ist. Dass im Vergleich zum Buch viel stärker in der Schwebe gehalten wird, ob der vierte Mann der Wildwasserfahrer von dem Hinterwäldner aus Rache erschossen wurde, oder ob er sich aus freien Stücken ins Wasser gleiten ließ (weil für ihn eine Zivilisation, die barbarische Züge annimmt, vielleicht keine lebenswerte Gemeinschaft mehr darstellen mag), ist der geniale Knackpunkt des Film, wird so doch der Finger in die Wunde gelegt, dass die Ausflügler die Realität im eigenen Sinne aus Eigennutz beugen, sich die Wahrheit hinschustern. Dass die Überlebenden mit dieser Schuld nach Filmende kein unbeschwertes Leben mehr haben werden, sollte keinen wundern. Was man vermittelt bekommt, ist die Begrenztheit der eigenen Weltsicht, die in der Fremde und der Urwüchsigkeit der Natur total fehlgeht. So erscheint der Film im Grunde weniger als Backwood-Horrorstreifen (auch wenn er quasi der moderne Urvater ist), da die Eskalation stets von den vermeintlich zivilisierten Großstädtern ausgeht. So zeigt "Deliverance" quasi das Drama des modernen Menschen. Unter :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: läuft da nichts. Stilbildend ohne Ende! Statt Trailer hier mal die unglaubliche "Dueling Banjos"-Szene.
      Jürgen Kniep “Keine Jugendfreigabe!“ (136/373)
      Larry McMurtry "Die letzte Vorstellung" (128/267)

      Jahresbeste: Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:
      Gelesen: 87 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
      Letzter Buchkauf am 10.6.2017: Eisner "New York und andere Großstadtgeschichten"
    • Neu

      Zombieland

      Immer wieder amüsant. Gelungene Parodie auf Zombie-Filme mit sympathischen Charakteren und witzigen Ideen, ohne niveaulos oder ordinär zu sein. Auch Bill Murray's Cameo-Auftritt war nett.
      Ich persönlich hätte keinen zweiten Teil gebraucht, aber ich hoffe das Beste.

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Derzeitiges Buch: Der dunkle Turm - Wolfsmond, Das Lied von Eis und Feuer - A Game of Thrones
      Derzeitige Serie:
    • Neu

      Malavita - The Family
      Rabiate Mafia-Kömidie von Luc Besson mit Robert deNiro, Michelle Pfeiffer und Tommy Lee Jones. Total übertrieben, aber sehr unterhaltsam! Köstlich, wie de Niro beim französischen Filmvorführabend als Amerika-Experte über den dort gezeigten Scorsese-Film "Good Fellas" referiert, in dem er ja tatsächlich selbst eine Hauptrolle hat.
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Am Lesen: Jenny Blackhurst - Das Mädchen im Dunkeln -




    • Neu

      Vaiana

      Wie haben am Freitag einen Familien-(Heim-)Kinoabend gemacht und haben uns Vaiana angeschaut, da dieser Film auch für die Kleinste etwas war. Ich denke man kann sicher jedem Film dieser Art ankreiden, dass sie nach Schema F gemacht sind, doch muss man auch diesem zugestehen, dass Disney das unheimlich gut macht. Es macht einfach Spaß anzuschauen, die Helden im Film sind sympathisch und der Soundtrack einfach klasse! Die Kinder waren begeistert und wir Erwachsene ebenso. :)

      Meine Wertung: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:
    • Neu

      Shadow und der Fluch des Khans
      Immer noch eine meiner Lieblingscomicverfilmungen. Ich mag das Setting, die Inszenierung und vor allem die Schauspieler finde ich richtig richtig klasse. Schade nur, dass daraus nie eine richtige Filmreihe wurde. Man merkt dem Film natürlich an, dass er optisch sehr von Tim Burton’s Batman inspiriert wurde, aber mich hat das noch nie gestört. Und es tut dem Unterhaltungsfaktor auch keinen Abbruch. Der Film ist einfach eine grosse Menge Spass.
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      "A reader lives a thousand lives before he dies. The man who never reads lives only one." - George R.R. Martin

      :study: Stephen King - Der dunkle Turm 3: tot. :musik:
      :study: Alan Bradley - Flavia de Luce 1: Mord im Gurkenbeet :study:

      :study: 2017: 15 Bücher :musik:
    • Neu

      Jackson schrieb:

      Vaiana

      Wie haben am Freitag einen Familien-(Heim-)Kinoabend gemacht und haben uns Vaiana angeschaut, da dieser Film auch für die Kleinste etwas war. Ich denke man kann sicher jedem Film dieser Art ankreiden, dass sie nach Schema F gemacht sind, doch muss man auch diesem zugestehen, dass Disney das unheimlich gut macht. Es macht einfach Spaß anzuschauen, die Helden im Film sind sympathisch und der Soundtrack einfach klasse! Die Kinder waren begeistert und wir Erwachsene ebenso.
      Ja ich summe die Lieder immer noch :-, :loool:
      Gelesene Bücher 2017 : 26 Seiten: 8.382

      Ich :study: gerade :

      Die Bibliothek der besonderen Kinder - Ransom Riggs 32 / 544 Seiten
    • Neu

      Life of Pi
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

      Einer meiner Lieblingsfilme. Melancholisch, verträumt und wunderschön märchenhaft (trotz der im Grunde sehr ernsten Geschichte).
      Im Original wird Pi wie Pie (Kuchen) ausgesprochen. In der deutschen Version Pi wie eben die Zahl, welchen Spitznamen sich Piscine gegeben hat. Eigentlich nicht falsch, aber da es ein Eigenname ist, da Spitzname, hätte man es bei Pi wie Pie belassen sollen. Da ich jetzt immer das Original ansehe, bleibe ich also bei "Pie".

      Derzeit muss ich mich richtig motivieren, um einen Film anzusehen, da es zu heiß ist.
      Da sind Bücher derzeit praktischer, da man sich einfach an einen kühlen Ort sitzen kann.
      Derzeitiges Buch: Der dunkle Turm - Wolfsmond, Das Lied von Eis und Feuer - A Game of Thrones
      Derzeitige Serie:
    • Neu

      Das Ding aus einer anderen Welt (OT: The Thing)
      US-amerikanischer Science-Fiction-Horrorfilm von 1982, Regie: John Carpenter
      Aus mir unbekannten Gründen hab ich diesen Carpenter-Film bisher nie gesehen. Und jetzt bin ich einigermaßen enttäuscht. Mir stehen die hübsch-ekligen Spezialeffekte der Spannung eindeutig im Wege. Die viel zu vielen Figuren bleiben völlig blass und austauschbar. Ihr Schicksal ist mir total egal. Als nach einer Stunde gesagt wurde: "Pass auf Clark auf", da wusste ich noch nicht mal, wer Clark überhaupt ist. Das große Vorbild "Alien" hat sein Personal viel besser präsentiert. Was machen die überhaupt am Südpol, sind das alles gleichrangige Wissenschaftler? Auch der außerirdische Fornwandler ist nicht genügend gezeichnet, um bei mir Schrecken zu verbreiten: Handelt es sich um genau ein Wesen, dass sich immer andere Wirte sucht, und von da aus diverse neue Wesen gebiert? Oder sind es sowas wie "außerirdische Viren", die schon bei kleinstem Körperkontakt andere infizieren? Die Monstereffekte scheinen für die erste Variante zu sprechen. Spannender wäre die zweite Variante gewesen, für die aber die Monstereffekte fast überflüssig gewesen wären (quasi das alleinige Pfund, mit dem der Film wuchert). Wenn man sich stärker auf Paranoia und Misstrauen gestürzt hätte, wäre ich's ja zufrieden gewesen. Aber auch dafür braucht man ordentlich eingeführtes, interessantes Personal. Sonst ist auch das Misstrauen untereinander für den Außenstehenden uninteressant. Auch aus der Enge und Abgeschiedenheit der Antarktis-Forschungsstation wird für meine Begriffe viel zu wenig Klaustrophobisches herausgeholt. Die Topographie der Gebäude ist mir überhaupt nicht klar: Der Film präsentiert eine willkürliche Zahl getrennter Räume und Zwischengänge nebst diverser Nebenhäuser und Lagerschuppen. Aber wenn der Ort "nicht klar ist", kann ich mich als Zuschauer auch nicht bei dem Herumstromern durch dunkle Korridore ängstigen, wenn ich nicht weiß, was es bedeutet, wenn eine Person gerade durch die Tür verschwindet. Als Spiegelbild der Gesellschaft taugt das Dutzend Figuren ebenfalls nicht, dazu fehlen einfach soziale Interaktionen, die für ein größeres Ganzes stehen können. Kein Sexismus, kein Rassismus, kein Hass zwischen Untergebenden und Chefs, was als Grundlage für das durch das Alien gesäte Misstrauen dienen könnte. Daher fehlt dem Film obendrein jeder pessimistische Grundton (worauf bei "Alien" zum Beispiel geachtet wurde). Wie auch immer: Ein Film mit tollen "handgemachten" Effekten (mit den ganzen Tentakeln wäre es aber vielleicht besser eine Lovecraft-Verfilmung geworden), Kurt Russell mit Jim-Morrison-Haarschnitt, einem schön tristen, wenn auch doof-coolen Ende (eigentlich hätten sie sich erschießen müssen), aber fast ohne Spannung oder Beteiligung auf meiner Seite und mit extrem lahmer Morricone-Musik, die Carpenter kopiert, was er alleine besser hinbekommen hätte. Das ist mir viel zu wenig. :thumbdown: Genervte :bewertung1von5: :bewertung1von5: Sterne. Hier der alte Trailer.
      Jürgen Kniep “Keine Jugendfreigabe!“ (136/373)
      Larry McMurtry "Die letzte Vorstellung" (128/267)

      Jahresbeste: Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:
      Gelesen: 87 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
      Letzter Buchkauf am 10.6.2017: Eisner "New York und andere Großstadtgeschichten"
    • Neu

      Jean van der Vlugt schrieb:

      Das Ding aus einer anderen Welt (OT: The Thing)
      US-amerikanischer Science-Fiction-Horrorfilm von 1982, Regie: John Carpenter
      Aus mir unbekannten Gründen hab ich diesen Carpenter-Film bisher nie gesehen. Und jetzt bin ich einigermaßen enttäuscht. Mir stehen die hübsch-ekligen Spezialeffekte der Spannung eindeutig im Wege. Die viel zu vielen Figuren bleiben völlig blass und austauschbar. Ihr Schicksal ist mir total egal. Als nach einer Stunde gesagt wurde: "Pass auf Clark auf", da wusste ich noch nicht mal, wer Clark überhaupt ist. Das große Vorbild "Alien" hat sein Personal viel besser präsentiert. Was machen die überhaupt am Südpol, sind das alles gleichrangige Wissenschaftler? Auch der außerirdische Fornwandler ist nicht genügend gezeichnet, um bei mir Schrecken zu verbreiten: Handelt es sich um genau ein Wesen, dass sich immer andere Wirte sucht, und von da aus diverse neue Wesen gebiert? Oder sind es sowas wie "außerirdische Viren", die schon bei kleinstem Körperkontakt andere infizieren? Die Monstereffekte scheinen für die erste Variante zu sprechen. Spannender wäre die zweite Variante gewesen, für die aber die Monstereffekte fast überflüssig gewesen wären (quasi das alleinige Pfund, mit dem der Film wuchert). Wenn man sich stärker auf Paranoia und Misstrauen gestürzt hätte, wäre ich's ja zufrieden gewesen. Aber auch dafür braucht man ordentlich eingeführtes, interessantes Personal. Sonst ist auch das Misstrauen untereinander für den Außenstehenden uninteressant. Auch aus der Enge und Abgeschiedenheit der Antarktis-Forschungsstation wird für meine Begriffe viel zu wenig Klaustrophobisches herausgeholt. Die Topographie der Gebäude ist mir überhaupt nicht klar: Der Film präsentiert eine willkürliche Zahl getrennter Räume und Zwischengänge nebst diverser Nebenhäuser und Lagerschuppen. Aber wenn der Ort "nicht klar ist", kann ich mich als Zuschauer auch nicht bei dem Herumstromern durch dunkle Korridore ängstigen, wenn ich nicht weiß, was es bedeutet, wenn eine Person gerade durch die Tür verschwindet. Als Spiegelbild der Gesellschaft taugt das Dutzend Figuren ebenfalls nicht, dazu fehlen einfach soziale Interaktionen, die für ein größeres Ganzes stehen können. Kein Sexismus, kein Rassismus, kein Hass zwischen Untergebenden und Chefs, was als Grundlage für das durch das Alien gesäte Misstrauen dienen könnte. Daher fehlt dem Film obendrein jeder pessimistische Grundton (worauf bei "Alien" zum Beispiel geachtet wurde). Wie auch immer: Ein Film mit tollen "handgemachten" Effekten (mit den ganzen Tentakeln wäre es aber vielleicht besser eine Lovecraft-Verfilmung geworden), Kurt Russell mit Jim-Morrison-Haarschnitt, einem schön tristen, wenn auch doof-coolen Ende (eigentlich hätten sie sich erschießen müssen), aber fast ohne Spannung oder Beteiligung auf meiner Seite und mit extrem lahmer Morricone-Musik, die Carpenter kopiert, was er alleine besser hinbekommen hätte. Das ist mir viel zu wenig. :thumbdown: Genervte :bewertung1von5: :bewertung1von5: Sterne. Hier der alte Trailer.
      Oha... dem kann ich ja gar nicht zustimmen. Für mich ist "The Thing" ein Klassiker des Horror-Genres und auch der beste Film in John Carpenters Portfolio. Natürlich sind die zeitlosen handgemachten Effekte auch heute noch das herausstechendste Merkmal. Aber dr Film ist weit weg von einfacher Effekthascherei. Ich fand ihn aber hochspannend inszeniert, da man nie genau wusste wer jetzt gerade infiziert war oder nicht. Mich störte auch nicht, dass man nichts über die ausserirdische Lebensform Weiss, wusste man bei Alien ja auch nicht. Und wie auch dort trägt es eher noch zur bedrückenden Atmosphäre bei. Dem hilft auch der isolierte Schauplatz und natürlich der Score. Beides fand ich hervorragend eingesetzt um Spannung und Atmosphäre zu erzeugen. Auch die Crew fand ich gelungen, allen voran natürlich Kurt Russel. Fand ihn schon immer klasse. Natürlich kann es auch daran liegen, dass ich "The Thing" in meiner Jugendzeit gesehen habe und er damals aktueller war... von daher spielt da die Nostalgiebrille sicher auch noch mit. Änder aber nichts daran, dass der Film zurecht unter Kinogängern und auch Kritikern als Klassiker des Genre gilt. Ich würde dem Film ja immer noch :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: geben. Aber Geschmäcker sind halt verschieden.
      "A reader lives a thousand lives before he dies. The man who never reads lives only one." - George R.R. Martin

      :study: Stephen King - Der dunkle Turm 3: tot. :musik:
      :study: Alan Bradley - Flavia de Luce 1: Mord im Gurkenbeet :study:

      :study: 2017: 15 Bücher :musik:
    • Neu

      Mir hat The Thing auch gut gefallen und ich würde ihn mit vier Sternen bewerten.
      Aber das ist eben bei Filmen und Büchern so, dass sie unterschiedlich aufgenommen werden.

      Es gab einige offene Fragen. Wie zum Beispiel, wann genau Blair infiziert worden ist. War er bereits infiziert, als er die Computer und Fahrzeuge zerstört hat oder hatte er einen psychischen Zusammenbruch und wurde erst danach infiziert? War jedoch laut Carpenter gewollt. Manche gehen sogar von der ersten Nacht aus.
      Derzeitiges Buch: Der dunkle Turm - Wolfsmond, Das Lied von Eis und Feuer - A Game of Thrones
      Derzeitige Serie:
    • Neu

      Zhadow schrieb:

      Änder aber nichts daran, dass der Film zurecht unter Kinogängern und auch Kritikern als Klassiker des Genre gilt.
      Ja, ich bin ja der erste, der es schade findet, dass ihm der Film nicht gefällt! :lol: Aber wenn einfach alle Zuschauer die Filme, die in der Top 250 der IMDb sind, toll finden würden, müsste man sich ja gar nicht mehr Gedanken darüber machen, was man sich so anschaut, einfach die Top 250 und gut ist. :loool:
      Ich habe ja versucht, so objektiv wie möglich Aspekte aufzuzählen, bei denen mir der Film nicht gelungen vorkam (z.B. austauschbare Figuren, noch nicht mal knackige Stereotypen), aber bei einem Punkt war ich wohl unklar:

      Zhadow schrieb:

      Mich störte auch nicht, dass man nichts über die ausserirdische Lebensform Weiss, wusste man bei Alien ja auch nicht.
      Mir gehts nicht darum, dass man nichts über die außerirdische Lebensform weiß (Vorgeschichte etc.), sondern dass ihre "Arbeitsweise" nicht klar dargestellt wird. Und die ist bei "Alien" schon sehr klar:

      1. Eier, 2. Kokon, 3. Face-Hugger, 4. Chest-Burster, 5. ausgewachsenes Alien. Die eine Entwicklungsstufe saugt sich fest, die zweite platzt heraus, die dritte jagt und tötet. Unangenehme Kauleiste, Säure-Blut, etc. Mit diesen Infos sind auch konkrete "Anweisungen" verbunden, vor was man sich zu fürchten hat (z.B. Achtung, der springt dir gleich ans Gesicht, um sich festzusaugen).

      Bei "The Thing" ist all das vernebelt. Es wird vermutet, dass es etwas ausmacht, wenn man längere Zeit mit einem infizierten Lebewesen im gleichen Raum war. Aber was da genau passiert? Tröpfchen-Übertragung? Muss ich mich schon gruseln, wenn der Hund von der norwegischen Station nur im Zimmer ist? Und was ist tatsächlich der Zweck dieser Hund-Mensch-Mutationen? Sollen das neue Lebensformen sein, die auf Menschen Jagd machen? Oder einfach nur schönes Genetik-Herumprobieren?

      Schon klar: Die Forscher im Film können das alles auch nicht wissen. Aber auf mich wirkte es so, als wüsste es das Drehbuch im Grunde ebenfalls nicht und würde dauernd um solche Logikschwachstellen herum lavieren - und lieber noch einen tollen Effekt draufkleistern, damit solche Fragen gar nicht aufkommen.

      So oder so: Mich hat der Film leider überhaupt nicht gegruselt oder schockiert oder beklommen gemacht. :(
      Jürgen Kniep “Keine Jugendfreigabe!“ (136/373)
      Larry McMurtry "Die letzte Vorstellung" (128/267)

      Jahresbeste: Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:
      Gelesen: 87 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
      Letzter Buchkauf am 10.6.2017: Eisner "New York und andere Großstadtgeschichten"
    • Neu

      28 Days Later
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

      Einer meiner Lieblings-"Zombie-Filme", auch wenn es sich nicht um Zombies, sondern infizierte, noch lebende Menschen handelt.
      Jetzt habe ich mir auch noch den Comic-Omnibus geholt. Meines Erachtens, ging der Film etwas unter und besonders bemerkenswert ist die melancholische Atmosphäre, anstatt nur auf Blut und Gewalt zu setzen.
      Derzeitiges Buch: Der dunkle Turm - Wolfsmond, Das Lied von Eis und Feuer - A Game of Thrones
      Derzeitige Serie:
    • Neu

      Leon der Profi schrieb:

      28 Days Later
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

      Einer meiner Lieblings-"Zombie-Filme", auch wenn es sich nicht um Zombies, sondern infizierte, noch lebende Menschen handelt.
      Jetzt habe ich mir auch noch den Comic-Omnibus geholt. Meines Erachtens, ging der Film etwas unter und besonders bemerkenswert ist die melancholische Atmosphäre, anstatt nur auf Blut und Gewalt zu setzen.
      Und diese beklemmenden Szenen, z.B. anfangs in der Kirche :shock: . Gehört für mich auch zu den besten Zombiefilmen. Der Nachfolger konnte da leider nicht mehr ganz mithalten, auch wenn er nicht schlecht ist.
      :study: Joe Hill - Fireman
      :study: 2017 gelesen: 29 :study: SUB: 296
    • Neu

      Züchte Raben… (OT: Cría Cuervos)
      Spanisches Gesellschaftsdrama von 1975, Regie: Carlos Saura
      Das waren sicherlich die aufwühlendsten zwei Stunden Film, die ich seit langem erlebt habe. Lieblingsfilme kündigen sich ja auch nicht groß an. Manchmal überfällt es einen eben aus dem Hinterhalt. Was für ein Meisterwerk, auf kunstvoll verschachtelten Zeit- und Bewusstseinsebenen erzählt, in entsättigten Farben gefilmt, mit großartigen Schauspielern und inhaltlich genauso vielschichtig, wie traurig und niederschmetternd - und lief in Deutschland nur im Fernsehen? Sind denn alle verrückt!? Das ist jedenfalls wirklich ein nur schwer auszuhaltender Film über eine Gesellschaft, die ihre Kinder vernachlässigt. In dem speziellen Fall die spanische Gesellschaft der kurz vor ihrem Ende stehenden rechts-konservativen Franco-Militärdiktatur. Vor allem aber ist es eine "kindliche" Meditation über den Tod, über Erinnerung und vor allem Trauer. Todessehnsucht und Todeswünsche. Aber auch über den Schrecken einer Familie, deren Mittelpunkt nicht mehr die Liebe eines Elternpaares ist, da der Mann die Frau betrügt - und die Frau darüber stirbt. Die Geschichte dreier Schwestern (etwa 6, 8 und 11 Jahre alt), die als Waisen im Haus ihres inzwischen auch verstorbenen Vaters (gefilmt wie ein gothisches Geisterhaus) von ihrer durch die plötzliche Mutterrolle überforderten Tante erzogen werden (im wahrsten Sinne). Die mittlere, etwa achtjährige Tochter Ana glaubt ihren Vater, dem sie die Schuld am Tod ihrer Mutter gibt, mit einem tödlichen Pulver ermordet zu haben, das sie einst von ihrer Mutter erhielt, bei dem es sich allerdings nur um Backpulver handelt. Bessessen vom Tod verwahrt sie das Pulver für spätere Einsätze auf... Dieser Film ist abgrundtief traurig und pessimistisch. Wer nur einmal echtes Mitleid mit einem Kind gefühlt hat, wird aus dem Heulen nicht mehr herrauskommen. Emotional vernachlässigte, gegängelte Kinder, die mit dem Tod ihrer Eltern nicht klarkommen. Wie Ana sich in einer schlaflosen Nacht ihre Mutter ans Bett "geträumt" hat, die ihr eine Gutenachtgeschichte erzählt, und wie ihr Gesicht dabei nach anfänglicher Freude immer trauriger wird, da sie ihre eigene Illusion als solche erkennt, hat mir nach einer Stunde endgültig das Herz gebrochen. :cry: Die damals noch keine zehn Jahre alte Schauspielerin Ana Torrent hat fast 100 Prozent Screen Time und spielt unglaublich gut. Eine solche Schauspielleistung eines Kindes habe ich glaube ich noch nie gesehen. :pray: Auch wie hier Kindheit als eine Zeit der Furcht, des Alleingeselassenwerdens, des Abwartens und des Heruntergeputztwerdens, als eine von Erwachsenen nicht verstandene Gefühlswelt dargestellt wird, habe ich selten so treffsicher in eine Filmhandlung gegossen gesehen. All das verortet in dem Gesellschaftsbild einer einschnürenden, männlich aggressiven Gesellschaft. Ich bin total hin und weg! Ganz klare Höchstwertung: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :love: . Willkommen im Kreis meiner Lieblingsfilme. :wink: Hier der Trailer. (Ich sah die britische Bluray-DVD-Combo mit einigem Bonusmaterial. Es gibt aber auch eine spanische Bluray, die sogar deutsche Untertitel hat.) Der Titel bezieht sich auf ein schreckliches spanisches Sprichtwort ("Züchte Raben, und sie werden dir die Augen aushacken") über die Undankbarkeit von Kindern. Der Film eignet sich sicherlich hervorragend für ein Double Feature mit "Pans Labyrinth".
      Jürgen Kniep “Keine Jugendfreigabe!“ (136/373)
      Larry McMurtry "Die letzte Vorstellung" (128/267)

      Jahresbeste: Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:
      Gelesen: 87 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
      Letzter Buchkauf am 10.6.2017: Eisner "New York und andere Großstadtgeschichten"
    • Neu

      Wonder Woman

      Vielleicht die beste Origin Geschichte seit „Batman Begins“. Der Film bietet eigentlich alles was man von „Suicide Squad“ und „Batman v. Superman“ vermisste, eine mitreissende Geschichte, glaubwürdige Charaktere und eine gelungene Prise Humor. Die Schauspieler waren durch die Bank hervorragend, am meisten überrascht haben mich da Chris Pine und vor allem Gal Gadot. Sie harmonieren nicht nur perfekt, nein… man nimmt ihnen ihre Rollen wirklich zu jeder Sekunde ab. Und Gal Gadot beweist zum ersten Mal in ihrer Filmkarriere, dass sie mehr ist als nur ein hübsches Gesicht (mein Gott ist die Frau hübsch). Sie vermag nämlich auch in den ruhigen und emotionalen Momenten zu überzeugen.

      Aber „Wonder Woman“ überzeugt natürlich nicht nur in seinen ruhigen Momenten, sondern auch in den Actionszenen. Und diese sind zum Teil atemberaubend inszeniert und choreographiert. Vor allem die aus dem Trailer bekannte Szene an der Kriegsfront ist einfach nur spektakulär und mitreissend. Schön mal wieder Actionszenen zu sehen ohne unübersichtliches Schnittgewitter. Gelungen finde ich die Einbindung des „Wonder Woman“ Themes in den Soundtrack. Auch ohne Mitwirken von Hans Zimmer ist dieser mehr als nur gelungen.

      Aber es kann auch hier leider nicht alles toll sein. So ist neben ein paar CGI Szenen die leider merkbar unecht aussehen vor allem die finale Schlacht mein grösster Kritikpunkt. Und dabei finde ich nicht einmal störend, dass es mal wieder ein Kampf ist bei dem alles in die Brüche geht und es ein Effektoverkill ist. Ich fand den Kampf einfach lahm inszeniert und mit Abstand die schwächste Actionszene im ganzen Film. Das ganze wirkte einfach unrund und die Mischung aus ruhigen Momenten und Kampfsequenzen stimmte einfach nicht. Auch den Gegner an sich fand ich eher enttäuschend. Die Bedrohung die durch ihn ausging war leider zu wenig präsent.
      Aber ansonsten war das wirklich ein mehr als nur gelungener Film der mit seinen Figuren, der Geschichte, Witz und Charme überzeugt. Wonder Woman ist nicht nur der bisher beste DCU Film, sondern auch eine der besten Comicverfilmungen überhaupt und hoffentlich der nötige Kickstart für viele weitere gelungene DC Filme. Der Anfang wäre ja endlich endlich gemacht.

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:


      DCU Rangliste
      1. Wonder Woman :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:
      2. Man of Steel :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      3. Suicide Squad :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:
      4. Batman v. Superman :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      "A reader lives a thousand lives before he dies. The man who never reads lives only one." - George R.R. Martin

      :study: Stephen King - Der dunkle Turm 3: tot. :musik:
      :study: Alan Bradley - Flavia de Luce 1: Mord im Gurkenbeet :study:

      :study: 2017: 15 Bücher :musik:
    • Neu

      Cutter's Way - Bis zum bitteren Ende (OT: Cutter's Way)
      US-amerikanischer Neo-Noir von 1981, Regie: Ivan Passer
      Die seinerzeit schlecht vermarktete und gefloppte Verfilmung eines meiner Lieblingsbücher (Newton Thornburgs "Cutter and Bone") gilt manchen inzwischen als einer der unterschätztesten Ami-Filme der 1980er, gedreht von dem Exil-Tschechen Passer, der in den 1960er-Jahren für einige bahnbrechende Miloš-Forman-Filme an den Drehbüchern mitschrieb. Und wirklich ist der Film ziemlich wunderbar. Eine schlafwandlerische, sonnendurchflutete, aber sehr pessimistische Angelegenheit. Prima verstörende Filmmusik, tolle Dialoge. Eine golden schimmernde Oberfläche, die ein wenig nach neureicher Soap Opera aussieht, hinter der aber Verzweiflung und Verdammnis lauern. Weiß Gott kein Thriller, eher eine Charakterstudie dreier verkrachter Existenzen vor dem Hintergrund eines beobachteten Mordfalles. John Heard als zynischer Vietnam-Krüppel ist unglaublich, Jeff Bridges als feiger Gigolo kaum weniger gut und Lisa Eichhorn als depressive Alkoholikerin ebenfalls toll! :thumleft: Figuren, die einem etwas bedeuten, die aber von den Mächtigen, denen sie an den Karren fahren wollen, auch problemlos weggewischt werden können. Und so unsympathisch diese Antihelden sind, mag man sie dann nicht mehr missen, wenn sie ausgeknipst werden. Die Figuren sind schlüssig gezeichnet, die Handlung wird präzise und ruhig aus den Charakteren entwickelt: Der Gigolo Richard Bone beobachtet, wie eine Frauenleiche in einer Mülltonne entsorgt wird. Über den Täter kann er keine eindeutigen Angaben machen. Doch bei einem Straßenumzug meint er den reichen Unternehmer J.J. Cord als Täter zu erkennen. Sein Kumpel Cutter und die Schwester der Toten wollen den vermeintlichen Mörder durch eine Epressung aus der Deckung herausholen ... Bis zum Schluss bleibt alles im Unklaren: Wollen sie eigentlich doch das Schweigegeld behalten? Ist der fiese Geldsack vielleicht gar kein Mörder? Ist der zweite traurige Todesfall, der im Laufe des Films zu beklagen ist, ein Unfall, Selbstmord oder etwa Mord, um die aufmuckenden Underdogs einzuschüchtern und auf die Plätze zu verweisen? Dieser Schwebezustand nimmt dem Film im Sinne einer klassischen Spannungsdramaturgie und entgegen aller vielleicht erhofften David-gegen-Goliath-Stereotypen (schon eher: Don Quijote) zwar die Luft raus - was manche Actionfans dann langweilig nennen -, sorgt dafür aber auch für ein allumfassendes Gefühl der Unsicherheit und Vereinzelung beim Zuschauer, das der Gefühlslage der Filmfiguren entspricht. "Cutter's Way" zeigt ein pessimistisches, desillusioniertes Bild der amerikanischen Gesellschaft nach dem Vietnamkrieg: Die Armen tragen ihre gesellschaftlichen Enttäuschungen mit sich herum, geborene Verlierer. Sie werden nie auf einen grünen Zweig kommen, da ihnen die Mächtigen keine Chance lassen. Alle verstricken sich in Hirngespinsten und Vorhaltungen. Keine Gemeinschaft. Eine langsam, aber zwingend sich ergebende Abwärtsspirale in den Abgrund. Ein Film, der immer weiter wächst, der sich im Hirn festsetzt. Momentan bekommt er :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: Sterne. Hier ein neuer Trailer.
      Jürgen Kniep “Keine Jugendfreigabe!“ (136/373)
      Larry McMurtry "Die letzte Vorstellung" (128/267)

      Jahresbeste: Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:
      Gelesen: 87 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
      Letzter Buchkauf am 10.6.2017: Eisner "New York und andere Großstadtgeschichten"
    • Neu

      Jean van der Vlugt schrieb:

      Zhadow schrieb:

      Änder aber nichts daran, dass der Film zurecht unter Kinogängern und auch Kritikern als Klassiker des Genre gilt.
      Ja, ich bin ja der erste, der es schade findet, dass ihm der Film nicht gefällt! :lol: Aber wenn einfach alle Zuschauer die Filme, die in der Top 250 der IMDb sind, toll finden würden, müsste man sich ja gar nicht mehr Gedanken darüber machen, was man sich so anschaut, einfach die Top 250 und gut ist. :loool:
      Och keine Angst, da gehts mir nicht anders als dir. Ich finde auch lange nicht alle Filme gut die in irgendwelchen Bestenlisten auftauchen.

      Jean van der Vlugt schrieb:

      Zhadow schrieb:

      Mich störte auch nicht, dass man nichts über die ausserirdische Lebensform Weiss, wusste man bei Alien ja auch nicht.
      Mir gehts nicht darum, dass man nichts über die außerirdische Lebensform weiß (Vorgeschichte etc.), sondern dass ihre "Arbeitsweise" nicht klar dargestellt wird. Und die ist bei "Alien" schon sehr klar:
      1. Eier, 2. Kokon, 3. Face-Hugger, 4. Chest-Burster, 5. ausgewachsenes Alien. Die eine Entwicklungsstufe saugt sich fest, die zweite platzt heraus, die dritte jagt und tötet. Unangenehme Kauleiste, Säure-Blut, etc. Mit diesen Infos sind auch konkrete "Anweisungen" verbunden, vor was man sich zu fürchten hat (z.B. Achtung, der springt dir gleich ans Gesicht, um sich festzusaugen).

      Bei "The Thing" ist all das vernebelt. Es wird vermutet, dass es etwas ausmacht, wenn man längere Zeit mit einem infizierten Lebewesen im gleichen Raum war. Aber was da genau passiert? Tröpfchen-Übertragung? Muss ich mich schon gruseln, wenn der Hund von der norwegischen Station nur im Zimmer ist? Und was ist tatsächlich der Zweck dieser Hund-Mensch-Mutationen? Sollen das neue Lebensformen sein, die auf Menschen Jagd machen? Oder einfach nur schönes Genetik-Herumprobieren?

      Schon klar: Die Forscher im Film können das alles auch nicht wissen. Aber auf mich wirkte es so, als wüsste es das Drehbuch im Grunde ebenfalls nicht und würde dauernd um solche Logikschwachstellen herum lavieren - und lieber noch einen tollen Effekt draufkleistern, damit solche Fragen gar nicht aufkommen.

      So oder so: Mich hat der Film leider überhaupt nicht gegruselt oder schockiert oder beklommen gemacht. :(
      Kann deine Argumentation natürlich verstehen, habe aber wie du sicher erwartets zu jedem Punkt die komplett andere Meinung. :lol: Kann ja nicht jeder nen guten Filmgeschmack haben. :wink: :D
      "A reader lives a thousand lives before he dies. The man who never reads lives only one." - George R.R. Martin

      :study: Stephen King - Der dunkle Turm 3: tot. :musik:
      :study: Alan Bradley - Flavia de Luce 1: Mord im Gurkenbeet :study:

      :study: 2017: 15 Bücher :musik:
    • Neu

      Leon der Profi schrieb:

      Die besten Argumente helfen nichts, wenn man subjektiv einen Film mag oder eben nicht.
      Stimmt.
      Beim Gedanken an "Blade Runner" schlafe ich ja jetzt noch fast ein. :sleep: Da will mir auch immer jeder erzählen wie toll dieser Film doch ist und ich scheine der einzige zu sein auf der Welt, der damit nichts anfangen kann. :lol:
      :study: Joe Hill - Fireman
      :study: 2017 gelesen: 29 :study: SUB: 296
    Anzeige
    BuecherTreff.de in den Medien