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Marko Leino - Wunder einer Winternacht / Joulutarina

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    • Mir hat der Film auch gut gefallen, aber ans Buch kommt er nicht ran. Es ist viel emotionaler und der Schluß ergreifender. Zum Spoiler: ich frage mich warum im Film diese Abweichung, nicht plausibel.

      Liebe Grüsse
      Wirbelwind

      :study: Isabel Ashdown, Am Ende eines Sommers
      :study: Naomi J. Williams, Die letzten Entdecker








      Bücher sind die Hüllen der Weisheit, bestickt mit den Perlen des Wortes.
    • hasewue schrieb:

      Wirbelwind schrieb:

      Zum Spoiler: ich frage mich warum im Film diese Abweichung, nicht plausibel.
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      Vielleicht wird es so "kindgerechter"? Etwas anderes fällt mir dazu auch nicht ein. :-k


      Das fand ich auch nicht passend umgesetzt, überhaupt
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      das die beiden Söhne auf einmal da standen und ihn dann eben mitgenommen haben, fand ich nicht so gelungen bzw war das ja anders als im Buch


      An und für sich fand ich das Buch auch wesentlich gefühlvoller geschrieben, all die Liebe, Emotionen, Gefühle kamen im Film nur halb so gut rüber wie beschrieben.
      Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.
    • hasewue schrieb:

      Bei mir war es auch so, dass ich den "Buch-Nikolas" geliebt habe und sehr sympathisch fand. Den "Film-Nikolas" fand ich irgendwie nervig und seltsam. ?(
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      Der Streit mit seinem bestem Freund wurde nur im Buch thematisiert, es gab doch diesen Streit? :lol:


      Ja so ging es mir auch! Buch Nikolas war viel netter und sympathischer als der Film Nikolas .

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      ja genau, das war auch sowas. Der Streit war im Film gar nicht.
      Es wurde vieles weggelassen was ich Buch vorkam und eben "dazu" gehört hat.
      Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.
    • Nun habe ich diese wunderschöne Buch auch ausgelesen, schneller als geplant, eigentlich wollte ich es ja wie einen Adventskalender lesen.
      Die ersten Tage habe ich es auch so gemacht, aber ich muss sagen, es ist so toll geschrieben, dass es mir wirklich jeden Abend schwer fiel, das Buch wieder aus der Hand zu legen.

      Zum Inhalt schreibe ich nichts mehr, dass haben meine Vorschreiber schon getan.

      Vom Schreibstil des Autors war ich wirklich sehr angetan, er schreibt sehr gefühlvoll, mir ist wirklich die ein oder andere Träne über die Wange gerollt.
      Sehr viele Szenen im Buch haben mich mitgenommen, besonders gleich am Anfang, als Nicolas seine Eltern verliert und Tage auf die Rückkehr wartet.
      Auch schreibt er sehr anschaulich, ich befand mich wirklich im winterlichen Finnland.

      Die Geschichte ist aber nicht nur traurig, sondern erzählt auch von Freundschaft, vorallem vom "Geben", eben anderen Menschen eine Freude machen, von Menschlichkeit. Nikolas ist kein perfekter Charakter, wie man es ja eigentlich beim "Weihnachtsmann" erwarten würde, sondern ein richtiger Eigenbrödler, der in seinem Leben auch nicht alles richtig macht.
      Überhaupt fand ich es sehr schön, Nikolas' komplettes Leben miterleben zu dürfen.

      Ich werde dieses Buch behalten und kann es hoffentlich irgendwann mal
      meiner Tochter als Advenstskalenderbuch vorlesen. Momentan ist es aber
      noch zu traurig für sie und auch noch eine zu lange Geschichte für ihr
      Alter. Aber irgendwann möchte ich das mal tun.


      Ein wunder-, wunderschönes Buch über den Weihnachtsmann, wie es gewesen sein könnte...
      Volle Punktzahl von mir :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: .


      Liebe Grüße
      Rapunzel
      Wir brauchen Geschichten.
      Wer möchte denn nur ein Leben führen, wenn er das von vielen besuchen kann?
      Sabrina Qunaj - Das Blut der Rebellin
    • Obwohl jetzt eigentlich überhaupt nicht die passende Zeit für Wunder einer Winternacht wäre, habe ich das Buch gestern spontan aus dem Regal gezogen und heute morgen begonnen.
      Es war definitiv ein Glücksgriff :thumleft:

      Obwohl die Geschichte sehr traurig beginnt und immer wieder kleine, emotionale "Tiefpunkte" folgen, ist diese Weihnachtsgeschichte kein Buch, das traurig oder trübsinnig macht. Es geht viel mehr um die Hoffnung und wie man lernt, mit dem Schmerz zu leben, ohne daran zu zerbrechen. Natürlich ist dies nicht leicht, aber Nikolas schafft es immer wieder, sein Schicksal zu schultern, ohne endgültig den Mut zu verlieren.
      Generell ist die ganze Geschichte sehr "leicht". Nicht von der Thematik; nicht nur die Trauer und das Verarbeiten von Verlusten, sondern auch wahre Freundschaft, Einsamkeit und die Freude am Geben und Nehmen wird aufgearbeitet und dem Leser ganz nebenbei näher gebracht - so nahe, dass bei mir mehr als einmal die Tränen kullerten. Viel eher ist es die Art, wie die Geschichte geschrieben ist. Zum einen schreibt Leino sehr bildhaft. Gleich zu Beginn ist man in der Geschichte gefangen, glaubt, Nikolas und seine Familie in ihrer bescheidenen Hütte zu sehen. Man steht vor der gefrorenen See, streift durch das verarmte Dorf, begleitet Nikolas in die Abgeschiedenheit. Die ganze Zeit ist alles mit recht wenigen Worten so gut beschrieben, dass ich - obwohl ich nie in Finnland war - alles vor mir sehen konnte.
      Auch die einzelnen Figuren schildert der Autor sehr gut. Selbst Nebenfiguren, die nur kurz auftreten, haben einen eigenen Charakter und können Sympathie gewinnen. Besonders intensiv lebt man aber natürlich mit dem Protagonisten mit: Nikolas, der später zum Weihnachtsmann wird. Wir begleiten ihn von seinem fünften Lebensjahr bis über den Tod hinaus und erfahren alles über ihn. Obwohl er eigentlich nur ein kleiner Junge ist, zeigt er schon früh, wie viel in ihm steckt: er liebte es, auf seine Schwester aufzupassen, und beschenkt mit Freuden andere Kinder aus seiner neuen Heimat, ohne selbst ein Geschenk einzufordern. Da erscheint es nur natürlich, dass er irgendwann auch anderen Kindern Geschenke zukommen lassen möchte...

      Die Entwicklung zum Weihnachtsmann geschieht nicht von heute auf morgen und dies zeigt Leino sehr gut. Es waren harte Schicksalsschläge, Verluste, nötig, um Nikolas zu dem werden zu lassen, der er heute ist. Er musste sehr viel einstecken, doch immer hat der Drang, andere zu beschenken und sie glücklich zu machen, gewonnen. Diese Botschaft finde ich sehr schön.

      Ein wenig gestört haben mich die großen Zeitsprünge, die etwas knapp abgehandelt wurden. In wenigen Sätzen überspringen wir Jahre in Nikolas' Leben. Andererseits war dieser Kniff des Autors aber vermutlich genau richtig: er beschränkt sich auf die wesentlichen Stationen, ohne dabei jedoch etwas aus dem Leben seines Protagonisten zu überspringen. Eine kurze Zusammenfassung von recht ereignislosen Jahren reicht auch aus, ich finde einfach, es hätte anders gestaltet werden können.

      Sehr gut gefallen hat mir, dass die Kapitel in diesem Buch "Türchen" genannt wurden. Da der Großvater zweier Jungen, der ihnen eigentlich diese Geschichte erzählt, verraten hat, dass er die Geschichte als eine Art Adventskalender erzählt bekam, passte dies sehr gut. Leider geht dann die Kapiteleinteilung nicht ganz auf, da Türchen 24 sich nicht mehr mit Nikolas beschäftigt.
      A propos: dass ein alter Mann die Geschichte seinen Enkeln erzählt, war eine gute Rahmenhandlung, die am Ende des Buches perfekt - mit einer ganz besonderen Begegnung - abgerundet wird.

      Wunder einer Winternacht ist eine bezaubernde Weihnachtsgeschichte, die zu Tränen rührt, aber auch ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. Es ist unglaublich schade, dass ich das Buch schon beendet habe - aber in der Weihnachtszeit werde ich es ganz sicher wieder lesen!
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: :santa:
      Carpe Diem.
      :study: Meredith Wild - Hardpressed: verloren | :musik: Samantha Young - Jamaica Lane
      2018 gelesen: 30 Bücher mit 11.712Seiten(2017: 266 Bücher mit 104.736)
    • DIE WAHRE GESCHICHTE VOM WEIHNACHTSMANN


      Hoch oben im Norden lebt der kleine Nikolas. Als er durch einen tragischen Unfall zur
      Waise wird, nimmt das ganze Dorf sich seiner an. Ein Jahr lang darf Nikolas bei jeder Familie bleiben. Wenn der Weihnachtsabend
      naht, muss er weiterziehen.


      Voller Dankbarkeit schnitzt Nikolas Jahr für Jahr Geschenke für «seine» Familie. Als er zum bösartigen Tischlermeister Lisakki in
      die Lehre kommt, scheint sein Glück vorbei.
      Der bärbeißige alte Mann hasst Kinder ...(Klappentext)

      ❆❆❆❆❆❆❆❆❆❆

      "Es war ein heißer Nachmittag im Spätsommer. Die Sonne brannte vom wolkenlosen Himmel, die Botenwiek schlug träge Wellen...."

      So beginnt die Geschichte, welche schließlich in ein wundervolles Weihnachtsmärchen übergeht - ein Märchen, dass auf liebevolle Art und Weise erklärt woher der Weihnachtsmann kommt und gleichzeitig auch von Dankbarkeit und Nächstenliebe, aber auch von Trauer und Verlust handelt. Dies alles in einer winterlichen skandinavischen Kulisse.

      Doch dies sind nicht die einzigen Gründe die dieses Buch zu einem idealen Weihnachtsmärchen machen.
      Die Geschichte besteht aus 24 Kapiteln, welche als "Türchen" bezeichnet werden und ist daher auch gleichzeitig ein buchiger Adventskalender. Daher das ideale Buch, um es Kindern in der Adventszeit vorzulesen oder um sich selbst bei einem heißen Kakao in Weihnachtsstimmung zu bringen.

      Der Schreibstil ist flüssig und das winterliche Setting wird auf atmosphärische Weise auf den Leser übertragen.
      Durch die fein gezeichneten Charaktere, sowie die liebevolle Erzählweise und die darin behandelnden Themen, ist es ein Buch, welches einem die Geschichte direkt ins Herz trägt. Daher hat es selbst mich, die normalerweise alles andere als nah am Wasser gebaut ist, zu Tränen gerührt.

      Fazit:
      Ein wunderschönes und berührendes Weihnachtsmärchen für Jung und Alt, welches auch als Lese-Adventskalender geeignet ist.
      Dieses Buch hat jetzt einen festen Platz in meinem Weihnachts-Bücher-Regal, gleich neben "Eine Weihnachtsgeschichte" von Charles Dickens, und wartet auf die nächste Adventszeit, um dann abermals gelesen zu werden.
      Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für dieses schöne Buchschätzchen. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

      © Pink Anemone
      Bilder
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      Wenn ein Mann zurückweicht, weicht er zurück. Eine Frau weicht nur zurück, um besser Anlauf nehmen zu können. (Zsa Zsa Gabor)
      :twisted:
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