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Sabine Weigand: Die Seelen im Feuer

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    Die Seelen im Feuer

    von

    4.2|23)

    Verlag: FISCHER Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 528


    ISBN: 9783596171644


    Termin: April 2010

    • Sabine Weigand: Die Seelen im Feuer

      Inhalt (amazon)

      Jeder kann verdächtigt werden, jeder wird verhört, jeder kann brennen.
      Die Angst geht um in Deutschland. 1626 ist es die Angst vor dem Teufel,
      der Zauberei, den Hexen. Es ist ein Ringen um Gut und Böse, aber auch
      ein Kampf um die Macht. Der intrigante Fürstbischof von Bamberg will
      die freien Bürger der Stadt in ihre Schranken weisen. Neben den
      einfachen Leuten hat er es deshalb besonders auf die Stadträte
      abgesehen. Sie werden verhört und verurteilt. Sie werden verbrannt. Mit
      der jungen Apothekerstochter Johanna schauen wir in eine Welt, in der
      der Hexenwahn Wirklichkeit ist. Auch sie droht in den Teufelskreis zu
      geraten, aus dem keiner entrinnt. Gelingt ihr die Flucht ins weltoffene
      Amsterdam? Bekommen die Bürger von Bamberg endlich Hilfe bei Kaiser und
      Papst, um dem Brennen ein Ende zu machen?

      Autorin (Klappentext)
      Sabine Weigand stammt aus Franken. Sie ist Historikerin und arbeitet
      als Ausstellungsplanerin für Museen. Dokumente aus der Stadtgeschichte
      von Nürnberg waren der Ausgangspunkt ihres Romans „Das
      Perlenmedaillon“, das wahre Schicksal einer Osmanin am Hof August des
      Starken liegt dem Roman „Die Königsdame“ zugrunde. Schon bei ihrem
      ersten Erfolgsroman „Die Markgräfin“ lieferte die reale Geschichte der
      Plassenburg bei Kulmbach die historische Vorlage.


      Meine Meinung

      Die Handlung dieses Buchs beschäftigt sich mit den Bamberger Hexenprozessen der Jahre 1626 bis 1631, die Romanfiguren sind zum größten Teil historische Persönlichkeiten, die Hauptfigur Johanna ist jedoch fiktiv. Sabine Weigand beschreibt eindrucksvoll die grausigen Bedingungen, unter denen die Menschen des frühen 17.Jahrhunderts in Süddeutschland lebten: schlimmer noch als die Angst vor dem Anrücken der Schweden (Dreißigjähriger Krieg) war für die Bamberger Bürger die Angst vor der jederzeit möglichen Verhaftung durch die "Einholer", der Inhaftierung im Malefizhaus und der anschließend unausweichlichen Folter inklusive Feuertod. Es konnte Jeden erwischen, in diesem Fall waren aber - anders als andernorts - vor allem wohlhabende Familien (Stadträte & Co) betroffen, denn die Prozesse dienten dem Fürstbischof Johann Georg II. Fuchs Freiherr von Dornheim und seinem "Komplizen", dem Weihbischof Friedrich Förner vor allem zur Liquidierung politischer Gegner. Auch die Bereicherung war ein vorrangiges Motiv, denn die Verurteilung und Verbrennung eines wohlhabenden Familienoberhauptes zog quasi automatisch die Hinrichtung der Familienmitglieder nach sich: wenn keine Erben mehr lebten, eignete sich die Malefizkasse das Vermögen der Familie an. Neben der Thematik der Hexenprozesse erfährt der Leser auch viel Interessantes über die Medizin des 17.Jahrhunderts, da die beiden Hauptfiguren eine Apothekerin und ein Arzt sind.
      Wie auch in den anderen Romanen von Sabine Weigand wechselt auch hier die eigentliche Erzählung mit zeitgenössischen Passagen im Deutsch des 17.Jahrhunderts ab. Aufgrund der überaus guten Quellenlage - die Prozessakten sind erhalten geblieben - ist ein Großteil der historischen Texte authentisch. Der Einschub dieser Passagen vermittelt dem Leser das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Es ist ersichtlich, dass für das Buch ausgezeichnet recherchiert wurde.
      Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd, eindringlich und gut verständlich.
      Auch die äußere Aufmachung hat mir sehr gefallen. Im vorderen Einband befindet sich eine historische Stadtansicht Bambergs. Jeder der fünf Teile hat ein eigenes Deckblatt mit einem Holzschnitt zur Geschichte der Hexenverfolgungen. Es gibt ein sehr ausführliches Nachwort der Autorin mit zahlreichen Hintergrundinformationen. Auch ein Glossar mit einigen ungebräuchlichen, bzw. veralteten Ausdrücken ist vorhanden.

      Fazit: :arrow: Unterhaltsam, informativ, spannend, gefühlvoll und absolut erschütternd! Ein klarer Fall für :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: !
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • €nigma schrieb:

      Fazit: :arrow: Unterhaltsam, informativ, spannend, gefühlvoll und absolut erschütternd! Ein klarer Fall für :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: !


      Und damit sofort auf meiner Wunschliste gelandet! Danke €nigma für diese tolle Rezension :D
      "Eines Tages", sagte sie,"fange ich Träume ein wie Schmetterlinge.""Und dann?", fragte er."Lege ich sie zwischen die Seiten dicker Bücher und presse sie zu Worten."
      Arkadien erwacht


      Büchersammlerin
    • Eine wirkich tolle Rezession! Das klingt wirklich toll!
      Hat mich auch gleich dazu bewogen das Buch auf meine Wunschliste zu setzen!!^^


      _____.-*-._____
      Die Schriftsteller können nicht so schnell schreiben,
      wie die Regierungen Kriege machen;
      denn das Schreiben verlangt Denkarbeit

      _____.-*-._____
    • Erstmal ein riesen Dankeschön an €nigma für diesen tollen Büchertipp. :friends:

      Sabine Weigand hat eine Schreibweise, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Keinerlei Längen über die gesamten 500 Seiten.

      Da ich bisher eher ein Geschichtsmuffel war, konnte ich mit dem Thema Hexenverfolgung- und verbrennung nicht allzuviel anfangen. Ich kannte keinerlei geschichtliche Zusammenhänge. Dieses Buch war für mich daher sehr informativ. Die Ausführungen waren sehr verständlich. Einige Begriffe musste ich allerdings googlen (z.B. wußte ich nicht, welche Diagnose sich unter der Rachenbräune verbirgt). Aber das fand ich nicht weiter tragisch.

      Interessant zu lesen fand ich die Briefe, Veröffentlichungen usw. in der ganz alten deutschen „Rechtschreibung“. Die ersten zwei waren noch schwer zu lesen, danach ging aber recht flüssig. Auffallend war, dass sehr häufig anstatt „i“ ein „y“ verwendet wurde (z.B. Zeyt anstatt Zeit) oder doppelt „ff“ (auff oder Brieff).

      Die Beschreibungen der Folterungen haben mich das Buch immer mal wieder zur Seite legen lassen. Es ist sehr erschütternd, zu wissen, all dies ist so oder noch schlimmer tatsächlich passiert. Einfach unglaublich. :pale:

      Diese Stellen haben mich sehr bewegt und ich musste ein Tränchen vergiessen:
      Spoiler anzeigen
      Als Cornelius Johanna nach der ersten Festnahme untersucht hat.

      Spoiler anzeigen
      Als Johanna und Cornelius um das Leben von Antoni gebangt haben. Ich habe so mitgefiebert und immer gehofft, ihn bitte nicht sterben zu lassen.
      Spoiler anzeigen
      Die Stelle, an der mit einem Satz erwähnt wurde, dass Dorothea Flock tot ist. Da habe ich wirklich schlucken müssen.

      Ich hoffe, dass ich nach diesem Buch noch weitere spannende Historienromane finden und lesen werde.
      Ganz toll :thumright:
      • Gelesen 2017 :study: : 21
      • Gehört 2017 :musik: : 6
    • Mausi1974 schrieb:

      Ich hoffe, dass ich nach diesem Buch noch weitere spannende Historienromane finden und lesen werde.


      Es freut mich, dass dieses Buch Dich begeistert hat.
      Auch die anderen Romane von Sabine Weigand fand ich mehr als gelungen und absolut empfehlenswert.

      Die Markgräfin (habe ich noch nicht gelesen)
      Das Perlenmedaillon (sehr gut :thumleft: )
      Die Königsdame (ebenfalls sehr gut :thumleft: )
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • Ich habe das Buch gerade ausgelesen und bin restlos begeistert. :cheers:
      Diese Buch habe ich in den letzten beiden Tagen regelrecht verschlungen, mir ist zu keiner Zeit langweilig geworden und die Lesestunden sind vergangen wie im Fluge. Deshalb auch von mir, vielen Dank an €nigma für diesen tollen Tipp. :thumleft:

      Mich interessiert das Thema Hexenverfolgung sehr und dieses Buch bietet dafür genau das Richtige. Eine gut recherchierte Geschichte, gepaart mit zeitgenössischen Passagen in Form von Briefen und Erinnerungen. Die Spache des 17. Jahrhunderts ist dabei stellenweise recht schwer zu lesen, aber wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, klappt es ganz gut. Besonders interessant fand ich die Tagebucheitragungen der Anna Maria Junius, die die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt, was das Ganze noch einmal umso authentischer macht. Das hat mir sehr gut gefallen. Ebenso, wie der Schreibstil der Autorin. Sie schreibt leicht verständlich und zeichnet sehr gut ihre Charaktere.
      Die beeindruckendste Person, war für mich in diesem Buch Johanna. Wieder habe ich eine sehr starke und sympahtische Frau kennenlernen dürfen. Hier fand ich es fast schon ein wenig schade, dass sie "nur" fikiv war.
      Die Beschreibungen der Verbrennungen und Folterungen sind stellenweise nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Ich musste ab und zu ganz schön schlucken. Man hat ja immer vor Augen, das dies alles so wirklich einmal passiert ist. :pale: Wirklich grausam und erschütternd, was in der damaligen Zeit passiert ist und vorallem die unverständlichen Gründe, warum man eine Hexe war.

      Von mir gibt es für dieses tolle Buch auch die volle Punktzahl :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Die weiteren 3 Romane der Autorin habe ich mir bereits bei Tauschticket gesichert. :-,

      @ Mausi1974
      Gnau diesselben Stellen gingen mir auch sehr an die Nieren.
      Ganz besonders...
      Spoiler anzeigen
      dass Dorothea doch noch sterben musste. Ich habe die ganze sooo gehofft, dass sie doch noch aus dem Malefizhaus herauskommt. Besonders nachdem Cornelius, Johanna dort herausgeholt hat. Die ganze Zeit dachte ich, dass sie es schaffen auch noch Dorothea von dort zu befreien. :|
      Narkose durch Bücher - Das Richtige ist: das intensive Buch.
      Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt, zerrt und nicht mehr losläßt.

      :study: Sarah J. Mass - Throne of Glass / Die Erwählte :study:
    • Ich bin durch einen anderen Thread auf das Buch gestoßen, in dem Suspiria das Buch empfohlen hat. Da ich schon lange nach einem wirklich historischen Buch mit der Thematik der Hexenverbrennung gesucht habe, bin ich endlich fündig geworden. Genau wie Enigma spricht auch mich das Cover sehr an.
      So nun zum Buch:
      Die Hexenverfolgung wird sehr genau beschrieben und hebt die sonst märchenhaften Vorstellungen von Hexen auf. Nein, nicht nur Frauen sind Hexen und in welch bestialischer Art die Menschen zu einem Geständnis gefoltert weden, wird klar, ehrlich und ohne großes Drumherumgerede im Buch geschildert. Das ein oder andere Mal überfällt einen eine Gänsehaut, bei der Vorstellung, zu was Menschen fähig waren und wie abscheulich sie gehandelt haben. Die Protagonistin Johanna, die einen durch mehrere Jahr im Buch führt, ist sehr sympathisch und man bangt, zittert und freut sich mit ihr, über ihr Leben und mit ihrer Familie.
      Der Schreibstil des Buches ist sehr klar und einfach zu lesen. Besonders gut haben mir die zum Teil echten Protokolle, Briefe etc. aus der damaligen Zeit gefallen. Hier merkt man, dass das Thema real ist und wirklich nicht fiktiv. Am Ende des Buches gibt es ein Namenregister, in dem auch die Menschen, die historisch sind, mit einem Sternchen markiert sind. Dieses Register habe ich erst entdeckt, als ich das Buch zu Ende gelesen habe und als ich dann sah, welche Personen historisch sind und was mit ihnen geschehen ist, lief es mir nochmal eiskalt den Rücken hinunter. Besonders interessant, fand ich auch das Nachwort der Autorin.
      Das Buch ist definitiv lesenswert. Ich gebe nur einen Stern Abzug, da ich es nicht umbedingt in die länge gezogen fand, aber doch der Meinung bin, dass man manche Stellen etwa kompremierter hätte schreiben können.
      Trotzdem ganz ehrlich gemeinte 4 Sterne.
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      ~ Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß, wie Wolken schmecken. ~
      Carlo Karges
    • Vogue schrieb:

      Ich bin durch einen anderen Thread auf das Buch gestoßen, in dem Suspiria das Buch empfohlen hat.

      Und ich freue mich nun sehr, dass dir das Buch so gut gefallen hat :thumleft:
      Narkose durch Bücher - Das Richtige ist: das intensive Buch.
      Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt, zerrt und nicht mehr losläßt.

      :study: Sarah J. Mass - Throne of Glass / Die Erwählte :study:
    • Suspiria schrieb:

      Vogue schrieb:

      Ich bin durch einen anderen Thread auf das Buch gestoßen, in dem Suspiria das Buch empfohlen hat.

      Und ich freue mich nun sehr, dass dir das Buch so gut gefallen hat :thumleft:

      Vielen Dank dafür :friends: Das war genau das Buch, was ich schon so lange gesucht hatte.
      Ich habe es jetzt meiner Mutter gegeben mit der Begründung "Das musst du lesen!" ;) und sie hat auch schon brav angefangen und findet es bisher auch sehr ansprechend.
      ~ Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß, wie Wolken schmecken. ~
      Carlo Karges
    • Alles beginnt 1626 mit einer Spinnerei aus der Fantasie eines kleinen Jungen und es endet 1632 mit einer fast entvölkerten Stadt mit menschenleeren Straßen und leer stehenden Häusern. Es ist vor allem der Fürstbischof von Bamberg, der zusammen mit seinem Weihbischof für den Hexenwahn und die massenhaften Hexenverbrennungen in diesen Jahren verantwortlich ist. Was aus religiösen Motiven begann, artet in ein Massenmorden, gerade an den reicheren Bürger Bambergs, aus, deren Vermögen Geld in die Taschen des Fürstbischofs und seiner Hexen-Komission spült.
      Ein Buch, das unter die Haut geht! Mehr als packend erzählt Sabine Weigand die Geschichte der Hexenverbrennungen zu Bamberg. Es reißt einem in die Ereignisse regelrecht hinein und es bleibt einem nichts anderes übrig, sich die Qualen der Angeklagten auch nur ansatzweise vorzustellen... Die Autorin hat historische Briefe und Berichte in ihre Geschichte mit einbezogen, die durch die damalige Schreibweise zwar etwas schwieriger zu lesen sind, aber das Buch noch realer und glaubwürdiger wirken lässt. Wenn nicht noch die gut eingefädelte Liebesgeschichte vorhanden wären, würde das Buch eher einem sehr gut recherchiertem Sachbuch, als einem Roman gleichen. Der Autorin ist es gelungen die wichtigsten Aspekte zum Thema Hexenverbrennung heraus zu arbeiten und perfekt in Szene zu setzen. Nach diesem Buch konnte ich plötzlich nachvollziehen, wie es überhaupt zu so einer massenhaften Ausbreitung kommen konnte.

      Beeindruckend fand ich auch das Nachwort in dem Sabine Weigand ihre Quellen und eigenen Gedanken beschreibt. Dadurch erschien das zuvor Gelesene in einem ganz anderen Licht. Ich war immer am grübeln, wie konnten Menschen nur so einen Wahn entwickeln und anderen solche Grausamkeiten antun, so ist die Antwort im Nachhinein darauf eigentlich ganz einfach: Die Menschen wussten es damals einfach nicht besser! Wie konnte auch ein solch gütiger Gott, von dem die Priester ständig predigten, die Ernte durch Hagel vernichten, dass Mensch und Tier an Hunger sterben mussten oder an nicht erklärlichen bzw. bis dahin unbekannten Krankheiten? Warum kommen manche Kinder missgestaltet zur Welt? Durch die immer fortschreitende Forschung können wir uns solche Dinge leicht erklären, aber im Mittelalter gab es sowas einfach nicht. Im Grunde kann man den Menschen damals nichts vorwerfen, außer die Macht- und Geldgier der höheren Obrigkeit.

      Für mich zählt dieses Buch definitv zu den Jahreshighlights! Es ist ein spannendes, historisch genau recherchiertes Zeugnis der Zeit der Hexenverbrennungen! Allen, die sich auch nur annähernd für Mittelalter und "Hexen" interessieren, kann ich das Buch nur empfehlen!!! Es bekommt wohlverdiente :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: Spannung pur, von der ersten bis zur letzten Seite und es war bestimmt nicht mein letzter Roman von Sabine Weigand!
      Viele Grüße von Teufelsweib

    • @CKStreet: auch wenn dir das Buch nicht gefallen hat: Danke für's rauskramen dieser Rezi, die mich sofort überzeugt hat und das Buch auf meine Wunschliste hat wandern lassen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wieviele längst erschienene Bücher ich hier noch für mich entdecken kann. :applause: buechertreff.de/user/12914/
      Gelesen in 2017: 54 - Gehört in 2017: 24 - SUB: 340

      "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)
    • Dank Gaymax hat sich mein SUB um 1 Buch erhöht.

      Bevor ich mit diesem Schmöker anfange, muss ich allerdings erstmal "die silberne Burg" von Sabine Weigand zu Ende lesen.

      Vielleicht möchten Gaymax und ich eine Leserunde im Juni für "Die Seelen im Feuer" machen... Wird dann noch mal öffentlich gemacht. Also, wer Lust hat?
      Liebe Grüße Hedi :love:

      “Wenn du einen Garten und dazu noch eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen.”
      Cicero



      2012: 49 Bücher
      2013: 34 Bücher / 1 abgebrochen
      2014: 17 Bücher

      SUB 01.12.2013 : 152 :pale:
    • €nigma schrieb:

      Es ist ersichtlich, dass für das Buch ausgezeichnet recherchiert wurde.
      Dem stimme ich absolut zu :thumleft: .
      Man merkt früh der Geschichte früh an, dass die Autorin ausführlich recherchiert hat und sie die Fakten wahrheitsgetreu wiedergibt.
      Es wird deutlich, wie der Hexenwahn in Bamberg begann und vor allem wie und weshalb er so ausufern konnte, was mir gut gefiel.
      Fast alle handelnden Personen in dem Buch haben tatsächlich gelebt und ihre einzelnen Rollen bei den Hexenverbrennungen werden
      dem Leser klar vor Augen geführt. Es ist wirklich ein sehr informatives Buch, bei dem die fiktonale Geschichte um die Apothekerin
      Johanna und dem Arzt Cornelius eher im Hintergrund steht und dafür die historischen Begebenheiten im Vordergrund stehen.
      Das Leben der historischen Personen ist aber gut mit den fiktionalen Personen verstrickt, darum kommt dieser Aspekt
      der Handlung dennoch nicht zu kurz. Ich mochte Johanna gerne, wobei die Geschichte um sie und Cornelius nicht
      besonders außergewöhnlich ist. Bei dem Buch geht es eindeutig um die geschichtlichen Hintergründe. Vor allem das
      Nachwort der Autorin macht diese noch verständlicher.
      Für diejenigen, die sich also für den Hexenwahn in der Frühen Neuzeit interessieren, spreche ich eine eindeutige Leseempfehlung
      aus. Mir persönlich war der Schreibstil der Autorin jedoch zu trocken und die Handlung etwas zu zäh, darum wird dies wohl
      auch mein einziger Roman der Autorin bleiben. Aber dank des fundierten Wissens, das dem Leser hier vermittelt wird,
      hat das Buch sicher :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: verdient.
    • Puuhhh! Dieses Buch muss ich erst einmal verdauen! Was für ein schrecklicher Wahnsinn hat da Bamberg heimgesucht!

      Ich habe das Buch jetzt zu Ende gelesen und muss es erst einmal sacken lassen.
      Schuld daran ist die Autorin, die wirklich genaustens recheriert hat und lauter "wahre" Schicksale in ihrem Roman hat einfließen lassen. Man bekommt diesen Wahnsinn so deutlich vor Augen geführt, dass man wirklich bei all diesen Grausamkeiten dabei ist.
      Die Autorin schreibt sehr realistisch, so dass sie auch für "böse" Menschen Partei ergreift, die wirklich an all diesen Wahn glaubten. Dumme Menschen, die einfach ihrer Zeit an dem Aberglauben erlegen sind, gefangen in diesen Gedanken. Aber auch manch anderer, der diesen Wahn kaltblütig ausnutzt, wird nicht ausgelassen.

      Die Lebensgeschichte von Johanna und Cornelius bleibt wirklich manchmal etwas im Hintergrund, hier hätte ich mir manchmal auch etwas mehr Tiefe gewünscht. Allerdings hat die Autorin den Hexenwahn deutlich vor Augen geführt und ich denke, sie hat dabei gar nichts bzw. kaum etwas ausgelassen. So das dieser Teil einfach einen großen Teil eingenommen hat. Manchmal war dies etwas langatmig und nicht ganz so spannend, nur unglaublich schockierend. Deswegen gibt auch einen halben Stern Abzug. Ich hätte mir noch etwas mehr von der fiktiven Geschichte gewünscht, aber so war es auch okay.

      Das Buch möchte ich historisch Interessierten nahelegen. Ich habe schon viele "Hexenbücher" gelesen, aber kaum eines war so gut recheriert und hat diese ganze Grausamkeit so deutlich aufgezeigt. Wirklich ein großes Lob an die Autorin für ihre gute und genaue Recherchearbeit. Von mir gibts :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

      @CKStreet: Naja, bei diesem Thema ist ja wohl klar worauf die Geschichte hinausläuft. Hier ging es ja wohl eher darum, wie dies alles in so einem Ausmaß geschehen konnte und wie es dazu kam. Aber sicherlich ist es für manchen, den dieses Thema nicht ganz so interessiert, etwas langatmig.
      Wir brauchen Geschichten.
      Wer möchte denn nur ein Leben führen, wenn er das von vielen besuchen kann?
      Sabrina Qunaj - Das Blut der Rebellin

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Rapunzel ()

    • Oh, das ist ja sehr interessant!

      Hoffentlich übersehe ich es dann nicht, wenn er im TV läuft. Das Fernsehprogramm geht nämlich in letzter Zeit immer komplett an mir vorbei.

      €nigma, du schreibst hier wieder, wenn der Film ausgestrahlt wird, ja?


      Liebe Grüße
      Rapunzel
      Wir brauchen Geschichten.
      Wer möchte denn nur ein Leben führen, wenn er das von vielen besuchen kann?
      Sabrina Qunaj - Das Blut der Rebellin
    • Rapunzel schrieb:

      €nigma, du schreibst hier wieder, wenn der Film ausgestrahlt wird, ja?
      Ich hoffe, dass ich es nicht verpasse. Leider steht in dem Artikel noch nichts über den Sendetermin. Ich könnte Sabine Weigand anschreiben, vielleicht weiß sie mehr. :-k
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
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