Stephan Harbort - Das Serienmörder-Prinzip. Was zwingt Menschen zum Bösen?


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    Das Serienmörder-Prinzip: Was zwingt Men...

    von

    4.2|3)

    Verlag: Piper Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 336


    ISBN: 9783492250252


    Termin: Juni 2008

    • Stephan Harbort - Das Serienmörder-Prinzip

      330 Seiten


      Autor:
      Stephan Harbort wurde 1964 in Düsseldorf geboren, wo er heute noch mit seiner Familie lebt. Der Dipl. Verwaltungswirt und Kriminalhauptkommissar ist anerkannter Serienmord-Experte, entwickelte Fahndungsmethoden zur Überführung von Serientätern und arbeitet mit Universitäten im In- und Ausland zusammen.

      Zudem war er Fachberater bei zahlreichen wissenschaftlichen TV-Dokumentationen (u.a. für ARD, VOX, BBC), Kino-Produktionen (z.B. für "Hannibal", "From Hell", "Roter Drache"), Krimi-Serien sowie zum Thema "Serienmord/Fallanalytik" bei ARD, ZDF, RTL, SAT.1, PRO SIEBEN und N 24.

      Er hat bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht. "Ich musste sie kaputtmachen" (2004) und "Der Liebespaar-Mörder" (2005).


      Inhalt:
      Serienmörder. Dieses Wort schürt Urängste: Hier droht tödliche Gefahr. Grausamkeit und Erbarmungslosigkeit kennzeichnen diese Täter als vermeintliche Unmenschen. Gerade deshalb rücken sie in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Aber wie und warum werden normale Menschen zu "Bestien"?

      Stephan Harbort hat mit mehr als 50 Serienmördern gesprochen und schildert die spektakulärsten Fälle der vergangenen Jahre. Dabei zeigt sich, dass kein idealtypisches Täterprofil existiert. Und doch gibt es Gemeinsamkeiten.

      Nach fünzehnjähriger Forschungsarbeit ist es Stephan Harbort gelungen, den Code des Bösen zu entschlüsseln. Er deckt Ursache und Wirkung des Phänomens Serienmord auf. Dabei wird deutlich, dass sich hinter dem Gesicht des "freundlichen Nachbarn" auch eine hässliche Fratze verbergen könnte, die urplötzlich losschlägt und seinem Opfer einen grauenvollen Tod beschert. Wir müssen aber ebenso zur Kenntnis nehmen, dass hinter jedem "Monster" auch ein Mensch steht. Und es stellt sich die beängstigende Frage: Könnte auch ich zum Serienmörder werden.


      Meine Meinung:
      Da man ja nicht als Mörder geboren wird, jeder Mensch aber auch eine dunkle Seite in sich trägt, ist es sehr interessant festzustellen, wie manche Menschen in solche Situationen kommen, um diese Grenzen zu überschreiten.

      Wobei ich schon immer der Meinung bin, dass es fast immer milieubedingt ist und das wird mir auch in diesem Buch wieder bestätigt. Die Täter sind schon von Kind auf auf irgendeine Art Aussenseiter und wachsen unter desolaten Umständen auf. Sie werden z.B. geschlagen, missbraucht, oder die Eltern trennen sich und sie werden in ein Heim abgeschoben, oder es gibt gar keinen Vater, oder einer bzw. beide Elternteile sind Alkoholiker und einige leiden sogar unter ihrem Aussehen, wo sie dann noch gehänselt werden. Sie sind dadurch fast immer Einzelgänger und haben niemanden mit dem sie reden könnten, was für manche vielleicht hielfreich wäre. Dadurch werden Schulen abgebrochen, es gibt keinen Beruf, keine Familie, etc., etc.

      Mir fällt auch auf, dass diese Serientäter nie, oder zumindest selten, die Person umbringen, oder sich von ihr trennen, auf die sie die Wut haben oder mit der sie nicht auskommen, sondern immer andere. Damit ist natürlich die Ursache nicht aus der Welt geschafft und es geht immer wieder weiter. Vermutlich ist da eine gewisse Abhängigkeit, oder ist doch die Hemmschwelle da größer, als bei fremden Menschen?

      Das alles kann natürlich absolut keine Entschuldigung für diese ganzen Morde sein, aber ich denke, dass da im Gerhirn auch einiges nicht stimmt, was man ja leider nicht immer feststellen kann, aber manches kommt mir schon krankhaft vor.

      Jedenfalls ein sehr interessantes Buch, das man gelesen haben sollte. Ich hoffe, es kommen noch weitere.
      Liebe Grüße
      Helga :winken:

      :study: ???

      Lesen ist ernten, was andere gesät haben (unbekannt)
    • Stephan Harbort - Das Serienmörder-Prinzip. Was zwingt Menschen zum Bösen?

      Kurzbeschreibung
      "Da war so eine Energie. Da saß ich dem gegenüber und hab' den so angeguckt, und dann kam das. Der wusste nicht, dass ich ihn gleich killen würde - aber ich. Das war so ein Machtspielchen. Das hab' ich genossen, das war klasse." Was macht aus Menschen "Monster"? Gibt es eine todbringende Gesetzmäßigkeit? Stephan Harbort, bekanntester Serienmord-Experte Deutschlands, hat mit mehr als 50 Serienmördern gesprochen und schildert die spektakulärsten Fälle der vergangenen Jahre. Dabei zeigt sich, dass kein idealtypisches Täterprofil existiert. Und doch gibt es Gemeinsamkeiten. Nach fünfzehnjähriger Forschungsarbeit ist es Stephan Harbort gelungen, den Code des Bösen zu entschlüsseln. Er deckt Ursache und Wirkung des Phänomens Serienmord auf. Dabei wird deutlich, dass sich hinter dem Gesicht des "freundlichen Nachbarn" auch eine hässliche Fratze verbergen könnte, die urplötzlich losschlägt und seinem Opfer einen grauenvollen Tod beschert. Wir müssen aber ebenso zur Kenntnis nehmen, dass hinter jedem "Monster" auch ein Mensch steht. Und es stellt sich die beängstigende Frage: Könnte auch ich zum Serienmörder werden?

      Meine Meinung
      Sehr interessantes und gut recherchiertes Buch: Mehr als 15 Jahre befasst sich der Kriminalhauptkommissar Stephan Harbot schon mit dem “Phänomen Serienmord” und gilt als anerkannter Experte auf diesem Gebiet. Er hat viele Serienmörder im Gefängnis befragt, mit einigen brieflich korrespondiert und seine Ergebnisse ausgewertet. Das Buch beleuchtet die Hintergründe der Taten, spart dabei aber allzu reißerische Details aus. Es soll informieren und nachdenklich machen, aber keine pure Sensationsgier befriedigen.
      Harbort schafft den Spagat zwschischen Distanz und Empathie. Er verharmlost nichts, versucht aber zu zeigen, wie aus (bis zu einem gewissen Grad) “normalen Menschen” solche “Bestien” werden konnten und was im Einzelen zum ersten Mord und dann zu weiteren führte.
      Das Buch informiert, wühlt auf und macht auch ein wenig Angst.
      Einen Punkt Abzug gibt es für eine etwas undurchsichtige Struktur. Ein Namensregister wäre hilfreich gewesen, da die “Fälle” teils durcheinander abgehandelt werden, es finden sich immer wieder Querverweise im Text auf bereits besprochene Täter, an die ich mich später allein anhand der Namen nicht immer auf Anhieb erinnern konnte.
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