Erich Hackl - Als ob ein Engel


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    Als ob ein Engel: Erzählung nach dem Leb...

    von

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    Verlag: Diogenes

    Bindung: Gebundene Ausgabe


    ISBN: 9783257065954


    Termin: Oktober 2007

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      Klappentext:
      Mendoza, eine beschauliche argentinische Provinzstadt am Fuße der Anden. Der 8. April 1977 ist der letzte Tag, den Gisela Tennenbaum, 22, mit Sicherheit noch überlebt hat. Ihr weiteres Schicksal ist ungewiss.
      Wie geht eine Familie heute damit um, dass ihr Kind – Gisi – vor vielen Jahren spurlos verschwunden ist? Entführt, gefoltert, getötet? Gisi ist weg und doch da, schmerzlicher, als wenn sie früh verstorben wäre.
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      Gisela Tennenbaums Eltern sind jüdischer Abstammung und verließen im Jänner 1939 Wien, um in Südamerika eine neue Heimat zu finden. Gisela ist das jüngste von drei Kindern , sie wurde 1955 geboren und sehr liberal erzogen. Schon von Kind auf war ihr soziales Engagement, ihre Bescheidenheit, Intelligenz und Verantwortungsbewusstsein augenfällig. In den 70er Jahren engagierte sie sich aktiv in der Widerstandsbewegung, den Montoneros bis sie – vom Regime schon des längeren verfolgt und beobachtet – im April 1977 spurlos verschwand.
      Erich Hackl rekonstruiert anhand von Interviews, Gesprächen und Dokumenten das Leben der Tennenbaums in Südamerika. Im Hintergrund der Situation Argentiniens rund um Perón und den instabilen politischen Verhältnissen in den 70er Jahren zeichnet der Schriftsteller ein sehr anschauliches Bild anhand des Schicksals der Gisela Tennenbaum. Das Buch ist recht dokumentarisch gehalten, der Stil nüchtern und distanziert. Ich persönlich hätte mir ein „psychologisches“ Eingehen auf die Situation der Familie erwartet (und gewünscht), das war aber offensichtlich nicht das Bestreben des Autors. Vielmehr wird hier ein Portrait einer zielstrebigen, vielversprechenden jungen Frau geschildert, die für ihre Idee jäh das Leben lassen musste.

      Einen etwas fahlen Nachgeschmack hinterließ dieses Buch allerdings schon bei mir. Bei den „Montoneros“ handelt es sich um eine recht aggressive, gewalttätige Bewegung. Die Methode, Gewalt mit Gewalt zu begegnen, halte ich persönlich nicht für zielführend. Deshalb finde ich auch die Bezeichnung „Engel“ als weniger passend.
      Herzliche Grüße
      Rosalita

      :study:
      Wenn das Schlachten vorbei ist - T.C. Boyle


      *Life is what happens to you while you are busy making other plans* (Henry Miller)
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