Gisbert Haefs: Schmusemord


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    Schmusemord: Baltasar Matzbachs siebter ...

    von

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    Verlag: KBV Verlags- & Medien

    Bindung: Kindle Edition


    eISBN: 9783954411290


    Termin: Juni 2013

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      Gisbert Haefs: Schmusemord; Goldmann - Verlag 1999; 218 Seiten; ISBN: 3-442-54091-7



      Der rheinische Privatdetektiv Balthasar Matzbach und sein Ermittlerteam
      ermitteln in einem Mordfall an einem Journalisten. Elias Jüssen ist ein
      Philantrop, Mäzen und Unternehmer. Als Unternehmer hatte sich Jüssen
      einen Namen als wohlwollender Sponsor gemacht. Und bekam seine Spenden
      stets mit hoher Rendite zurück. Als der Journalist Nachforschungen über
      Jüssen anstellt, erblickt er das Jenseits.

      Was hier als erstes auffällt, ist die Sprache. Sie ist so herrlich
      exzentrisch und skurril, daß sie dem Leser noch lange nach der Lektüre
      des Buches in Erinnerung bleiben wird. Haefs fallen Wendungen und
      Begriffe ein, die in dieser Form wahrscheinlich einmalig in der
      deutschsprachigen Literatur sind. Sie zu lesen ist schon faszinierend
      genug. Die Handlung geht dabei aber unter.

      Das Buch ist ein Krimi. Der Leser fiebert daher dem Finale entgegen, um
      die Auflösung ds Falles zu erleben. Eine genaue Auflösung dessen, was
      da warum passiert, wird am Ende aber gar nicht geboten. Insbesondere
      die Motive, die die Haupt- und Randfiguren in dem Roman vorantreiben,
      verschwimmen oft hinter diffusem Gelaber. Es gibt hier nicht die
      klassischen kriminalistischen Ermittlungen, wie sie der Fan von
      Kriminalromanen kennt. Dies ist auch die große Schwäche des Romans. Der
      Sprachwitz überlagert im Grunde alles: Handlung und Form bleiben
      schwach, Charaktere diffus. Die Frage, ob die Handlung wirklich immer
      folgerichtig und stringent verläuft, soll hier gar nicht erst gestellt
      werden. Darüber ließe sich wahrscheinlich trefflich streiten.

      Nun ja, ich für meinen Teil las das Buch ganz gerne. Trotz seiner
      Schwächen hebt es sich wohltuend von dem ab, was so landläufig als
      Krimi angeboten wird.
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