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Ken Follett - Die Tore der Welt / World without end

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    Die Tore der Welt: Filmbuchausgabe

    von

    4.4|136)

    Verlag: Bastei-Lübbe

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 1309


    ISBN: 9783404167890


    Termin: Oktober 2012

    • Ken Follett - Die Tore der Welt / World without end

      Zum Inhalt (kopiert bei amazon)

      "World Without End"takes place in the same town of Kingsbridge, two centuries after the townspeople finished building the exquisite Gothic cathedral that was at the heart of "The Pillars of the Earth". The cathedral and the priory are again at the center of a web of love and hate, greed and pride, ambition and revenge, but this sequel stands on its own. This time the men and women of an extraordinary cast of characters find themselves at a crossroad of new ideas--about medicine, commerce, architecture, and justice. In a world where proponents of the old ways fiercely battle those with progressive minds, the intrigue and tension quickly reach a boiling point against the devastating backdrop of the greatest natural disaster ever to strike the human race--the Black Death.

      Meine Meinung

      "World without end" ist einerseits der Folgeband zu "The pillars of the earth", man kann ihn aber auch lesen und genießen, ohne den ersten Roman zu kennen. Die Verbindung zum ersten Band besteht darin, dass auch dieses Buch in (einem fiktiven) Kingsbridge spielt und die Protagonisten die Nachfahren der Hauptfiguren des Vorgängerbuchs sind.
      Die Handlung zieht sich über Jahrzehnte (1327 bis 1361) hin. Über diese Zeit verfolgt der Leser die Geschicke der vier Hauptpersonen von der Kindheit bis ins mittlere Lebensalter. Diese Protagonisten sind die sehr unterschiedlichen Brüder Merthin und Ralph und die Freundinnen Caris und Gwenda. Merthin ist als Architekt und Baumeister tätig, er errichtet eine neue Brücke in Kingsbridge und träumt davon, den höchsten Kirchturm Englands zu bauen. Sein absolut skrupelloser Bruder Ralph erstrebt nichts mehr, als im Krieg zu Ruhm und Ehren zu kommen und geadelt zu werden, dabei ist ihm jedes Mittel zum Erreichen seiner Ziele recht.
      Caris ist die Tochter eines wohlhabenden Kaufmanns, sie hat Ambitionen, die im Mittelalter bei Frauen nicht gern gesehen wurden. Sie macht als Geschäftsfrau und Priorin des Klosters "Karriere", wobei ihr allerdings von den männlichen "Kollegen" in jeder Hinsicht Steine in den Weg gelegt werden.
      Gwenda stammt aus einer armen Bauernfamilie und hat ein äußerst hartes Leben, aber auch sie ist ein unbeugsamer Charakter, der niemals aufgibt und für ihre Träume kämpft, zum Teil mit harten Bandagen...
      Das Leben dieser vier Hauptfiguren ist eng miteinander verwoben: Liebe, Intrigen und tödlicher Hass - alles vor dem Hintergrund einer unruhigen Zeit, in der es keine soziale Gerechtigkeit gab und nicht nur die Adeligen das einfache Volk, sondern auch der Schwarze Tod alle Menschen terrorisierte.
      Die Sprache ist farbenprächtig, plastisch und absolut fesselnd. Ich hatte Probleme, vom 14.Jahrhundert in die Gegenwart zurückzuwechseln und bin richtig traurig, dass dieses Buch nur 1111 Seiten hat. :( Da bleibt nur zu hoffen, dass Ken Follett sich entschließt, eine Trilogie aus der Kingsbridge-Saga zu machen und dass er uns nicht wieder 17 Jahre warten lässt.
      Für mich ist "World without end" das Buch des Jahres 2007! :thumright: :thumleft:

      Auf dieser Seite kann man unter der Überschrift "Ken´s view" ein Interview hören, in dem der Autor Hintergrundinformationen zur Entstehung des Romans gibt.
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von €nigma ()

    • Im März 2008 erscheint "World without end" in der deutschen Übersetzung unter dem Titel "Die Tore der Welt".


      Der Preis ist nicht 0,25€, sondern 24,95€. :mrgreen:
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von €nigma ()

    • Ich habe das Buch soeben beendet und bin genauso begeistert wie €nigma. Ich hatte es ja bereits angelesen, gleich nachdem ich es bekommen hatte, und da gefiel es mir nicht sonderlich - jetzt beim zweiten Anlauf hat es mich allerdings von der ersten Seite an gefesselt.
      Es ist nicht ganz so spannend, wie "The Pillars of the Earth", aber trotzdem noch ein super Buch! Man fiebert mit den Charakteren mit und will gar nicht mehr aufhören zu lesen. Wirklich toll! Auch ich hoffe nun, dass es vielleicht noch ein drittes Kingsbridge-Buch geben wird. :)
    • World without End by Ken Follett

      Ich habe mir gerade das neue Buch von Ken Follett gekauft. "World without End" ist der Fortsetzungsroman von "Säulen der Erde", das ich damals verschlungen habe. Das Buch ist wieder sehr umfangreich (1111 Seiten) und als gebundene Ausgabe reichlich unhandlich - aber egal, ich freue mich wahnsinnig darauf und werde ein Update schreiben, sobald ich die ersten Kapitel gelesen habe. :lol:
    • Eigentlich wollte ich "Die Tore der Welt" für unsere Bücherei nicht gleich kaufen. Für ein gebundenes Buch kann ich drei Taschenbücher kaufen, und unsere Finanzen sind eben nicht sehr üppig. ](*,)
      Deswegen dachte ich, ich warte bis das Buch als Taschenbuch herauskommt.
      Aber Enigmas Beschreibung hat mich nun doch überzeugt. Danke, Enigma :!: =D>
      Ich bin jetzt schon ganz gespannt und werde wohl oder übel das viele Geld dranhängen müssen.
    • Ich habe gestern die ersten 250 Seiten gelesen und bin wirklich begeistert. JuleBule schrieb, dass sie beim Anlesen erst nicht so begeistert war, so ging es mir damals mit "Säulen der Erde" und ich dachte, das werden lange 1000 Seiten aber bei "World without End" sprang der Funken gleich über. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, "Säulen der Erde" habe ich damals auf Deutsch gelesen... Das englische Original ist einfach zu lesen, mitreissend, bisher an keiner Stelle langatmig. Es ist sprachlich nicht gerade sehr anspruchsvoll, aber darum geht es Ken Follett wahrscheinlich gar nicht. Wie schon von €nigma und JuleBule geschrieben, gelingt ihm die Beschreibung der Charaktere hervorragend, man findet schnell seine Favoriten mit denen man Seite um Seite mitliebt, mitleidet, mitfiebert.

      Etwas schockiert war ich gerade über den deutschen Preis, hier kostet das gebundene Buch neu nur umgerechnet 16 Euro... :shock:
    • Ken Follett - Die Tore der Welt

      Amazon-Beschreibung:
      Wir schreiben das Jahr 1327.
      Am Tag nach Allerheiligen werden vier Kinder aus der Stadt Kingsbridge Zeugen eines Kampfes - und eines tödlichen Geheimnisses.
      Caris,Tochter eines Wollhändlers und Nachkomme von Jack Builder, hat denTraum, Ärztin zu werden. Merthin, ein Nachfahre von Toms Stiefsohn Jack, dem Erbauer der Kathedrale, hat dessen Genie und rebellische Natur geerbt. Sein Bruder Ralph strebt den Aufstieg in die Ritterschaft an. Gwenda, Kind eines Tagelöhners, will nur ihrer Liebe folgen. Und da ist noch Godwyn, Caris' Vetter, der entschlossen ist, Prior von Kingsbridge zu werden - um jeden Preis.
      Stolz und Rache, Ehrgeiz und Liebe wird das Leben dieser Menschen bestimmen. Sie werden Reichtum und Armut, Krieg und Pest erleben. Und immer wird der Schwur sie verfolgen, den sie an jenem schicksalhaften Tag leisteten.
      Nach dem Jahrhundertwerk "Säulen der Erde" hat Bestseller-Autor Ken Follett 18 Jahre später seine Erzählung fortgesetzt. Der neue historische Roman spielt 200 Jahre später am gleichen Schauplatz und macht den Beginn einer neuen Zeit lebendig.

      Meine Meinung:
      Wir haben zwar erst März und ich habe in diesem Jahr schon einige, wirklich gute Bücher gelesen, aber dennoch wage ich zu behaupten dass "Die Tore der Welt" DAS Buch des Jahres für mich ist.
      Innerhalb von einer Woche habe ich mich durch die ca. 1.200 Seiten gelesen und musste mich richtig zusammenreißen um daran zu denken zwischendurch auch noch einmal einkaufen zu gehen oder durch die Wohnung zu putzen. :wink:

      Die Geschichte ist sehr flüssig geschrieben und zieht den Leser von der ersten Seite an direkt mitten ins Geschehen.
      Follett gewährt dem Leser Einblicke in die Gedankenwelt all seiner Hauptprotagonisten und baut dadurch eine solche Nähe zu diesen Figuren auf, dass man sich beim Lesen fühlt als wäre man mittendrin, statt nur dabei. :wink:
      Bei so manchen dieser Figuren überkam mich das kalte Gruseln, weil ich durch den Einblick in ihre Gedanken sehen konnte wie abstoßend sie wirklich waren und mit anderen Protagonisten konnte ich mich sehr gut identifizieren und habe richtig mit ihnen mitfiebern, mitleiden und mitjubeln können.

      Durch die vielen verstreuten Hintergrundinformationen, die Follett in dieses Buch eingebaut hat (z.B. die Einblicke in das medizinische Wissen des Mittelalters oder Hintergrundwissen im Bereich der mittelalterlichen Architektur), ist es ihm gelungen eine längst vergangene Zeit zum Leben zu erwecken und sie für den Leser so greifbar zu machen dass ich stellenweise nicht ohne eine Packung Tempos auskam, weil ich derart in die Geschichte hineinverstrickt war, dass ich die Emotionen der Protagonisten fast am eigenen Leib spüren konnte.

      Auch die, aus heutiger Sicht wirklich haarsträubende Rechtssprechung des Mittelalters, ist mir in diesem Buch so nahe gebracht worden, wie in kaum einem anderen historischen Roman, der in dieser Zeit spielt.
      Bei den himmelschreienden Ungerechtigkeiten und der völligen hilflosigkeit der "Normalbevölkerung" gegenüber der Willkür des Adels lief es mir meim Lesen oftmals eiskalt den Rücken herunter.

      Es gab äußerst ekelerregende Stellen (z.B. eine ziemlich detaillierte Beschreibung der Hinrichtungsart des Häutens), unglaublich wütend machende Stellen (z.B. die Denkweise mancher adeligen Männer gegenüber seinen weiblichen Mitmenschen), furchtbar traurige Stellen (im Mittelpunkt dieses Romanes steht der Ausbruch der Pest), zu Tränen rührendes Glück (diese Stellen verrate ich nicht :wink: ), fulminante Schlachten und niederschmetternde Ungerechtigkeit - aber eines gab es während der ganzen 1.200 Seiten nicht. Und zwar Langeweile.

      Für mich ist dieses Buch eines der Besten, die ich je gelesen habe und ein Beweis dafür, dass Fortsetzungen nicht zwangsläufig schlechter sein müssen als die Vorgänger. Ganz im Gegenteil.
      :thumleft:
      Ich :study: gerade: Was wir nicht wussten von TaraShea Nesbit

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von K.-G. Beck-Ewe ()

    • Vielen Dank, Hiyanha, für die ausführliche Beschreibung!
      Ich habe wirklich auch überlegt, ob ich das Buch tatsächlich für unsere Bücherei kaufen soll, weil es als gebundenes Buch doch recht teuer ist und ich einen Abklatsch von "Die Säulen der Erde"erwartet habe.
      Aber nach der Beschreibung werde ich das Geld wohl doch investieren.
    • Vielen Dank für diese tolle Rezension - die hat mich jetzt soweit neugierig gemacht und motiviert, mir das Buch für meinen heutigen Lesenachmittag vorzunehmen (draußen windet es wie wild, der Himmel ist grau, es regnet immer wieder - was könnte also besser passen als gemütliches Schmökern?). Ich konnte mit "Die Säulen der Erde" irgendwie nie wirklich warm werden, und habe es, nachdem ich mit dem Lesen einfach nie voran kam, schließlich als Hörbuch angehört. Aber auf "Die Tore der Welt" bin ich jetzt wirklich sehr gespannt!
      In allem habe ich Ruhe gesucht und sie nirgends gefunden außer in einer Ecke mit einem Buch.
      - Umberto Eco
    • Thari schrieb:

      Vielen Dank für diese tolle Rezension - die hat mich jetzt soweit neugierig gemacht und motiviert, mir das Buch für meinen heutigen Lesenachmittag vorzunehmen (draußen windet es wie wild, der Himmel ist grau, es regnet immer wieder - was könnte also besser passen als gemütliches Schmökern?).
      Dem kann ich mich in allen Punkten nur anschliessen. :thumleft:
      Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.
      (Jorge Luis Borges)
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