Gisbert Haefs: Das Triumvirat denkt

    • Krimi/Thriller

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    Das Triumvirat denkt. WDR Kriminal- Hörs...

    von

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    Verlag: Goldmann

    Bindung: Sondereinband


    ISBN: 9783442700127


    Termin: 1994

    • Gisbert Haefs: Das Triumvirat denkt

      Gisbert Haefs: Das Triumvirat denkt; 1 MC 44 Minuten; ISBN:
      3-442-70012-4; Regie: Heinz D. Koehler; Ton: Renate Schlicht-Hörlein;
      Schnitt: Andreas Ehrig; Sprecher: Peter Pasetti, Hans Korte, Heinz
      Trixner



      "Ein verschwundener Bauunternehmer, ein toter Kater und eine heiße
      Spur" bestimmen die Handlung, wenn man der Inhaltsangabe auf der
      Schutzhülle glaubt.

      Drei ältere Herren beim Skatspiel reichen aus, um eine geistreiche und
      wortwitzig-wortspielerische Geschichte zu erzählen. Dank ihrer
      Denkarbeit, Logik und Quasselleidenschaft gelingt es dem Trio, das
      Rätsel um einen verschwundenen Bauunternehmer zu lösen. Es macht
      richtig Spaß, zuzuhören. Haefs jongliert mit den Worten und würzt sie
      mit Humor. Leider fehlt hier die quasi amtliche Bestätitung durch die
      Polizei, ob die Lösung auch richtig ist. Dies ist aber auch der einzige
      Makel, der mir aufgefallen ist.

      Die Sprache, die Sprecherstimmen stehen hier im Vordergrund. Musik und
      Hintergrundgeräusche kommen eher beiläufig vor. Form und Inhalt
      ergänzen sich in diesem Hörspiel ideal. Wer intelligente und
      wortgewaltige Unterhaltung mag, der sollte zu diesem Hörspiel greifen.

      Eine persönliche Anmerkung sei hier erlaubt. Gisbert Haefs ist ein
      wortgewaltiger deutscher Kriminalschriftsteller. Allein schon seine
      Romane um Balthasar Matzbach sind erste Sahne. Seine Lust am
      Fabulieren, an der skurrilen Handlung, am Wortwitz und an einer
      Handlung, die mehr aus dem Geist heraus lebt, ist hier deutlich zu
      spüren. Die Geschichten vom Triumvirat sind nicht unbedingt klassische
      Kriminalromane. Drei ältere, Skat spielende Herren ersetzen den
      allwissenden Detektiv. Es fehlt die Bestätigung, daß die Lösung den
      Tatsachen entspricht. Es werden keine Spuren geischert und keine
      Verdächtigen befragt. Das ist im vorliegenden Hörspiel aber auch gar
      nicht nötig. Ort der Handlung und Personen sind überschaubar; wieso
      also Handlungsstränge konstruieren, die gar nicht erforderlich sind?
      Die Handlung ist so, wie sie ist, einfach nur gut.
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