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George R. R. Martin - Die Herren von Winterfell / A Game of Thrones 1

    • Fantasy-Abenteuer

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    • Klaus V. schrieb:

      Squirrel schrieb:

      nicht wegen einer sonstwie gearteten Aussage und Botschaft des Autors liest, immer und überall nur vor der Realität flüchten und sich betäuben will.
      Da fühle ich mich doch sehr seeehhhr mitssverstanden!. Ich kann sehr wohl Bücher lesen (und tue das vielleicht sogar mehrheitlich), die kaum Aussage und Botschaft haben, aber SCHÖN sind!
      Du hast doch den Begriff der Betäubung ins Spiel gebracht in Bezug auf ein Buch, das Dir schlicht und einfach nicht gefällt. :-k Wobei auch Flucht und Betäubung für mich zwei verschiedene Dinge sind

      Klaus V. schrieb:

      Squirrel schrieb:

      nicht wegen einer sonstwie gearteten Aussage und Botschaft des Autors liest, immer und überall nur vor der Realität flüchten und sich betäuben will.
      Sprachliche Brillianz ist mir persönlich viel mehr wert als Botschaft. Wahre Begeisterung spüre ich bei den Sprachvirtuosen nicht bei den Missionaren. Emotionaler Taumel, das wünsche ich mir - und das ist sehr wohl auch eine Realitätsflucht. Ich flüchte viel und gern! Aber ich will dahin flüchten, wo es interessant ist. Ich trinke ja auch lieber eine Flasche Rotwein als eine Schlaftablette zu nehmen. (ich merke gerade, wie toll ich meine Metapher finde!).Nach der Flasche bin ich auch recht betäubt, aber die Betäubung selbst hat Spaß gemacht und inspiriert.
      Tja, da kommen wir nicht überein - nur weil jemand mit Sprache umgehen kann, will ich kein Buch von demjenigen lesen, dass nur aus Wörtern und nicht aus einer Geschichte besteht. Da sind unsere Geschmäcker zu verschieden. Ich kann nur immer weniger verstehen, warum ausgerechnet Du dann zu einem Buch wie diesem gegriffen hast. ?(
      viele Grüße vom Squirrel

      :study: Elizabeth Kostova - The Historian
      :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)
    • Klaus V. schrieb:

      Magdalena schrieb:

      Eins kann man sich aus den Büchern allerdings durchaus "fürs Leben" mitnehmen: dass der erste Blick manchmal gewaltig trügt und nicht immer alles so ist, wie es zu sein scheint
      Das wiederum hätte ich gern erklärt. Versttehe ich in dem Zusammenhang nicht.
      Finde ich jetzt nicht so schwer zu verstehen, aber bitte: Ich habe selten eine Serie gelesen, in der man so oft das, was ich über Figuren oder Zusammenhänge zu wissen glaubt, neu bewerten muss. Hier gibt es kein Schwarzweiß und kein (oder zumindest sehr wenig) "nur gut" oder "nur böse". Das taugt durchaus als "Botschaft", wenn man denn unbedingt eine finden möchte.
      Why say 'tree' when you can say 'sycamore'?
      (Leonard Cohen)
    • Das Lied von Eis und Feuer zählt zu meinen Lieblingsbüchern und ich finde, es wird doch viel über die Geschichte erzählt.
      Von den Kindern des Waldes, den ersten Menschen, den Targaryen's und frühere Häuser, das Leben der gewöhnlichen Bevölkerung wird besonders in Königsmund verdeutlicht. Man erfährt auch, wie (da @Klaus V. fragte) Nahrung angebaut wird, was ja auch eines der zentralen Probleme im Krieg für die gewöhnliche Bevölkerung darstellt und der Anbau der Nahrung war auch ein zentrales Thema in der Kriegsführung. George Martin beschrieb, dass im Krieg bewusst die Felder niedergebrannt und das Vieh getötet wurde und dass die Bevölkerung in Königsmund Unsummen für Essen bezahlen mussten und auch Hunde, Katzen etc. gefangen und getötet haben, damit sie irgendetwas zu essen bekamen. Da durch die Zerstörung der Bauernhöfe und Felder die Nahrungszufuhr immer geringer wurde, verließen auch viele Bürger Königsmund. Auch in Hohenehr wurde beschrieben, wie die einzelnen Etagen funktionieren und dass in Kriegszeiten versucht wurde, die Zufuhr abzuschneiden, da die Nahrung eben extra von den unteren Ebenen bis an den höchsten Punkt transportiert werden musste.

      Eigentlich wurde dieses Thema äußerst detailliert beschrieben. Auch in den anderen Städten (Bauern, Handelsabkommen mit anderen Städten, Sklaven etc.). Deshalb wundert mich die Frage. Ich möchte nicht arrogant wirken, aber anscheinend wurde nicht aufmerksam gelesen, aber dann von Betäubung gesprochen. Besonders George Martin wird häufig kritisiert, da er eben zu detailliert auf die alten Geschichten von Westeros eingeht, sich in Beschreibungen des Lebens der Bevölkerung, Nahrungsmitteln und Kleidung verliert und eben nicht mit der Handlung weiterkommt.

      Aber so sehr ich die Buchserie mag, George Martin wurde Opfer seiner eigenen Popularität und Tolkien ist für mich noch ein ganz anderes Niveau in Sachen Figuren, Handlung und Atmosphäre, aber ich denke, sie lassen sich auch nicht vergleichen. Tolkien ist ästhetisch, intelligent und tiefgründig, während George Martin unterhalten möchte, leicht verständlich ist und gerne mit extremen moralischen Grundsätzen spielt.
      Derzeitiges Buch: Sandman Omnibus I
      Derzeitige Serie: Peanuts chronologisch, Lady Oscar
    • Mein Fazit:



      Auf die TV-Serie bin ich ja schon längst aufmerksam geworden, auch wenn ich noch nicht auf dem aktuellsten Stand bin. Es geht demnächst mit der vierten Staffel weiter.

      Auf die Buchvorlage zur Serie war ich schon sehr gespannt und entdeckte das Buch eines Tages in der Bibliothek. Und ich bin froh, dass ich es mir nur ausgeliehen habe. Denn nach 350 Seiten war Schluss. Nicht nur in der Serie tauchen viele Menschen auf, nein, im Buch ebenfalls. Ich konnte die Namen nicht immer so zuordnen, musste im Gedächtnis kramen oder in der Legende hinten blättern (die ich irgendwann zufällig entdeckte). Es war schon manchmal mühsam.

      Der Autor hat die Szenen in Westeros ziemlich ausschweifend erzählt und ich konnte mir auch so ein gutes Bild machen. Die Kälte, die mysteriösen Wesen, die Angst der Menschen und auch die übrige Atmosphäre wurde vom Autoren eingefangen. Und der Phantasie wurde hier keine Grenzen gesetzt, sehr beeindruckend war die Beschreibung der Mauer aus Eis.

      Für mich war es jedoch einfach zu anstrengend. Oft hatte ich nach ein paar Minuten keine Lust mehr zum Lesen oder ich war zu müde, um die ganzen agierenden Personen auseinander zu halten. Nach einer Woche gab ich. Obwohl der Schreib- und Erzählstil schon beeindruckend ist, konnte es mich nicht wirklich mitnehmen.

      Für den Abbruch gibt es leider nur die Mindestbewertung von zwei Sternen.
      LG, Elke :wink:

      2012-2014 gelesen: 50 Bücher/ 16.806 Seiten
      in 2015 gelesen: 57 Bücher / 22.792 Seiten
      in 2016 gelesen: 83 Bücher/ 30.850 Seiten/ 506 Minuten gehört
      in 2017 gelesen: 73 Bücher/ 30.528 Seiten/ 18 Hörbücher/ 9.730 Minuten gehört/ SuB: 105 Bücher :-,

      Mein Blog: Bücher suchen ein neues Zuhause!
    • Klappentext:

      Eddard Stark, der Lord von Winterfell, lebt mit seiner Familie im kalten Norden des Königreichs Westeros, und er weiß, dass der nächste Winter Jahrzehnte dauern wird. Als der engste Vertraute seines Königs und alten Freundes Robert Baratheon stirbt, soll Eddard an dessen Stelle treten. Für die Zeit, die er am Köngishof zubringen muss, überträgt Eddard die Herrschaft über Winterfell an seinen Erben Robb - während sich sein Bastardsohn Jon den Kriegern der Nachtwache anschließt. Doch Robert Baratheon ist nicht mehr der starke Herrscher, der er einst war, und um den Eisernen Thron scharen sich Intriganten und feige Meuchler. Eddard sieht sich plötzlich von mächtigen Feinden umzingelt und muss hilflos zusehen, wie seine vielköpfige Familie in alle Winde verstreut wird. Die Zukunft des gesamten Reiches Westeros steht auf dem Spiel...

      Meine Meinung:

      Ich habe zuerst die Serie gesehen und war einfach begeistert. Nach der Serie habe ich überlegt, ob ich die Bücher überhaupt kaufen und lesen soll, jetzt bin ich unendlich froh, dass ich es getan habe. Ich bin auf keinen Fall enttäuscht. Sicher kenne ich nun die Geschichte und weiß auch schon was passiert, aber es ist eher wie alte Bekannte zu treffen und diese noch besser kennenzulernen.

      In der Serie hat man nicht viel Spielraum für die eigene Fantasie, aber im Buch (obwohl man die Geschichte kennt und den Protagonisten automatisch mit den Gesichtern der Schauspieler versieht) lernt man doch die Gedanken und Gefühle der Personen besser kennen. Nur im Buch kann man die Gedanken und Träume von Eddard kennenlernen und weiß, wie Arya sich wirklich fühlt.

      Ich liebe diese Serie (sowohl Film - wie auch die Bücher) und ich liebe jeden einzelnen (na ja, mehr oder weniger) der Protagonisten.

      Einfach herrlich. Ich freue mich, dass ich noch neun weitere Bände vor mir habe (bis der nächste Teil in Buchform erscheint).

      Fazit:

      Volle Punktzahl.
      Liebe Grüße
      Pokerface

      Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen (Yoda) :study:
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