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Joanne Harris - Chocolat

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    Chocolat: Das Buch zum Film

    von

    4.2|34)

    Verlag: Ullstein eBooks

    Bindung: E-Book Download

    Seitenzahl: 331


    eISBN: 9783548921143


    Termin: November 2010

    • Joanne Harris - Chocolat

      Kurzbeschreibung bei Amazon
      Ist Vianne Rocher eine Magierin? Sie verzaubert die Menschen mit ihren selbstgemachten Pralines und Schokoladenkreationen. In dem französischen Städtchen, in dem sie sich niederläßt, gewinnt sie rasch Zugang zu allen Herzen. Mit einer Ausnahme: Pater Reynaud erklärt ihr, besorgt um das Seelenheil seiner Gemeinde, den Krieg.Es ist Fastnacht, als Vianne Rocher mit ihrer kleinen Tochter Anouk in das französische Städtchen Lansquenet-sous-Tannes kommt und die leerstehenden Räume einer Bäckerei am Kirchplatz in einen bezaubernden Laden für Schokoladen und Pralines aller Art verwandelt. Pater Reynaud, dem ortsansässigen Pfarrer, ist diese Art "himmlischer Verführung" jedoch ein Dorn im Auge: Schokolade, und dazu noch in der Fastenzeit! Er erklärt Vianne Rocher den Krieg - und untersagt den Mitgliedern seiner Gemeinde jeden Umgang mit ihr.
      Doch Vianne hat ein besonderes Gespür für ihre Kunden: Für jeden weiß sie das Praline oder die Schokoladensorte, die am besten seiner Persönlichkeit entspricht. Und so entwickelt sich ihr kleiner Laden schon rasch zum geheimen Mittelpunkt des Ortes, zu dem jeder seine Sorgen, Hoffnungen und Träume trägt. In diesem Konflikt setzt Pater Reynaud alles auf eine Karte ..."Dieser Roman macht Appetit auf Leckereien."
      Die Welt

      Einfach nur schön. Gestern habe ich noch den Film dazu gesehen. Natürlich hat mir das Buch besser gefallen, wie es ja meistens ist aber auch der Film ist schön
    • hallo knoermel,

      ich habe das buch auch gelesen. gekauft habe ich es mir vor zwei jahren in einer bahnhofsbuchhandlung, während ich darauf gewartet habe, dass meine freundin mit dem zug ankommt. ich habe noch auf dem bahnsteig angefangen zu lesen und wollte gar nicht mehr damit aufhören.
      zum glück ist meine freundin auch so eine leseratte wie ich, und wir haben tagelang auf der couch gelegen und bücher verschlungen. zu weihnachten hab ich dann den film von ihr bekommen.
      dann hatte ich wegen des films sogar angefangen selbst pralinen usw. herzustellen, weil mir alles so gut gefallen hat.
      ich habe mir weitere bücher von joanne harris gekauft, z.b. "fünf viertel einer organge", welches ich auch innerhalb von zwei tagen gelesen habe.
      an "wie wilder wein" hänge ich immer noch und habe zwischendurch mit anderen büchern angefangen, weil es nicht ganz so gut ist, wie ich finde.
      aber auf "die blaue muschel" bin ich auch schon gespannt.
    • Ich habe das Buch damals nach dem Kinobesuch gelesen und war beeindruckt, wie gefühlvoll die Autorin die Geschichte von Vivanne Rocher erzählt.
      Auch die Verfilmung hat mir sehr gut gefallen, allerdings ist die Stimmung, die durch das Buch vermittelt wird, noch schöner, als es im Film dargestellt wird (und vielleicht auch dargestellt werden kann).


      Es ist ein alchimistisches Vergnügen, die matte Kuvertüre in das Narrengold zu verwandeln, eine Art laienhafter Zauber...Das Duftgemisch aus Kakao, Vanille, heißem Kupfer und Zimt ist sinnlich und berauschend; es erinnert an den schwülen, erdigen Geruch in den süd- und mittelamerikanischen Regenwäldern.Dies ist meine Art zu reisen...


      Zitat aus dem Klappentext, Vivanne spricht über ihre Leidenschaft


      Chocolat ist ein ansprechendes und unterhaltsames Buch, das nicht nur für Schokoladenfreunde zu empfehlen ist. :wink:

      Gruß
      Wilaja
      :study: John Irving - Witwe für ein Jahr

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wilaja ()

    • Da bekommt ja wirklich Appetit... auf das Buch! :mrgreen:

      Den Film habe ich auf VHS und schon mehrmals gesehen, das Buch liegt seit Jahren jungfräulich auf meinem SUB, aber das werde ich jetzt wohl bald ändern!!
      Ein Leser hats gut: er kann sich seine Schriftsteller aussuchen.
      (Kurt Tucholsky)
      ____________________________________
      meinebuecherwelt.wordpress.com/
    • Hab von Joanne Harris

      - Chocolat
      - 5/4 einer Orange
      - Wie wilder Wein
      - Das Lächeln des Harlekin
      und

      - Die blaue Muschel

      gelesen.

      Chocolat und 5/4 einer Orange fand ich am besten.
      Da habe ich die Schokolade bzw. die Orangen förmlich gerochen und die Stimmung im Dorf tatsächlich gespürt! :)
      Sind echt schöne Bücher.

      Den Film "Chocolat" finde ich auch schön.
      Ein Leben ohne Bücher ist möglich - aber nur halb so schön!
    • Also, jetzt bin ich ziemlich verblüfft, weil ich mich vor dem Buch immer gedrücht habe. Meiner Ansicht nach, lebt der Film von seinen Bildern, ich hätte mir nicht gedacht, dass das in einem Buch genauso geschildert werden kann. Eigentlich müsste mich der Blitz treffen, weil ich seit Jahren sehr wohl weiß, dass Filme nie so gut sein können, wie Bücher...
      So, noch etwas, was ich mir kaufen muss.
      Danke!

      Liebe Grüße
      Tink
      Tinte ist das Blut der Dichter!
    • Eher zufällig fiel mir das Buch bei einem Flohmarkt in die Hand. Und nachdem ich noch im Hinterkopf hatte, daß der Film angeblich sehr sehr gut war, dachte ich mir, muß das Buch doch auch mindestens so gut sein.

      Im Endeffekt: Es kann nur besser wie der Film sein. Alleine die Schilderung der Schokolade und der Schokoladensorten, jede anders, konnte ich diese oft richtiggehend riechen.

      Die etwas undurchsichtige Vianne und ihre Lebensgeschichte, ihre fröhliche Tochter, die Dorfbewohner, der Pfarrer, der durchaus aber nicht immer gegen sie war, und das ganze drum und dran, sind hervorragend beschrieben und tragen zu einer hervorragenden Geschichte bei.

      Was mich nur hin und wieder gestört hat: eingestreute französische Wörter und Bemerkungen, die nicht übersetzt werden. Vermutlich verpasst man nicht viel, aber ich ärgere mich dann doch jedesmal, weil ich nicht weiß, was dieser oder jener gesagt hat.
      Die Ehe ist wie eine belagerte Burg:
      Die, die draußen sind wollen hinein. Und die, die drinnen sind wollen hinaus.
      (unbekannt)
    • Gute Nachrichten für jene, die "Chocolat" gelesen haben und das Buch mochten: Joanne Harris hat eine Fortsetzung herausgegeben, und zwar "Himmlische Wunder"

      Inhalt:
      Vianne lebt mit ihren Töchtern in Paris, wo sie eine kleine Chocolaterie betreibt. Mit ihren Schokoladenkreationen verzaubert sie die Menschen. Doch sie ist auf der Flucht vor den Behörden, die ihr die Kinder wegnehmen wollen. Verzweifelt unterdrückt sie ihre wundersamen Kräfte - Zaubersprüche und Tarotkarten sind verboten. Eines Tages taucht die schöne Magierin Zozie de l'Alba auf. Sie erschleicht sich die Freundschaft von Viannes Töchtern, drängt sich in die Chocolaterie und verdreht Viannes Freund den Kopf. Vianne sieht sich aus ihrem eigenen Leben ausgeschlossen, unfähig sich zu wehren. Am liebsten würde sie weglaufen. Oder soll sie doch auf ihre magischen Kräfte zurückgreifen?


      Kaufen werde ich mir das Buch nicht, ich hoffe aber ich bekomme es demnächst in der Bücherei. Hört sich jedenfalls recht interessant an.
      Die Ehe ist wie eine belagerte Burg:
      Die, die draußen sind wollen hinein. Und die, die drinnen sind wollen hinaus.
      (unbekannt)
    • Ich habe erst den Film gesehen, bevor ich das Buch gelesen habe, und war daher am Anfang doch etwas irritiert, da sich Buch in Film in einigen wesentlichen Punkten unterscheiden. Doch nachdem ich die Bilder Films los gelassen hatte, konnte ich das Buch richtig genießen und habe es jetzt auch schon zwei Mal gelesen, weil ich durchaus einen Faible für Bücher habe, die kein (gestelltes) Happy End haben.

      Bisher bin ich leider noch nicht dazu gekommen, die Fortsetzung zu lesen, doch ich kannes kaum erwarten, es endlich zu tun, weil ich wirklich gespannt bin, wie alles weiter geht.

      Joanne Harris ist insgesamt eine meiner Lieblingsautoren. Wirklich weiterempfehlen kann ich "Das verbotene Haus", das durch die Art und Weise, wie es geschrieben ist - es gibt zwei Ich-Erzähler, die abwechselnd erzählen, wobei man sehr genau weiß, wer der eine ist, während man den anderen nach und nach durch kleine Hinweise kennen lernt - wirklich spannend, überraschend und somit interresant ist!
      With freedom, books, flowers, and the moon, who could not be happy? ― Oscar Wilde
    • Wie Kaba habe ich auch zuerst den Film gesehen und mir dann geschworen, dass Buch zu kaufen. In diesem Sommer habe ich es dann auf einen Bücherflohmarkt entdeckt und nun gelesen.

      Da ich mich nicht mehr so gut an den Film erinnern konnte, hatte ich auch keine Bilder davon im Kopf. Der Schreibstil von Joanne Harris gefällt mir ausgesprochen gut, so dass ich noch weitere Bücher von ihr lesen werde.

      Das Misstrauen des Pfarrers gegenüber Vivianne fand ich sehr beeindruckend geschrieben. Die Beschreibung der Schokosorten hat mir richtig Lust auf Schokolade und Pralinen gemacht. Ein rund um faszinierendes Buch.

      Liebe Grüße von der buechereule :winken:
      Liebe Grüße von der buechereule :winken:

      Im Lesesessel
      Kein Schiff trägt uns besser in ferne Länder als ein Buch!
      (Emily Dickinson)

      Mein Buchblog: Wörterkatze
      aktueller Beitrag:


      2018: 8/2.247 SuB: 2.229 (B/E/H:1.834/370/25)
    • Ich habe auch zuerst den Film gesehen und nun ENDLICH das Buch gelesen.
      Das Buch finde ich genauso toll, wie den Film. Ich gebe Kaba Recht, in einigen wesentlichen Punkten unterscheidet sich das Buch von dem Film, aber (auch ich habe erst die Bilder des Films "loswerden" müssen), trotzdem habe das Buch sehr genossen. Besonders natürlich die wunderbaren Beschreibungen der Schokoladenherstellung. Das kommt in dem Buch einfach besser rüber als im Film. Ich hatte ständig Appetit. :loool:

      Von mir bekommt das Buch 5 Sternchen: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

      Die Fortsetzung subt bei mir bereits und ich freue mich schon sehr darauf. :D
      Narkose durch Bücher - Das Richtige ist: das intensive Buch.
      Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt, zerrt und nicht mehr losläßt.

      :study: Sarah J. Mass - Throne of Glass / Die Erwählte :study:
    • Habe gerade mein "Wichtelbuch" ausgelesen und muß sagen es hat mir sehr gefallen! :thumleft:
      Zuerst ging es mir wie Kaba und Suspiria und ich mußte die Bilder des Films, der sich an vielen Stellen vom Buch unterscheidet, aus meinem Kopf scheuchen! :wink:
      Aber dann konnte ich das Buch voll und ganz genießen:
      Es ist wunderschön poetisch geschrieben und diese wundervolle Schokolade... (mit der mich meine Wichtelmama moplue ja glücklicherweise gleich mitversorgt hat! :santa: )
      Die Fortsetzung landet sofort auf meiner Wunschliste! :loool:
      Meine Bewertung: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

      Liebe Grüße von Frauke 74 :winken:
      Ich :study: gerade:
      "Das Lied von Eis und Feuer 4 - Die Saat des goldenen Löwen" von George R.R. Martin (Kindle)



    • Mir hat das Buch weniger gut gefallen. Irgendwie bin ich mit dem Schreibstil der Autorin nicht zurecht gekommen. Hab das Buch auch nie fertig gelesen. Gestern habe ich den Film gesehen und der hat mir total gut gefallen! :thumleft: Jetzt habe ich irgendwie doch Lust auf das Buch bekommen. :-s

      :flower:
      "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
      Hape Kerkeling

      "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
      Bettina Belitz - Scherbenmond
    • Ich lese das Buch gerade - bin etwa auf der Hälfte - und fand es von der ersten Seite an toll. Natürlich habe auch ich bereits vor Jahren den Film gesehen, als er im Kino lief, aber das Buch zieht einen mit seinen liebevollen Details und den Einblicken in Viannes Inneres einfach in seinen Bann, selbst, wenn man die Geschichte schon kennt. Ich habe zwar immer noch ständig die Bilder des Films vor Augen, aber das stört mich gar nicht, denn die restlichen Details fügen sich darin wie von selbst ein und lassen die Bilder nur noch schöner wirken.
      Bei Büchern wie diesem stelle ich auch immer wieder fest, dass ich diese ruhigen, unaufgeregten Geschichten um eine dörfliche Gemeinschaft sehr mag, besonders, wenn sich wie hier noch ein bisschen Mystik und Magie mit einmischen. Besonders schön finde ich auch die Einbeziehung der Natur in die Handlung - wenn mal wieder vom Wind die Rede ist, der über den Kirchplatz weht, kann ich ihn fast selber spüren, und die verschiedenen Gerüche kommen in ihrer Beschreibung auch immer sehr lebendig rüber. Wirklich toll geschrieben! Ich habe mir auch gleich schon die Fortsetzung des Buches und noch "Fünf Viertel einer Orange" von der Autorin auf den Wunschzettel gesetzt. :)
    • Nach sämtlichen guten Bewertungen von "Chocolat" mußte ich es sofort auf die Wunschliste setzten. Heute habe ich es endlich in der Buchhandlung bestellt und werde hoffentlich noch diese Woche damit beginnen können. :) "freu"

      Und das Nachfolgebuch " Himmliche Wunder "wurde natürlich direkt mitbestellt!
      "Neue Bücher rochen nach Druckerschwärze, nach Leim, nach Erwartungen. Alte Bücher dufteten nach Abenteuern, ihren eigenen und jenen, von denen sie erzählten. Und gute Bücher verströmten ein Aroma, in dem das alles steckte, und dazu noch ein Hauch von Magie."
      Kai Meyer


    • Bin soeben mit dieser wunderbaren Geschichte von "Vianne" mit ihrer Chocolaterie "La Céleste Praline"fertig geworden. Ich bin richtig in diese französische Province abgetaucht und konnte diese Düfte fast riechen und die Pralinen an meinem Gaumen ebenso schmecken. Die Autorin versteht es, diese kleinen Details gekonnt zu beschreiben, daß die Aromen der Pralinen gefüllt mit Caramel, Vanille, Likör,Trüffel ,Nuß und Orangen in der Luft zu liegen scheinen.Auch die kleinen"Zaubereien" geben der Geschichte einen sinnlichen Hintergrund.

      Für diese "leckeren und sinnlichen Stunden" gebe ich diesem Buch gerne fünf Sterne :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:
      "Neue Bücher rochen nach Druckerschwärze, nach Leim, nach Erwartungen. Alte Bücher dufteten nach Abenteuern, ihren eigenen und jenen, von denen sie erzählten. Und gute Bücher verströmten ein Aroma, in dem das alles steckte, und dazu noch ein Hauch von Magie."
      Kai Meyer


    • Wir kamen zu Karneval an, mit dem warmen Februarwind, der den Duft von am Straßenrand gebratenen Pfannkuchen, Würstchen und süßen Waffeln mit sich trug,
      während Konfetti von Mantelkrägen und Ärmelaufschlägen rieselte und im Rinnstein herumgewirbelt wurde wie ein lächerliches Gegenmittel, mit dem Winter vertrieben werden sollte.
      (Erster Satz)


      Vianne Rocher zieht mit ihrer sechsjährigen Tochter Anouk in ein französisches Dorf, eröffnet eine kleine Chocolaterie, weckt Hoffnungen und entfacht Träume, erfüllt Wünsche und zieht sich somit den Zorn des Dorfpfarrers zu.

      Vianne Rocher ist allein erziehende Mutter, trägt einen bunten Regenmantel, lässt ihre offenen Haare im Wind wehen, hat stets ein Lächeln und einen Gruß auf den Lippen.
      Sie kreiert Pralinen, Croissants, Kekse, gebrannte Mandeln, Eclairs und andere süße Köstlichkeiten und verzaubert und verführt somit ihre Kunden und neugewonnenen Freunde.
      Sie hat immer ein offenes Ohr, ein freundliches Wort für jedermann, sie spendet Trost und schenkt Hoffnung sowie eine Tasse heiße Schokolade.

      Sehr zum Missfallen des Dorfpfarrers Reynaud,
      der Vianne verdächtigt, einen heiligen Krieg gegen ihn und die Kirche im Schilde zu führen.
      Denn Vianne eröffnet ihre kleine Chocolaterie ausgerechnet während der Fastenzeit und hält ihre Türen gar am heiligen Sonntag offen, um des Priesters Schäfchen direkt nach der Messe in Versuchung zu führen.
      Nichts anderes hat sie in seinen Augen im Sinn:
      seine Herde direkt ins Verderben zu führen.

      Und zu allem Überfluss tauchen wieder die Zigeuner in der Stadt auf.
      Ein weiterer Dorn in des Geistlichen Auge.
      Wie gerne würde er Vianne mitsamt Tochter und den Zigeunern aus der Stadt vertreiben.
      Ist Vianne doch die menschgewordene Versuchung und Sünde und die Zigeuner Diebe, Bettler und faule und nichtsnutzige Strolche.

      In seinem (Hunger-) Wahn kann er an nichts anderes denken:
      an die lebenslustige Vianne, die nie zur Kirche geht und bunte Tücher trägt, an den rothaarigen Zigeuner Roux auf seinem verfallenen Hausboot, an den süßen Duft von heißer Schokolade, an Pralinen, die nur darauf warten, aus der knisternden Folie befreit zu werden, an Kinder mit schokoladenverschmierten Gesichtern, ...

      Die Geschichte wird abwechselnd aus zwei Perspektiven erzählt:
      aus der Sicht von Vianne und Curé Reynaud.
      Viannes Passagen sind poetisch, bezaubernd und warmherzig.
      Reynauds sind ironisch, augenzwinkernd und amüsant, ein wenig bösartig, wie er sich aufregt, entgleist, in Gedanken abschweift, in religiösem Wahn abdriftet.

      Der Schreibstil ist poetisch, zauberhaft und bildhaft, dennoch hatte ich beim Lesen leider immer nur den Kinofilm vor Augen.

      Eine bezaubernde Geschichte mit viel Augenzwinkern, einer Messerspitze Magie und einer Brise Wahrheit und Ernsthaftigkeit.

      Wenn man den gleichnamigen Film jedoch wie ich bereits ein paarmal gesehen hat, dem ist das natürlich alles nicht neu, da sich der Film recht nah an der Romanvorlage bewegt.
      Der Film hat die Atmosphäre und den Humor aufjedenfall perfekt eingefangen und wiedergespiegelt.

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: (, weil ich die Geschichte durch den Film bereits zu gut kenne...)


      Manchmal stehe ich vor der Kirche und halte meinen Kopf in den Wind, um einen Hauch von diesem Duft zu erhaschen.
      Er verfolgt mich bis in meine Träume, bis ich verschwitzt und ausgehungert aus dem Schlaf fahre.
      In meinen Träumen esse ich bergeweise Schokolade, wälze mich in Pralinen, und sie fühlen sich weich an wie menschliches Fleisch, wie tausend Münder auf meinem Körper, die mich mit tausend winzigen Bissen verschlingen.
      Unter ihrer zärtlichen Gier zu sterben ist der Gipfel der Versuchung, ...
      (Curé Reynaud auf S. 242)


      Erinnerte mich ein wenig an "Die Hüterin der Gewürze" .
      :study: C L Wilson - Der Winter erwacht
      :) Gelesen 2013: 105 / 2014: 77 / 2015: 16
      8-[ SUB: Ich geb`s auf...


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