Arto Paasilinna - Die Rache des glücklichen Mannes


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    Die Rache des glücklichen Mannes

    von

    4|4)

    Verlag: Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (Bastei Verlag)

    Bindung: Taschenbuch


    ISBN: 9783404772926


    Termin: September 2008

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    • Arto Paasilinna - Die Rache des glücklichen Mannes

      Hier nun mein persönliches Review:

      Inhalt:

      Das Buch „die Rache des glücklichen Mannes“ von Arto Paasilinna handelt von einem Brückenbauingenieur, welcher in einem Provinzkaff in Finnland eine Brücke bauen soll. In der ersten Hälfte des Buches wird er von der verschworenen Dorfgemeinschaft aufs härteste bekämpft und sie versuchen mit allen Mitteln ihn zu verjagen. In der zweiten Hälfte schlägt er zurück. Er schafft es, mit einigen Tricks und durch glückliche Zufälle Ortsvorsteher in dem Dorf zu werden, alle seine Widersacher kaltzustellen und dem Ort zu einem wirtschaftlichen Aufschwung zu verhelfen.

      Meine Meinung zum Buch:

      Mir haben das Buch und die Story ganz gut gefallen. Es liest sich sehr leicht und ist mit seinen 200 Seiten z.B. als unbeschwerte Zuglektüre bestens geeignet. Bei vielen Stellen muss man schmunzeln, hier und da tritt der aus anderen Romanen bekannte Humor von Paasilinna zu Tage. Was mich ein wenig gestört hat, ist die Tatsache, wie übertrieben der Triumphzug der Hauptfigur am Ende ausfällt, das hätte für meinen Geschmack etwas glaubhafter ausfallen müssen. Leider erkennt man auch relativ früh, wo die Story in etwa hinführen wird und es gibt nur wenige Überraschungen. Hier fand ich vor allem schlecht, dass in dem Klappentext schon stand, dass er Ortsvorsteher wird!
      Die finnische Provinz als Handlungsort versprüht dagegen einen Charme, dem man sich irgendwie nicht entziehen kann, wahrscheinlich ist das auch einer der Gründe, warum ich Fan von Arto’s Büchern bin…

      Wertung:

      Von 5 möglichen Sternen gibt’s von mir für dieses kurzweilige finnische Lesevergnügen 3 Sterne.


      Grüßle Pumbi, der Buchhase :)
    • Der Ingenieur Akseli Jaatinen soll in einem finnischen Ort eine Brücke
      bauen. Er tut dies mit Erfolg, seine Arbeiter schätzen ihn. Den
      Honoratioren ist er allerdings durch seine fremde, ganz eigene Art
      zunehmend ein Dorn im Auge und die ganze Sache eskaliert völlig, als er
      sich bei einem Dorffest mit der Gemeindesekretärin einläßt. Er kann
      zwar die Brücke erfolgreich fertigstellen, aber die Dorfprominenz
      intrigiert derart gegen ihn, so dass er sogar seinen Job und guten
      Leumund verliert. Aber er gibt nicht auf, sondern gründet mit seinem
      letzten Geld und der Mithilfe seiner zu ihm stehenden Arbeiter ein
      Bauunternehmen und zieht mit viel Geschick heimlich bald alle wichtigen
      Bauprojekte der Gemeinde an Land und gelangt zu Reichtum und Ansehen.
      Das Buch hat mich bisher am meisten beeindruckt, denn Paasilinna nimmt
      mit diesem Roman die einfachen Leute auf's Korn, ihre Skepsis und ihre
      Vorurteile gegenüber allem, was ihnen fremd erscheint...und wie man
      sich als einfacher Mensch gegen üble Verhaltensweisen und
      Mobbingmechanismen wehren kann, ohne die Achtung vor sich selbst zu
      verlieren.
      Ein guter und m.M.n. aktueller und wichtiger
      gesellschaftskritischer Roman.
      Und für Freunde des Paasilinnaschen Humors ein unbedingtes Muss.
    • Allgemeines:
      Originaltitel: Onnelinnen mies
      aus dem Finnischen übersetzt von Regine Pirschel
      191 Seiten in 34 Kapiteln + Nachwort

      Meine Meinung:
      Jaatinen ist bei seinen Arbeiter, die die Brücke bauen, sehr beliebt. Er sorgt für gerechte Löhne, den nötigen Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit und versteht es, das Wir-Gefühl zu stärken. Anders bei den Honoratioren des Ortes, Bürgermeister, Pfarrer und Baumeister, die ihn gern vertreiben würden. Der Kampf Volk gegen Funktionäre geht pro Jaatinen aus. Aber das ist erst der Anfang.
      Jaatinen, ein Schlitzohr und Tausendsassa, verfügt über unbegrenzte Phantasie, alles nach seinem Kopf zu gestalten, ob er Eisenbahnen verlegt, bei demokratischen Wahlen mauschelt oder Frauen um den Finger wickelt. Das Glück scheint ihm hinterher zu laufen.

      Steht der Leser während seiner ersten Coups noch ganz auf seiner Seite - endlich einer, der es allen zeigt! - beginnt man sich nach der Hälfte des Buches zu langweilen: Jaatinen nimmt ein neues Projekt in Angriff, gleichermaßen begünstigt vom Glück und den eigenen Tricks. Dann kommen die ersten Schwierigkeiten, oft von den Strippenziehern im Hintergrund heraufbeschworen, aber Jaatinen bewältigt alle und macht seine Pläne und Träume wahr. Nebenbei setzt er seine Gegner schachmatt und gründet mehr als eine Familie.

      Die einzelnen Episoden um die Projekte des Protagonisten lesen sich flockig-locker, sind mit Witz und komischen Einfällen geschrieben. Doch irgendwann verlassen den Autor die zündenden Ideen, und er schreibt Variationen zum Thema.

      Fazit:
      Nicht so schlecht wie "Zehn zärtliche Kratzbürsten", aber nicht so gradlinig komisch wie "Im Wald der gehenkten Füchse". Für Fans.
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)
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