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Der Tonsetzer - Seite 301-413


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    Der Tonsetzer.

    von

    2|1)

    Verlag: Heyne

    Bindung: Broschiert


    ISBN: 9783453351004


    Termin: Januar 2007

    • Also sowas!!!!!!!!!

      Jetzt stellt sich doch tatsächlich heraus, dass

      Spoiler anzeigen
      die Briefe in van Bastens Schrank gar nicht an ihn adressiert sind!


      Und da gehen alle meine schönen Theorien den Bach runter! ich dachte ja, dass

      Spoiler anzeigen
      Elvira an ihn geschrieben hat. Anna vllt. die gemeinsame Tochter der beiden ist (inzwischen wissen wir ja auch, dass sie ein Findelkind ist).


      Tja, da habe ich aber richtig schön danebengelegen! #-o

      Nun glaube ich, dass

      Spoiler anzeigen
      der Briefstapel das Paket ist, von dem Justus Paulus und Paul Kramer gesprochen hat. Und in dem Zusammenhang ist die Briefeschreiberin Esther.


      So, und wie passt nun

      Spoiler anzeigen
      die Verbindung zwischen Elvira Hauser und Gesine Spranger ins Bild - oder ist hier wieder eine geschickte Sackgasse gelegt worden? Ich glaubte bisher, dass Elvira sie verbrannt hat. Aber welches Motiv bleibt jetzt noch?! :?:


      Wie "gut", dass heute kaum Kunden im Laden sind - und ich noch bis mindestens 17h hier "ausharren" muss. So erfahre ich die Lösung im Laufe des Nachmittags sicher noch!
      She wanted to talk, but there seemed to be an embargo on every subject.
      - Jane Austen "Pride and prejudice" - +

      :study: Sophie Kinsella: Mini Shopaholic + Lisa Hilton: Queen's Consort
    • RE: Der Tonsetzer - Seite 301-413

      Wie ich sehe, liebt man diesen Roman, oder man kann ihm wenig abgewinnen.
      Also ich gehöre scheinbar zu der anderen Fraktion, nämlich der, die dem Roman eher kritisch gegenübersteht.
      Einzig die Neugier auf die Auflösung hielt mich bis zum Ende bei der Stange. Es war einfach nicht mein Roman. Oft zu hektisch, dann zu pathetisch, dann zu vorhersehbar.
      Es fällt mir, wie auch Coco zuvor, sehr schwer negative Kritik zu üben, bei so einer netten Autorenbegleitung wie von Raico.
      Deshalb möchte ich einfach nur noch bemerken, dass der Roman halt einfach nicht mit meinen literarischen Vorlieben harmoniert hat.
      LG
      Schoenchen O:-)
      :study:
      Meine Bücher, Meine Gedanken, MEIN BLOG
    • Nachdem ich nun einige Tage Zeit hatte den Roman auf mich wirken zu lassen - hier mein Gesamteindruck.
      Gelungener Einstieg in die Geschichte, aber so ab der Mitte des Buches wurde es doch sehr verwirrend. Aus erwarteter Spannung wurde Neugier, was zunächst nicht unbedingt negativ zu werten ist, doch die dargebotenen "Lösungen" fand ich eher konstruiert und unnatürlich. Manche Figur erwies sich als überflüssig, andere waren mir zu oberflächlich. Dass Harald van Basten den unsympathischen, etwas groben Part einnahm, tat mir im Endeffekt leid, wenn auch die Darbietung seines Musikstückes durch Tobias Gärtner versöhnte. Überhaupt die letzten Seiten - 150 Jahre danach -halte ich für einen guten Abschluß.

      Lieber Raico, tut mir leid, wenn ich nicht mehr Begeisterung für dein Buch entgegenbringen kann. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch.
      "Leanders Passion" gefiel mir so gut, weil es ungewöhnlich war, aber "Der Tonsetzer" hält diesem Vergleich nicht stand. Sehr bedauerlich.

      Gruß Wirbelwind

      :study: Joan Aiken, Fanny und Scylla
      :study: Naomi J. Williams, Die letzten Entdecker








      Bücher sind die Hüllen der Weisheit, bestickt mit den Perlen des Wortes.
    • Hier nun - mit 2 Tagen Verspätung - mein Fazit:

      Ich fand den Roman ziemlich flüssig zu lesen und wie man an meinem Eingangspost hier sehen kann, hat er mich zum Ende hin noch ziemlich überrascht. Dort überschlagen sich die Ereignisse!

      Ich hätte mir noch einen stärkeren historischen Bezug gewünscht, denn so wie das Buch ist, hätte es mit wenigen Änderungen zu jeder Zeit spielen können. Im Vordergrund stehen für mich klar die Kriminal- und Liebesgeschichte. Was Musik anbelangt, bin ich nicht sonderlich bewandert. Wahrscheinlich hätte man noch mehr Zwischntöne aus der Handlung herauslesen können, wenn man die Bedeutung und Inhalte von "Fugen", "Sinfonie" etc. kennt.

      Sehr gelungen finde ich die Gegenüberstellung der beiden jungen Romantiker Roland und Alexander einerseits und den leidenschaftlichen, emotionalen Harald von Basten. Dieser Kontrast zeigt immer wieder, wie unzeitgemäß der Typ, den van Basten verkörpert, im 19. Jahrhundert war. Leider war van Basten dann lange Zeit nicht mehr aktiv an der Handlung beteiligt.

      Für mich war "Der Tonsetzer" gute Unterhaltung. Eine tolle Geschichte, die sich leicht weglesen lässt. Mehr hatte ich mir ehrlich gesagt auch nicht erwartet - soll nicht böse klingen, Rainer. Es ist nur so, dass ich immer wieder feststelle, dass Bücher aus dem Heyne-Verlag immer eine Spur an meinem Geschmack vorbei gehen und so nie zu meinen Lieblingsromanen werden. Zu einem gewissen Teil trägt wahrscheinlich auch die Schriftart dazu bei - ich fand sie nicht besonders angenehm fürs Auge.

      Wie Wirbelwind schon sagte, fand ich auch das Ende sehr versöhnlich und gelungen!

      Eine Frage habe ich noch:
      War das beabsichtigt, dass Alexanders Besuch bei Madame fast wörtlich so verlief wie der von van Basten? Oder hat sich das zufälig ergeben?

      So, ich danke für die schöne Leserunde, auch wenn es für mich nicht soviele Ansatzpunkte für eine Diskussion gab. Vielen Dank, dass du alle Fragen so schnell und ausführlich beantwortet hast. In diesem Jahr werde ich auch noch "Leanders Passion" lesen und mich davon überraschen lassen.
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    • Original von Raico
      Am Ende gibt es mehrere Passagen, die sich fast wörtlich - diesmal aber in anderem Zusammenhang oder mit anderen Personen - wiederholen.
      Das war durchaus beabsichtigt!


      Darf ich fragen, weshalb du dieses Stilmittel gewählt hast? Ich fand es auch sehr schön, dass du

      Spoiler anzeigen
      Rolands Kind ebenfalls helfen lässt, beim Osterfeuer mitzubauen. Dadurch entstand ein Kreis, und zudem verspürte ich nochmal Spannung, weil ich hoffte, dass das Kind nicht die Erfahrungen seines Vaters machen muss.


      Ich habe in meinem Post oben nur Bezug auf Alexander genommen, weil es mir dort besonders auffiel. Vielleicht war ich da auch noch irritiert, weil ich beim Lesen die ganze Zeit dachte: "Komisch, das kennst du doch schon?! Kann das sein?!"
      Nachdem ich dann dahinter gekommen bin, konnte ich die anderen Szenen leichter verarbeiten und fand es, wie im Spoiler erwähnt, absolut stimmig.
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    • Ich habe das Buch gestern beendet und muss sagen, dass es mir soweit ganz gut gefallen hat. Die anfängliche Euphorie hielt sich zwar nicht, aber trotzdem fand ich es nicht schlecht.
      Dass sich gegen Ende einige Passagen wiederholen, fand ich durchaus gelungen.

      Mein Fazit:
      Eine unterhaltsame Lektüre, die aber leider trotzdem keinen tiefen, bleibenden Eindruck hinterlassen konnte.
      Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.
      (Jorge Luis Borges)
    • Ich bin nun auch endlich zum Ende gekommen, doch so richtig weiß ich nicht, was ich von dem Buch halten soll. Anfänglich war ich begeistert, ab der Mitte packte mich mehr und mehr die Neugier und zum Ende hin bin ich nun eher ein wenig enttäuscht.

      Die sich wiederholenden Passagen, sowohl bei Harald van Bastens Delirium, als auch bei Alexander Paulus' Besuch bei Madame Chaleur habe ich als störend und bei Alexander sogar als etwas unpassend empfunden, einerseits zeigt es die Verbundenheit zwischen den Charakteren van Basten und Alexander Paulus, beide führen bzw führten ein unerfülltes zum Teil unglückliches Leben, doch letztendlich basiert für mich zu viel der Handlung auf ungesagtem und ungeklärtem zwischen den einzelnen Charakteren, egal wen man da nimmt. Andererseits fügt sich vieles zusammen, allerdings nur beim Leser nicht im Buch selber, es bleibt Wunschdenken des Lesers, das Esther Anna und Alexander über ihre Verwandschaft aufklärt und der von Hanhnlechner untersuchte Mord, bleibt weiterhin ungeklärt. Der Epilog versöhnt insofern, das van Basten zu später Ehre kommt und das Roland wohl nicht der Melancholie verfallen ist, sondern tatsächlich Teilhaber eines erfolgreichen Unternehmens wurde.

      Im großen und ganzen, ließ sich das Buch ganz angenehm lesen, die gewählte Schriftart habe ich zwar auch als unangenehm empfunden, aber ich hatte mich schnell daran gewöhnt. Mein Fazit gleicht dem von Pandämonium, ein nettes über leider nur kurzweiliges Vergnügen ohne bleibenden Eindruck.
      LG, Thalimee :)


    • Gestern habe ich das Buch beendet -> mein Fazit:
      (ich setze jetzt mal keine Spoiler, da ich annehme, dass nahezu alle das Buch zu Ende gelesen haben)

      Ich möchte das, was ich als Zwischenstatement abgegeben habe nicht noch einmal wiederholen, dennoch – ich kann es nur bestätigen.

      Also, am Ende haben wir:

      - Roland, von einer Amnesie genesen, fast in Depressionen abrutschend, der nur durch seine kleinen Sohn davon noch gerettet werden konnte.
      - Seine Mutter Elvira, geistig völlig umnachtet, bringt sich auf dem Platz um, den sie besuchte um alte Erinnerungen (an wen eigentlich, ihren Mann, ihre grosse Liebe ?) aufzufrischen.
      - Anna, die ihre leibliche Mutter zwar kennt, aber nicht weiss, dass sie ihre Tochter ist
      - Alexander, unglücklich und impotent (zumindest zeitweise)
      - Harald von Basten, verwahrlost und verzweifelt, er begeht Selbstmord, indem er sich vom Dach stürzt
      - Hahnlechner, von der Syphillis zunehmend gezeichnet
      - Esther, die sich ihrer Tochter nicht zu erkennen gibt

      Ist das nicht etwas viel der Dramatik ?

      Ich hatte bis zuletzt gehofft, der Kreis schliesst sich – aber, leider, je mehr ich las, desto weniger gefiel mir das Buch, es wurde durch die raschen Szenenwechsel immer anstrengender zu lesen und bei so viel Dramatik und Schicksalsschlägen blieben mir am Ende alle Charaktere fremd, zumal mir bislang immer noch nicht klar ist, welchen dramaturgischen Zweck Rolands Amnesie und Hahnlechners Erkrankung haben sollte.
      Es sind einfach viel zuviele Themen auf die ich mich einlassen soll. Im Ansatz wäre das Stoff für mindestens 4 Bücher.
      Es mag sein, dass mir in diesem „Chaos“ einiges entgangen ist, aber
      - wer hat den nun Gesine getötet, wer hat sie verbrannt ?
      - wie kam Rolands Mutter an die Briefe, die eigentlich Esther gehörten ?
      - um wen trauerte Rolands Mutter, wer oder was brachte sie in solch eine Verfassung, denn sie konnte ja nicht älter als 50 Jahre sein, zu jung für eine „Altersdemenz“

      Nein, das war kein Buch, das Spass und Bereicherung in mein Leben brachte, die Charaktere zu konturlos, die Handlung chaotisch mit zuvielen Nebenschauplätzen.
      Allein der Epilog stimmt zuletzt etwas versöhnlich.

      Lieber Raico, tut mir leid – aber ich habe dies nun in der Art geschrieben, als wärst Du an dieser Leserunde nicht beteiligt, sondern ein uns unbekannter Autor.
      Nichtsdestotrotz gab es auch einige schöne, mich berührende, Passagen in diesem Buch (z.B. von Bastens Gemütszustand als er zum ersten mal Brahms spielen hörte).
      Ich bin sicher, Du kannst das besser (eigentlich etwas vermessen von mir, Dir das zu sagen ....), ich werde mir „Leanders Passion“ auf jeden Fall noch besorgen und lesen – zumal es hier ja durchweg fast nur positive Resonanz bekam.
      Es wäre schön, wenn wir auch noch ein wenig von Dir hören würden, z.B. wie es Dir mit unseren Kritiken geht. Nicht böse sein, aber so ist es eben, wenn man sich der Kritik stellt.
      Es waren doch noch mehr Teilnehmer an dieser Leserunde – ich freue mich auf Eure Endbesprechungen.

      OT: dies war meine erste Leserunde bei und mit Euch, ich freue mich auf weitere – das Lesen und Erleben eines Buches ist doch anders.

      LG
      Coco
      viele Grüße
      Coco

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Coco ()

    • Original von Coco
      - wie kam Rolands Mutter an die Briefe, die eigentlich Esther gehörten ?
      - um wen trauerte Rolands Mutter, wer oder was brachte sie in solch eine Verfassung, denn sie konnte ja nicht älter als 50 Jahre sein, zu jung für eine „Altersdemenz“


      Meines Erachtens haben die Briefe von Rolands Mutter nichts mit denen von Esther zu tun, dass ist ein paralleler Handlungsstrang. Rolands Mutter schrieb sich sicher mit dem von Hahnlechner erwähnten Waldemar, denn am Anfang beschreibt sie wie sie auf dem Waterlooplatz bei den Feierlichkeiten war und ihrem Geliebten zugeschaut hat. Ich denke das wurde eingebaut um den Leser ein wenig auf die falsche Fährte zu locken, beide Liebespaare hatten zu befürchten entdeckt zu werden, gar von der gleichen Person??? Vielleicht war es ja Rolands Mutter oder gar der gewisse Waldemar, der Gesine auf dem Gewissen hatte, dieses letzte Rätsel hat sich für mich leider auch nicht gelöst.

      Es sind wirklich zu viele dramatische Einzelschicksale, da stimme ich zu, das war auch das was ich versucht hatte auszudrücken. Trotz aller Kritik, möchte ich Coco auch in dem Punkt zustimmen, dass es durchaus schöne Passagen in dem Buch gibt, die Handlung ist nur etwas zu vielschichtig.
      LG, Thalimee :)


      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Thalimee ()

    • Original von Thalimee
      Original von Coco
      - wie kam Rolands Mutter an die Briefe, die eigentlich Esther gehörten ?
      - um wen trauerte Rolands Mutter, wer oder was brachte sie in solch eine Verfassung, denn sie konnte ja nicht älter als 50 Jahre sein, zu jung für eine „Altersdemenz“


      Meines Erachtens haben die Briefe von Rolands Mutter nichts mit denen von Esther zu tun, dass ist ein paralleler Handlungsstrang.


      Das war anfangs naheliegend, dass es etwas mit Elvira zu tun hat. Später wird allerdings klar, dass diese Briefe unabhängig voneinander sind. So habe ich das auch verstanden.
      Liebe Lesegrüße
      Eure Süße
      :study: :)

      Erinnerungen, die unser Herz berühren, gehen niemals verloren.
    • Gegen Ende des Buches passiert fast zuviel, so ähnlich hat es Coco ja schon angedeutet.
      Den vierten Teil habe ich fast in einem Rutsch durchgelesen, gottseidank glaube ich, denn ich weiß nicht, ob ich sonst nicht leicht durcheinander gekommen wäre.

      Das Ende... hm... ich weiß nicht so recht.
      Also das letzte Kapitel, bzw. den Epilog finde ich sehr gelungen.
      Aber das Kapitel 63? Ich weiß nicht, wie ich das verstehen soll. Wieso steht gerade das am Ende dieses Buches?

      Am Anfang hat Raico verraten, dass er zwei Lieblingscharaktere im Buch hat.
      Seid ihr beim Lesen darauf gestoßen, welche beiden das sind? :wink:
      Liebe Lesegrüße
      Eure Süße
      :study: :)

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