Frances Hodgson Burnett - Der kleine Lord


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    Der kleine Lord

    von

    4.5|28)

    Verlag: SCM Kläxbox

    Bindung: Kindle Edition


    eISBN: 9783417226966


    Termin: September 2013

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    • Frances Hodgson Burnett - Der kleine Lord

      Originaltitel "Little Lord Fauntleroy"

      Inhaltsangabe (nach "Das Buch der 1000 Bücher") von Amazon kopiert
      Cedric Erroll, genannt Ceddie, blond und blauäugig, ist das siebenjährige Kind eines früh verstorbenen englischen Grafensohns und seiner jungen amerikanischen Frau. Mutter und Sohn leben sehr bescheiden in New York, als der Rechtsanwalt Havisham sie mit der Nachricht überrascht, dass Ceddie künftig der Erbe eines Grafentitels (Earl of Dorincourt) und eines riesigen Vermögens sein wird. Zwei Brüder seines Vaters sind kinderlos verstorben, so dass der alte Earl nun den Sprössling seines dritten Sohnes, den er wegen seiner amerikanischen Heirat verstoßen hatte, anerkennen und auf seine künftige Rolle vorbereiten muss. Ceddie soll nun auf Schloss Dorincourt leben, während seine Mama im Dorf bleiben muss – worauf sie nur um ihres Sohnes willen eingeht. Ceddie selbst jedoch, der nicht nur besonders hübsch, sondern auch gewitzt und überaus mitfühlend gegenüber seinen Mitmenschen ist, gewinnt durch seine freundliche Art die Herzen aller – von den Dienstboten bis zu seinem mürrischen Großvater, der ihn zunächst sehr skeptisch empfangen hatte. Ceddies Mutter wird wegen ihres karitativen Handelns bald von den Dorfbewohnern verehrt.

      Bisher kannte ich "Der kleine Lord" nur durch die allweihnachtliche Wiederholung des Films (einer sehr werkgetreuen Verfilmung), den ich alle Jahre wieder ebenso rührend wie kitschig finde, der mich aber immer wieder in meiner Liebe zu Alec Guiness bestärkt. :drunken:
      Jetzt habe ich das Buch (eine wunderschöne Flohmarkt-Ausgabe von 1961) aus seiner 20jährigen SUB-Position befreit.

      Es fällt mir sehr schwer, dem Buch gerecht zu werden. Erstens spukt der Film beim Lesen ständig in meinem Kopf, zweitens lese ich im Jahre 2006 ein Buch mit einem Protagonisten, der 1886 als eine Art Idealbild eines wohlerzogenen, liebevollen, hübschen, intelligenten, sozialen Knaben erschaffen wurde. Die Hauptpersonen, in erster Linie Cedric und seine Mutter, aber auch die amerikanischen Freunde, die Bediensteten und Gäste sind edel und gut, der Graf wirds, und die Bösen empfangen die wohlverdiente Strafe.
      Glücklicherweise hat die Autorin Sinn für Humor: So blitzt, v.a. in Passagen, die aus der Sicht eines Bediensteten erzählt werden, ein wenig Distanz und Schalk durch. Die Gegenüberstellung des amerikanischen und englischen Lebensstils ist zwar plakativ, aber nicht ohne kleine ironische Spitzen (wenn auch der englische auf der ganzen Linie siegt).

      Einige Sätze aus Kindlers Literaturlexikon zum Buch:
      Indem sie ihren kleinen Helden - mehr die sentimentale Verkörperung einer schönen Idee als ein Kind aus Fleisch und Blut - die Brücke zwischen amerikanisch-demokratischer und englisch-aristokratischer Lebensweise schlagen ließ, verlieh die Autorin den Wunschvorstellungen vieler ihrer Landsleute Ausdruck. Dass die nach dem Motto "Das Gute siegt, das Böse unterliegt" konstruierte Handlung lediglich ein Aufguss altbewährter romantischer Märchenmotive ist und ein sehr verschwommenes, unreflektiertes Bild von den sozialen Verhältnissen der Zeit gibt, konnte des Siegeszug des vielfach übersetzten Jugendbuchs nicht verhindern.

      kurze Informationen zur Autorin

      Marie
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)
    • Ich habe den Film bisher nicht gesehen und mir stattdessen am vergangenen Wochenende, während einer langen Autofahrt mit meinen Kindern die Hörbuchversion des kleinen Lords angetan.
      :silent:
      Ich müsste lange nachdenken, wenn ich ein (Hör)Buch nennen sollte, das noch weichgespülter, noch kitschiger, noch schwarzweißgemalter ist, als "der kleine Lord".
      Der in allem absolut perfekte kleine Cedric, der nicht nur bildhübsch aussieht, sondern auch äußerst mitfühlend gegenüber seinen Mitmenschen ist und der es schafft mit seiner kindlich-weltfremden Art Jeden, aber auch wirklich Jeden um den Finger zu wickeln und zu einem guten Menschen zu wandeln, ist derart überzeichnet dass ich mich zwingen musste, das Hörbuch nicht einfach abzubrechen, weil ich es nach einer Weile schlichtweg nicht mehr ertragen konnte.
      Dummer Weise musste es mir, der mithörenden Kinder wegen, bis zum Schluss antun.

      Die heile Welt in Kinderbüchern unterzubringen ist ja gut und schön und ich bin bestimmt die Letzte, die etwas dagegen hätte, aber die schmalzige Sentimentalität in "Der kleine Lord" war selbst in meinen Augen in schlicht unerträglich.
      Da die Autorin allerdings bereits 1849 geboren wurde, muss man wohl auch den Wandel der Zeiten berücksichtigen, der seit dem Schreiben dieses Buches stattgefunden hat.
      Im vorletzten Jahrhundert war dieses Buch wahrscheinlich zeitgemäß und hat die Leser vielleicht zu Tränen gerührt, heute rührt es (zumindest mich) nur noch zum Suchen nach möglichst schnell wirkenden Verdrängungstaktiken...
      Ich :study: gerade: Das letzte Königreich von Bernard Cornwell
    • Ich habe auch zuerst den Film gesehn, bevor ich das Buch gelesen habe.
      Das Buch ist meiner Meinung nach mittelmäßig.
      Manche Szenen sind rührend und sprechenen einen auch wirklich an, andere hingegen sind einfach zuuuuu rührend und sprechen damit vielleicht Märchenprinzessinen und deren Prinzen an.
      Für Kinder ist dieses Buch bestimmt ein Erfolg, da es überwigend Sonnenschein vermitelt, aber auch mal (etwas) zum Nachdenken anregt.
      Liebe GRüße
      PinkMufiin :winken:
      Vampire Diaries :love:
    • Ich habe auch als Kind schon die klassische Verfilmung gekannt und geliebt. Irgendwann hat mir meine Mutter dann eine wunderschöne Ausgabe vom BertelsmannClub geschenkt, so dass ich das Buch mal gelesen habe. Für mich ist Der kleine Lord eine typische (fast alljährliche) Weihnachtslektüre. :santa: Natürlich sind einige Dinge zu romantisch-beschönigt dargestellt, aber das gehört hier wohl einfach dazu. Mein absolutes Lieblingsbuch wird es wohl nie sein, aber schön zu lesen war es doch - zumal das Buch und der Film wirklich sehr nahe gehalten sind, was ich immer toll finde.

      meiner Liebe zu Alec Guiness
      AHA! Da haben wir also etwas gemeinsam Marie. :love:
      "Köpfe abschlagen ist nicht sehr klug.
      Die Stecknadel, der man den Kopf abschlug,
      fand, der Kopf sei völlig entbehrlich
      und war nun von vorne und hinten gefährlich!"
      (Erich Kästner)


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    • Marie schrieb:

      FallenAngel schrieb:

      Da haben wir also etwas gemeinsam Marie.
      Vergessen wir doch einfach all die Vampirknäbchen und Werwölfchen, die uns trennen, und stürzen wir uns gemeinsam auf Alec. :kiss:
      Gerne! Hachja, der Arme, er tut mir jetzt schon leid. :mrgreen:
      "Köpfe abschlagen ist nicht sehr klug.
      Die Stecknadel, der man den Kopf abschlug,
      fand, der Kopf sei völlig entbehrlich
      und war nun von vorne und hinten gefährlich!"
      (Erich Kästner)


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    • Jedes Jahr wieder

      Jeder Jahr wieder in der Weihnachtszeit muß der Film mit Alec Guinness sein. Ohne ihn ist es kein Weihnachten.

      Im letzten Jahr hab ich es auch endlich geschafft, mir das Buch zu schenken. Allerdings liegt es seit dem auf meinem SuB :cry:
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