Robert A. Heinlein

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    Fremder in einer fremden Welt

    von

    4|2)

    Verlag: Heyne Verlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 864


    ISBN: 9783453318977


    Termin: Oktober 2017

    • Robert A. Heinlein

      Der folgende Beitrag beschreibt einen meinen absoluten Lieblingsautoren im Bereich der klassichen SF \:D/ . Wer keine Lust hat diese Abhandlung zu lesen, der sollte hier den Returnbutton drücken und nicht weiter drüber nachdenken 8) . Allen anderen wünsche ich mit dem nächsten Beitrag viel Vergnügen.
      Das unten angezeigte Buch ist von den Werken dieses Autoren

      1. das Einflussreichste
      2. das Typischste :mrgreen:
      3. das Lustigste :D
      4. das Philosophischste :scratch:
      5. unter zigtausend Büchern die ich gelesen habe unter den ersten 5
      :cheers:
      Enjoy!
      Mehr Bücher finden sich auf Sandammeer und Lesezeit hier. Manches produzieren wir sogar selbst: Kegelberge.
      Hilfe, die ankommen soll geht an Ärzte ohne Grenzen.
    • Robert A. Heinlein (1907-1988)

      Der Mann, der die Tribbles erfand

      Manchmal, wenn man die Bücher seiner Jugend wieder liest, dann stößt man auf Dinge, die man lange vergessen oder auch vorher nie gewusst hat. So kann es passieren, dass man nach 15 oder 20 Jahren einige Bücher mal wieder zur Hand nimmt und darin Erstaunliches findet ...


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      Heinlein und StarTrek

      Wer das Buch von Justman und Solow über die Entstehung der ersten StarTrek-Serie gelesen hat wird sich vielleicht erinnern, dass es kurz vor der Ausstrahlung der Tribble-Episode einige Probleme gab, weil jemand gemerkt hatte, dass die Tribble sehr viel Ähnlichkeiten mit sogenannten Weltraumkatzen hatten, die R. A. Heinlein in einer seiner vielen Geschichten verarbeitet hatte. Als man ihn anrief und fragte, wie viel er für die Idee haben wollte, winkte er ab und meinte, dass seine Ideen nach seiner Ansicht zur public domain gehörten. Tatsächlich geben Solow und Justman in ihrem Buch zu, dass auch ein Teil der Struktur der UFP, wie sie sich in TOS demonstriert auf Heinleins "Weltraumkadetten" ("Space Cadets", 1948) zurückgeht. Aber auch das 3D-Schachspiel findet sich bei Heinlein bereits lange bevor Roddenberry versucht hat seine Idee für "Waggontrek to the stars" an Desilu zu verkaufen und zwar in "Time for the Stars" (1956), das unter dem Titel "Von Stern zu Stern" bei Heyne erschienen ist. Hier spielt auch ein Schiff namens LEWIS AND CLARK eine große Rolle, das uns auch in dem SF-Schocker "Event Horizon" begegnet.

      Heinlein und Kino

      Der wohl bekannteste Film der letzten Jahre, der nach einer Vorlage von Heinlein gedreht wurde ist "Starship Troopers", ein Roman, der dem Autor kurz nach seiner Veröffentlichung in einigen Kreisen den Ruf eines Kryptofaschisten eingebracht hat. Weniger bekannt, aber klassischer in seiner Darstellung, ist der Film "Puppetmasters", der stark an "Invasion of the Body-Snatchers" erinnert, in dessen einer Verfilmung Leonard Nimoy eine tragende Rolle spielte. Aber schon vor 1950 war Heinlein der erste Autor, der sich nach Hollywood begab um dort einen Film über den ersten Flug zum Mond zu drehen; ein Projekt, das leider niemals die Leinwand gesehen hat :( .

      Heinlein und die Science Fiction-Literatur

      Heinleins Wirken als Autor erstreckte sich von seiner ersten Kurzgeschichte "Lifeline" (1939), die er mit 32 zur Veröffentlichung brachte bis zu seinem Tode 1988 und sogar darüber hinaus mit seinen "Grumbles from the Grave"; 1989 veröffentlicht :scratch: . In dieser Zeit hat er unzählige Romane und Kurzgeschichten geschrieben, die größtenteils von sehr guter Qualität sind und von denen ein nicht geringer Teil zusammengenommen ein erzählerisches Universum bilden, das mindestens so groß und facettenreich ist wie das von StarTrek. Obwohl er von vielen als sehr wertkonservativ angesehen wurde, avancierte sein "Stranger in a Strange Land" zu einem der Kultbücher der amerikanischen Jugendbewegung der 1970er Jahre, und der Held dieser Geschichte könnte ohne weiteres ein Vorbild für Wesley in TNG gewesen sein.

      Doch auch indirekt hatte Heinlein großen Einfluss auf die SF. Zusammen mit Asimov war er in beratender Funktion am Apollo-Projekt beteiligt - wofür er die NASA Medal for Distinguished Public Service bekam - und in dem Buch "Requiem and Tributes to the Grandmaster" erweisen ihm Tom Clancy, L. Sprague de Camp, Jerry Pournelle, Charles Sheffield, Jon McBride, Poul Anderson, Greg Bear, Arthur C. Clarke, Joe Haldeman, Spider Robinson, Robert Silverberg, Harry Turtledove und viele andere namhafte SF-Autoren ihren Tribut :king: .

      Heinlein der Mensch

      R. A. Heinlein wurde 1907 in Carmel, Kalifornien geboren und wollte eigentlich immer Astronom werden. Da sich mit diesem Beruf allerdings nicht so ohne Weiteres ein Lebensunterhalt verdienen ließ, wurde er Mitglied der Navy, die sich damals mit Experimenten zur Raketentechnik und Lichtgeschwindigkeit beschäftigte. Als er aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig die Navy verlassen musste, versuchte er sich in verschiedenen Berufen, während er begann Mathematik und Physik zu studieren um doch noch Astronom zu werden. Als er auch dies aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, arbeitete er eine Zeit im Silberbergbau, als Politiker und als Immobilienmakler, bevor er 1939 schließlich seine erste Geschichte veröffentlichte. Danach hat er mit dem Schreiben, dem Lernen und dem Lesen eigentlich nie mehr aufgehört.

      Ein Autor, der oben nicht erwähnt wurde, weil er vor Heinlein gestorben ist, hätte sicherlich einiges über den Menschen Heinlein sagen können. P. K. Dick ("Bladerunner" und "Total Recall") war politisch und auch stilistisch in vielen Dingen das Gegenteil von Heinlein. Die beiden Autoren haben sich niemals getroffen, aber als Heinlein eines Tages hörte, dass Dick in seiner Wohnung saß und aus pekuniären Gründen kurz davor war, seine Schreibmaschine zu verkaufen, schickte ihm Heinlein einen nicht unbeträchtlichen Betrag Geld mit der Bemerkung, er solle um Himmels Willen weiterschreiben, denn die Welt brauche gegensätzliche Stimmen in der SF-Literatur. Das Geld brauche er nicht zurück zu zahlen. Eine solche Handlung war für Heinlein so selbstverständlich, dass dies in den Würdigungen seines Werkes und Lebens nie Erwähnung fand, wohl aber in Bischofs "Philip K. Dick - Dieser Mann ist leider tot". Diese selbstlose Unterstützung eines persönlich nicht bekannten ideologischen Widerparts ist in meinen Augen ein wunderbares Beispiel für das vulkanische Prinzip des IDIC.

      Sonst ist noch zu sagen, dass Heinlein Frauen, Katzen und Kinder liebte und in seiner Zeit im Bereich des SF wirklich dorthin ging, wo vor ihm noch niemand gewesen war :alien: .

      Das Werk

      Heinleins Werk soll hier nicht vollständig vorgestellt werden, da dies mehrere Seiten in Anspruch nehmen würde. Wer diesen Großmeister der SF kennen lernen möchte, der seine Fußstapfen auch in StarTrek hinterlassen hat und durch sein Werk überhaupt erst mit dazu beigetragen hat, dass die SF so anerkannt wurde, dass sie schließlich den Sprung auf den Fernsehschirm schaffte, dem seien die folgenden Titel ans Herz gelegt:

      Umfassende Einführung (und Darstellung seiner Welten):
      "Future History"; eine Sammlung seiner Geschichten aus "Astounding".

      Seine schönsten Romane:
      "Ein Mann in einer fremden Welt"; die Geschichte eines Menschen, der unter Außerirdischen aufwuchs und die Welt sehr komisch findet.
      "Das geschenkte Leben"; ein Vorbild für Geschichten wie "Switch", aber wesentlich intelligenter gemacht.
      "Die Leben des Lazarus Long"
      "Die Zahl des Tiers"; der Roman über Paralleluniversen überhaupt.
      "Weltraumkadetten"
      "Das neue Buch Hiob"; eine gar bösartige Abrechnung mit der Religion.

      Diese Bücher sind für den Einstieg sicherlich die geeignetesten Werke und zeigen sowohl Heinleins sehr autorativen Stil, als auch seinen philosophischen Humor bzw. seine humorige Philosophie. Kaum ein Autor ist bei solcher Leistung, Wirkung und einem solchen Umfang des Werks außerhalb des SF-Bereichs so wenig bekannt wie er, was sicherlich unverdient ist.

      Das unten angegebene Buch ist sicherlich die umfangreichste Einführung in sein Werk

      Robert A. Heinlein
      Future History
      ISBN 3-453-00464-7
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    • Das geschenkte Leben

      Dies ist eine Geschichte, die ein wenig an "Der Mann mit den zwei Gehirnen" erinnert, wobei dieses Buch in seiner Konzeption wesentlich intelligenter gemacht ist als der genannte Film.
      Es ist ein Buch über den Willen zu leben, über Liebe und absolute Loyalität und dem "wirklichen" Unterscheid zwischen Männern und Frauen, wie er in den letzen Jahren immer mehr pseudo-wissenschaftliche Bestseller hervorgebracht hat. Im meiner persönlichen TopTwenty. (Die genaue Platzierung wechselt nach Tageslaune :) )
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    • Die Leben des Lazarus Long

      In vielerlei Hinsicht ist Lazarus Long - der Name ist sprechend :wink: - der Archetyp, den Heinlein in seine Geschichten mit einbringt. Dies ist wieder ein sehr philosophisches Buch über einen Mann, der in Heinlein Narratovers schließlich etwa 2500 Jahre leben wird - wirklich "Time enough for love", wie es im Originaltitel heißt :D
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    • Die Zahl des Tiers

      Dies ist die grundlegende Geschichte zur Idee von erzählerischen Parallelwelten. Hier wird die Idee vorweggenommen, dass alle großen Erzählungen ihre eigenen Universen schaffen, zwischen denen die Heldinnen und Helden dieses Romans hin und her reisen. Erzählt in alternierender Logbuch-Form ein weiteres sehr erstaunliches und überaus erfreuliches Buch aus Heinleins Feder und ebenfalls öfters in meiner persönlichen TopFive.
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    • Weltraumkadetten

      Wenn eine Gruppe von jungen Leuten dazu ausgebildet werden sollen, über der Erde mit sehr effektiven Massenvernichtungswaffen politisch neutral den Frieden zu bewahren und auch in allen Bereichen des Universums, die die Menschheit besiedelt, dann brauchen diese nicht nur körperliche und geistige Fitness, sondern auch eine starke moralische Ader O:) . Nur solche jungen Menschen bekommen eine Ausbildung für die Raumpatrouille, die hier so etwas ist, wie eine UN mit sehr scharfen Zähnen. Und ohne nationale Einbindungen.
      Hier haben verschiedene positive - aber auch einige negative - Zukunftsvisionen über unsere Schritte ins Weltall ihren Ursprung. Erzählerisch nicht so toll - sollte man aber trotzdem gelesen haben :thumright: :study: .
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    • Das neue Buch Hiob

      In diesem Roman rechnet R.A. Heinlein mit der Religion und den religiös begründeten Institutionen gleichzeitig ab. Dabei ist besonders verstörend, dass er keinen atheistischen oder agnostischen Blickwinkel benutzt, so dass man sich schon mit der Materie an sich stark auseinander setzen muss. Der "Hiob" dieser Geschichte kann am Ende wirklich wieder nur noch fragen: "Warum?"
      Ganz fabelhaft und wer den Film "Dogma" mag, der wird dieses BUch lieben :twisted:
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    • Starship Trooper

      Dieser Roman - aus der Sicht eines Soldaten geschrieben, der auf Grund seiner Ausrüstung und Ausbildung schon die Möglichektien und Feuerkraft heutiger Armeen hat. Diese Geschichte ist sehr "trocken" geschrieben und dass liegt höchstwahrscheinlich an der verwedneten Perspektive. Wenn man sich allerdings darauf einlässt, ergibt sich ein sehr verstörendes Bild.
      Der gleichnamige Film ist an dem Roman angelehnt und leichter zugänglich. Allerdings kann man hier auch leicht auf die Idee kommen - wie es Heinlein auch vorgeworfen wurde - dass hier Faschismus verherrlicht würde. Dieser Eindruck kann aber in beiden Fälen meiner Meinung nach nur bei oberflächlicher Rezeption auftreten :drunken:
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    • Von Stern zu Stern

      Die Entfernungen zwischen den Sternen sind lang und um sie zu überbrücken hat man noch keinen gangbaren technologischen Weg gefunden. Darum bedienen sich die Raumfahrtbehörden telepathisch begabte Zwillinge um diese Entfernungen ohne Zeitverlust zu überbrücken. Aber dadurch ergeben sich ganz andere - relativistische - Probleme.
      Dies ist wirklich Hard-SF und wer keinen Spaß an Physik hat sollte dies Buch nicht unbedingt lesen. Aber es wirft einige sehr interessante Fragen auf :study:
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    • Die Marionettenspieler (The Puppetmasters)

      1551 erschienen ist das eine der ersten "Bodysnatcher-Geschichten" der SF-Geschichte und sicherlich DIE Einführung in das Thema "Verfolgungswahn". Gehört in jede Klassikerbibliothek :study: .
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    • Grumbles from the Grave

      In diesem Buch sind nach einer Kurzbiographie aus der Feder seiner Frau thematisch sortierte Briefe aufgeführt, die die Leserinnen und Leser noch stärker mit dem Denken und Fühlen von R.A. Heinlein vertraut machen. Wer der Reihe nach bis hierher gelesen haben sollte, der wird an diesem BUch sicherlich seine Fruede haben - sofern er ganz gut Englisch versteht, denn eine deutsche Übersetzung gibt es meines Wissens nicht.
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    • Die Reise in die Zukunft

      Dieses Buch hatte ich aus gegebenem Anlass mal wieder in der Hand und dachte, ich stelle es hier auch noch kurz vor. Es ist im Moment nur gebraucht erhältlich, aber es lohnt sich, diese Anschaffung zu machen. Und nun die Besprechung:

      Dieser Roman erschien erstmals 1964 und beschreibt zu Beginn sehr gut, wie die Angst vor einem Atomkrieg die Menschen damals bewegte. Die Familie Farnham ist mit dem Anhang und Joseph dem „Hausboy“ zusammen gekommen um ein gemütliches gemeinsames Abendessen zu genießen, wobei Huge Farnhams Atomschutzbunker unter dem Haus zur Folie zum Streit für eigentlich tiefergehende Familienprobleme wird. Doch dieser Streit muss zunächst zurück stehen, als der Ernstfall eintritt und die ganze Truppe – mit der bei Heinlein schon fast obligatorischen Katze – in den Bunker flüchtet.

      Hier erleben sie tatsächlich einen thermonuklearen Krieg und werden fürchterlich herum geschüttelt. Nach einer gewissen Wartezeit verlassen sie ihren Schutzraum – auch weil die Spannungen untereinander immer größer werden und müssen feststellen, dass die Explosionen sie nicht nur an sich durcheinander, sondern auch noch durch die Zeit geschleudert haben. Und in dieser neuen Zeit sind Flora und Fauna deutlich verändert.

      Zunächst versuchen sich die Überlebenden so gut es geht einzurichten, aber bald stellen sie fest, dass sie gar nicht wirklich alleine auf der Welt sind. Es gibt noch Menschen, aber diese Leben in einer etwas ungewohnten Gesellschaft, der sich die Farnhams nur sehr begrenzt an-nähern können.

      Die Angst vor der Bombe, die heute für viele junge Menschen kaum noch nachvollziehbar ist, die rassischen Einstellungen in den USA in den frühen 60er Jahren und auch Rassismus im Allgemeinen sind die großen Themen dieses Romans, aber auch persönliche Verantwortung und Freiheit, Revanchismus und – wie immer bei Heinlein – der Wert der Familie. Farnham ist – wie so oft in den Romanen dieses Autors – ein Patriarch reinsten Wassers, der sich hier auf einmal als freiheitlich denkender Mensch einer Sklavenhaltergesellschaft gegenüber sieht, wie man sie aus den schlimmsten Tagen der menschlichen Geschichte kennt.

      Historisch und auch intellektuell interessant, gut geschrieben zeigt dieser Roman, dass Heinlein wirklich sehr unterschiedliche Fachbereiche erzählerisch abdecken konnte und dabei immer noch eine gut lesbare Geschichte erzeugte.
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    • K-G B-E schreibt: "Wer keine Lust hat diese Abhandlung zu lesen, der sollte hier den Returnbutton drücken und nicht weiter drüber nachdenken."

      Jetzt bin ich aber glücklich, dass mir endlich mal jemand sagt, was ich tun muss, falls mich ein Beitrag nicht interessiert. :bounce: Gut, dass es solche Lehrer gibt. :roll:

      Marie
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)
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