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Jeffery Deaver - Todesreigen / Twisted

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    Todesreigen

    von

    4.3|7)

    Verlag: Goldmann Verlag

    Bindung: E-Book Download

    Seitenzahl: 480


    eISBN: 9783894808723


    Termin: August 2005

    • Jeffery Deaver - Todesreigen / Twisted

      Jeffrey Deaver
      Twisted
      Coronet Books (Softcover/2003)
      ISBN 0-340-83389-0
      419 Seiten

      Jeffrey Deaver ist uns ja eigentlich eher als Romanautor geläufig, aber auch er hat – von frühester Jugend an eigentlich – sich in der Königsdisziplin der Kriminalliteratur – der Kurzgeschichte versucht. Dieser Band fasst die wichtigsten seiner Werke aus diesem Bereich seines Schaffens zusammen. Dabei beginnt er nach einem kurzen Vorwort mit der Geschichte „Without Jonatahn“ direkt mit den Freuden und Leiden des Anzeigen-Datings. Ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes Jonathan trifft sich Marissa Cooper mit einem jungen Mann, den sie bis dahin erst von Briefen und Telefonaten kennt. Das Treffen muss etwas später am Abend stattfinden, das der junge Mann noch etwas zu erledigen hat. Genauer gesagt, jemanden zu erledigen hat. Aber ein kleiner Sexualmord macht sicherlich Appetit auf ein reichhaltiges Abendessen. Die folgenden Geschichten, wie „The Weekender“, „For Services Rendered“, „The Blank Card“ und „Beautiful“ zeigen einige sehr interessante psychologische Verstrickungen, wobei besonders „Beautiful“ eine sehr überraschende Wendung nimmt.
      „The Fall Guy“, „Triangle“, „All the World's a Stage” (ja, dies spielt wirklich zu Bill Shakespeares Zeiten und er spielt auch mit) und “Lesser-Included Offense” beschäftigen sich mit Gerichtsprozessen und wie dabei teilweise Gerechtigkeit durch die Hintertür doch noch ihr recht bekommen kann.
      „The Christmas Present“ zeigt uns Lincoln Rhyme in – wie zu erwarten – eher unweihnachtlicher Stimmung. Dabei dreht der Plot einige sehr interessante Kurven um die Erwartungen der Leserinnen und Leser, was diese Geschichte zu einem niedlichen Spaß macht – auch wenn man schnell dabei merkt, wie sehr sich die Figuren um Lincoln Rhyme von Charakteren zu Typen verwandelt haben. „Together“, „The Widow of Pine Creek“ und „The Kneeling Soldier“ schließlich zeigen auf, wie schwierig es oft ist, Opfer und Täter auseinander zu halten.
      Alle Geschichten sind problemlos den Preis des Buchs wert und zeigen, dass Deaver auch in der Beschränkung der Kurzgeschichte sehr gute Geschichten erzählt, die den Leserinnen und Lesern viel Vergnügen bereiten können.

      K.-G. Beck-Ewerhardy
      Mehr Bücher finden sich auf Sandammeer und Lesezeit hier. Manches produzieren wir sogar selbst: Kegelberge.
      Hilfe, die ankommen soll geht an Ärzte ohne Grenzen.
    • Deutscher Titel - Todesreigen

      Erscheint im Mai voraussichtlich bei Goldman.
      Mehr Bücher finden sich auf Sandammeer und Lesezeit hier. Manches produzieren wir sogar selbst: Kegelberge.
      Hilfe, die ankommen soll geht an Ärzte ohne Grenzen.
    • Jeffery Deaver - Todesreigen

      Deaver beweist in diesem Buch, dass er nicht nur spannende Romane schreiben kann, sondern dass er auch in der Lage ist, schon innerhalb weniger Seiten eine Atmosphäre zu schaffen, die vor Spannung, drohendem Unheil und mörderischem Schrecken knistert.
      Er selbst sagt in der Einleitung: "In meinen Romanen ... halte ich mich strikt an die Konventionen; auch wenn ich es liebe, das Böse zunächst als gut erscheinen zu lassen (und umgekehrt) ..., bleibt am Ende das Gute doch gut und das Böse böse. ... Kurzgeschichten sind wie die Kugeln eines Heckenschützen. Schnell und vernichtend. In solch einer Geschichte kann man aus dem Guten Böses und aus dem Bösen noch Böseres machen, und was am meisten Spaß macht: aus wirklich Gutem wirklich Böses."

      Insgesamt 16 Kurzgeschichten sind in dem Buch versammelt. Es geht vor allem um Menschen, die betrogen werden, die sich in ausweglose Situationen verstricken oder die eines Verbrechens bezichtigt werden. Aber, wie Deaver es im Vorwort sagt, nichts ist so, wie es scheint. Also ist mit Überraschungen zu rechnen. Es lohnt sich, manche Geschichten ein zweites Mal zu lesen, wenn man den Knüller kennt. (Habe ich mit "Dreieck - Triangle" gemacht, weil mich die Auflösung total verblüfft hat.)
      Allerdings: Nachdem man einen Teil der Geschichten gelesen hat, kennt man Deavers Schema und fängt selbst an, die Perspektiven zu drehen und errät die Pointe schnell.

      Trotzdem: Wer gerne Deaver liest, hat bestimmt auch an den Geschichten seinen Spaß.

      In einer der Erzählungen treten auch Rhyme und Sachs auf; sie gefiel mir nicht so gut, denn das typische Rhyme-Vorgehen bei der Ermittlung kann sich natürlich auf wenigen Seiten nicht so entfalten wie in einem Roman.

      Marie
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)
    • Ich dachte immer, dass ich nicht gerne Kurzgeschichten lese, aber dieses Buch hat mich doch umgestimmt. Ich habe noch nicht alle Geschichten gelesen, aber alleine die erste fesselt zum Weiterlesen.
      Ich glaube es ist schwerer Kurzgeschichten zu schreiben als einen kompletten Roman. Deaver ist es gelungen dies perfekt umzusetzen.
      Ein Buch, welches ich nur weiterempfehlen kann:)
    • Ich finde Deavers Kurzgeschichten auch einfach genial. Aber ich habe, im Gegensatz zu Marie, auch eher selten die Pointe erraten, obwohl ich's wirklich versucht habe! Wahrscheinlich hat es mir deshalb so gut gefallen. Ich kann auch den 2. Band "Gezinkt/More Twisted" sehr empfehlen (obwohl ich da im Erraten schon geübter war ;) ).
      Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht überwindet, erst dann wird es Frieden geben.
      Jimi Hendrix
    • Jeffery Deaver - Das Weihnachtsgeschenk / Twisted

      Jeffery Deaver - Das Weihnachtsgeschenk


      Inhalt:
      Eine packende Kurzgeschichte vom Meister der intelligenten Spannung

      Es ist Heiligabend, doch für die neunzehnjährige Carly hält dieses Weihnachtsfest einen großen Schrecken bereit: Ihre Mutter ist spurlos verschwunden, obwohl sie wusste, dass Carly sie am heutigen Tag besuchen würde. Die junge Frau ist verzweifelt und bittet die Polizei um Hilfe. Lincoln Rhyme und Amelia Sachs ermitteln.
      (Q Amazon)

      Meinung:
      Viel kann man zu dieser Geschichte nich schreiben, denn es ist wirklich ein 'very short thriller'. Nach meinem Reader umfässt die eigentliche Story nicht einmal 40 Seiten. Auf den restlichen Seiten ist eine Leseprobe von Jeffrey Deavers 'Der Giftzeichner' zu finden.
      Zum 'Weihnachtsgeschenk':
      Man muss zugeben, dass der Autor wirklich Fantasie hat und selbst auf diesen paar Seiten eine wirklich nette Kriminalgeschichte gezaubert hat. Leider ist der Thrillfaktor aber etwas dürftig. Wenn man aber ehrlich ist, ist das sicherlich auch etwas schwer umzusetzen.
      Nach einer kleinen Einleitung der Charaktere und ein wenig Palaver geht die Geschichte schnell zur Sache und die Ereignisse überschlagen sich fast.
      Es passiert recht viel auf den wenigen Seiten und es klingt glaubwürdig.

      Mich hat die Kurzgeschichte irgendwie an Monk erinnert. Der Detective sitzt hier aber im Rollstuhl, hat scheinbar keine Zwangsstörungen, aber scheint ebenso famos im Lösen von Kriminalfällen zu sein. Außerdem steht ihm ein Assistent und Pfleger zur Seite der scheinbar einen kleinen Hang zum Humor hat. Im Gegensatz zu 'Monk' ist hier allerdings der tragende Sidekick des Ermittlers eine taffe Polizistin und der Pfleger übernimmt eher eine Nebenrolle.

      Zumindest in dem Buch 'Der Giftzeichner' (die enthaltende Leseprobe) spielt Detective Rhymes wieder eine Rolle, soweit ich das beim Überfliegen feststellen konnte. Ich weiß nicht ob auch in weiten Kriminalromanen Deavers dieser Detective eine tragende Rolle spielt, aber somit kann man davon ausgehen, dass diese Kurzgeschichte als eine Art Teaser wirken und mehr Lust auf diesen Detective machen soll.

      Ich für meinen Teil bin nicht völlig überzeugt, aber ich werde Deaver im Auge behalten.
      Die Geschichte hat auf mich einen sehr durchdachten Eindruck gemacht und weitere Erzählungen mit den beiden Protagonisten Rhymes und Sachs könnten interessant werde, insbesondere wenn der Pfleger immer wieder für etwas Auflockerung sorgt.


      Fazit:
      Das Weihnachtsgeschenk kann man lesen, wenn man etwas für Krimis übrig hat. Die Geschichte liest sich sehr schnell und man bekommt, so hoffe ich, einen Ausblick darauf wie andere Romane des Autors aussehen könnten. Ich werde mir Deavers jedenfalls merken.
      Man kann diese Geschichte lesen, muss es aber nicht. Sie macht neugierig auf andere Arbeiten des Autors. Sie ist kreativ aber viel zu schnell und es kommt dadurch nur wenig, bis gar keine, Spannung auf.

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.
      Samuel Goldwyn

      Da gibt es dieses Zitat [....] es besagt, dass Moral das ist, was man tut, wenn niemand hinsieht.
      (Wrath James White - Der Totenerwecker)
    • Es ist Heiligabend, die 19jährige Carly vermisst ihre Mutter und wendet sich an Lon Sellito, der wiederum Lincoln Rhyme und Amelia Sachs einbezieht.

      Die Geschichte ist ein typischer Fall für die beiden Ermittler und die Ermittlungsarbeit geht ihren Gang. Lincoln ist froh, trotz Weihnachten etwas zu tun zu bekommen. Mehr und mehr deutet alles darauf hin, dass womöglich wirklich ein Verbrechen passiert ist – bis es eine völlig überraschende Wendung gibt und die Geschichte noch einmal richtig Fahrt aufnimmt.

      Es macht Spaß, den beiden Ermittlern bei ihrer Arbeit zuzusehen und selbst mitzurätseln. Die bereits erwähnte überraschende Wendung ist gut gelungen, danach schlägt die Geschichte allerdings eine Richtung ein, die mir persönlich nicht so gut gefällt, sie ist mir zu 08/15, auch wenn es spannend ist und eine weitere Überraschung auf den Leser wartet. Richtig gut hat mir dann aber das Ende gefallen, ich hatte mich schon gefragt, wie der Autor das Ganze noch logisch auflösen will, umso mehr freue ich mich, dass ihm das gelungen ist.

      Insgesamt eine nette „weihnachtliche“ Geschichte für Fans der Lincoln-Rhyme-Reihe, die sicher auch Krimifans mundet, die die Reihe noch nicht kennen.
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