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Emily Bronte - Sturmhöhe/ Wuthering Heights

    • Ich LIEBE dieses Buch :love: :love: :love:
      Gelesen habe ich es mind. 8 Mal, und jedes Mal fesselt es mich aufs Neue. Wobei ich eingestehen muss, das der Anfang immer etwas langatmig ist und man sich wirklich durchbeißen muss, bis denn tatsächlich mal was passiert.
      Emily Bronte beschreibt die Landschaft so gut, dass man sich das neblige Moor richtig vorstellen kann. Und genau in diese Szenerie passen ihre düsteren und kaputten Charaktere einfach perfekt.
      Zu dem Schreibstil und dem schwierigen Vorankommen, dass viele hier kritisieren, kann ich nur sagen: Gewöhnungssache. Beim ersten Mal lesen fand ich es auch schwer, beim zweiten Mal schon nicht mehr. Und wenn man mehr Bücher aus dieser Zeit liest, ist es irgendwann gar kein Problem mehr :)
      :study:
      :montag: PETA Tierrechtsreport 2016
    • "Sturmhöhe" gehört ja zu einen meiner Lieblingsbücher und ich habe es schon in der Übersetzung von Grete Rambach mehrmals gelesen. Ich mag diese Irren in dem Buch ja :loool: Und alleine die dunkle Atmosphäre die aufkommt, ist einfach klasse.


      Als ich gesehen habe, dass der Hanser Verlag "mein" Lieblingsbuch unter einer neuen Übersetzung rausgebracht hatte, musste ich direkt zugreifen als ich es in einer Buchhandlung entdeckt habe.
      Mittlerweile habe ich das Buch angefangen und nach ca. 100 Seiten weiß ich immer noch nicht so wirklich was ich davon halten soll. Es ist ist als wenn man ein komplett anderes Buch in der Hand halten würde. Und in dem Fall meine ich es nicht zwingend positiv. Wolfgang Schlüter bringt z.B. solche Stilblüten wie "&" statt "und" rein. Was mich mit der Zeit unheimlich beim lesen nervt. Und erklärt sich im Anhang sonstwas zusammen, warum er Dinge so und nicht anders übersetzt. Das Ganze natürlich auf einem literarisch hohen Tonfall, mit möglichst vielen Fremdwörter durchsetzt :roll: *
      Dazu noch eine unglaubliche Menge Anspielung eindeutiger Art, die ich von der alten Übersetzung her so nicht kannte. Diesmal wird es unüberlesbar direkter. :uups: Der Tonfall der Übesetzung ist noch rauer, was mir wiederum gut gefällt. Jetzt lese ich mal weiter und schau mal, wie mir die Übersetzung insgesamt gefallen wird.


      * Damit man mich nicht falsch versteht, ich scheue nicht davor Fremdwörter nachzuschlagen, frau lernt ja gerne dazu, aber hier habe ich den Eindruck, dass da jemand mit seinem Wissen glänzen will und das stört mich einfach.
      Bücher müssen mit soviel Überlegung und Behutsamkeit gelesen werden, als sie geschrieben wurden.
      Henry D. Thoreau




      :montag: Ich lese gerade
    • Magdalena schrieb:

      Farast schrieb:

      Wolfgang Schlüter bringt z.B. solche Stilblüten wie "&" statt "und" rein.

      Was ist das denn für ein Quatsch?
      Quatsch trifft es ziemlich genau. :-? Ich zitiere aus dem Nachwort von Herrn Schlüter (Seite 538 dieser unseligen Ausgabe):

      Wolfgang Schlüter schrieb:

      Das schöne "&" Zeichen dient, gemäß seinem Gebrauch in deutschen Schriften des 17./18. Jahrhunderts, der Unterscheidung zwischen additivem und konjunktivem "und", mithin der Deutlichkeit, Übersichtlichkeit & Verknappung zumal in Texten, in denen dieses Wort (wie bereits in der Genesis des Alten Testaments) in Abundanz auftritt: was hier in Wortpaarbildungen oder Aufzählungen der Fall ist.
      Mir fällt nur noch eines dazu ein: :-# Frag nicht was da sonst noch alles steht. Er bringt es sogar noch fertig in seinem Nachwort das "schöne '&' Zeichen" überall einzuarbeiten (an dieser Stelle steht ein Fortlauf-Smiley......)
      Bücher müssen mit soviel Überlegung und Behutsamkeit gelesen werden, als sie geschrieben wurden.
      Henry D. Thoreau




      :montag: Ich lese gerade
    • Farast schrieb:

      Quatsch trifft es ziemlich genau. :-? Ich zitiere aus dem Nachwort von Herrn Schlüter (Seite 538 dieser unseligen Ausgabe):

      Wolfgang Schlüter schrieb:

      Das schöne "&" Zeichen dient, gemäß seinem Gebrauch in deutschen Schriften des 17./18. Jahrhunderts, der Unterscheidung zwischen additivem und konjunktivem "und", mithin der Deutlichkeit, Übersichtlichkeit & Verknappung zumal in Texten, in denen dieses Wort (wie bereits in der Genesis des Alten Testaments) in Abundanz auftritt: was hier in Wortpaarbildungen oder Aufzählungen der Fall ist.
      Mir fällt nur noch eines dazu ein: :-# Frag nicht was da sonst noch alles steht. Er bringt es sogar noch fertig in seinem Nachwort das "schöne '&' Zeichen" überall einzuarbeiten (an dieser Stelle steht ein Fortlauf-Smiley......)
      Aha. :scratch: Ich bekenne mich ja als Fan des "&" - wenn man eine schrecklicke Krakelschrift hat wie ich, so ist es handschriftlich schlichtweg viel einfacher, einen Schnörkel zu machen, als "und" auszuschreiben :-, aber im Lesefluss eines Romans stört es mich dann doch gewaltig.
    • CKStreet schrieb:

      (...) aber im Lesefluss eines Romans stört es mich dann doch gewaltig.
      So geht es mir auch. Ich sitze schon mittlerweile wie bei "Dinner for one" vor dem Buch. Nur warte ich nicht auf das nächste stolpern um zu schmunzeln, sondern auf das &. :roll: Jetzt habe ich es mal beiseitegelegt.
      Bücher müssen mit soviel Überlegung und Behutsamkeit gelesen werden, als sie geschrieben wurden.
      Henry D. Thoreau




      :montag: Ich lese gerade
    • Neu

      Mein Fazit:

      Anfangs war ich begeistert von dem Buch, von der blumigen, aber auch teilweise komplizierten Erzähl-Art dieser Geschichte. Die Autorin hat die Geschichte aus der Sicht von Mrs. Dean erzählt, die Zeit ihres Lebens in Dienerschaft der Earnshaw’s, später Mr. Heathcliff stand.

      Mit der Zeit jedoch wurden mir die vielen brutalen Auseinandersetzung zuviel. Wut empfand ich beim Scheusal Heathcliff, Mitleid mit den Menschen, die er in den Sumpf aus Rache und Habgier mitgezogen hat. Sein Charakter ist ziemlich klar detailliert und bringt dem Leser nur nahe, wie einsam dieser Mann war, wie sehr er mit der Welt und seinen Feinden haderte. Eine tragische Figur, die es einem allerdings schwer macht, ihn zu verstehen. Bei den Demütigungen, die er anzettelte, konnte man ihm nur den Tod an den Hals wünschen.

      Als Autorin so einen Charakter zu kreieren zeugt schon von einer großen Kraft. Sie hat die Geschichte konsequent bis zum Ende erzählt. Aber die Demütigungen sind nichts für schwache Nerven, ich musste oft das Buch aus der Hand legen und kam daher nur schwer voran.

      Insgesamt bekommt es 3,5 von 5 Punkten von mir.

      Anmerkung: Die Rezension stammt von Juni 2010.
      LG, Elke :wink:

      2012-2014 gelesen: 50 Bücher/ 16.806 Seiten
      in 2015 gelesen: 57 Bücher / 22.792 Seiten
      in 2016 gelesen: 83 Bücher/ 30.850 Seiten/ 506 Minuten gehört
      in 2017 gelesen: 25 Bücher/ 9.935 Seiten/ 7 Hörbücher/ 3.411 Minuten gehört/ SuB: 108 Bücher :-,

      Mein Blog: Bücher suchen ein neues Zuhause!
    • Neu

      ElkeK schrieb:

      Als Autorin so einen Charakter zu kreieren zeugt schon von einer großen Kraft. Sie hat die Geschichte konsequent bis zum Ende erzählt. Aber die Demütigungen sind nichts für schwache Nerven, ich musste oft das Buch aus der Hand legen und kam daher nur schwer voran.
      Das habe ich genauso empfunden.
      Ich habe dem Buch aber vier Sterne gegeben. Mit hat es besser gefallen als Charlottes "Jane Eyre". Emily wird ja als schroff und eigenbrötlerisch beschrieben, was sich in den Charakteren und der Atmosphäre von "Wuthering heights" niederschlägt und sie für mich zur interessantesten Persönlichkeit unter ihren Geschwistern macht.
    • Neu

      SiriNYC schrieb:

      Mit hat es besser gefallen als Charlottes "Jane Eyre".
      Das ist verwunderlich. In "Wuthering Heights" sind eigentlich alle Romanfiguren reif für die geschlossene Psychiatrie, in "Jane Eyre" eigentlich nur Rochester und seine Angetraute.
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
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