Emily Bronte - Sturmhöhe/ Wuthering Heights

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    Sturmhöhe

    von

    3.9|48)

    Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 640


    ISBN: 9783446250666


    Termin: Mai 2016

    • Emily Bronte - Sturmhöhe/ Wuthering Heights

      "sturmhöhe" gehört zu meinen absoluten lieblingsbüchern und ist sicherlich nicht nur für klassiker-liebhaber ein genuss. eigentlich ist es eine liebesgeschichte, die eben etwas anders geschildert wird und von einer ständig düsteren atmosphäre begleitet wird.

      Kurzbeschreibung laut amazon:

      Liebe, Haß und Tod - ein Drama spielt sich ab auf dem Gutshof Wuthering Heights in Yorkshires düsterer Nebellandschaft. Vom Dämon der Rache und Eifersucht besessen, richtet der Findling Heathcliff ein Werk der Zerstörung an, dem auch die Angebetete Cathy zum Opfer fällt. Mehrere Generationen werden in einen Strudel rasender Leidenschaften gezogen. Emily Brontës ergreifende Geschichte voll psychologischer Raffinesse löste 1847 einen Sturm der Empörung aus.


      erzählt wird der zerfall eines menschen, der vor liebe "zergeht" und zahlreiche demütigungen über sich ergehen lassen muss, so dass einem beim lesen ein wirklich ungutes gefühl einstellt. und trotzdem leidet man nicht wirklich mit diesem verabscheuungswürdigen mensch mit, sondern fragt sich ständig "warum"...

      ein absolutes highlight !!!!!
      "Gern lesen heisst, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens eintauschen."
    • Die Romane der Bronte-Schwestern sind wirklich fast ein Muss, aber vor allem Sturmhöhe ist kein leicht zu lesendes Buch. In der viktorianischen Zeit, als es erschien, rief es viel Kritik hervor. Ein Buch, das offen rasende Leidenschaft und Sexualität anspricht, war eine Sensation. Und das in einer Zeit, wo es als anstößig galt, beispielsweise das Wort "Hosen" zu gebrauchen.
      Verba volant, scripta manent.
    • Hi Jenny,
      ich möchte auch Mal, sozusagen ungefragt, meine Meinung zu dem Buch "Sturmhöhe" abgeben.
      Ich fand es sehr kompliziert zu lesen, da der Schreibstil sehr eigenwillig und , zumindest für mich, nicht gerade flüssig war. #-o
      Beim Lesen möchte ich entspannen und abtauchen, und das war mir bei diesem Werk, aufgrund des Schreibstils, unmöglich!
      Aber Geschmäcker dürfen ja ruhig verschieden sein und sollten das sogar!!!
      In diesem Sinne
      LG :flower:
      schmöki
      "Lesen läßt mich abtauchen in eine andere Welt!"
    • hallo schmöki :D

      ich möchte auch Mal, sozusagen ungefragt, meine Meinung zu dem Buch "Sturmhöhe" abgeben.


      na deswegen posten wir doch hier :mrgreen: . damit wir alle unsere meinung kundtun können :cheers:

      ich fand die "sturmhöhe" auch nicht leicht zu lesen und habe dann bestimmt 100 seiten gebraucht bis ich mit der geschichte etwas mehr anfangen konnte. abtauchen konnte ich sehr gut bei diesem roman, entspannen weniger. mich hat fasziniert wie die autorin den zusammenhang von liebe, hasse, treue und rache in herbeigeführt hat. man hat den ganzen roman über ein "düsteres" gefühl.
      "schön" würde ich das buch auch nicht nennen, ich fand es eher "faszinierend" :shock: .

      hast du denn andere von den bronte-schwestern gelesen? viele konnten ja mit "sturmhöhe" nichts anfangen fanden aber "jane eyre" besonders gut.

      liebe grüße
      jenny
      "Gern lesen heisst, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens eintauschen."
    • Hi Jenny,
      ich hatte schon daran gedacht, es Mal mit diesem Titel zu probieren, habe mich dann aber doch für Jane Austen´s "Stolz und Vorurteil" entschieden. Habe es allerdings noch nicht gelesen. Wie fandest Du denn "Jane Eyre"?
      LG
      :flower: schmöki
      "Lesen läßt mich abtauchen in eine andere Welt!"
    • ich habe zwar jane eyre noch nicht vollständig gelesen (lese immer mal wieder was davon zusammen mit der englischen ausgabe) aber was ich bisher darüber weiss, scheint mir genauso zu liegen wie sturmhöhe. wobei die stimmung nicht ganz so düster ist in dem roman. die sprache bzw. der schreibstil ist auf jeden fall, finde ich, besser zu lesen als bei sturmhöhe. ich würde sagen es lässt sich "flüssiger" lesen, behandelt das thema liebe aber auch sehr speziell. zum entspannen ist es wahrscheinlich auch nichts :scratch:

      stolz und vorurteil gehört auch zu meinen lieblingsbüchern :scratch: . aber ich bevorzuge sowieso die englischen klassiker :mrgreen:

      liebe grüße
      jenny
      "Gern lesen heisst, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens eintauschen."
    • Ich hab sowohl die Sturmhöhe (Ach, ich mag auch Kate Bushs Song total gern, hab aber lang gebraucht, bis ich mitgekriegt hab, dass er zu dem "Buch" oder besser zum Film gehört :oops: ) als auch Jane Eyre schon länger notiert und werd es wohl demnächst mal besorgen..
      Liebe Grüße,
      Azrael

      Aktuelles Buch: "Schwarz zur Erinnerung" von Charlene Thompson
    • Sturmhöhe ist das einzige Brontebuch, das ich gelesen habe und ich glaube, das reicht mir auch.

      Was mich nämlich beim Lesen immer ganz irritiert, sind die Umstände, unter denen die Menschen, besonders natürlich die Frauen, damals mit ihren Gefühlen umgehen mußten. All die Unterdrückung von Leidenschaft, der Zwang, sich so und so zu benehmen - furchtbar.

      Während des Lesens denke ich dauernd: welch überflüssige Verwicklungen, wenn sie doch nur mal sagen dürften, was sie wirklich denken und fühlen. Und dieser Ärger über so vorsintflutliche Sitten und Zwänge lenkt mich tatsächlich vom Lesen ab.

      Aber die Geschichte an sich ist schon spannend (und die Gegend scheint sehenswert zu sein....)

      Also, ich kann damit nicht viel anfangen. Den Film "Sinn und Sinnlichkeit" fand ich aus den gleichen Gründen merkwürdig - im Hinterkopf saß dauernd meine kleine feministische Hexe und vermerkte alles, was wir Frauen heute nicht mehr hinnehmen müssen. Ich konnte das nicht abschalten.
      ms. hollygolightly, auf reisen
    • Die Bücher der Brontes oder Jane Austens kann man natürlich heute nicht mehr lesen wie einen Liebesroman, der in unserm Jahrzehnt geschrieben wurde.

      Um in eine andere Welt "abzutauchen", eignen sie sich wirklich nicht. Aber als Dokumente einer Zeit und ihrer Menschen, um deren Denken und Verhalten nachzuvollziehen, sind sie besser geeignet als manches Buch, das unter dem Begriff "historischer Roman" versucht, diese Zeit nachzustellen.

      Marie
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)
    • Ich hab Sturmhöhe mittlerweile im Rahmen einer Leserunde gelesen und bin total begeistert. Was mir an diesem Klassiker besonders gefallen hat war neben der "Gutshofatmosphäre" die Beschreibung der Charaktere: die Personen wurden sehr vielschichtig geschildert und man konnte sie nicht diesem "ausschließlich gut /böse"-Schema zuordnen. Auch haben sie sich bestäöndig weiterentwickelt (wenn auch nicht immer zu ihrem Besten..). Darüber hinaus fand ich die Geschichte sehr spannend und für ihre Zeit unglaublich modern geschrieben. Hat mir somit noch besser als Jane Eyre gefallen.
      Liebe Grüße,
      Azrael

      Aktuelles Buch: "Schwarz zur Erinnerung" von Charlene Thompson
    • Habe dieses Buch nun vor einigen Wochen gelesen, wirklich entspannen konnte ich bei dem Buch auch nicht wirklich, aber ich denke, dass muss man ja auch nicht bei jedem Buch... Auch der Schreibstil ist natürlich, für einen aus unserer Generation etwas gewöhnungsbedürftig, aber trotzdem finde ich das Buch einfach klasse :thumright: allerdings hat mir Jane Eyre ein wenig besser gefallen :-,
    • Als erklärte Nicht-Leserin von "glattgestrickten" Liebesromanen hat mir dieses Buch gut gefallen.
      Emily Bronte hat einen Protagonisten erschaffen, der auf der einen Seite ein A*** ist: Er quält seine Mitmenschen, u.a. seinen Sohn, schlägt seine Frau, seine Nichte, lässt alle andern seinen Hass und seine Verachtung spüren. Auf der andern Seite kann man ihm Mitgefühl entgegen bringen und sein Leiden verstehen.

      Ich mag es sehr, wenn Autoren ihre fiktiven Personen so offen charakterisieren, dass eine Ambivalenz zu spüren ist (die ja jeder reale Mensch auch besitzt) und so dem Leser nicht vorschreiben, wie er zu der betreffenden Person steht.

      Was mich nur wundert: Es sterben ja eine Menge Leute in dem Buch. Doch woran sterben sie? Bis auf den einen, der sich totgesoffen hat, sind sie alle schwächlich und siechen so dahin. Richtig krank ist keiner; die häufigste Todesursache ist das gebrochene Herz oder die schwache Gesamtkonstitution. :pale:

      Marie - die auch zu der Gruppe gehört, der "Sturmhöhe" besser als "Jane Eyre" gefallen hat
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)
    • Original von Marie

      Was mich nur wundert: Es sterben ja eine Menge Leute in dem Buch. Doch woran sterben sie? Bis auf den einen, der sich totgesoffen hat, sind sie alle schwächlich und siechen so dahin. Richtig krank ist keiner; die häufigste Todesursache ist das gebrochene Herz oder die schwache Gesamtkonstitution.


      Viel davon hat mit den literarischen Konventionen der Zeit zu tun - das Dahinsiechen besonders und vor allem aufgrund innerer Konflikte ist gang und gäbe. Ein gebrochenes Herz ist eine legitime Todesursache, wobei der Betroffene oftmals gerade lange genug ausharrt, um sich auf dem Sterbebett die reuigen Ergüsse des Herzensbrechers anzuhören, oder strategisch gekonnt in dem Moment den letzten Atemzug tut, in dem der Herzensbrecher seine Untat erkennt und herbeieilt, um alles wieder gut zu machen. :twisted: Dies führt dann häufig zum Wahnsinn für besagten Herzensbrecher, einer weiteren oft und gern benutzten Konvention. Totsaufen tun sie sich auch des öfteren, was gemeinhin ein Zeichen moralischer Verkommenheit ist.

      Bei den Brontes wird es immer noch als Stilmittel eingesetzt; Jane Austen hingegen benutzt diese Konventionen eher mit ironischer Distanz, als Ausdruck überromantischer Empfindsamkeit, was mir persönlich sehr zusagt. Aber das unausweichlich Schicksalhafte von Sturmhöhe hat natürlich auch immer was für sich ...

      Gruß
      Ute
      Some people juggle geese.
    • Habe während des Studiums "Sturmhöhe" lesen müssen und war begeistert. Danach habe ich freiwillig alle Romane der Bronte-Schwestern gelesen.

      Wenn man die Romane im Kontext der damaligen Zeit betrachtet, sind sie - für mich- einfach genial. Nicht einfach und schnell zu lesen, sondern eher wie ein schwerer, guter Wein, den man auch in kleinen Zügen geniesst :)

      Hat jemand von Euch vielleicht auch schon mal eine der Geschichten aus Angria und Gondal gelesen, die die Geschwister sich schon als Kinder ausgedacht haben?

      LG,
      Wombatsbooks
      So many books, so little time
    • Original von wombatsbooks

      Hat jemand von Euch vielleicht auch schon mal eine der Geschichten aus Angria und Gondal gelesen, die die Geschwister sich schon als Kinder ausgedacht haben?


      Ich habe bislang immer nur wieder (eher beiläufig) davon gehört - hast Du sie gelesen? Kannst Du sie empfehlen?

      Gruß
      Ute
      Some people juggle geese.
    • @ Ute:

      Puh, das ist schwierig :pale: . Ich denke, die Erzählungen aus Angria und Gondal sind wirklich nur etwas für eingefleischte Bronte-Fans.

      Ich fand faszinierend zu sehen, wie die Geschwister nicht nur die Figuren sondern offensichtlich auch sich selbst weiter entwickelt haben: zunächst sind die Einträge/Geschichten wirklich sehr kindlich, werden im Laufe der Zeit aber immer komplexer & verstrickter.

      Wenn Du Dich also zu den eingefleischten Bronte-Fans zählst, dann wirst Du die Erzählungen sicherlich mögen. Ansonsten sind sie aber zumindest unter dem Gesichtspunkt der "Abrundung" der Personen Agnes, Charlotte, Emily und Branwell interessant.

      Bin mir aber gar nicht sicher, ob die Erzählungen überhaupt noch erhältlich sind. Mein Exemplar habe ich mir in 1990 zugelegt ..

      Give it a try :wink:

      LG,
      Wombatsbooks
      So many books, so little time
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