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Charles Dickens - David Copperfield (Start: 05.02.2018)

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      Ich habe mal wieder den Sonntag genutzt um einige Kapitel zu lesen. Aus dem einfachen Grund, dass die nächste Woche bei mir sehr
      arbeitsintensiv wird und ich kaum zum lesen kommen werde. Ich hoffe aber, den ein oder anderen Kommentar schreiben zu können.

      :ergeben:
      Achte auf die Stille und bewahre sie, denn sie bringt alle Träume des Menschen

      :study: Stefan Zweig - Phantastische Nacht (Erzählungen)
      :study: Charles Dickens - David Copperfield (MLR)
    • bis einschl. Kapitel 23

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      Sylli schrieb:

      Für mich klingt das nicht so. Das sind Freundschaften zwischen Jugendlichen, aus denen sicher auch Männerfreundschaften werden könnten, aber ohne erotische Komponente. Schließlich ist David dauernd ins andere Geschlecht verliebt und Steerforth findet die kleine Emily ganz reizend.
      Das sehe ich auch so.

      Squirrel schrieb:

      Da ist mir Davids Naivität und diese ständige Anhimmelei doch etwas zuwider, das lässt sich doch mit Jugend nicht mehr wirklich erklären
      Das ist recht übertrieben aber wenn man mal zurückschaut in welchem Zustand er damals ins Salemhouse kam und welche Angst er davor hatte, heute sagen wir "gemobbt" zu werden, dann verstehe ich ihn schon dass er Steelforth als den Retter schlechthin sah der ihn beschützte. Dafür ist er ihm noch immer unendlich dankbar.

      Squirrel schrieb:

      Ich erkenne keine homoerotischen Tendenzen darin
      Ich auch nicht, überhaupt keine.


      Sylli schrieb:

      In Kapitel 22 erleben wir einen Ausbruch Steerforths, mit dem ich nicht gerechnet hätte.

      Sylli schrieb:

      Ein Jüngling, der sich im Alter von 20 Jahren nach Grenzen sehnt, die ihm anscheinend nie gesetzt wurden.
      Er hatte schon mal so einen kurzfristige Depressionsanfall. Ich weiss nur nicht mehr genau wo der war. Glaube im Gasthaus ....

      Squirrel schrieb:

      wohl eher in Oxford ist
      Ja, und einem ausschweifendem Studentenleben nachgeht sicherlich :loool:

      Sylli schrieb:

      Nun soll David also einen Beruf ergreifen, von dem ich noch nie etwas gehört habe: Proktor,
      Hatte ich vorher auch noch nie gehört. Obwohl ich ja das Buch vor sehr vielen Jahren schon mal gelesen habe ist mir davon leider nichts im Gedächtnis geblieben ^^

      Sylli schrieb:

      Auf dem Weg zu Spenlow & Jorkins, bei denen David seine Stelle antreten soll, taucht wieder ein geheimnisvoller Fremder auf.
      Ja, das fand ich gruselig. Die Tante wird erpresst aber mit was oder von wem ? Da bin ich sehr auf die Auflösung gespannt.

      Sylli schrieb:

      Die Tante verlangt nur, dass David sie nicht näher dazu befrage.
      Sie wird ihren Grund haben.

      Sylli schrieb:

      Das Lehrgeld von 1000 Pfund finde ich ganz schön viel,
      Das muss für die damalige Zeit ein Vermögen gewesen sein ! Ich frag mich nur woher die Tante nur immer das ganze Geld her hat ? Sie muss ja wirklich sehr vermögend sein.

      Studentine schrieb:

      Ob es wirklich stimmt, dass Steerforth das Boot nur als Geschenk für Mr. Pegotty gekauft hat, so wie David vermutet? Vor allem da es in "Klein-Emily" umgetauft werden soll...
      Irgendwie ist das seltsam. Ich finde auch diesen Butler echt gruselig welcher da ja nun vor Ort bleiben soll. Wahrscheinlich um sich um die keline Emily (in meiner Übersetzung steht übrigens immer nur Emly)
      im Sinne Steerforth zu kümmern.

      Studentine schrieb:

      bis sich herausstellt, dass es Tante Betsey leid tut, dass sie ihm nicht so recht zutraut, mit den Eseln zu Hause fertig zu werden.
      Das ist so herrlich mit diesen Eseln immer :totlach:

      drawe schrieb:

      Auch Emily bekommt, wie vorher Steerforth, moralische Anwandlungen. Sie müsse ein
      besserer Mensch werden und Dankbarkeit empfinden. Dankbarkeit ist natürlich keine gute
      Basis für eine Ehe...Offenbar liebt sie Ham nicht, sondern Steerforth. Warum sonst diese
      Parallelgestaltung?
      Ja, das kam mir auch sofort in den Sinn. Ob sie Steerforth nun schon liebt weiss ich nicht aber anhimmeln tut sie ihn schon.

      drawe schrieb:

      Ich vermute, dass Steerforth sie verführt hat - wie man früher so lieb sagte. Sie ist schwanger und will deshalb ihre
      Heimatstadt verlassen.
      Diese Marta ist auch seltsam. Nur seltsame und gruselige Leute :lol: Dass sie schwanger sein könnte, das habe ich auch gleich vermutet. Aber ob Steerforth nun der Verführer ist weiss man nicht. Irgendwie glaube ich das nicht, er will ja eher die kleine Emly.

      Ich kann hier kaum einen klaren Gedanken fassen, denn unter mir der Junge hat wieder Kinderbesuch und das ist ein Geschrei und Gebrüll, das knallt und kracht :geek: Die Mutter ist auch hoffnungslos mit überfordert und geht mit ihm in Therapie. Ja, heute sind schon 7jährige in Therapie. Ich sag lieber nix dazu :-#
      "Ich brauche Informationen.
      Eine Meinung bilde ich mir selbst."
      (Charles Dickens)
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      Sylli schrieb:

      aber das war alles ganz geheim und nur für einen bestimmten ausgewählten Kreis, aber nie für die Öffentlichkeit bestimmt.
      Liebe @Sylli, es liegt mir fern, Dein Weltbild zum Schwanken zu bringen :-)
      Aber diese Bilder, die ich meine (mir fällt partout nicht der Name ein, kann es der Bruder vom Kaiser Franz Joseph gewesen sein??),
      also die wurden offiziell gemacht und jeder durfte sie gucken :-))

      Es ist halt immer so: quod licet Jovis, non licet bovis.
      :study: Charles Dickens, David Copperfield (MLR)
      :musik: Hanya Yanagihara, Ein wenig Leben
      :study: Mariana Leky, Was man von hier aus sehen kann
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      taliesin schrieb:

      Ich habe Englisch studiert und mich auch für längere Zeit in England, Schottland und Wales herumgetrieben. Ich liebe die englische Sprache, das wunderschöne
      Land, die Geschichte, die Literatur und...und....und.
      Oh wie schön, solche Anglophilen hier bei uns!
      Ich stelle mich mal neben Euch, wenn ich darf - ich habe zwar nicht Englisch studiert, aber
      ich bin durch meine Mutter sehr belastet :-)
      :study: Charles Dickens, David Copperfield (MLR)
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      Jessy1963 schrieb:

      Aber ob Steerforth nun der Verführer ist weiss man nicht. Irgendwie glaube ich das nicht, er will ja eher die kleine Emly.
      Na ja, in der Not frisst der Teufel doch Fliegen!
      Ich denke schon, dass er der Bösewicht ist. Schließlich erkennt er sie ja trotz der Dunkelheit und reagiert entsprechend.
      Wir werden sehen ...!

      Jessy1963 schrieb:

      Kinderbesuch und das ist ein Geschrei und Gebrüll,
      Oh je. Da hat er wohl zu viele eingeladen. Wie wäre es, wenn Du einen Spaziergang machst?
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    • inklusive Kapitel 23

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      Ich steigere mich - Sonntag nachmittag und ich habe fertig :totlach:

      Studentine schrieb:

      Herrlich doppeldeutig war Dickens´ Beschreibung von Miss Dartle:

      auch die Namen sind immer wieder doppeldeutig, obwohl mir das erst heute aufgefallen ist: Miss Dartle ist ja recht spitz in ihrer Art nachzubohren und in ihrem Namen steckt das Wort "Dart"=Pfeil. Bestimmt nicht nur einfach so. Und auch Ham ist eigentümlich, denn das heißt ja Schinken - ich glaub mal nicht, dass das ein geläufiger Name war :-k :loool:

      taliesin schrieb:

      Die Personifikation des ehrbaren, rechtschaffenden Bediensteten.

      Meine Notes enthalten da einen interessanten Hinweis: "respectable / rechtschaffen" wird ja dauernd wiederholt während Limmiter als Person eingeführt wird. Da scheint Dickens wieder auf Shakespeare zurückgegriffen zu haben und zwar auf die geniale Rede, die Marcus Antonius vor dem Volk hält, kurz nachdem Caesar ermordet wurde. In dieser Rede lässt Shakespeare Marcus immer wieder die "ehrenvollen Männer" nennen, die ja stets nur das Gute für das Volk im Auge haben, und im Laufe dieser Grabrede dreht er damit rhetorisch sehr geschickt die Meinung des Volkes um, so dass am Ende die Mörder die Bösen und Caesar der Gute ist :twisted: Tja, wenn ich das jetzt mal übertrage auf den rechtschaffenen Butler - was dürfen wir dann noch interessantes erwarten von dieser Figur? :-,

      Sylli schrieb:

      In Kapitel 22 erleben wir einen Ausbruch Steerforths, mit dem ich nicht gerechnet hätte. David gegenüber wünscht er sich einen verständnisvollen Vater, und auch, dass er besser geleitet worden wäre. Steerforth ist sich selber zur Qual, heißt es, und er wäre lieber Peggotty oder der Lümmel Ham. Noch einmal spricht er den Wunsch nach einem charakterfesten und einsichtsvollen Vater aus.
      Das gibt dem Leser natürlich zu denken. Ein Jüngling, der sich im Alter von 20 Jahren nach Grenzen sehnt, die ihm anscheinend nie gesetzt wurden.

      Der gute Steerforth scheint sich selbst doch gut zu kennen und einzuschätzen - nur vermute ich leider, dass er daraus keine Konsequenzen zum Besseren zieht sondern sich weiter so verhält wie er es tut. Die Einsicht, dass ihm ein strenger Vater gut getan hätte, könnte er immer noch zur Realität werden lassen. Zwar ist man mit ca. 20 Jahren charakterlich weit ausgereift, aber doch nicht so sehr, dass man sein Leben nicht in eine andere Richtung lenken könnte. Irgendwer hat geschrieben, "er hätte einen Moralischen" - das trifft es für mich perfekt :thumleft: Er lässt kurz die Selbstzweifel raushängen und macht sich dann wieder vom Acker, zurück ins leichte Leben auf anderer Leute Kosten.

      Sylli schrieb:

      Miss Mowcher, die Steerforth bereits kennt. Mit ihren Töpfen und Tiegeln ist sie im ganzen Land unterwegs und findet überall ihre Kundschaft. Ich habe sie mir als kleinwüchsige, verwachsene Zwergin vorgestellt, die aber äußerst "fidel" und listig ihren eigenen harmlosen "Geschäften" nachgeht.

      Die listige Zwergen ist bestimmt nicht ohne - zum einen scheint sie Steerforth genau zu durchschauen, zum anderen ist sie eine, die auf jeden Fall überall alles mitbekommt und viel zu viel weiß - und das bestimmt für sich zu nutzen weiß. Sie macht das Beste aus ihrer körperlichen Erscheinung, indem sie sich bis zu einem gewissen Grad als Närrin verhält und so vermutlich auch einige zu täuschen weiß. Dabei durchschaut sie die gesellschaftlichen Zusammenhänge perfekt, wie diese eklige Nagelgeschichte beweist :loool:

      Sylli schrieb:

      Nun soll David also einen Beruf ergreifen, von dem ich noch nie etwas gehört habe: Proktor, was aber nicht dasselbe ist wie ein Advokat. Proktoren nehmen sich Advokaten, die studieren müssen, und dann von Proktoren angestellt werden. Sehr kompliziert.

      Das englische Rechtssystem war und ist kompliziert und völlig anders als unseres. Die Commons umfassten eine Vielzahl von Courts, die sowohl Familien- und Erbrecht als auch Seerecht, aber wohl auch alles Kirchenrechtliche umfassten. Der Proktor ist da irgendwie eine Art Makler / Mittler, kein Rechtsgelehrter wie ein Advokat. Ein Advokat war wohl ähnlich wie ein Barrister, aber nicht das gleiche. Er scheint beschränkt gewesen zu sein auf das Kirchenrecht, da bin ich mir aber nicht sicher, und er musste auf jeden Fall den Doktortitel haben. Ein Barrister durfte generell vor Gericht vertreten - to go to the bar - während ein Solicitor das ja nicht durfte, der war "nur" Anwalt ohne das Recht, vor Gericht treten zu dürfen - vielleicht ähnlich unserm Notar. :-k @taliesin weißt Du noch mehr darüber?

      Sylli schrieb:

      Das Lehrgeld von 1000 Pfund finde ich ganz schön viel, zumal David während der Ausbildung auch keinen Lohn bekommen wird. Und auch das Geschäftsverhältnis zwischen Mr. Spenlow und Mr. Jorkins war damals wohl üblich. Der milde Jorkins musste als "unerbittlich" gelten, damit Spenlow in dessen Namen hart verhandeln bzw. ausstehende Forderungen eintreiben konnte. Sehr raffiniert! Die Beschreibung der Gerichtsbarkeit, sowohl der amtierenden Personen als auch der Örtlichkeiten haben mir ebenfalls gut gefallen.

      Mir scheint das eine übliche Summe gewesen zu sein, immerhin geht es hier um eine höherwertige Ausbildung, die nachher auch eine höhere gesellschaftliche Stellung nach sich zieht. Natürlich ist das teurer als eine handwerkliche Ausbildung. Früher war das eben ganz anders organisiert, kann man sich heute nicht mehr vorstellen…
      Die Verhältnis zwischen Spenlow und Jorkins erinnert mich an unser heutiges Good Cop - Bad Cop :mrgreen:

      Sylli schrieb:

      Mit einer eigenen kleinen Wohnung bei Mrs. Crupp wird David nun also in die Selbständigkeit entlassen.

      Und diese Gesamtsituation von David erinnert mich doch gerade sehr an Pip in "Great Expectations" - auch er wohnte ja in Zimmern am Fluß und sollte seinen Beruf in London lernen und ein Auskommen finden. Ist Euch diese Parallele nicht auch aufgefallen? :ergeben: Hoffentlich endet David nicht genauso wie Pip, was meint Ihr? Er bietet ja momentan in seiner Unschuld und Naivität die besten Voraussetzungen dafür. Aber im Gegensatz zu Pip hat er in seiner Tante jemand Zuverlässiges an seiner Seite, der ihm Halt aber auch mal Grenzen aufzeigen kann. So vernarrt Tante Betsey in ihn ist, so traue ich ihr zu, notfalls korrigierend einzugreifen wenn es nötig wäre. :-k

      Sylli schrieb:

      Es geht ihr auch von Tag zu Tag besser, und ich glaube, dass sie bald wieder zu ihrem gewohnten Rhythmus zurückfinden wird.

      wie schön, gute Nachrichten :friends:

      Studentine schrieb:

      ...beim Zusammensein mit Ham macht sie doch den Eindruck, als würde sie sich schämen. Ich hatte außerdem den Eindruck, dass es Steerforth noch anstacheln könne, als Ham überglücklich kundtut "Kein vornehmer Herr im ganzen Lande - und keiner auf dem Meere - kann seine liebste mehr lieben, als ich sie..."

      sie verhält sich doch eigentlich immer so komisch, von Anfang an - rennt in ihr Zimmer, sagt kein Wort, das war doch immer so :wink:

      Studentine schrieb:

      Am Ende von Kap. 21 erkennt Steerforth ja schon, wie herzensrein und gut David ist und weiß auch, dass er selbst es nicht ist. Bei der von dir genannten Szene hatte ich erst die Vermutung, ob er evtl. aus schlechtem Gewissen spricht, weil er schon etwas unmoralisches (mit Emily? ) getan hat? Aber vermutlich hat er einfach nur einen Moralischen gehabt, vor allem wenn er sich und seine Beweggründe mit Davids Charakter vergleicht oder dem einfachen und guten Wesen der Pegottys.

      Stimmt, Du hast das mit dem Moralischen geschrieben - passt für mich sehr gut, auch in Zusammenhang mit der Einsicht, dass David ihm moralisch überlegen ist :)

      Studentine schrieb:

      Mir hat z. B. gut gefallen, als David ihn anspricht, wieso Steerforth seine Anlagen und sein Potential nicht in irgendeine Richtung steuert.
      Ob es wirklich stimmt, dass Steerforth das Boot nur als Geschenk für Mr. Pegotty gekauft hat, so wie David vermutet?

      Das war wohl das erste Mal, dass David etwas kritisches über Steerforth gedacht hat - vielleicht dringt ein wenig Licht in das verklärte Gehirn? Auch war er ja sehr enttäuscht, dass Steerforth sich in London nicht mehr blicken ließ - warum auch immer. Auch das mag in David vielleicht ein Nachdenken bewegen? Wir sind uns ja alle einig darüber, dass Steerforth einen unguten Weg nehmen wird.
      Und nein -ich glaub nicht an Davids Interpretation. Steerforth hat mit dem Boot sich selbst einen offiziellen Grund verschafft, nach Yarmouth zurückzukehren und mit Pegotty in Kontakt zu bleiben, ohne dass sein Interesse an Emly offensichtlich im Vordergrund steht. Und das Interesse unterstelle ich ihm einfach mal 8)

      Studentine schrieb:

      Etwas überrascht war ich, dass es David gefallen hat, dass es im Gericht so verschlafen und träge zuging - muss das nicht eigenlich demotivieren für einen jungen und energischen Mann sein? So lahm ist David doch eigentlich gar nicht.

      Aber es ist ein gemütlicher Ausblick auf die Zukunft - ein bisschen vor dem gemütlichen Gericht erscheinen und viel Geld zu verdienen. Passt schon zu David, wie er mir grad erscheint. So hart seine Kindheitserfahrungen waren, so wenig Ahnung hat er doch vom wirklichen Berufsleben an sich und was es bedeutet, in diesem Beruf zu arbeiten, den er nun ergreifen will. Er lässt sich ja allein von Steerforths Worten dazu verleiten, hat selbst absolut Null Ahnung, worauf er sich einlässt. Immerhin war er so clever, nach der Probezeit zu fragen ehe er sich vertraglich für mehrere Jahre bindet. :wink:

      drawe schrieb:

      Meinst Du, das war wirklich so? Ich halte das eher für eine Pose? Er ist zu feige, klar und deutlich Position zu beziehen und versteckt sich hinter seinem Kollegen.

      Nee, wie ich oben gesagt habe: für mich spielen die "Good Cop - Bad Cop" und haben damit die perfekte Strategie, um wirklich an ihre Gelder zu kommen. :loool:
      viele Grüße vom Squirrel

      :study: Charles Dickens - David Copperfield MLR
      :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)
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      upps - zu lang :uups:

      drawe schrieb:

      Mit Kapitel 21 bin ich (innerlich) noch nicht fertig. Emily wird eher negativ charakterisiert: eigenwillig, hochmütig,
      bewusst isoliert, verzogen, aber hübsch und tüchtig. Mir hat das Verlobungstableau sehr gut gefallen: wie in
      einem Bühnenbild stellt der Erzähler da seine Figuren auf - und dann platzen David und Steerforth in die
      Szene und zerstören das Tableau.
      Sehr symbolträchtig!
      Das hast Du gut beschrieben :applause: Empfunden hab ich das auch so, nur hätte ich es nicht so gut in Worte fassen können

      taliesin schrieb:

      Das Rechtswesen im viktorianischen England hat ja schon in Bleak House eine wichtige Rolle gespielt. Kam auch da nicht wirklich gut weg. Ich denke, Dickens
      hatte da wohl auch persönliche Erfahrungen gemacht die nicht besonders positiv waren.
      Dickens hat ja - nachdem er sich selbst die damalige Kurzschrift beigebracht hatte - als Gerichtsprotokollant gearbeitet. ER hatte also jede Menge Erfahrung mit den Gerichten, die er wohl nie gut wegkommen lässt. Ich bin gespannt, was da noch in Davids Leben alles auftaucht.

      drawe schrieb:

      Das ist ja eine skurrile Gestalt, die sich Dickens hat einfallen lassen. Die hat was von einem
      Shakespeare-Stück, irgendwo aus Titanias Traum entsprungen. Ich weiß nicht - irgendwie
      erinnert sie mich an die antiken Orakel. Sie macht so viele Andeutungen!
      Dickens war zu der Zeit wohl sehr Shakespeare-vernarrt und das passt hier perfekt….

      drawe schrieb:

      Ich vermute, dass Steerforth sie verführt hat - wie man früher so lieb sagte. Sie ist schwanger und will deshalb ihre
      Heimatstadt verlassen. Wofür sie das Geld braucht? Hm. Ich vermute, dass sie umkommt und als Figur nicht wieder auftaucht.
      Sie wäre quasi ein Opfer Steerforths.
      na, die Jungs waren grad mal 2 Wochen in Yarmouth - selbst wenn Martha von Steerforth schwanger würde, so wüsste sie das zu diesem Zeitpunkt jedenfalls noch nicht. ich vermute, die hat sich durch jemand anderen in Schwierigkeiten bringen lassen, aber auf Schwangerschaft tippe ich auch. Und ich vermute, dass wir ihr in London wieder begegnen werden -also David wird ihr wieder begegnen. Ob Em'ly den gleichen Weg einschlagen wird? Keine Ahnung….

      Jessy1963 schrieb:

      Die Tante wird erpresst aber mit was oder von wem ? Da bin ich sehr auf die Auflösung gespannt.
      Dieses Geheimnis ist echt ominös - ich wollte anfangs ja auch nicht daran glauben, dachte, dass unser gute Mr. Dick da eine Halluzination hatte. Aber die Halluzination erweist sich ja als sehr irdisch :mrgreen:

      Ich bin begeistert, wie die Geschichte jetzt langsam Fahrt aufnimmt. Und ich finde es typisch für David, dass er das großzügige Angebot der Tante nicht wirklich zum Nachdenken nutzt, sondern sich von Steerforth zum Urlaub verleiten lässt. Ja, diese Zeit war dafür gedacht, sich umzuschauen und auch an alte Plätze zurückzukehren, aber ich vermute doch sehr, dass die Tante sich das etwas anders vorgestellt hatte. Was wäre gewesen, wenn sie nicht zufällig über die vakante Stelle bei Spenlow gestolpert wäre? Dann wäre David nämlich zurückgekehrt, ohne auch nur einen Gedanken an seine eigene Zukunft verschwendet zu haben. Er ist schon noch sehr jung und naiv. O:-)
      viele Grüße vom Squirrel

      :study: Charles Dickens - David Copperfield MLR
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      Squirrel schrieb:

      Nee, wie ich oben gesagt habe: für mich spielen die "Good Cop - Bad Cop" und haben damit die perfekte Strategie, um wirklich an ihre Gelder zu kommen
      Ich denken, wir meinen dasselbe. Es ist nur so, dass offenbar der Partner, der hier den bösen Part spielt, nichts über diese Rolle weiß - wenn man David glaubt.
      Mir kommt er vor wie ein stiller Teilhaber, hinter dem sich der Mr. Spenlow versteckt.

      Squirrel schrieb:

      die hat sich durch jemand anderen in Schwierigkeiten bringen lassen, aber auf Schwangerschaft tippe ich auch.
      Es wär halt soooo passend, wenn Steerforth der Übeltäter wäre!

      Squirrel schrieb:

      Meine Notes enthalten da einen interessanten Hinweis: "respectable / rechtschaffen" wird ja dauernd wiederholt während Limmiter als Person eingeführt wird. Da scheint Dickens wieder auf Shakespeare zurückgegriffen zu haben und zwar auf die geniale Rede, die Marcus Antonius vor dem Volk hält, kurz nachdem Caesar ermordet wurde
      Ah! Danke für den Hinweis! Littimer taucht ja auch später völlig unvermittelt nochmals auf, wie so ein Schatten oder
      Handlanger Steerforths. Dann wird er eine Rolle bei Emiliys Verführung spielen.

      Bei "Verführung" fällt mir "Entführung" ein, und ich spekuliere mal wieder vor mich hin: Steerforth wird Emily entführen, und zwar per Schiff. Denn wieso hat er sich nautische Kenntnisse angeeignet und war mit den Fischern unterwegs? Und wieso hat er ein Boot gekauft und herrichten lassen?
      Wenn ich jetzt wüsste, was das für ein Boot ist, wüssten wir auch, wohin sie segeln.
      Ganz profan denke ich, es geht nach Indien. Bei Dickens scheint alles nach Indien zu segeln.

      Squirrel schrieb:

      und in ihrem Namen steckt das Wort "Dart"=Pfeil. Bestimmt nicht nur einfach so. Und auch Ham ist eigentümlich, denn das heißt ja Schinken - ich glaub mal nicht, dass das ein geläufiger Name war
      Die sprechenden Namen!
      Und Mrs. Crupp hustet, wenn sie nicht gerade Davids Kognakflaschen leert - das passt doch wunderbar! Krupp und Pseudokrupp!
      :study: Charles Dickens, David Copperfield (MLR)
      :musik: Hanya Yanagihara, Ein wenig Leben
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      taliesin schrieb:

      dass die nächste Woche bei mir sehr
      arbeitsintensiv wird
      Ja, bei mir auch! Meine lange Arbeitswoche von Mittwoch bis Freitag naht, die mag ich gar nicht. [-(

      taliesin schrieb:

      Ich hoffe aber, den ein oder anderen Kommentar schreiben zu können.
      Bitte tu das! Deine Beiträge würden fehlen.

      Jessy1963 schrieb:

      Irgendwie glaube ich das nicht, er will ja eher die kleine Emly.
      Oder beide - oder überhaupt mehrere.

      Jessy1963 schrieb:

      Ich kann hier kaum einen klaren Gedanken fassen,
      Oje, Du Arme! Bei Lärm bin ich auch sehr empfindlich, egal aus welcher Quelle er stammt.

      drawe schrieb:

      mir fällt partout nicht der Name ein, kann es der Bruder vom Kaiser Franz Joseph gewesen sein??),
      Meinst Du den Ludwig Viktor? Der zeigte zumindest homosexuelle Neigungen.

      drawe schrieb:

      also die wurden offiziell gemacht und jeder durfte sie gucken
      Und wo offiziell? Doch nicht in Zeitungen?! Was weißt Du, was ich noch nie gehört habe??

      drawe schrieb:

      es liegt mir fern, Dein Weltbild zum Schwanken zu bringen
      Du hast es gerade zum Einsturz gebracht ... :lechz:

      Squirrel schrieb:

      Ich steigere mich - Sonntag nachmittag und ich habe fertig
      Ganz termingerecht :thumleft:

      Squirrel schrieb:

      und in ihrem Namen steckt das Wort "Dart"=Pfeil
      Jetzt, wo Du's sagst ... :idea:

      Squirrel schrieb:

      Die listige Zwergen ist bestimmt nicht ohne
      Die könnte schon noch den einen oder anderen Stein ins Rollen bringen ...

      Squirrel schrieb:

      Steerforth hat mit dem Boot sich selbst einen offiziellen Grund verschafft, nach Yarmouth zurückzukehren und mit Pegotty in Kontakt zu bleiben, ohne dass sein Interesse an Emly offensichtlich im Vordergrund steht. Und das Interesse unterstelle ich ihm einfach mal
      Genauso habe ich mir das auch gedacht.

      Squirrel schrieb:

      Das hast Du gut beschrieben Empfunden hab ich das auch so, nur hätte ich es nicht so gut in Worte fassen können
      Wobei ich schon längst den Verdacht habe, dass in der Person der lieben Anne eine Poetin unter uns weilt. :friends:

      Squirrel schrieb:

      selbst wenn Martha von Steerforth schwanger würde, so wüsste sie das zu diesem Zeitpunkt jedenfalls noch nicht
      Das habe ich auch für mich ganz still errechnet, aber ich hab mich nichts mehr zu sagen getraut. :uups:

      Squirrel schrieb:

      Dann wäre David nämlich zurückgekehrt, ohne auch nur einen Gedanken an seine eigene Zukunft verschwendet zu haben. Er ist schon noch sehr jung und naiv.
      Solche Beispiele hätte ich aber auch aus der Gegenwart anzubieten.

      drawe schrieb:

      Steerforth wird Emily entführen, und zwar per Schiff. Denn wieso hat er sich nautische Kenntnisse angeeignet und war mit den Fischern unterwegs? Und wieso hat er ein Boot gekauft und herrichten lassen?
      Wenn ich jetzt wüsste, was das für ein Boot ist, wüssten wir auch, wohin sie segeln.
      Ganz profan denke ich, es geht nach Indien. Bei Dickens scheint alles nach Indien zu segeln.
      Liebe Anne, Deine Phantasie bewundere ich wirklich sehr; hoffentlich kann da der gute Charles mithalten. :wink:
      Liebe Grüße von Sylli :montag:
      "Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne." (Jean Paul)
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      drawe schrieb:

      Bei "Verführung" fällt mir "Entführung" ein, und ich spekuliere mal wieder vor mich hin: Steerforth wird Emily entführen, und zwar per Schiff. Denn wieso hat er sich nautische Kenntnisse angeeignet und war mit den Fischern unterwegs? Und wieso hat er ein Boot gekauft und herrichten lassen?
      Wenn ich jetzt wüsste, was das für ein Boot ist, wüssten wir auch, wohin sie segeln.
      Ganz profan denke ich, es geht nach Indien. Bei Dickens scheint alles nach Indien zu segeln.
      Das Schiff ist ein Klipper, das wurde gesagt - und Du hast eine blühende Fantasie :loool: aber mit Klippern fuhr man meines Wissens auch nach Indien 8)

      drawe schrieb:

      Und Mrs. Crupp hustet, wenn sie nicht gerade Davids Kognakflaschen leert - das passt doch wunderbar! Krupp und Pseudokrupp!
      na, aber ob man damals schon Krupp kannte? :scratch: Es könnte aber immerhin auf die ständige Luftverschmutzung in London hindeuten, immerhin war ja schon von braunem Nebel die Rede - es wäre Dickens zuzutrauen, auch darauf hinzuweisen :wink:

      Sylli schrieb:

      Das habe ich auch für mich ganz still errechnet, aber ich hab mich nichts mehr zu sagen getraut. :uups:
      Warum denn? :friends:

      Sylli schrieb:

      hoffentlich kann da der gute Charles mithalten.
      ganz bestimmt :loool:
      viele Grüße vom Squirrel

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      Sylli schrieb:

      Studentine schrieb:

      Aber vermutlich hat er einfach nur einen Moralischen gehabt,
      Denkst Du nicht, dass sich jedes Kind nach einem Vater sehnt, der Grenzen vorgibt, im Sinne: so weit kannst Du gehen, aber nicht weiter? Der selber Charakter und Stärke zeigt, eben ein Vorbild ist?
      :scratch: Hm....nicht so richtig. Ich denke, dass sich ein Kind natürlich nach einem Vater sehnt, aber nicht, damit dieser ihm Grenzen weist, erzieht oder Vorbild ist. Ich vermute sogar, dass Steerforth eher die Schuld für sein oberflächliches und umtriebiges Verhalten in der Abwesenheit seines Vaters sucht, so quasi als Rechtfertigung.

      drawe schrieb:

      Steerforth bekommt einen Brief von seiner Mutter, der ihn sichtlich beunruhigt hat. Was steht da drin?
      Vielleicht dass das Geld alle ist? Oder er nun wirklich arbeiten muss? Oder er Miss Dartle geschwängert hat? :twisted:

      Jessy1963 schrieb:

      Das muss für die damalige Zeit ein Vermögen gewesen sein ! Ich frag mich nur woher die Tante nur immer das ganze Geld her hat ? Sie muss ja wirklich sehr vermögend sein.
      Ich glaube, ihr Ex-Mann war reich, oder? :-k

      Squirrel schrieb:

      Das englische Rechtssystem war und ist kompliziert und völlig anders als unseres. Die Commons umfassten eine Vielzahl von Courts, die sowohl Familien- und Erbrecht als auch Seerecht, aber wohl auch alles Kirchenrechtliche umfassten. Der Proktor ist da irgendwie eine Art Makler / Mittler, kein Rechtsgelehrter wie ein Advokat. Ein Advokat war wohl ähnlich wie ein Barrister, aber nicht das gleiche. Er scheint beschränkt gewesen zu sein auf das Kirchenrecht, da bin ich mir aber nicht sicher, und er musste auf jeden Fall den Doktortitel haben. Ein Barrister durfte generell vor Gericht vertreten - to go to the bar - während ein Solicitor das ja nicht durfte, der war "nur" Anwalt ohne das Recht, vor Gericht treten zu dürfen - vielleicht ähnlich unserm Notar.
      Danke für diese Erläuterung, die doch schon etwas mehr Licht reinbringt. :thumleft:

      Squirrel schrieb:

      Hoffentlich endet David nicht genauso wie Pip, was meint Ihr? Er bietet ja momentan in seiner Unschuld und Naivität die besten Voraussetzungen dafür.
      Ich habe zwar noch nicht weitergelesen, aber die Überschrift von Kap. 24 weist ja auch in die Richtung hin. :shock:

      drawe schrieb:

      Steerforth wird Emily entführen, und zwar per Schiff. Denn wieso hat er sich nautische Kenntnisse angeeignet und war mit den Fischern unterwegs? Und wieso hat er ein Boot gekauft und herrichten lassen?
      Wenn ich jetzt wüsste, was das für ein Boot ist, wüssten wir auch, wohin sie segeln.
      Ganz profan denke ich, es geht nach Indien. Bei Dickens scheint alles nach Indien zu segeln.
      Ich glaube, wenn er sie entführen (oder einfach nur mal im Boot ausfahren :loool: ) wollte, dann nicht dauerhaft bis nach Indien, sondern für ein kleines, nettes Techtel-Mechtel. :twisted: Und wenn er damit erfolgreich war, wird er Emily sicherlich sitzen lassen.
      Liebe Grüße,
      Tine

      :study: Charles Dickens - David Copperfield (MLR)
      :study: Elizabeth Fremantle - Spiel der Königin
    • Neu

      Studentine schrieb:

      Ich glaube, ihr Ex-Mann war reich, oder?
      nein, sie ist reich aus eigenem Recht und hatte das Glück, einen sehr gut ausformulierten Ehevertrag zu haben so dass sie nach der Scheidung ihr Vermögen behielt. :wink:

      Studentine schrieb:

      Ich habe zwar noch nicht weitergelesen, aber die Überschrift von Kap. 24 weist ja auch in die Richtung hin.
      das Kapitel ist g :-# :twisted: :totlach: und total genial geschrieben :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

      Studentine schrieb:

      Ich vermute sogar, dass Steerforth eher die Schuld für sein oberflächliches und umtriebiges Verhalten in der Abwesenheit seines Vaters sucht, so quasi als Rechtfertigung.
      das seh ich genauso wie Du, denn sonst könnte er ja sein Leben ändern :wink:
      viele Grüße vom Squirrel

      :study: Charles Dickens - David Copperfield MLR
      :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)
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      Studentine schrieb:

      Ich vermute sogar, dass Steerforth eher die Schuld für sein oberflächliches und umtriebiges Verhalten in der Abwesenheit seines Vaters sucht, so quasi als Rechtfertigung.
      Ja - das kommt mir auch so vor. Dass er sich selber quasi mildernde Umstände verschafft.

      Squirrel schrieb:

      Das Schiff ist ein Klipper, das wurde gesagt
      Das habe ich wieder vergessen.
      Gut - dann wird es nach Indien gehen. Und Littimer bereitet alles vor.

      Sylli schrieb:

      Meinst Du den Ludwig Viktor? Der zeigte zumindest homosexuelle Neigungen.
      Ich müsste nachschlagen - vor einigen Jahren ist mir der in einer Biografie untergekommen, und zurückgeblieben ist nur dieses
      ungepflegte Halbwissen, ich muss mich schämen.


      Der Erzähler fängt ja langsam an, die vielen Fäden miteinander zu verknüpfen. Ich bin gespannt, welche Figuren eliminiert
      werden (Martha, denke ich, sie wird den Part des tragischen Opfers übernehmen), weil sie für die Erzählung nichts mehr
      bringen - dann bin ich gespannt, welche Personen geläutert werden (Emily? Steerforth?) und welche Personen
      glücklich das Ende des Romans erreichen.
      :study: Charles Dickens, David Copperfield (MLR)
      :musik: Hanya Yanagihara, Ein wenig Leben
      :study: Mariana Leky, Was man von hier aus sehen kann
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