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1

Mittwoch, 13. September 2006, 13:33

Frauenbewegung/Feminismus

Wie seht Ihr das?

Ich bin nicht der Meinung, dass Frauen und Männer gleich gestrickt sind. Alleine rein körperlich gibt es da sehr große Unterschiede, auch wird sich Östrogen und Testosteron verschiedenartig auswirken. Auch vom inneren sprich Psyche gibt es Unterschiede.
Es gibt auch die weiblichen Männer, sowie es die männlichen Frauen gibt, wobei es da schon nachgewiesen ist, dass z. B. die Frau zuviel Testosteron besitzt, also die Hormone spielen wohl eine ganz große Rolle im Geschlechterleben.

Gleichberechtigung. Ich bin für jegliche Gleichberechtigung im Beruf usw.. Frauen sollen sich genauso entwickeln dürfen, ihre Wünsche erfüllen können, es dürfen ihnen keine Hindernisse in den Weg gesetzt werden. Und da gibt es noch einiges zu tun, und daran müssen wir arbeiten. Aber wieder Gleichberechtigung ja, aber keine Gleichheit! Es wäre tot langweilig sein Gegenüber nicht mehr finden zu können, weil alles gleich ist.

Für mich ist das Weibliche, weich, sanft, diplomatisch, ein wenig mystisch, ja auch kinderbezogen, intuitiv …
Klar und Männlich, beschützend, aktiv, härter, kraftvoller …
Das hört sich sehr klischeehaft an, aber ich meine auch nicht, dass jede Frau weiblich sein soll, und jeder Mann männlich. Jeder soll so sein wie er ist, und wenn Sie sehr weiblich ist, dann soll Sie das sein.
Wo ich ganz große Probleme mit habe, ist z. B. die Künast. Bei der Künast habe ich die Entwicklung miterlebt. Zu Beginn waren ihre Gesichtszüge viel weicher, wenn ich sie heute betrachte, erschrecke ich fast wie verhärmt ihr Gesicht wirkt. Von der Antlitzdiagnostik weiß ich natürlich, dass sich diese Entwicklung nie und nimmer positiv auf Renate auswirken kann, ich möchte sie eigentlich auch nicht mehr privat kennen lernen. Und diese Entwicklung finde ich falsch! Frauen in der Politik, selbstverständlich, aber man sollte sich auch nicht vielleicht „überschätzen“, man sollte schon sehr stark in seiner eigenen Mitte bleiben, und keinen „Fremd-Charakter“ annehmen. (Die Merkel macht das besser, ich denke, sie ist vom Typ her schon männlicher, sie wirkt jetzt teilweise weiblicher als vorher.)

So, das musste ich nun mal loswerden …

Und wie denkt Ihr? Auch männliche Stimmen her ;)
Liebe Grüße Euer Krümel

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2

Mittwoch, 13. September 2006, 13:51

Ein umfangreiches Thema !

Also ich stamme aus einem Land, ( der ehemaligen Sowjetunion) wo politisch gesehen alle Menschen ,( ob Männlein,ob Weiblein) gleich sein sollten.VOR meiner Zeit ,( Gott sei Dank) war es sogar so,daß ,als Beispiel, wenn ein Mann einer Frau in den Mantel helfen wollte,dies teilweise als Diskriminierung verurteilt wurde ( ja, glaubt er denn sie wäre zu blöd oder schwach,um den Mantel selbst anziehen zu können?! ) Lacht ruhig, es ist aber keine Anekdote,sondern eine traurige Tatsache ... Zu meiner Zeit war es dann zum Glück nicht mehr so ...

Hier finde ich es schön,daß jede(r) so sein kann wie er will. Eine Frau männlich- bitte ,kein Problem und als Kölnerin sehe ich natürlich täglich viele " weibliche" Männer...Warum nicht ? Jeder so,wie es ihm ( ihr ) gefällt !

Allerdings finde ich,( mag sein,daß es altmodisch klingt),daß die Kiddies heute oft gleich zu sein versuchen. Die Mädchen prügeln sich,trinken Alkohol bis zum Umfallen usw usw...Ich finde sie berauben sich selbst,denn in meinen Augen ist es schön eine Frau zu sein und eben auch manche Vorteile,die sich daraus ergeben zu genießen.
Weder mein Ex-Mann noch mein jetziger Freund würden mich zB schwere Taschen schleppen lassen,oder zum Rasenmähen verdonnern...
Andererseits bin ich eher diejenige ,die eine Reise plannt oder die Blumen aussucht und pflanzt...
Das ist nicht die " Heimchen- am- Herd"-Mentalität,denn ich arbeite ja auch gerne und bin auch oft alleine unterwegs-also schon durchaus emanzipiert,nur meiner unmaßgeblichen Meinung nach sind Männer und Frauen nicht gleich gestrickt, da gebe ich Heidi uneingeschränkt recht und warum sollte man nicht die Sachen ,die man von Natur aus besser kann und auch lieber macht auch so aufteilen ?

Alles in allem- leben und leben lassen ! :mrgreen:


LG
Simonja


PS: ach so, noch ein Nachtrag- die Frauenbewegung ist SEHR wichtig,denn sie kämpft für die gleichen Rechte der Frau,die für uns hier schon selbstverständlich sind- Arbeit,gleicher Lohn,Wahlrecht usw,es ist nur wichtig sich nicht in Kleinigkeiten zu verlieren- wenn ich sehe,daß irgendwelche Frauen klagen,weil die Schilder für die Radwege einen Herrenrad und keinen Damenrad zeigen,kann ich nur mit dem Kopf schütteln,denn ein solcher Blödsinn schadet der Frauenbewegung mehr als jegliche Gegenpropaganda es jemals könnte !

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »simonja« (13. September 2006, 13:56)

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3

Mittwoch, 13. September 2006, 14:35

Hi!


Das Thema könnte man sehr schön mit dem "Eva Herman" Buch verbinden, nur so nebenbei :D Da waren auch alle schon sehr kritisch...
Ich frage mich immernoch wieso.

Im Grunde bin ich auch für Emanzipation, aber glaubt ihr nicht, dass man da in gewisserweise übertreibt?
Glaubt ihr nicht, dass es Dinge (beruflich) gibt, die Männer besser können als Frauen und sicherlich auch andersrum?

Ich rede nicht von Gleichberechtigung bei Wahl und sontigem. Darüber braucht man eigentlich nichts zu sagen, denke ich. Ich frage mich nur, ob es wirklich so gut ist, dass alle Frauen Karriere machen wollen.... und das als Emanzipation ansehen.

Nali
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4

Mittwoch, 13. September 2006, 15:14

Ich bin natürlich angeregt worden gestern durch die Sendung: Menschen bei Maischberger. Dort gab es zwei Feministinnen, die beide sehr intolerant nur Gleich ist Gleich sehen wollten.
Und ich finde es einfach schade, wenn heute Frauen belächelt werden, die gerne Hausfrau und Mutter sein möchten, und dass sich in dieser Richtung die Emanzipierung zu weit vor gewagt hat. Ich möchte keine reine Umkehrung.

PS Ich bin so ein totaler Mischmasch, einerseits ziemlich weiblich, d.h. häuslich mit Handarbeiten, Lesen, Garten, all das mache ich sehr gerne. Bei schweren Arbeiten lasse ich mir gerne helfen, auch in den Mantel ;)
Alles in Bezug zu meiner inneren Entwicklung, Verwirklichung will ich absolute Freiheit, ich würde mir nie und niemals den Mund verbieten lassen, oder Gedanken und Meinungen.
Liebe Grüße Euer Krümel

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5

Mittwoch, 13. September 2006, 15:24

Zitat

Original von ~Nalia~
Im Grunde bin ich auch für Emanzipation, aber glaubt ihr nicht, dass man da in gewisserweise übertreibt?
Glaubt ihr nicht, dass es Dinge (beruflich) gibt, die Männer besser können als Frauen und sicherlich auch andersrum?


Das finde ich z.B. gar nicht, ich mach grade eine Ausbildung zur Wirtschaftsinformatikerin, das gilt wohl auch als Männerberuf, aber ich glaube nicht das ich darin schlechter seien werde als die Männer, jedenfalls nicht weil ich eine Frau bin... gut bei manchen handwerklichen Berufen haben Männer vielleicht Vorteile weil sie in der Regel stärker sind, aber ansonsten.

Ich habe nichts gegen Frauen die nicht Karriere machen wollen, sondern lieber zu Hause arbeiten, aber Frauen sollte doch zumindest die Möglichkeit haben. Ich finde auch das jeder zumindest einen Beruf lernen sollte, damit man im Ernstfall unabhängig seien kann.
Ein paar Mädchen aus meiner Klasse haben gleich nach dem Abi geheirattet und ich bin ziehmlich sicher das sie auch bald Kinder haben werden, das finde ich eigendlich schade (1. wozu das Abitur und 2. was wenn es dann mit der Liebe mal nicht mehr so rosig aussieht :scratch: ).

Allerdings bin ich auch gerne eine Frau und es gibt mit sicherheit unterschiede zwischen den Geschlechtern die nicht von Nachteil sind.
Andererseits gibt es aber auch kein Gehirn das nur "weibliche" oder nur "männliche" Eigenschaften hat. Jeder besitzt einen Mischmasch aus Teilen die eher als weiblich und Teilen die eher als männlich gelten.
Als mein gelber Wellensittich aus dem Fenster flog,
hackte eine Schar von Spatzen auf ihn ein,
denn er sang wohl etwas anders und war nicht so grau wie sie,
und das passt in Spatzenhirne nicht hinein.
(G. Schöne)

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »lain« (13. September 2006, 15:37)

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6

Mittwoch, 13. September 2006, 16:03

Zitat

Original von lain

Zitat

Original von ~Nalia~
Im Grunde bin ich auch für Emanzipation, aber glaubt ihr nicht, dass man da in gewisserweise übertreibt?
Glaubt ihr nicht, dass es Dinge (beruflich) gibt, die Männer besser können als Frauen und sicherlich auch andersrum?


Das finde ich z.B. gar nicht, ich mach grade eine Ausbildung zur Wirtschaftsinformatikerin, das gilt wohl auch als Männerberuf, aber ich glaube nicht das ich darin schlechter seien werde als die Männer, jedenfalls nicht weil ich eine Frau bin... gut bei manchen handwerklichen Berufen haben Männer vielleicht Vorteile weil sie in der Regel stärker sind, aber ansonsten.


Ich glaube auch nicht das Wirtschaftsinformatikerin ein Beruf ist den Männer besser können. Aber wie du schon gesagt hat, die "Handwerksberufe" und sicher auch einiges andere können Männen vielleicht schon besser. Das muss man akzeptieren denke ich.

Zitat

Original von lain
Ich habe nichts gegen Frauen die nicht Karriere machen wollen, sondern lieber zu Hause arbeiten, aber Frauen sollte doch zumindest die Möglichkeit haben. Ich finde auch das jeder zumindest einen Beruf lernen sollte, damit man im Ernstfall unabhängig seien kann.
Ein paar Mädchen aus meiner Klasse haben gleich nach dem Abi geheirattet und ich bin ziehmlich sicher das sie auch bald Kinder haben werden, das finde ich eigendlich schade (1. wozu das Abitur und 2. was wenn es dann mit der Liebe mal nicht mehr so rosig aussieht :scratch: ).


Ich denke nicht, dass "zu Hause sein und Kinder arbeiten" gleich bedeuten muss, dass das Abi unnütz ist und man ruhig ungebildet sein kann.
Kinder haben beideutet ja auch nicht: Niemals einen ordentlichen Job haben. (nur vielleicht in Deutschland ;) aber das ist hier ja nicht Thema)

Natürlich sollte eine Frau die Möglichkeit haben sich zu bilden und meinetwegen auch JKarriere zu machen. Ich bin einfach nur der Meinung, dass Priorität nicht "Eigene Verwirklichung" ist... und das ist doch für viele Emanzipation oder?

LG, Nali O:-)
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7

Mittwoch, 13. September 2006, 18:08

Zitat

Original von lain

Ich habe nichts gegen Frauen die nicht Karriere machen wollen, sondern lieber zu Hause arbeiten, aber Frauen sollte doch zumindest die Möglichkeit haben.


Drehen wir diesen Satz doch einfach mal um:
"Ich habe nichts gegen Männer, die nicht Karriere machen wollen, sondern lieber zu Hause arbeiten, aber Männer sollten zumindest die Möglichkeit haben."

Klingt unrealistisch und lächerlich, oder?

Warum beklagen sich Männer eigentlich nie darüber, dass nur Frauen die Wahl zwischen Beruf und Haushalt haben, und dass sie zur Berufstätigkeit verdammt sind?

Marie
ich lese gerade

Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich (Nietzsche)
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Mittwoch, 13. September 2006, 18:31

Zitat

Original von simonja
Allerdings finde ich,( mag sein,daß es altmodisch klingt),daß die Kiddies heute oft gleich zu sein versuchen. Die Mädchen prügeln sich,trinken Alkohol bis zum Umfallen usw usw...



Ein interessanter Punkt, Simonja, zu dem Thema. Ist Euch schon aufgefallen, dass die jungen Männer heutzutage immer androgyner werden ? Diesen "Trend" hatte man ja schon mal zu Zeiten des jungen David Bowie. Aber momentan ist das wieder ganz stark vorhanden : Unbehaart, ganz dünn, weiche Gesichtszüge. Und die Mädels stehen drauf, ich denke da nur an Tokio Hotel. Ich persönlich kann damit nichts anfangen. Rein optisch gesehen ( und natürlich ist das ein sexueller Aspekt ) muss ein Mann auch wie ein Mann aussehen, um interessant zu sein.
:study: "Madame Bovary" Gustave Flaubert
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9

Mittwoch, 13. September 2006, 18:39

Tja, es gibt "Unfairheiten" gegen über beiden Geschlechtern.

Ich persönlich leide sehr unter dieser allgemeinen Ungleichberechtigung, da ich nicht sein will zu was ich verdammt bin.
"To live is the rarest thing in the world. Most people exist, that is all." Oscar Wilde
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10

Mittwoch, 13. September 2006, 18:57

Jetzt muss ich als Mann auch mal was dazu sagen:

Ich bin aufgewachsen zu einer Zeit, da die allermeisten Frauen zu Hause waren, sich um Kinder und Küche gekümmert haben (meine Mutter), oder aber als Lehrer oder Krankenschwesrter gearbeitet haben.
Mein erster "Schock" war, als ich 1972 in der damaligen CSSR Frauen im Straßenbau gesehen habe.

Da ich ja dann, wie die meisten damals, gegen das "Establishment war", habe ich die Frauenbewegung der 70er an der Uni voll mitgekriegt und fand das auch irgendwie gut, war ja "Anti". (Habe sogar stricken gelernt :mrgreen: )
In unserer 6-Jahre WG war es für die beiden Männer auch selbstverständlich zu kochen, zu putzen etc.

Nach der Uni habe ich dann geheiratet und es war auch kein Problem für mich, in gemeinsamer Teilung den Haushalt zu führen und zwei Kinder großzuziehen (mit "Einschränkungen" im Beruf). Leider ist das dann in die Brüche gegangen, unter anderem auch weil wir uns auch viel zu selten gesehen haben.


Ich will damit sagen, und die nächste Beziehung ist dann auch gerade beendet, dass es zwar viele Frauen toll finden, wenn der Mann kochen usw. kann, aber sie so einen Mann gar nicht suchen, sondern eher den klassischen Macho, der dann auch diese Dinge alle kann.

Viele meiner ausländischen Kunden (ob männlich oder weiblich) "beschweren" sich darüber, dass die deutschen Mädels oder Frauen viel zu unweiblich, zu hart und zu selbstbewusst seien, und das sie dies aus ihren Heimatländern nicht gewohnt seien.

Diesen Eindruck habe ich auch manchmal, es fehlt oft ein Lächeln oder ein in-die-Augen-schauen., es könnte ja gleich als Anmache gewertet werden, und das will man als deutsche Frau anscheinend nicht.

Ich weiß, es klingt verworren, ich bin da auch eher zwiespältig und könnte da noch stundenlang drüber schreiben. (vielleicht mal in einem Chat?
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11

Mittwoch, 13. September 2006, 19:34

Feminismus...erst einmal gutes Thema!
Für Gleichberechtigung im Beruf, im Studium, in der Schule, wo auch immer...da finde ich sie wichtig, genauso, dass eine Frau nicht am häuslichen Herd werken muss, während der MAnn arbeitet. Die Möglichkeit auf Selbstverwirklichung ist wichtig.
Allerdings - und das habe ich jetzt schon ziemlich oft selbst erlebt - kann der Feminismus extrem werden, wenn nicht sogar lächerlich.
Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber die Diskussion wegen dem Umschreiben der österreichischen Bundeshymne (Heimat bist du großer Söhne). Entschuldigung, aber so etwas kann ich nur den Kopf schütteln. Das ist nahezu talmudische Haarspalterei. Was ist dann mit "Vaterland"? Mit "Muttersprache"? Da können wir gleich alle Wörterbücher umschreiben.
Die Nächte lehren viel, was die Tage niemals wissen.
Aus Persien
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12

Mittwoch, 13. September 2006, 20:00

Zitat

Original von morse
.


Ich will damit sagen, und die nächste Beziehung ist dann auch gerade beendet, dass es zwar viele Frauen toll finden, wenn der Mann kochen usw. kann, aber sie so einen Mann gar nicht suchen, sondern eher den klassischen Macho, der dann auch diese Dinge alle kann.



Da ist was wahres dran, da muss ich Dir als Frau recht geben. Daher auch meine Anmerkung über die androgynen Anti-Männer. Eigentlich will eine Frau keinen weiblichen Mann ( zumindest ich nicht) .

@ Bücherwurm : Ja, man kann es auch übertreiben ! Ich habe in meiner Urkunde von der FH auch "Diplom-Wirt" statt "Diplom-WirtIN" eintragen lassen, weil mir das zu übertrieben ist. Wenn eine Frau auf eine solche Haarspalterei , wie Du sie mit dem Bsp der Hymne beschreibst, besteht, hat das nichts mit Feminismus zu tun, sondern mit mangelndem Selbstbewusstsein der Frauen.
:study: "Madame Bovary" Gustave Flaubert
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13

Mittwoch, 13. September 2006, 20:04

Ich sehe es so, dass Männer und Frauen nicht gleichartig, aber gleichwertig sind.
Jedem/Jeder sollten alle Optionen offenstehen, zb. Karriere, Hausfrau/Hausmann etc.
Warum sollte es nicht mehr weibliche Ingenieure und mehr männliche Erzieher/Grundschullehrer geben?

Traurig finde ich es, dass heutzutage viele Frauen unter Emanzipation verstehen, auch die "Verrücktheiten" der Männer nachmachen zu wollen (Alkoholexzesse, Brutalität, Boxsport... :x)
Bücher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen.
(Francis Bacon)
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14

Mittwoch, 13. September 2006, 20:28

Manche vergessen, dass Gleichberechtigung meint, gleiche Rechte und Pflichten. In Deutschland ist das Vermutlich anders, aber in der Schweiz hat es z.B. Wehrpflicht...

Manchmal habe ich die Erfahrung gemacht, dass Feministen weibliche Machos sind, und das ist wohl nicht der Sinn und Zweck, oder? :wink:

@ €nigma

Frauen im Boxsport finde ich nicht unbeding schlecht. Hast du schon mal "Million Dollar Baby" gesehen?
"Unaufhaltsam gingen Sie die Pfade der Dunkelheit und Ihre Blasphemien überzogen die Erde. Die Schöpfung verneigt sich vor Ihrer Macht, denn sie kannte die Bosheit der Alten."
Das Necronomicon
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15

Mittwoch, 13. September 2006, 20:33

Interessantes Thema!
Nun ich bin auf jeden Fall dafür, dass beide Geschlechter die gleichen Chancen haben sollte. Vieles hat sich in dieser Hinsicht in den letzten Jahren geändert, aber es gibt zahlreiche Punkte wo die Realität hinterherhinkt.
Aber Gleichberechtigung um jeden Preis - das muß jeder für sich entscheiden. Ich denke wie Heidi, dass Mann und Frau eben nicht gleich sind. Gerade dies ist anziehend, reizvoll und spannend, solange sich beide ausleben können und keiner unterdrückt wird.
Um dem Erfolg der Männer nachzueifern legen Frauen oft ihre Weiblichkeit total ab. Ein kolosaler Fehler. Ein Lächeln hier, eine auflockernde Bemerkung da - auch das kann richtig eingesetzt zum Erfolg führen.
Von zuhause aus kenne ich die übliche Rollenverteilung. Vater verdient das Geld, Mutter versorgt Kinder und Haushalt.
Für mich stand früh fest einen Kompromis zu finden. Auf Kinder verzichten nein,aber nur daheim sein? Wozu hat man dann einen Beruf gelernt? Der Alltag sieht dann anders aus. Wenn Oma nicht bereit oder nicht in der Lage ist Babysitter zu sein, wird es schwierig. Zu wenig Krippen und Kindergartenplätze und immer noch zu wenige qualifizierte Teilzeitplätze. Berufstätige Mütter - schlechte Mütter traut sich mancher Chef etc. nicht zu sagen, aber wird oft gedacht.
Die Männer an sich sind nicht mehr das große Problem. Viele haben gelernt umzudenken und viele sind bereits mit der "geteilten" Ordnung aufgewachsen. Aber die hohe Arbeitslosigkeit fordert ihren Tribut. Die Frau als "Zusatzverdiener" steht immer an zweiter Stelle.
Sehr positiv finde ich Väter im "Mutterschutz". Auch heute noch selten, aber immer häufiger. Sehr mutig und sicher nicht unmännlich!
Frauen,die sich auch heute noch für's "gemütliche Heim" entscheiden werden besonders von ihren Geschlechtsgenossinnen als dumm angesehen. Wo bleibt da die Freiheit der eigenen Entscheidung? Wer's erlebt hat,weiß wie viel Arbeit und Mühe es macht.
Freiheit - ich glaube darin liegt die Lösung. In Gedanken und Taten. Gleichberechtigt, aber im richtigen Moment auch beschützt und umgarnt - eben weiblich. :wink:
Gruß Wirbelwind

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16

Mittwoch, 13. September 2006, 20:59

Also ich beneide zuweilen schon, die Frauen in meinem Bekanntenkreis, die es sich leisten können, bei ihren Kindern zu Hause zu sein. Sie genießen es und haben auch keine Scheu, das zu bekunden. Auf der anderen Seite würde ich meinen Beruf denn doch vermissen, denke ich. Ich ziehe auch eine Menge Bestätiung aus meinem Beruf und kriege viel Positives zurück. Es ist halt in Bezug auf Kinderbetreuung nach wie vor fast unmöglich, trotz Kindern im Beruf voll weiter zu arbeiten. Ich habe halt das Glück, nur 25 Wochenstunden in Teilzeit zu arbeiten. Trotzdem ist es zuweilen stressig.

Frauen haben auch immer noch häufig - ich eingeschlossen - die Vision im Kopf, es allen Recht machen zu können und zu müssen. Ich habe das schlechte Gewissen, wenn das Bad dreckig ist, nicht mein Mann. Ich halte mich für eine schlechte Mutter, wenn es schon wieder Fischstäbchen gibt ... Und ich bin dafür zuständig, an Geburtstage usw. zu denken und verwandtschafltiche Kontakte zu pflegen. Und das läuft bei den meisten Frauen, die ich kenne, ähnlich.

Dass Männer und Frauen, Jungen und Mädchen, verschieden sind, erlebe ich in der Kinder- und Jugendarbeit und bei meinen Jungs tagtäglich. Leider werden Jungen im Kindergarten, in der Grundschule fast nur von Frauen betreut bzw. unterrichtet. Und jungen-gemäße Verhaltensweisen werden schon im Keim erstickt und als aggressiv o.ä. verdammt. Jungen regeln ihre Konflikte z.B. einfach anders als Mädchen. Dafür werden sie nicht so zickig und intrigant.

Der "Vermännlichung" in der Politik wie am Beispiel von Frau Künast kann ich nicht zustimmen. Das kann man m.M. nach nicht so pauschal sagen. Aber es ist leider immer noch so, dass eine Frau wesentlich mehr leisten muss, um anerkannt zu werden und man achtet auf ihr Äußeres, was bei den Männern egal ist. (wenn ich mir so manche männlichen Politiker anschaue, wird mir ganz anders).

"Mystisch" würde ich auch nicht als eine weibliche Eigenschaft ansehen. Wenn ich mir die Frauen im meinem Umkreis betrachte, fallen mir kaum "mystische" auf.

Und was an Ungleichbehandlung von Mann und Frau in der katholischen Kirche geschieht, macht mich oft einfach nur wütend :rambo: - und dankbar [-o<, dass ich evangelisch bin. :loool:

Ein bisschen unstrukturiert, was ich da geschrieben habe. Halt so, wie es mir weiblich-intuitiv durch den Kopf ging. :-,

grüße von missmarple
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17

Mittwoch, 13. September 2006, 23:11

Hallo missmarple,
ja das kenne ich - es allen rechtmachen zu wollen. In allem perfekt sein, was aber nicht möglich ist, weil der Tag nur 24 Stunden hat. Die höchsten Ansprüche hat man selber und irgendwie fühlt man sich hin und her gerissen.
Heute sehe ich das etwas lockerer. Vor allen Dingen mußte ich kapieren, dass ich nicht perfekt bin-eigentlich niemand. Trotzden gibt es auch heute noch Situationen, wo ich hektisch werde und jetzt sind keine kleinen Kinder mehr da. Aber so manches rückt nach, Beruf und Haushalt bleiben. Ich versuche aber "egoistisch" zu sein und nehme meine Auszeit ohne schlechtes Gewissen. Manchmal klappt es. :mrgreen:
Gruß Wirbelwind

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18

Donnerstag, 14. September 2006, 07:39

Habe mal eine schöne Definition von Feminismus bei Wiki entdeckt:

Zitat

Feministinnen betonen die besondere weibliche Wesensart, die der männlichen völlig gleichwertig - manche behaupten: als die überlegene - gegenüberstehe. Sie versprechen sich von der Durchsetzung weiblicher Werte und Lebenswelten eine Bereicherung für die gesamte menschliche Gattung.

Dies finde ich eigentlich ideal und sehr vernünftig.
Gleichberechtigung,aber nicht Gleichheit, ist wichtig und richtig.Wie Heidi denke ich das auch.

@missmarple:
Ich habe gerade gelesen,dass sich die Frauen in Deinem Umfeld es leisten können zuhause zu bleiben.Bei mir ist es umgekehrt,ich muss mir meinen Einstieg in das Berufsleben finanzieren.Ich kriege einen Vollzeit- Kindergartenplatz nur bezahlt,wenn ich Arbeit habe,also geht dieser Betrag von meinem Gehalt ab,welches ich dann zukünftig verdienen würde,ebenso wie das zweite Auto,bzw.70 Euro Bus,Wegfall der günstigen Steuerklasse bei meinem Mann,etc. etc.
Einen Job bei dem ich ein Plusgeschäft machen werde,muss ich wohl ewig suchen...
LG
Schoenchen O:-)
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19

Donnerstag, 14. September 2006, 08:27

@ Wirbelwind,
ich bin ja durchaus auch egoistisch - sonst würde ich mich hier nicht so oft tummeln - und das ist auch gut so. Aber das schlechte Gewissen kann man halt nicht einfach ausknipsen oder mit Lenor entfernen. :loool:

@Schoenchen,
das ist wirklich hart, dass du noch draufzahlen müsstest, um arbeiten zu können. Was machst du denn beruflich? Mir kommen auch zuweilen die Tränen, wenn ich mein Brutto mit Netto in der Steuerklasse V vergleiche :mrgreen:.
Wenn ich noch draufzahlen müsste wie du, würde ich, glaube ich, eher abends putzen gehen o.ä., um die Haushaltskasse aufzubessern. Aber wenn man später noch in seinem Beruf weiter tätig sein will, kann man sich halt eine längere Pause nicht leisten, dann ist man weg vom Fenster.

grüße von missmarple, die dir die Daumen drückt, dass ein "Plusgeschäft-Job" für dich zu finden ist :wink:
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20

Donnerstag, 14. September 2006, 08:39

Mit 100 %igen und intoleranten und zu keinen Kompromissen bereiten Emanzen habe ich auch so meine Schwierigkeiten. Doch ich ziehe meinen Hut vor den vielen engagierten und mutigen Frauenrechtlerinnen, die für die Gleichberechtigung und Sache der Frauen gekämpft haben und noch immer kämpfen.
Es ist wohl oft so, dass man erst mal über das Ziel schießen und extreme Positionen vertreten muss, damit sich überhaupt erst etwas tut und sich später auf ein "gesundes" Maß einpendeln kann. Vieles, was uns heute selbstverständlich ist, würde hart erkämpft. Und in anderen Ländern und Kulturkreisen gibt es immer noch mutige Frauen, die gegen alle Widerstände und oftmals unter Lebensgefahr für die Frauenrechte eintreten und für eine Veränderung in den Köpfen der Menschen arbeiten. Ich denke da z.B. an die Ehrenmorde und Zwangsverheiratungen auch bei uns, die Beschneidungen, die Rechtspraxis, die vergewaltigte Frauen statt als Opfer als Täterin sieht, die Ausbreitung von Aids, weil die Männer keine Kondome benutzen wollen und ... und ... und.

Wir haben allen Grund dankbar zu sein, dass wir in dieser Zeit und an diesem Ort leben.

grüße von missmarple
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