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"Ich musste sie kaputtmachen." Anatomie eines...
von Stephan Harbort

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Art: Gebundene Ausgabe
Verlag: Droste

ISBN: 9783770011742

Termin: Februar 2004

6 Buchbesitzer:
 
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Friday, May 28th 2004, 2:18am

Stephan Harbort - Ich musste sie kaputtmachen

368 Seiten

"Anatomie eines Jahrhundert-Mörders"

Autor:
Stephan Harbort, 1964 in Düsseldorf geboren und dort lebend.

Dipl.-Verwaltungswirt, Kriminalhauptkommissar, stellv.Leiter eines Kriminalkommissariats im Polizeipräsidium Düsseldorf, langjähriger Lehrbeauftragter an der Fachhochschule seiner Heimatstadt. Referent am Polizeifortbildungsinstitut Neuss, anerkannter Serienmord-Experte, entwickelte mehrere Fahndungsmethoden zur Überführung von Serientätern und arbeitet mit verschiedenen Universitäten im In- und Ausland zusammen.

Verfasser zahlreicher wissenschaftlicher Fachaufsätze zur Kriminalistik, Kriminologie und Kriminalpsychologie; Vortragstätigkeit, Berater einer Reihe von TV-Dokumentationen und Krimiserien (z.B.Medical Detectives).

Autor von "Das Hannibal-Syndrom". Phänomen Serienmord und "Mörderisches Profil" Phänomen Serientäter.


Inhalt:
Der Name dieses Mannes steht für das wohl düsterste Kapitel der deutschen Kriminalgeschichte seit Ende des Zweites Weltkrieges. Nach seiner Festnahme im Juli 1976 stellte sich erst nach und nach heraus, wer der Kriminalpolizei ins Netz gegangen war. Der "Jahrhundert-Triebtäter" gestand eine Vielzahl von Morden, die er in mehr als zwei Jahrzehnten am Niederrhein und im nördlichen Ruhrgebiet begangen hatte.

Die Opfer: Kinder, Frauen, Männer. Eine ganze Nation stand unter Schock. Die Gräueltaten des unscheinbaren Waschkauenwärters überforderten den Verstand, das Gefühl und die Sprache. Die Presse brnadmarkte ihn als "Kannibale vom Rhein".

Stephan Harbort beschreibt und analysiert dieses Kriminaldrama, dessen Hintergründe bisher nebulös geblieben sind. Er wirft einen vertiefenden Blick auf Entstehung und Entwicklung der Ereignisse und klärt darüber auf, wie sich der "nette Nachbar" zu einem der erbarmungslosesten und grausamsten Serienmörder Deutschlands aufschwingen und wie es ihm gelingen konnte, der Polizei immer wieder zu entkommen.

Zudem erörtert der Kriminalhauptkommissar, ob in vergleichbaren Fällen eine tatsächlich lebenslang vollstreckte Freiheitsstrafe angemessen erscheint.


Anmerkung:
Tja ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll. Ein äußerst schwieriges Thema, unglaublich gut geschrieben. Alle Emotionen wurden herausgelassen, wobei ich persönlich glaube, dass das sicher sehr schwierig war, finde es aber äußerst wichtig, dass es so ist.

Innerhalb der ersten 60 Seiten musste ich einige Male für 2-3 Minuten unterbrechen, weil ich einfach nicht fassen konnte, was man eigentlich einem Menschen bzw. einem Kind, nämlich Joachim Kroll, alles "antun" konnte, was natürlich die vielen wirklich grausamen Morde später absolut nicht rechtfertigt, das ist ganz klar.

Dieses Buch muss, glaube ich, jeder selber lesen und sich eine eigene Meinung bilden. Ich war auf jeden Fall sehr erschüttert. Eines der besten Bücher, die ich gelesen habe.


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Tuesday, April 22nd 2008, 1:21pm

Stephan Harbort hat mich mit seinem Bericht über den Serienmörder Joachim Kroll sehr beeindruckt. Die Darstellungen sind sachlich, ohne zu be- oder verurteilen.

Erschüttert war ich darüber, wie lange Kroll sein Unwesen treiben konnte. Sicherlich lag dies z.T. auch darin begründet, dass die damaligen kriminaltechnischen Ermittlungsmethoden noch nicht so weit fortgeschritten waren - zwar konnte seine Blutgruppe an einigen Tatorten sichergestellt werden, doch die DNS als Fingerabdruck spielte damals noch keine Rolle.

Den damals ermittelnden Beamten gebührt mein Respekt: sie versuchten im Sinne der Ermittlungen ein, nach außen hin, freundschaftliches Verhältnis zu Kroll aufzubauen, um ihn zum Sprechen zu bringen. Wie viel Überwindung muss dies gekostet haben!?
Es war erschreckend, zu lesen, wie Kroll die ermittelnden Beamten an die Tatorte führte, wie nüchtern er die Taten schilderte und dabei keinerlei Reue zeigte. Ich weiß nicht, ob man dies wirklich auf seinen IQ und seine Entwicklung zurückführen kann...
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This post has been edited 1 times, last edit by "Tweetywoman76" (Apr 22nd 2008, 1:44pm)


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Saturday, April 26th 2008, 5:39pm

Hallo Tweetywoman,

fein, dass dir das Buch auch so gut gefallen hat, obwohl es eine erschütternde Geschichte ist. Mich würde interessieren, was aus Joachim Kroll geworden wäre, wenn es mit der Lehre, die er machen wollte, funktioniert hätte und wenn seine Krankheit nicht gewesen wäre. Wäre dann auch alles so gekommen? Man weiß es leider nicht. Es war auf jeden Fall ein faszinierendes Buch, über das man auch nachdenkt.
Liebe Grüße
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Sunday, April 27th 2008, 11:43am

Helga, vielleicht wäre "Das Hannibal Syndrom" auch etwas für Dich.
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Sunday, April 27th 2008, 5:59pm

Mich würde interessieren, was aus Joachim Kroll geworden wäre, wenn es mit der Lehre, die er machen wollte, funktioniert hätte und wenn seine Krankheit nicht gewesen wäre. Wäre dann auch alles so gekommen? Man weiß es leider nicht.

Ja, man weiss es leider nicht. Vielleicht wäre auch einiges anders gelaufen, wäre allein schon seine Kindheit anders verlaufen - schon dort werden Wege für später geebnet...
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Tuesday, April 29th 2008, 9:16pm

Helga, vielleicht wäre "Das Hannibal Syndrom" auch etwas für Dich.



Hallo Coco,

das ist eines der wenigen Bücher von Stephan Harbort, welches ich noch nicht gelesen habe und "Ein unfassbares Verbrechen" habe ich auch noch hier liegen. Werde ich alle noch lesen, weiß nur noch nicht wann.:mrgreen:
Liebe Grüße
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