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Salvador und der Club der unerhörten Wünsche:...
von Alberto Torres Blandina (Übersetzer: Petra Zickmann)

Art: Gebundene Ausgabe

Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt

ISBN-10: 3421044481
ISBN-13: 9783421044488

Termin: Mai 2010

Bewertung: [ Anzeigen ]
6 Buchbesitzer:
 
[ alle anzeigen ]


 

Beiträge: 115

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Surwold

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: quer Beet

1

Sonntag, 18. April 2010, 18:44

Alberto Torres Blandina- Salvador und der Club der unerhörten Wünsche

Kurzbeschreibung Amazon
Die wunderbare Welt des Salvador

Der alte Salvador kümmert sich nicht nur um die Sauberkeit des Flughafens: Er plaudert mit den Wartenden, gibt Ratschläge, flirtet mit der Frau vom Kiosk, und immer wieder erzählt er die unglaublichsten Geschichten. Wie die vom Club der unerhörten Wünsche, der den Mitgliedern als Willkommensgeschenk die große Liebe verspricht.

Salvador ist der gute Geist des Flughafens. Dreißig Jahre schon fegt er tagaus, tagein die Flughafenhalle, tröstet diejenigen, die nicht von ihren Liebsten abgeholt werden, macht Späße und vertreibt den Wartenden die Zeit bis zum nächsten Flug mit Geschichten, die er gehört und gesehen hat. Geschichten, die das Leben schrieb, wie die vom Club der unerhörten Wünsche. Wer sich dort als Mitglied einschreibt, erhält als Beitrittsprämie einen Lebenspartner frei Haus. Oder die Geschichte von dem Mädchen, das sein Gedächtnis verloren hat und von einem plötzlich auftauchenden jungen Mann eine makellose Vergangenheit geschenkt bekommt. Ein liebenswürdiger Erzähler ist Salvador, charmant und schalkhaft, und jedem schenkt er einen Augenblick des Glücks.

Amüsant und voller Lebensweisheit – ein bezauberndes Buch, das die Welt neu erfindet.


Meine Meinung
Bei dem Buch "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" handelt es sich eher um Kurzgeschichten als um einen zusammenhängenden Roman. Der Flughafenkehrer Salvador steht kurz vor seiner Pensionierung und gibt uns in seinen letzten Arbeitstagen nocheinmal einen kleinen Einblick in seine letzten Arbeitsjahre. Besonders interessant wird der Roman durch seinen Schreibstil. Verfasst in der Ich-Perspektive, mit einem ordentlichen Schwung Ironie und Sarkasmus ist der Roman das reinste Lesevergnügen, regt aber auch zum Nachdenken an.

Die kleinen Geschichten, die Don Salvador zwischendurch den Menschen, die ihm über den Weg laufen erzählt sind zwar nicht immer für bare Münze zu nehmen, doch scheint das auch nicht immer das wichtigste für den alten Mann zu sein. Viel mehr geht es ihm darum, seinen Mitmenschen etwas zu vermitteln, sei es Liebe, Freundschaft oder einfach der Wunsch nach grenzenloser Freiheit. Denn genau dieser Wunsch wird doch durch die vielen Reisen und das Fernweh mit dem er sich tagtäglich beschäftigt impliziert. Dafür muss er ja noch nicht einmal selbst gereist sein, wie sich später herausstelt...Gerade diese Freiheit spiegelt sich auch im Club der unerhörten Wünsche wieder, der immer mal wieder in einer der Erzählungen erwähnt wird: Man soll nie aufhören zu träumen und das Beste aus seinem Leben machen.Nur die wenigsten Menschen scheinen dies noch ohne den Club zu schaffen...

Das ist meiner Ansicht nach das, was Alberto Torres Blandina uns mit seinem Roman sagen möchte.


was haltet ihr von dem
Buch?
-Lesen ist die schönste Art zu Träumen, Träumen ist die beste Art zu fliegen-
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Beiträge: 134

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Norderstedt

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Fantasy,History,Krimi/Thriller, Romane und Erzählungen, Belletristik, Kinder-und Jugendbücher

2

Montag, 19. April 2010, 21:14

Alberto Torres Blandina hat uns mit dem Roman "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" ein ganz bezauberndes Stück Literatur geschenkt. Schaut man auf die Informationen über den Autor auf dem Buchcover und betrachtet sein Foto, stellt man auch sehr schnell fest, dass der junge Mann auch wohl selbst den Schalk in den Augen trägt, ebenso wie sein äußerst liebenswerter Protagonist Salvador.

Salvador ist nach seiner eigenen Aussage Putzmann auf dem Flughafen, fegt seit dreißig Jahren schon die Flughafenhalle und ist zufrieden mit seinem Leben. Seine Frau Leonore ist schon seit ein paar Jahren tot und Salvador kümmert sich sowohl um die anderen Angestellten im Flughafengebäude als auch um viele Reisende. Im Stil der irischen oder arabischen Geschichtenerzähler hat er für jeden lustige, nachdenklich machende, romantische und skurrile Geschichten parat. Senorita Juana vom Kiosk, die er damit sogar in liebenswürdiger Weise umwirbt, bekommt genau so ihre auf sie persönlich zugeschnittenen Geschichten von ihm, wie der Aussteiger, der nach Indien fliegen will und bei dem Salvador auch nicht vor einem liebevollen Verkupplungsversuch mit einer netten Stewardess zurückschreckt.

Denn Savador kennt und liebt eben das Leben, die Liebe, die Menschen und die Phantasie und ist der festen Ansicht, ein Flughafen ist eine Art Zwischenstation, ein Niemandsland, wo einfach alles möglich ist. Schließlich gibt es dort einfach alles: Menschen, die gerade im Aufbruch in ein neues Leben oder auch nur ein anderes Land sind - und seien wir doch mal ehrlich: dass es Japan gar nicht wirklich gibt, fotografierende japanische Gruppen und Sushi lediglich ein Werbegag sind - vermuteten wir das nicht alle schon? Egal, ob Menschen also im Flughafenterminal ankommen oder auf ihren Abflug warten, Salvador mit seinem Besen ist der bodenständige Teil, der mit viel Humor und Witz und seiner lebenslangen Erfahrung und Menschenkenntnis seine Gedanken fliegen läßt und jeden dabei mitnimmt, der ihm zuhört. Denn wie er selbst sagt: (Zitat) "Ganz einfach. Reiseziele sind wie Frisuren, Schuhe ... oder Ehepartner. Wir suchen uns die aus, die am besten zu uns passen." (Zitatende).

Dieses Buch nimmt man in die Hand, taucht ein in die vielen herzerfrischenden Episoden, genießt es in einem Rutsch und fühlt sich wunderbar unterhalten und reich beschenkt von diesem ideenreichen Autor. Hoffentlich schreibt er noch viele solcher Kleinode der Literatur.
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Beiträge: 34

Geschlecht: Weiblich

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Fantasy, Klassiker, Fachbuch, Jugendbuch

3

Montag, 26. April 2010, 09:31

Langsam wird es wieder warm draußen, der Sommer steht vor der Tür. Und somit auch bald
die Urlaubszeit. Alberto Torres Blandina entführt seine Leser schon jetzt in
ferne Länder. "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" verführt
zum Träumen von fernen Reisezielen, gespickt mit Geschichten die einen
regnerischen Tag leicht vergessen lassen. Und wer jetzt glaubt einen einfach
gestrickten Reiseroman vorzufinden hat weit gefehlt. Diese Neuerscheinung ist
alles andere als gewöhnlich. Das verdankt sie Salvador, dem Ich-Erzähler, der
am Flughafen als Putzkraft immer wieder auf interessante Menschen trifft.
Gepaart mit seiner Lebenserfahrung und der Gabe wunderschöne Geschichten zu
erzählen wird dieser Roman zu einem puren Genuss.

Salvador, der nur wenige Tage vor seiner Rente steht, ist die gute Seele des Flughafens.
Dort trifft er auf die unterschiedlichsten Menschen und erzählt seine
Geschichten. Ob Reisende oder Kollegen, alle zieht er mit seinen Worten in den
Bann. Sein Fundus an Erfahrungen und phantastischen Erlebnissen scheint
unermesslich. Es gibt kein Reiseland, zu dem er nicht ein paar Geheimnisse zu
verraten hat. Immer zu einer Tasse Kaffee und einem Plausch bereit. Wer würde
sich nicht gerne seine Wartezeit von ihm vertreiben lassen.

Salvador versüsst die letzten Wochen des Wartens auf unsere sommerlichen Reiseziele. Er
ist ein Geschichtenerzähler, wie er im Buch steht. Einfühlsam und mitreißend
erzählt er seine kleinen Anekdoten. In kurzen Kapiteln gibt es immer wieder
Neues zu entdecken. Jede Seite lässt spannend erwarten, was sich wohl dahinter
verbergen wird. Der Alltag ist schnell vergessen, viel zu unglaublich ist die
Welt in die Salvador die Leser entführt. Nur leider ist dieser Ausflug viel zu
schnell vorbei. Eine Tatsache mit der nur ein so ausgewählter Schluss versöhnen
kann, wie die letzten Worte, die diesen Roman beenden.

Diese Reise rund um die Welt sollte sich niemand entgehen lassen.
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Beiträge: 415

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Hamburg

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: quer durch den Literaturgarten

4

Dienstag, 27. April 2010, 22:08

Der Flughafenkehrer Salvador ist ein lebenslustiger, älterer Mann, der kurz vor seiner Rente steht. Fast sein ganzes Leben hat er am Flughafen verbracht, hat die Menschen kommen und gehen gesehen, die Freude und das Leid oft hautnah miterlebt. Stets gut gelaunt unterhält er Passagiere und Kollegen mit romantischen, lustigen oder skurrilen Geschichten, die er im Laufe der Jahre gesammelt zu haben scheint.

Dachte ich zu Beginn der Lektüre noch, dass jedes Kapitel für sich steht, wird schnell deutlich, dass er seine Anekdoten immer weiter führt und sie schließlich auch zu Ende bringt. Das Buch bietet einen vergnüglichen Lesenachmittag. An einigen Stellen musste ich wirklich grinsen, mein Verständnis für Humor hat der Autor auf jeden Fall getroffen. Die Geschichten waren für mich nicht vorhersehbar und so entstand sogar ein klein wenig Spannung, was mit den Figuren wohl passiert sein könnte.

Einziges Manko war der fehlende Lesefluss zwischen den Kapiteln. Es wäre zu viel gesagt, ich hätte mich schwer getan weiter zu lesen, aber es viel eben auch nicht schwer nach einem Kapitel das Buch mal zur Seite zu legen.
:study: Cody McFadyen - Die Blutlinie
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Beiträge: 8

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Historche Romane, Krimi/Thriller

5

Sonntag, 2. Mai 2010, 23:12

Ein Mann und sein Mopp

Salvador ist Putzkraft am Flughafen und ein gesprächsfreudiger
Zeitgenosse. Laufend kommt er mit Fluggästen in eine Unterhaltung und
bietet seine Geschichten an (ob gewollt oder nicht). Dabei erzählt er
die verrücktesten Storys. Vom Club der unerhörten Wünsche, dem
Fat-Lady-Rodeo und vielen anderen Absonderheiten.

Die Handlung des Buches ist irgenwie schlicht und irgenwie hoch
kompliziert. Letztlich handelt es sich um viele verrückte
Einzelgeschichten, die Bladina durch den Putzmann Salvatore verbindet.
Dabei haben die einzielnen Story satireartige Züge, so unwirklich kommen
sie daher. Dabei schwingt ein typisch suptiler Humor hinter jeder
Geschichte. Allerdings gilt hier, wie bei jedem humorvollen Buch. Es ist
eine Frage des Geschmacks, was der eine lustig findet, findet der
nächste Langweilig. Und umgekehrt.

Sprachlich ist das Buch gut gelungen. Blandina schafft es erstaunlich
gut, die Geschichte allein aus der Sicht Salvatores zu erzählen. Wo man
eine Reaktion des Gegenüber braucht, setzt der Autor schlicht eine
Frage Salvadores, die die Aussage des Gegenüber ersetzt.

Fazit: Dieses Buch ist so sehr Geschmackssache, dass eine persönlich
Bewertung (und damit ja Empfehlung oder Nichtempfehlung) sehr schwer
fällt. Die Idee und Ausführung der Geschichten finde ich sehr gut
gelungen. Andererseits sind die Geschichten teilweise sehr abgedreht.
Aus meiner Sicht wurden die besten Geschichten bereits in der Leseprobe
dargestellt. Es handelt sich also um das bekannte
"Kino-Trailer-Problem". Die besten Szene werden als Lockmittel benutzt,
um die Ware an den Mann zu bringen. Zwar hat das Buch durchweg einen
relativ hohen Standart und lässt nur selten Langeweile aufkommen, doch
hat es mich nicht völlig überzeugt. Aufgrund der guten Idee und der auch
teilweise guten Geschichten, habe ich letztlich aber eine gute Meinung
von diesem Buch. Leider halte ich eine Bewertung zwischen 3
und 4 Sternen
(von 5) für angemessen, so dass ich dies nicht gut
darstellen kann. Daher bleibt es (im Text) bei dieser seltsamen (für
mich untypischen) Endbewertung. Ich vergebe oben nur 3 Sterne, da das
Buch aus meiner Sicht näher an "gut" als an "spitze" ist.
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