Liebe Strandläuferin, es tut mir sehr leid, dass die Leserunde bisher so einsam für dich war! Das lag keineswegs an mangelndem Interesse, daher hoffe ich, dass der erste Eindruck schnell verschwindet und wir alle zusammen viel Spaß an dem Buch haben!
21. Mai 2025 - Der Fahrstuhl
Auch das nächste Kapitel hat sich ebenso fantasisch gelesen, wie die bisherigen!
Lynn Orley führt uns durch ein aufwändig gestaltetes Hotel (?), das in einen Vulkan integriert wurde. Überall sind kleine Details verteilt, Stücke aus der Vergangenheit (sind die wohl echt? Oder auch eine Holografie?), vermischt mit neuster Technik.
Besonders gut hat mir diese Stelle gefallen:
"Ohne Fantasten wäre die Welt langweiliger, durchschnitlicher, muffiger. Wen schert es, ob er recht hatte! Warum muss einer immer recht haben, um groß zu sein?"
Über die Holografien habe ich lange nachgedacht. In dem Buch werden sie bewundert, man lobt die täuschend echte Nachahmung einer Magmakammer, aber ich habe ein sehr mulmiges Gefühl bei so was. Ich hoffe, dass es nicht so weit kommt, dass ich durch einen künstlichen Wald laufen werde (vielleicht, weil die echten irgendwann alle abgeholzt sind) und um mich herum nur Holografien habe, verbunden mit künstlichem Baumduft und Vogelgezwitscher.
Ich bin auch sehr dankbar für den Anhang, in dem nochmal alle Personen aufgelistet werden.

In diesem Kapitel schwirren doch einige Namen herum. Alle Charaktere finde ich außerordentlich spannend gezeichnet! Innerhalb der Reisegruppe sticht Heidrun Ögi heraus. Passagen wie
"Ihre Familie ist ganz schön durchgeknallt. Ich meine, kein Problem, das ist absolut okay. Ich liebe Leute, die einen an der Waffel haben, Sie sind bei Weitem interessanter als der ganze Rest."
sind einfach super!

Insbesondere, wenn man Heidis persönlichen Hintergrund bedenkt!
Julian und Rocky Rocket führen durch die Geschichte der Raumfahrt. Da ich mich in Physik oder ähnlichem nicht auskenne, kann ich nicht beurteilen, ob Kohlenstoffnanoröhren zu solchen Leistungen fähig sind, aber alle Fragen, die sich in mir gebildet haben, als ich von dem Fahrstuhl zum Mond gelesen haben, konnten von dem Autor einigermaßen geklärt werden. Allerdings wäre es mir an dieser Stelle lieber gewesen, wenn der Autor noch ein paar Jährchen mehr in die Zukunft gegangen wäre. Sicherlich darf man bei so einem Buch nicht alles mit der Realität abgleichen, aber dass 2012 der entscheidende Schritt in Richtung Mondtourismus gemacht wird... Nun gut.
Strandläuferin, du meintest in deinem letzten Post, dass du gespannt bist, wie Julian auf dich wirkt. Mich würde sehr interessieren, wie ihr ihn wahrnehmt, denn ich bin mir noch nicht so ganz sicher. Ein Genie scheint er ohne Zweifel zu sein, aber auch sehr nahe am Wahnsinn, oder?
Ich muss nun leider abbrechen, da die Arbeit ruft. Heute Abend geht es mit dem Kapitel weiter!