Hallo Mitleser, hallo Lea!
Meine Güte, das Buch hat mich schon so sehr gefesselt, dass ich die ersten vier Kapitel gelesen habe, also bis S. 69.
Ich glaube, dieses ist mein erster historischer Roman, den ich lese, der in Spanien spielt. Deshalb hat mich der Inhalt direkt angesprochen, auch in Bezug auf den Religionskonflikt zwischen Christen und Moslems.
Die ersten Kapitel lesen sich bereits sehr flüssig und die Geschichte ist lebendig und anschaulich geschrieben, so dass ich mir die Szenen sehr gut vorstellen konnte. Ich finde es schön, in die orientalische Welt Granadas einzutauchen und genieße die herrlichen Beschreibungen der Alhambra. Zu gerne würde ich den Schauplatz einmal bildlich sehen. Haben Sie einen bestimmten Platz als Vorlage genommen, Lea? Gibt es hierzu einen Link, über den man ein Bild einer solchen Alhambra sehen kann?
Ich freue mich auch schon auf die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Zahra und Don Gonzalo.
Yazid und Hassan scheinen den Ablauf des Abgesandtenbesuches so vorausgeplant zu haben und ich bin gespannt, wie es zwischen den Mauren und Kastillen weitergeht.
Neugierig bin ich auch auf die Beziehung zwischen Zahra und der Sultanin Aischa. Es muss ziemlich demütigend für Aischa sein, von einer anderen vom "Thron" gestoßen worden zu sein und die Zeit in ihrem Kämmerlein fristen zu müssen.
Es ist unglaublich, dass der Emir es tolerierte, dass Isabel de Solis seinen Sohn ermorden wollte. Noch schlimmer ist, dass er danach selbst Mordanschläge auf seinen eigenen Sohn verübte!

Das ist doch barbarisch!
Yazid ist ein richtig fanatischer Jungspund. Mich hat erschreckt, wie er über seinen Halbbruder Raschid denkt und vor allem über Raschids zukünftige Ehefrau Deborah. Schade, dass er nicht zu seinen Halbgeschwistern hält und statt dessen mit seinen Provokationen den Familienfrieden stört. Woher mag dieser Fanatismus kommen? Schließlich ist seine Stiefmutter zum moslimischen Glauben übergetreten und die Halbgeschwister sind ebenfalls der gleichen Religion angehörig. Ob er es immer noch nicht verkraftet hat, dass seine Mutter gestorben ist und sein Vater die ehemalige Sklavin geheiratet hat?
Hayat und Zahra können einem wirklich Leid tun, dass sie nun das Schicksal, das ihr Vater ihnen auferlegt hat, ereilen soll.
Als Gonzolo und Zahra sich nach dem Dorfüberfall zufällig im Wald treffen, fällt besonders auf, wie schwierig eine Beziehung oder Freundschaft der beiden wäre. Zahra hätte Gonzolo nicht mit in die Höhle nehmen können und umgekehrt könnte sie sich nicht bei den Kastillen sehen lassen. Für einen Augenblick hatte ich nämlich darüber nachgedacht, wie diese beiden jemals zusammenkommen sollten.