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Beiträge: 172

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: mitten im Schwarzwald

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: eigtl. alles!

121

Donnerstag, 4. Februar 2010, 21:00

Henry DeTamble ist ein Zeitreisender. Ohne es kontrollieren zu können, reist er durch die Zeit, indem er einfach verschwindet. Dabei kann er nichts mitnehmen, weshalb er immer nackt an den verschiedenen Orten ankommt. Dabei kann er sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft reisen. Er kann sogar sich selbst treffen.

Clare lernt ihn kennen, als sie 6 Jahre alt ist und Henry auf einer seiner Reisen durch die
Zeit auf der Lichtung hinter Clares Haus landet. Im Laufe der Zeit besucht Henry Clare immer öfter und die beiden freunden sich an. Dabei ist Henry immer unterschiedlich alt - mal ist er 32, mal 42. Bald verrät Henry ihr, dass sie später heiraten werden. Clare ist 20, als sie und Henry sich endlich in der Gegenwart treffen und kennenlernen. SIe weiß natürlich sofort, wer er ist, doch der 28-jährige Henry denkt, er sei Clare noch nie begegnet.
Eine interessante Idee für eine Geschichte, doch ich fand es wahnsinnig schwer, sich in den Handlungsverlauf einzulesen, da die Zeiten und Handlungsstränge alle paar Seiten hin- und herwechseln. Sehr verwirrend. Außerdem ist die Handlung an sich leider eher langweilig beschrieben, die Geschichte konnte mich einfach nicht fesseln. Ich habe den Roman einige Male unterbrochen, um andere Bücher zu lesen, weil ich das Buch mittlerweile einfach zu langweilig - und auch zu kitschig und offensichtlich - fand.

"Die Frau des Zeitreisenden" hätte ein tolles Buch werden können, dessen Idee ich wirklich klasse finde - aber mit der Umsetzung hat es Frau Neffeneger leider nicht
geschafft, mich vollends zu überzeugen. Schade.
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Beiträge: 1 231

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Rheinland-Pfalz

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Psychothriller, Love & Romance, Fantasy, Jugendbuch

122

Freitag, 12. März 2010, 21:00

Ich fand es sehr anstrengend, das Buch zu lesen, was aber nicht an den Zeitreisen von Henry lag - manch einer findet es verwirrend zu lesen, sich selbst zu begegnen, aber ich hatte damit kein Problem. Es lag mehr daran, dass es einfach niemanden gibt, der mir wirklich sympathisch ist außer Henry vielleicht, den ich halbwegs leiden kann. Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, weil es schließlich über die Maßen gepriesen und in den höchsten Tönen gelobt wurde. Anfangs war das Buch super schön und recht vielversprechend.

  Spoiler Spoiler

Besonders angetan hat es mir die Szene auf der Wiese, als Henry Clare von seiner Frau erzählt und sie weint, weil sie dachte, er würde vielleicht sie heiraten. Da war ich wirklich entzückt.
Aber dann wurde Clare älter und mir immer unsympathischer. Bis sie dreizehn ist, bleibt sie nett, danach entwickelt sie sich von dem süßen Mädchen hinweg zu einer ganz anderen Person.

  Spoiler Spoiler

Ausdrücke wie "Fick mich" oder "Meine Möse tut weh" macht sie auch nicht gerade sympathischer.
Es gibt da außerdem noch so einige Ausdrücke, die mir viel zu vulgär waren. Henrys und Clares Beziehung scheint sie sich sowieso fast nur um Sex zu drehen. Grundsätzlich ist es mir egal, wie oft ein Paar in einem Buch in die Kiste hüpft, aber bei Henry und Clare hat das etwas sehr ... nun ja, wie gesagt, etwas sehr Vulgäres an sich - und rein gar nichts mit Romantik zu tun. :thumbdown:
Gomez verabscheue ich aus tiefstem Herzen. Ingrid bereitet mir Kopfschmerzen. ](*,) Charisse ist eine blasse, unscheinbare Person, nicht ausdrucksstark genug gezeichnet. Clare ist mir ab vierzehn/fünfzehn Jahren unsympathisch geworden. All diese Personen tragen zu einer erdrückenden Atmosphäre bei, die das Buch beherrscht. Habe ich anfangs noch voller Begeisterung gelesen, so musste ich mich durch die schleichende, müde Atmosphäre des letzten Drittels kämpfen. Ich bereue es nicht, das Buch gelesen zu haben, aber noch einmal werde ich es nicht tun. Da schaue ich mir lieber den Film an - mal sehen, wie der so gemacht ist. Übrigens finde ich den Titel sehr schön und passend gewählt - so ziemlich das Beste am Buch.
Und zu guter Letzt kommen wir zu unserem tollen :--o Liebespaar. Eine der schönsten Liebespaare des Jahrhunderts? Um Himmels willen, ganz bestimmt nicht. Mal abgesehen davon, dass das Buch sowieso keine "Reise durch das Glück" ist, wie Die Welt preist. Die sehnsüchtigste Liebesgeschichte, die Angela Wittman von Brigitte in diesem Jahr bisher gelesen hatte? Dann hatte sie in besagtem Jahr ein unglückliches Händchen für Bücher.
Und ja, ich träume von der bedingungslosen großen Liebe (das geht an die überaus positive Kritik von HR), aber weder gefällt mir deshalb dieses Buch, noch weigere ich mich die Liebe zwischen Henry und Clare als bedingungslos und groß zu sehen.

  Spoiler Spoiler

Wie bedingungslos kann Clares Liebe zu Henry sein, wenn sie sogar froh ist, wenn Henry nicht da ist und sie ihre Ruhe hat? :scratch: Wie groß, wenn sie ausgerechnet mit Gomez schläft? Betrunken zu sein ist in meinen Augen keine Entschuldigung. [-( Sie fordert Henry auf, sie zu ficken - genau so hat sie es ggesagt. Ui, wie süß! Und auf die Frage, warum sie ausgerechnet Henry heiraten will, antwortet sie: "Weil er einfach Spitze im Bett ist!" Welche unglaubliche Romantik!Ich verstehe auch nicht, weshalb sie geschockt ist, als Henry Jason in den Schritt getreten hat. Ich meine, sie hat ihn gebeten, Jason zu verprügeln, richtig? Und das hat er nicht einmal getan. Stattdessen hat er ihm einen Tritt in Richtung Schritt verpasst, als Jason ihn beschimpfte. Den Tritt hätte ich Jason an Clares Stelle selbst verpasst. Ich begreife diese Frau einfach nicht. :roll:
Wie gesagt, ich bereue es nicht, das Buch gelesen zu haben, aber ich würde es nicht weiterempfehlen. Man hat nicht viel verpasst, wenn man es nicht gelesen hat. Ich hätte eigentlich :bewertung1von5: :bewertung1von5: vergeben, aber weil die kleine Clare so herzerweichend war, gebe ich noch einen Stern dazu.
:bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
Tauschticket: Gossip_Girl

Schriftsteller bringen die Leser dazu, ihrem Traum zuzuhören.
(Joan Didion)
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Beiträge: 623

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Hier.

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Generell offen für fast alles.

123

Freitag, 30. April 2010, 10:27

Zitat

Es gibt da außerdem noch so einige Ausdrücke, die mir viel zu vulgär waren. Henrys und Clares Beziehung scheint sie sich sowieso fast nur um Sex zu drehen. Grundsätzlich ist es mir egal, wie oft ein Paar in einem Buch in die Kiste hüpft, aber bei Henry und Clare hat das etwas sehr ...
nun ja, wie gesagt, etwas sehr Vulgäres an sich - und rein gar nichts mit Romantik zu tun. :thumbdown:
Es ist bei mir ja auch schon ein paar Monate her, dass ich das Buch gelesen habe, aber daran kann ich mich beim lesen auch erinnern.

Ich fand sowieso, dass...

  Spoiler Spoiler

...die Sprache irgendwie komisch gemacht war. Auf mich hat das einfach ungeschickt, sogar regelrecht "grob" gewirkt- auch deswegen, weil mir gewisse Genitalien mit der Zeit einfach zu oft erwähnt wurden bzw. nicht gerade toll umschrieben wurden. Ich meine, ich erwarte jetzt keine poetischen Höhenflüge um so was, aber ein bisschen schöner hätte man das nun wirklich machen können bzw. am Thema Sex überhaupt sparen können.

Ich finde im nachhinein ehrlich gesagt auch, dass es irgendwie etwas zu viel des Guten war. Ingrid bringt sich vor Henrys Augen um, Claires One-nite-stand mit Gormez, Henrys Tod, Henrys Kriminalität...nee. Wobei mir gerade Henry da unsympathischer war als Claire.
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Beiträge: 114

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: History, Humor & Satire, Klassiker

124

Mittwoch, 5. Mai 2010, 10:52

Ich habe das Buch nun auch endlich durch. Ich muss leider sagen dass mich das Buch nicht überzeugt hat. Ehrlich gesagt war mir die meiste Zeit wirklich langweilig während dem Lesen weil nie wirklich was passiert ist. Es ist alles nur so vor sich hingedümpelt, und da hat es mir einfach nicht gereicht dass ab und zu mal eine ganz nette Geschichte eingebaut war.
Erst zum Ende der Geschichte hat es endlich ein bisschen Fahrt aufgenommen, wo ich mir gewünscht hätte dass Audrey Niffenegger auf das Ende ein bisschen mehr der Zeit verwendet hätte, die sie in den ersten 5/6 des Buches meiner Meinung nach zuviel verwendet hat.
Ich denke man hätte auf jeden Fall mehr rausholen können. Es hatte schon hin wieder eine nette Idee, aber das waren mir einfach zu wenig ;)
Also von mir nur :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
:study: Fjodor Michailowitsch Dostojewski- Schuld und Sühne :study:
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Beiträge: 51

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Niedersachsen

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Thriller

125

Sonntag, 9. Mai 2010, 02:57

Meine Meinung:

Die Welt schreibt, der Roman sei "Eine der schönsten Liebesgeschichten des Jahrhunderts".
Dem kann ich leider überhaupt nicht zustimmen. Um die schönste Liebesgeschichte des Jahrhunderts zu sein, fehlt es der Geschichte an Gefühl. Ich habe das gewisse Etwas vermisst. Es waren zwar immer mal wieder ein paar Ansätze da, sind dann aber durch den zu flapsigen Schreibstil der Autorin im Keim erstickt worden. Zwar soll es ja eher eine moderne Liebesgeschichte sein, aber wenn ich bedenke, dass Clare nur drei Jahre älter ist als ich, bin ich schon verwundert, was sie so von sich gibt. Wenn ich meinen Schwiegervater in spe das erste Mal getroffen hätte und er mich fragen würde, wieso um alles in der Welt ich seinen Sohn heiraten wolle, dann würde mir nicht im Traum einfallen, zu sagen "Weil er im Bett absolut spitze ist".
Die Beschreibungen der Hochzeit selber gingen so sehr ins Detail, dass es schon zu langatmig wurde.
Nicht viel gelungener waren die Beschreibungen des Weihnachtstreffen von Clares Familie. Da habe ich mich regelrecht durch die Seiten quälen müssen, weil die Autorin irgendwie alles kaputtgeschrieben hat. Und Clares Mutter war einfach nur nervig. Ich habe dann einfach ein paar Seiten überschlagen als es zu extrem wurde.

Aber der Schluss enthält endlich das Gefühl und die Romantik, die ich auf allen Seiten vorher vermisst habe.
Das Besondere an diesem Buch ist die Idee an sich und die Gedankensprünge, die Audrey Niffenegger geschickt zu Papier bringt. Die Zeitsprünge sind so komplex, dass man trotz der Daten und des Alters in den Überschriften immer wieder zurückblättern oder nachrechnen muss. Alleine diese "Beschäftigungstherapie" macht das Buch so besonders. Der Leser wird gezwungen, sich damit auseinanderzusetzen.

Den Hype um das Buch kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Für mich ist es eher im Mittelmaß anzusiedeln. Die Geschichte war gut und hat mir gefallen. Herausragend fand ich sie aber leider nicht. Deshalb gibt es von mir :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: Sterne!
"Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!"

:love: :love: :love:
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