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Tödlicher Mittsommer
von Viveca Sten (Übersetzer: Dagmar Lendt)

Art: Gebundene Ausgabe

Verlag: Kiepenheuer & Witsch

ISBN-10: 3462040731
ISBN-13: 9783462040739

Termin: Mai 2010

Bewertung: [ Anzeigen ]
11 Buchbesitzer:
 
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Beiträge: 7 227

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Biographie, History, Krimi/Thriller, Erzählung, (einige) Klassiker

1

Samstag, 22. Mai 2010, 18:04

Viveca Sten: Tödlicher Mittsommer

Inhalt (Kurzbeschreibung bei amazon)

Ein spannender, sommerheller Krimi aus dem schwedischen Schärengarten.
Am Strand von Sandhamn, einer kleinen Insel im Schärengarten vor
Stockholm, wird an einem heißen Julitag die Leiche eines Mannes
angespült. Thomas Andreasson übernimmt den Fall und trifft auf Sandhamn
seine Jugendfreundin Nora wieder, die auf der beliebten Urlaubsinsel
Ferien macht. Als eine Woche später ein weiterer Mord begangen wird,
gerät die Idylle vollends in Gefahr ...
Der erste Band einer Reihe
von Sandhamn-Krimis mit Kriminalkommissar Thomas Andreasson und Juristin
Nora Linde.
Es ist ein heißer Julimorgen auf Sandhamn im Stockholmer
Schärengarten. Eine männliche Leiche, verstrickt in ein Fischernetz,
liegt angespült am Weststrand der Insel.
Eine gute Woche später wird
nicht weit davon entfernt eine brutal ermordete Frau aufgefunden, und
Thomas Andreasson von der Polizeidienststelle Nacka muss sich des Falls
annehmen.
Anhaltspunkte gibt es kaum. Was verband die Toten mit
Sandhamn? Welche Geheimnisse verbergen sich in dem kleinen Ort? Gequält
vom Verlust seiner neugeborenen Tochter und von einer zerbrochenen Ehe
stürzt Thomas sich in die Ermittlung. Unerwartete Hilfe bekommt er dabei
von seiner Jugendfreundin Nora Linde, die mit ihrer Familie die
Sommermonate auf der Insel verbringt.
Ein Mörder geht um in der
Sommeridylle, und der Druck auf die Polizei wird immer höher. Thomas
Andreasson muss den Täter finden, bevor noch ein Mensch stirbt ...
"Tödlicher
Mittsommer" ist ein Kriminalroman, der beim Leser den tiefen Wunsch
weckt, selbst den Sommer auf Sandhamn zu verbringen, und man kann sich
gut vorstellen, dass Thomas, Nora und die alte Sigge neben einem am
Strand liegen, während man diesen spannenden, sommerhellen Roman liest.



Autoreninfo im Buch
Viveca Sten ist Chefjuristin bei der schwedischen Post. Sie wohnt mit
ihrem Mann und den drei Kindern vor den Toren von Stockholm. Seit sie
ein kleines Kind war, hat sie die Sommer auf Sandhamn verbracht, wo ihre
Familie seit mehreren Generationen ein Haus besitzt. Bisher hat sie
mehrere juristische Fachbücher veröffentlicht. "Tödlicher Mittsommer"
ist ihr erster Roman.



Meine Meinung

Dieser Roman ist als erster Band einer Serie um den Kommissar Thomas Andreasson angelegt. Mittsommer ist gerade vorbei und Thomas freut sich auf seinen wohlverdienten Urlaub, als plötzlich auf der Insel Sandhamn im Stockholmer Schärengarten ein Toter angeschwemmt wird. Zunächst bestehen alle Hoffnungen, diesen vermeintlichen Unfalltod noch vor Urlaubsbeginn zu den Akten legen zu können, dann geschieht jedoch auf der sonst so friedlichen Insel ein Mord und es stellt sich heraus, dass die Ermordete die Cousine des Ertrunkenen war. Nun müssen Thomas und seine Kollegin Margit ihren Urlaub vertagen und auf Sandhamn ermitteln. Die Juristin Nora, eine gute Jugendfreundin von Thomas, beschäftigt sich ebenfalls mit dem Fall und sorgt als detektivisches Naturtalent für ergiebige neue Ermittlungsansätze. Eigentlich ist sie sogar die beste Spürnase, gerät allerdings dadurch auch in nicht unerhebliche Gefahr...

Im Gegensatz zu vielen anderen skandinavischen Ermittlern, die sehr verkorkste Typen sind und Stress mit ihren Familien haben, ist Thomas Andreasson ein erfrischend normaler Mann. Er erholt sich zwar nur mühsam von einem persönlichen Trauma, dem Säuglingstod seiner kleinen Tochter und der darauf folgenden Scheidung von seiner Frau, trotzdem hat er sich nicht dem Trunk ergeben und versucht, die Leere in seinem Privatleben durch doppelt gewissenhafte Arbeit zu kompensieren.
Seine Freundin Nora ist trotz ihrer zweifachen Mutterrolle als Vollzeit-Juristin bei einer Bank beschäftigt. Sie leidet allerdings unter der Zusammenarbeit mit einem trotteligen Vorgesetzten und ist deshalb überglücklich, als ihr eine gut besoldete Stelle in Malmö angeboten wird. Leider ist Nora mit einem sehr egozentrischen Arzt aus "vornehmen" Kreisen verheiratet, der meint, dass seine Wünsche und Belange immer oberst Priorität genießen müssten. Die Darstellung dieser Ehe, hoffentlich keine autobiographische Schilderung, denn auch die Autorin ist Juristin ;) , ist neben der eigentlichen Krimihandlung sehr fesselnd.
"Tödlicher Mittsommer" ist ein spannender, dabei aber doch bodenständiger und glaubwürdiger Krimi, der mich sehr gut unterhalten hat. Den nächsten Band dieser Reihe werde ich mir nicht entgehen lassen.
:bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
Bücher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen.
(Francis Bacon)
:study:
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2

Samstag, 22. Mai 2010, 18:22

Vielen Dank für deine interessante Rezi. Das Buch steht auch auf meiner Wunschliste nur werde ich wohl auf das TB warten. (obwohl ich es ja jetzt lieber gleich lesen möchte :bounce: )
:study: Jonathan Littell: Die Wohlgesinnten
:study: Die kleine House-Apotheke
:study: Tess Gerritsen: Schwesternmord
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Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Biographie, History, Krimi/Thriller, Erzählung, (einige) Klassiker

3

Samstag, 22. Mai 2010, 18:29

Das Buch steht auch auf meiner Wunschliste nur werde ich wohl auf das TB warten.
Es ist so eine Art Mittelding zwischen HC und TB (wie "Entrissen") und kostet 14, 95 €. Ich habe es glücklicherwiese von vorablesen bekommen. ;)
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4

Samstag, 22. Mai 2010, 21:02

O, Du bist schon fertig, €nigma. Das ging aber schnell!

Ich bin seit gestern dran und habe das Gefühl, nicht vom Fleck zu kommen.
ich lese gerade

Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich (Nietzsche)
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5

Sonntag, 23. Mai 2010, 15:13

Ich bin seit gestern dran und habe das Gefühl, nicht vom Fleck zu kommen.
Ist das Buch nicht nach Deinem Geschmack? Oder bist Du einfach nicht gut drauf?
Mir hat "Tödlicher Mittsommer" gut gefallen und die vielen, relativ kurzen Kapitel hielten auch sehr zum Weiterlesen an. ("Eins schaffe ich noch...")
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6

Dienstag, 25. Mai 2010, 21:26

Nicht nur das Meer plätschert

In Wortwahl und Satzbau einem Schulaufsatz ähnlich schreitet die Handlung im immer gleichen Erzähltempo voran. Die Perspektive wechselt zwischen der Bilderbuchmutter Nora Linde und Thomas Andreasson, dem Ermittler mit dem schlimmen Schicksal, auf das ständig hingewiesen, von dem aber so wenig berührend erzählt wird. – Ob damit absichtlich ein Kontrapunkt zu den bekannten skandinavischen Ermittlern geschaffen wird, deren Weltschmerz oft grundlos scheint, während hier einer wirklich Ursache hätte, in Depressionen zu versinken, aber tapfer und aktiv ins Leben zurückfindet?

Nach den Leichenfunden tappen die Ermittler zunächst im Dunkeln. Tappen nach 50 Seiten immer noch im Dunkeln. Und nach 100 immer noch. Tröpfchenweise sammeln sie Informationen und Zeugenaussagen, wer die beiden ersten Opfer überhaupt auf der Insel gesehen hat, wo sie sich aufhielten und was sie vorhatten. Eine eingleisige, von wenig Spannung, aber viel zähem Leerlauf begleitete Story. Ein beliebtes Mittel der Autorin: Der Zeuge, der zum nächsten Schritt führen könnte, ist erst einmal nicht erreichbar – begründet mit der Ferienzeit.
Was ich bei Krimis generell nicht mag:

  Spoiler Spoiler

Wenn das entscheidende Indiz, das zum Täter führt, kurz vor Schluss gefunden wird, und zwar dort, wo man es schon viel früher hätte finden können, wenn jeder seine Arbeit sorgsam gemacht hätte.
Es sind Stellen wie diese, wo die Handlung konstruiert und „gewollt“ wirkt und sich nicht aus der Dynamik der vorherigen Ereignisse entwickelt.

  Spoiler Spoiler

Und wenn die Ermittler alle Fakten zusammen haben, so dass nur noch einer „Zugriff“ rufen müsste, wird die stereotype Heldin-in-Gefahr-Szenerie angeschraubt samt einer Rettung wie ich sie platter und aufgeblähter selten gelesen habe.
Was mir gefiel: Die Schilderung der Insel, der Besonderheiten der Schärenlandschaft und des dörflichen Charakters der Siedlung, einer Atmosphäre, die der Massentourismus zwar bedroht, aber nicht zerstören kann.
ich lese gerade

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7

Mittwoch, 26. Mai 2010, 12:20

und Thomas Andreasson, dem Ermittler mit dem schlimmen Schicksal, auf das ständig hingewiesen, von dem aber so wenig berührend erzählt wird. – Ob damit absichtlich ein Kontrapunkt zu den bekannten skandinavischen Ermittlern geschaffen wird, deren Weltschmerz oft grundlos scheint,
Diese etwas weniger "berührende" Erzählweise hat mir gerade gefallen, weil mir Wallander und Erlendur mit ihren ewigen Depressionen schon allmählich auf den Geist gingen.
Es würde mich auch interessieren, ob da eine Absicht der Autorin vorliegt.

Vielleicht spielt der nächste Roman nicht zur Ferienzeit, dann dürften die Ermittlungen schneller vorankommen. ;)
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8

Mittwoch, 26. Mai 2010, 15:07

weil mir Wallander und Erlendur mit ihren ewigen Depressionen schon allmählich auf den Geist gingen.

Ich meinte mit "berührend" nicht, dass Thomas in Verzweiflung und Traurigkeit versinken sollte, sondern das man als Leser von seinem Schicksal berührt wird. Dazu brauche ich keine tränenreichen, schmerzvollen Szenen, sondern einen Autor, der die Innensicht einer Figur spiegelt und deutlich macht, was mit ihm vorgeht. (Neulich habe ich noch ein positives Beispiel hierfür gelesen: Stewart O'Nan - Alle, alle lieben dich)

Vielleicht spielt der nächste Roman nicht zur Ferienzeit, dann dürften die Ermittlungen schneller vorankommen.

Ich werde auf Deinen Eindruck angewiesen sein, denn ich werde weitere Bände nicht lesen.
ich lese gerade

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9

Mittwoch, 26. Mai 2010, 19:29

sondern das man als Leser von seinem Schicksal berührt wird.
Ich habe mich durchaus in Thomas einfühlen können. Es wurde doch rübergebracht, dass er wegen des Todes des Babys immer noch sehr verzweifelt war.

Vielleicht ist diese Autorin einfach nichts für Dich. So geht es mir mit Frank Schätzing, der bestimmt ein guter Autor ist.
Sollte mir der zweite Band in die Hände fallen, werde ich über meine Eindrücke berichten.
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10

Donnerstag, 27. Mai 2010, 09:52

Inhalt.
Eine Leiche wird auf Sandhamn – einer kleinen Insel vor Stockholm an Land gespült. Schnell wird der Tote als Krister Berggren identifiziert, ein einsamer Mann der nicht viel Freude am Leben zu haben schien. Alles spricht für einen Unfall oder Selbstmord, doch als wenige Tage später die Leiche seiner Cousine Kiki auftaucht mag daran keiner mehr glauben. Die Urlaubsidylle scheint in Gefahr, ist die Insel doch auf den Tourismus angewiesen. Thomas Andreasson übernimmt die Ermittlungen und nimmt den Leser mit auf eine spannende Jagt nach dem Täter. Hilfe bekommt er dabei nicht nur von seinen Kollegen, auch eine gute und sympathische Freundin aus Kindertagen beweist Spürsinn.
Eigene Meinung.
Ich liebe skandinavische Krimis – diese leicht melancholische Stimmung löst in mir immer ein Gefühl von Fernweh aus. Besonders dazu beigetragen haben bei diesem Buch die landschaftlichen Beschreibungen der Insel. Das Meer, der allmorgendliche Nebel und die abendlich untergehende Sonne dazu ein Glas Wein, Frau Sten schafft es mich glauben zu lassen all dies würde vor meiner Wohnungstür auf mich warten.
Die kurzen Kapitel und der schnörkellose Satzbau machen es dem Leser leicht das Buch in wenigen Tagen zu verschlingen – ganz nach dem Motto „ein Kapitel schaff ich noch“.
Ebenfalls gut gefallen haben mir die Beschreibungen aus dem Leben des Kommissars und seiner besten Freundin Nora. Ich bin gespannt auf den nächsten Teil der Reihe und wie es mit ihr und ihrem neuen Job weiter geht.
Nicht hundertprozentig überzeugt war ich von der Auflösung des Falles.

  Spoiler Spoiler

Wer hat denn eigentlich die genauen Verwandtschaftlichen Verhältnisse Kristers überprüft? Warum wurde von Anfang an angenommen, dass seine Cousine seine einzige lebende Verwandte ist? Gehört es nicht zur polizeilichen Routine dies zu überprüfen? Wahrscheinlich hätte dann der Mord an Kiki verhindert werden können.

So wirkt die Geschichte ein wenig zu konstruiert.
Nichts desto trotz ein absolut lesenswerter Krimi und ein spannender Serienauftakt. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
:cat: Liebe Grüße *NaDinE* :cat:

SuB 36
gelesen 2010: 26


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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »*Nadine*« (27. Mai 2010, 10:18)

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Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Jahreszeitabhängig...

11

Donnerstag, 27. Mai 2010, 10:13

Ich möchte noch etwas zur Diskussion beitragen... :wink:

Ich muss €nigma zustimmen... ich fand Thomas' Schicksal ebenfalls berührend. Für mich hat die Autorin ausreichend oft beschrieben, wie tragisch sein Schicksal war, das er immer noch sehr unter dem Verlust seiner Tochter leidet, das er des öfteren das Gefühl hat alleine sein zu wollen um sich in seinem Schmerz zu vergraben und das er sich immer wieder sagen muss "das Leben geht weiter".
Ich weiß nicht genau wie ich es ausdrücken soll, aber ich hatte bei diesem Buch ein realistisches Gefühl... sprich für mich war Thomas' Schmerz berechtigt und nachvollziehbar. Wohingegen ich bei den Wallander-Romanen (ich habe noch nicht alle gelesen) öfters das Gefühl hatte... "was hat der eigentlich für ein Problem?".
:cat: Liebe Grüße *NaDinE* :cat:

SuB 36
gelesen 2010: 26


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12

Donnerstag, 27. Mai 2010, 15:04

Ich habe dieses Buch innerhalb einer knappen Woche gelesen gehabt, was auch daran lag, dass es spannend geschrieben ist und ich es daher manchmal nur schwer aus der Hand legen konnte.

Im Buch geht es zum einen um den Kommissar Thomas, der kurz vor seinem Urlaub steht und auch um seine Freundin aus Kindertagen, Nora, die mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen Urlaub auf der Insel macht, auf der die Morde geschehen. Thomas ermittelt, nachdem die Leiche von Krister Berggren an Land gespült wird. Anfangs wird der Tod von Krister noch als Selbstmord angesehen bzw. als einen Unfall aufgrund von Alkoholkonsum. Doch als Kristers Cousine Kicki von einem Kellnerjob aus Kos zurückkehrt und von Kristers Tod informiert ist, fährt auch sie mit der Fähre rüber auf die Insel. Wozu sie es so eilig hat, auf die Insel zu kommen, erfährt man erst sehr spät, was jedoch nicht störend ist. Kurz darauf wird auch Kicki tot aufgefunden - schwer misshandelt in dem Pensionszimmer, in dem sie auf der Insel übernachtet hat. Als dann auch noch eine dritte Leiche gefunden wird, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.

Die Story selbst fand ich spannend bis zur letzten Seite, die Geschichte ist gut verständlich und nicht zu detailgenau geschrieben. Schön fand ich, dass die einzelnen Personen gut beschrieben wurden und man auch immer mal wieder Sachen aus deren Privatleben gelesen hat. Soetwas gibt den Menschen immer ein persönlicheres Bild für den Leser finde ich. Ebenso haben mir die sehr kurzen Kapitel gut gefallen. Alles war geordnet, gut lesbar, man kam nicht durcheinander, es kamen nicht zu viele Informationen auf einmal und ich habe oft mehr gelesen, als ich wollte oder zeitlich konnte. Die Grschichte ist gut durchdacht und wie gesagt spannend beschrieben. Ich lag bis zum Ende des Buches falsch mit meiner Idee, wer der Mörder sein könnte. Das Ende hat mich überrsacht. Allerdings fand ich den Schluss leider etwas zu fix geschrieben. Ich hätte es schön gefunden, wenn nach einem langem Buch, in dem es um die Aufklärung mehrerer Morde geht, das Ende etwas ausführlicher beschrieben worden wäre. Innerhalb weniger Seiten überschlagen sich plötzlich die Ereignisse und dann ist alles vorbei. Dies ist jedoch keine negative Kritik, ich fand es nur etwas schade.

Alles in allem haben mir das Buch, die Geschichte, die Schreibweise und die Beschreibung der Personen und Landschaften sehr gut gefallen. Vorallem Leuten, die gern Schweden-Krimis lesen, werde ich dieses Buch gern weiterempfehlen. :thumright:
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Beiträge: 8 288

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13

Donnerstag, 27. Mai 2010, 17:19

Für mich hat die Autorin ausreichend oft beschrieben, wie tragisch sein Schicksal war, das er immer noch sehr unter dem Verlust seiner Tochter leidet,

Genau das! Sie hat es "beschrieben" und das wirklich ausreichend oft. Aber ich will nicht, dass ein Autor mir beschreibt, wie eine Figur sich fühlt (diese Beschreibung brauche ich nicht, wenn jemand sein Kind verliert), sondern will es von der Figur erfahren. Mir fehlt in diesem Buch die Unmittelbarkeit.
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