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Tödliches Ritual
von Marina Heib

Art: Broschiert

Verlag: Piper

ISBN-10: 349227160X
ISBN-13: 9783492271608

Termin: Mai 2009

Bewertung: [ Anzeigen ]
11 Buchbesitzer:
 
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Beiträge: 185

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: OWL in NRW

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Ach, Querbeet ...

1

Montag, 4. Mai 2009, 15:55

Tödliches Ritual - Marina Heib

Inhalt:
In Göttingen treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Drei junge Frauen werden vergewaltigt und auf brutalste Weise ermordet. Die Erste grausam erstochen, die Zweite gefesselt ertränkt und das dritte Opfer, die Tochter der Göttinger Bürgermeisterin, findet man mit nur noch einem Auge. Polizeikommissar Markus Lorenz, seit einem Jahr Alkoholiker, und sein Team tappen im Dunklen. Um die Fälle endlich aufzuklären holt Lorenz seinen Hamburger Freund und Kollegen Christian Beyer zur Hilfe. Gemeinsam mit dessen Lebensgefährtin, der Psychologin Anna, kommen sie einem irren Serienkiller auf die Spur, dessen Wahn auch eine Polizistin in Gefahr bringt...


Kommentar:
Marina Heib hat mit "Tödliches Ritual" einen schönen Thriller abgeliefert, der bereits der dritte Teil um den Ermittler Christian Bayer ist.
Aber auch ohne Vorkenntnisse der ersten beiden Bände kann man diesen dritten Band genießen ohne weitere Verständnisprobleme.

In Göttingen steht der gebrochene Hauptkommissar Markus Lorenz vor einem schwierigen Fall. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen und ermordet junge Frauen, hauptsächlich Studentinnen, und lässt die Morde wie merkwürdige Rituale aussehen. Lorenz bittet seinen langjährigen Freund Christian Bayer um Hilfe, da er sich selbst nicht in der Lage sieht diesen Fall zu lösen. Schnell fassen sie eine Studenten-Verbindung als mögliche Täter ins Auge und ermitteln in diese Richtung.

Auf der einen Seite haben wir den Kommissar Markus Lorenz, einen gebrochenen und alkoholsüchtigen Mann, der nach dem Tod seiner Frau in ein tiefes Loch gefallen ist. Auf der anderen Seite haben wir seinen besten Freund Christian und seine Freundin Anna Maybach, die sehr sympathisch wirken und gut zusammen arbeiten.
Die Charaktere in diesem Buch fand ich wirklich gut gezeichnet. Nicht nur die Hauptcharaktere, sondern auch alle Nebenermittler und Verdächtigen.

Marina Heib schreibt das Buch teils auch aus der Sicht des Mörders. Durch Tagebucheinträge erhält der Leser einen Eindruck ins Seelenleben des Mörders und schnell wird klar, dass es sich um die Auszüge, die der Mörder sich für seine Taten zum Vorbild nimmt, aus dem "Hexenhammer" stammen. An dieser Stelle wird dann allerdings durch eine wirklich dumme Begebenheit auch klar, wer tatsächlich der Täter ist. Zumindest jedem, der den Hexenhammer (Malleus Maleficarum) und seinen Autor kennt.
Das ist ein wenig ärgerlich und hat mir zwischenzeitlich auch den Spaß am Buch genommen, vor allem, weil es sich leider nicht einfach um eine Irreführung der Autorin gehandelt hat.

Nichtsdestotrotz ist die Geschichte dennoch sehr spannend, nur zum Ende hin wirkt sie ein wenig gehetzt und die Ereignisse überschlagen sich ein wenig, als ob die Autorin schnell zum Ende kommen wollte, ohne noch weiter auf irgendetwas anderes einzugehen. Das fand ich ein wenig schade, wo doch zuvor im Buch auch so schön auf die Charaktere eingegangen wurde.

Insgesamt ein solider Thriller mit einigen Fehlern und Schwächen.
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Beiträge: 3 102

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Bayern

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Krimi/Thriller, Love & Romance, Psychothriller, Fantasy, Erzählung, Humor & Satire, Klassiker, Lyrik, Katalanische Belletristik .... von allem etwas ;)

2

Freitag, 5. Juni 2009, 16:04

In Marina Heibs Kriminalroman „Tödliches Ritual“ lernt man zunächst den alkoholkranken Kommissar Markus Lorenz kennen.
Später wird dann sein Freund Christian Bayer als Unterstützung angefordert, nachdem in der Studentenstadt Göttingen zwei bestialische Morde begangen wurden. Christian ist der eigentliche Hauptprotagonist und „Tödliches Ritual“ ist bereits sein dritter Fall. Man hatte aber ohne Vorkenntnisse keinerlei Probleme sich in der Handlung zu Recht zu finden.
Die Figuren sind sehr gut dargestellt und was vor allem sehr wichtig ist, die Charaktere sind glaubhaft.
Die Autorin hat einen gut konstruierten und spannenden Krimi aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, der aber nichts wirklich Neues darstellt. So denkt man sich öfter beim Lesen, dass man das doch alles schon irgendwo in irgendeiner Form gelesen hat.
Besonders gut gefiel mir die Erzählung aus der Sicht des Mörders, weil man einen guten Eindruck von seinem Seelenleben bekam.
Dennoch ist „Tödliches Ritual“ eher Mittelmaß.

:bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: von :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
:study: Jonathan Littell: Die Wohlgesinnten
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:study: Tommy Jaud: Resturlaub
Booklooker
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Beiträge: 134

Geschlecht: Weiblich

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Thriller

3

Mittwoch, 13. Januar 2010, 11:20

Ein superspannender deutscher Krimi!

Ich habe selten einen so guten deutschen Krimi gelesen!
Marina Heib versteht es sehr gut,in diesem Buch die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aufzubauen und zu halten.
Immer
wieder kommen neue Theorien hinzu und es entstehen Verwicklungen,die
aber am Ende des Buches alle sinnvoll verknüpft werden können.Einfach
nur superspannend!
Der Kommissar Markus aus Göttingen bittet
seinen Freund Christian,einen Sonderermittler aus Hamburg nach
Göttingen,um ihm dort bei der Ermittlung zweier Frauenmorde zu
helfen.Für Christian ist dies ein Freundschaftsdienst,da er keinen
offiziellen Auftrag hat.
Leider wird jedoch ausgerechnet die
Tochter der Bürgermeisterin das dritte Mordopfer und nun wird es für
der Sonderermittler Christian Beyer doch ein offizieller Fall.
Der
Kommissar Markus aber tritt wegen seines Alkoholproblems,das aufgrund
des plötzlichen Todes seiner Frau entstanden ist,von dem Fall zurück.
Danach
geschehen noch zwei weitere Morde und scheinbar ist man mit Makus altem
Ermittlerteam den Mördern auf der Spur. Es wird vermutet,daß Mitglieder
der Studentenschaft Göttingen dahinter stecken.Da aber keine
eindeutigen Beweise vorliegen,kann niemand verhaftet werden.
Zeitgleich
mit den Morden geschehende Vergewaltigungen in Göttingen werfen immer
wieder neue Fragen auf.Das Ermittlerteam ist absolut ratlos,ermittelt
aber natürlich weiter.
Schliesslich wird Elli,eine Polizistin aus Markus´Ermittlerteam, auf einer Jungesellinnenparty selbst vom Mörder entführt!
Wird
Christian Beyer es gemeinsam mit seiner Freundin Anna,die dem
Ermittlerteam psychologische Hilfe gibt,und der Alkoholiker Markus und
sein Team Elli retten können?
Christians Freundin Anna,die Psychologin,ist es schliesslich,die ein rituelles Schema hinter den Morden erkennt.
Marina
Heib versteht es geschickt,mehrere Fäden zu verstricken,die am Ende des
Buches alle sinnvoll aufgeklärt werden können,dabei aber das
Zeitgeschehen und die Spannung nicht zu vergessen.
Sie verknüpft
die Geschichtes des Harzer Brockens mit den ehemaligen
Hexenverbrennungen und dem inquisitorischen Erlass der Hexenkammer und
der daraus entstehenden Rituale.
Der Krimi ist spannend
geschrieben und man erfährt zusätzlich Dinge über die
Inquisition,schlagende Verbindungen,Hexenrituale und deren Feiertage
und möchte den Exkommissar Markus lieber nicht zum Feind haben...
Authentisch
beschriebene Romanfiguren,Spannung und Tragödien machen das Buch zu
einem interessanten deutschen Krimi,den man erst zu dem Zeitpunkt zur
Seite legen kann,wenn man ihn zu Ende gelesen hat. :thumright:
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Beiträge: 51

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Niedersachsen

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Thriller

4

Sonntag, 9. Mai 2010, 02:20

Meine Meinung:

Sowohl das Cover als auch der Klappentext entfernen sich leider etwas zu weit von der tatsächlichen Geschichte. Auch ist die Bezeichnung Thriller sehr irreführend, denn das Buch ist höchstens ein Krimi. Für einen Thriller fehlt der Story die nötige Spannung.
Einzig das Finale ging spannungsmäßig in Richtung Thriller und selbst das war so schnell wieder abgehandelt, dass ich ein wenig enttäuscht war.

Da ich aber ja auch ein Krimifan bin, hat mir die Story ganz gut gefallen. Die Protagonisten Markus Lorenz und Christian Beyer waren mir ja bereits in der Leseprobe gleich sympathisch. Ihre Macken und Laster machen sie sehr menschlich und lassen sie nicht so perfekt wirken, wie es in anderen Büchern öfter mal der Fall ist. Einzig Anna Maybach ist in meinen Augen etwas blass geblieben. Ich hätte gerne mehr über sie erfahren. Da ich die anderen beiden Bände aus der Reihe allerdings nicht kenne, vermag ich nicht zu sagen, ob sie dort nicht schon ausführlich beschrieben wurde.

Die Ermittlungen liefen sehr schleppend und dementsprechend habe ich mich mit dem Lesefluss etwas schwer getan. Der Täter war für mich allerdings zu keinem Zeitpunkt ersichtlich.
Dem Krimi würde ich 5 Sterne geben, da ich aber leider unter falschen Voraussetzungen an das Buch herangegangen bin, gebe ich dem Thriller nur :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: Sterne. Wenn sich mir die Gelegenheit bietet, werde ich die beiden Vorgänger natürlich auch noch lesen.
"Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!"

:love: :love: :love:
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