Du suchst eine Buchvorstellung, eine Rezension oder eine Inhaltsangabe? In unserem Bücher Forum findest Du Empfehlungen, Buchkritiken und Büchertipps zu den verschiedensten Bereichen, wie z.B. Krimi und Thriller, Humor, Satire oder Fantasy, sowie jeglicher Art von Roman und Bestseller. Neben Rezensionen gibt es auch nette Diskussionen und Plaudereien... [...mehr erfahren]
Können über 7.500 Mitglieder mit über 570.000 Beiträgen irren?
@bloomy & K.-G.:
Jup, DIE Stelle meinte ich. Bin etwas später dran und hätte zitieren sollen, sorry.
"Köpfe abschlagen ist nicht sehr klug.
Die Stecknadel, der man den Kopf abschlug,
fand, der Kopf sei völlig entbehrlich
und war nun von vorne und hinten gefährlich!"
(Erich Kästner)
Winston lebt in Ozeanien und sein "Stützpunkt" heißt London. Es ist das Jahr 1984 und es herrscht der totalitäre Staat. Die Fernsehgeräte sind nicht nur Empfänger, sondern auch Sender. Der Mensch wird in allen Lebenslagen kontrolliert und was man nicht kontrollieren kann, wird weitestgehends verboten. Kinder werden zu Verräter ihrer Eltern herangezogen und es gibt keine ordentliche Gerichtsverfahren mehr, die Menschen verschwinden einfach, wenn sie gegen ein Gesetz verstoßen haben.
Trotz der Verbote beginnt Winston ein Tagebuch zu führen. Winston ist innerlich ein Rebell, aber er weiß, das er allein gegen den "großen Bruder" nichts ausrichten kann.
Mein Fazit: Ich habe das Buch nicht ausgelesen. Leider habe ich mit einem solchen Staatssystem unglaubliche Probleme und ich komme wohl aufgrund meiner eigenen Überzeugung schwer in das Buch hinein. Es ist nicht mein Bestreben, das zu tun, was ich will. Aber mir ist jede Art von Kontrolle absolut zuwieder.
Es ist beklemmend zu lesen, das das Buch bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg veröffentlicht wurde. Es gab ja bereits so ein ähnliches Staatssystem: Der Ostblock!
Es liegt mir zu schwer auf der Seele, ich habe es leider abbrechen müssen!
Ich habe das Buch auch gelesen und finde es erschreckend, inwieweit sich die Vorstellungen des George Orwell schon bestätigt haben. Erschreckend finde ich aber nicht nur die Überwachung an sich, sondern auch, dass bei evt. Gesetzesübertretungen die entsprechenden Menschen regelrecht ausgelöscht werden. Sie werden nicht nur umgebracht, sondern ihre Existenz an sich ausradiert. Das System löscht alle Daten dieses Menschen, selbst Geburtsurkunden werden vernichtet und alles, was irgendwie auf diesen Menschen hinwies. Das System negiert, ja schluckt diesen Menschen einfach weg. So weit sind wir denn doch nicht. Noch nicht. Wenn die Regierung in Deutschland, Schäuble allen voran, die Intimsphäre demnächst auch noch durch Computerausspähungen und Wohnungsvideoüberwachung vernichtet, dann sind wir bald soweit. Dann sind diese "Volksvertreter" schlimmer als GeStaPo und Stasi zusammen. Und die waren schon schlimm.
Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beissen. Das ist der Grundunterschied zwischen Hund und Mensch. Zitat: Mark Twain
Danke Ralf, Du hast mir auch der Seele gesprochen.
Die Auslöschung der Existenz hat mich in diesem Buch auch am Meisten bewegt.
Wobei ich mich eigentlich frage warum. Und irgendwie komme ich zu dem Schluss, dass es mich nur so sehr bewegt, weil wir es eben noch nicht kennen.
Wie Du schon sagst, ist es "erschreckend, inwieweit sich die Vorstellungen des George Orwell schon bestätigt haben".
Aber die Auslöschung ist ein ganz neuer Gedanke.
Was, wenn auch dies (vielleicht in abgewandelter Form) real wird? Nimmt ein 1984 Leser dann auch diesen Gedanken einfach so hin?
Wann ist de Grenze erreicht, was sich ein Volk gefallen lassen muss? Wann muss es aktiv eingreifen?
Oder ist sie bereits schon überschritten?
Im Leben kann man auf vieles verzichten. Außer auf Katzen und Bücher!
Ich denke das das Problem mit der Überwachung ziemlich groß und vielleicht auch unlösbar ist.
Man hält sich dabei auf, zwischen dem Schutz der Allgemeinheit und der Einschränkung der einzelnen Persönlichkeiten...
Schwieriges Thema, es gibt unzählige Meingungen.
Ich war von Orwells Dystopie begeistert, das Buch hat mich auch, nach dem Lesen noch mehrere Tage beeinflusst, teils seiner Aktualität wegen, teils aufgrund der Vorstellung eines so funktionierenden, totalitären Systems. Die Möglichkeiten, einen Menschen einfach auszulöschen und die Geschichte nach Gutdünken umzuschreiben, quasi ein bisschen Realitätskosmetik zu betreiben, führt mich auch zu der Frage, inwieweit wir uns heute tatsächlich blind darauf verlassen müssen, was uns als Geschichte / Vergangenheit präsentiert wird. Nicht, dass ich damit Geschehnisse in Frage stellen wollte, nur letztendlich zeigt Orwell ja auf, dass in einem derart funktionierenden System auch möglich wäre, alles zu beeinflussen, selbst den Lauf der Geschichte und das im Nachhinein. Ich habe mit einigen gesprochen, die das Buch wieder beiseite gelegt haben, weil es ihnen zu deprimierend war.
I think of myself as an intelligent, sensitive human being with the soul of a clown which always forces me to blow it at the most important moments. Jim Morrison
Ich bin gerade 30 Seiten vor dem Ende und mich fasziniert dieses Buch.
Wie oft bekommt man schon einen Si-Fi-Roman zu lesen der in der Vergangenheit spielt,
auch wenns von 1948-1984 nur mal 36 Jahre Zukunft sind.
Das Buch ist in 3 Teile geteilt, jeder davon relativ eigenständig und doch eine fortlaufende
Geschichte
Teil 1 erzählt
die Weltanschauung eines 'Parteimitgliedes' und dessen Leben und Umgebung in einen
despotistischen System in dem der Despot 'Die Partei' ist.
Teil 2 widdmet sich
eher einen romantischen Teil in diesem System (ohne spoilern zu wollen)
Teil 2.5:
40 Seiten aus Goldsteins-Buch die viele langweilig fanden, ich
sehe es als grandios an solche Überlegungen -das was '48- zu schreiben
Teil 3 ist der Höhepunkt
und belohnt jeden Leser dem es nicht sooo ganz gefallen hat mehr als ausreichend.
Wie gesagt ich habe (leider nur noch) 30 Seiten vor mir aber ich bin mir sicher das das
Buch 5 Sterne verdient hat.
//post scriptum:
Si-Fi in der Vergangenheit, ihr wisst was ich meine,
nicht 'Vor langer langer Zeit in einer Galxie weit, weit entfernt...'
"1984" ist eindeutig eines der besten Bücher die ich je gelesen habe. Unbedingt zu empfehlen!!!
Ich gerade
H.P. Lovecraft: The Loved Dead
Max Frisch: Stiller
Ich gerade:
Simon Beckett: Kalte Asche
"Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne
Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder
die Wände bedecken..." (Hermann Hesse)
Keine Buchkritik oder Inhaltsangabe zu Deinem Buch gefunden?
Dann verfasse doch einfach eine eigene Buchvorstellung oder Rezension.
In unserem Bücher Forum findet man u.a. Bestseller und manchmal sogar eine entsprechende Leseprobe und Zusammenfassung. Wir freuen uns auf Deinen Besuch! [...mehr erfahren]
Können über 7.500 Mitglieder mit über 570.000 Beiträgen irren?