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Beiträge: 79

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Bevorzugte(s) Bücher-Genre: History, Fantasy, Love & Romance, Humor

661

Dienstag, 23. Februar 2010, 16:23

Ja, meine einzige Alternative ist dann auch "Einer aus der Uni" :D
"Ich weiß nicht, mit welchen Waffen im Dritten Weltkrieg gekämpft wird,
wohl aber, welche im Vierten zur Anwendung kommen: Keulen und Steine."

Albert Einstein

:study: in 2010: 7 Bücher, 2792 Seiten
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662

Montag, 1. März 2010, 11:21

"Mitstudenten" klingt ja auch doof.

Wenigstens kann man das schreiben.....
Im Leben kann man auf vieles verzichten. Außer auf Katzen und Bücher!

Ich lese:
Piraten!
von Celia Rees
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663

Montag, 1. März 2010, 13:46

Kommt doch immer drauf an, wer etwas wie sagt.
Momentan stört mich: "Ungläubiger" "boah ey" "behindert" "einzigste" :lol:
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Beiträge: 22

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664

Mittwoch, 3. März 2010, 11:13

Gerade als Lehrer HASSE ich die Chatsprache - Abkürzungen, Akronyme, Ziffern statt Buchstaben, bewusst falsche Schreibweise etc.

"Ey Alder c u l8t3r!"

ARGH!

Mein Problem ist, dass gerade die jüngeren Schülerchens den Unterschied zwischen den unterschiedlichen Sprachebenen nicht mehr kennen - und entsprechend in Aufsätzen keine geraden Sätze mehr hinbekommen. Es geht also offenbar tatsächlich die Sprachkompetenz verloren.

Sprache ist für viele nur noch die Vermittlung von Informationen - schnell, kurz, knapp.

Wenn ich ihnen dann mal mit Goethe o. ä. komme, dann behaupten einige gar voller Entrüstung, dass DAS ja gar kein Deutsch sei.

Warum habe ich damals bloß unterschrieben, dass ich Schülern nix tun darf - manche würde ich nämlich am liebsten einfach schütteln.

Es ist inzwischen sogar gang und gäbe bei uns in den Pausen, dass die Kleinen wahrhaftig nur noch "LOL!" rufen, wenn sie etwas komisch finden...
Die Nacht wird Rabenschwarz!
Wenn du den Mut hast, dann begegne der Dunkelheit - www.alexander-felden.de
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665

Mittwoch, 3. März 2010, 13:16

Mein Problem ist, dass gerade die jüngeren Schülerchens den Unterschied zwischen den unterschiedlichen Sprachebenen nicht mehr kennen - und entsprechend in Aufsätzen keine geraden Sätze mehr hinbekommen. Es geht also offenbar tatsächlich die Sprachkompetenz verloren.

Sprache ist für viele nur noch die Vermittlung von Informationen - schnell, kurz, knapp.

Wenn ich ihnen dann mal mit Goethe o. ä. komme, dann behaupten einige gar voller Entrüstung, dass DAS ja gar kein Deutsch sei.

Da kommt ja noch einiges auf mich zu - ich freue mich jetzt schon auf meine Zeit als Lehrerin. :wink: Spaß beiseite, ich finde es auch sehr erschreckend, wie unsere Sprache, die ich übrigens als sehr schön empfinde, immer mehr verkommt. Es wird meiner Meinung nach aber auch in der Gesellschaft gar kein Bewusstsein dafür geschaffen, dass man z.B. nicht alles schreiben kann, was man sagt und umgekehrt nicht alles sagen kann, was man schreibt. "Lol" habe ich mir im mündlichen Sprachgebrauch Gott sei Dank soweit wieder abgewöhnt. Da fällt mir eine Begebenheit im Zug ein, als ich mit meinem Exfreund unterwegs war: Er las die Traumnovelle von Arthur Schnitzler und ich ausgewählte Erzählungen von Guy deMaupassant auf Französisch. Uns gegenüber saßen zwei Lehrer. Als sie einen Blick auf unsere Lektüren warfen, meinten sie: "Ach, die Jugend liest tatsächlich noch Schnitzler und Maupassant - und wir dachten, dass sei ganz aus der Mode gekommen." :mrgreen: Den Rest der Zugfahrt unterhielten sich die Lehrer übrigens in bestem Kölsch. :lol: Eine Freundin meiner Tante hat es übrigens an ihrem Berufskolleg tatsächlich einmal geschafft mit einer Klasse "Faust I" zu lesen, die Goethe vorher wohl gar nicht (!) kannten, sich aber nach ganz viel Motivation doch dafür begeistern konnten. Es gibt also noch ein klein wenig Hoffnung in diesem Land. :wink:
~Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.~
- Heinrich Heine -

:study: Jane Austen - Pride and Prejudice
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666

Mittwoch, 3. März 2010, 13:37

Im Leben kann man auf vieles verzichten. Außer auf Katzen und Bücher!

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Piraten!
von Celia Rees
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Beiträge: 22

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667

Mittwoch, 3. März 2010, 14:20

Zitat

Eine Freundin meiner Tante hat es übrigens an ihrem Berufskolleg tatsächlich einmal geschafft mit einer Klasse "Faust I" zu lesen, die Goethe vorher wohl gar nicht (!) kannten, sich aber nach ganz viel Motivation doch dafür begeistern konnten. Es gibt also noch ein klein wenig Hoffnung in diesem Land. :wink:


Aber natürlich gibt es Hoffnung - "Faust" lese ich zum Beispiel grundsätzlich mit meinen Oberstufe-Kursen, sobald der Lernstoff für das Zentralabitur durch ist. Und was soll ich sagen, bislang habe ich sie damit noch alle "gekriegt". Man kann so viele Bezüge zum Alltag der Schüler/innen herstellen, dass sie bisweilen ganz schön betreten aus der Wäsche schauen.

Gleiches gilt für Lessings "Nathan der Weise" - ein Stück, dass ich liebe, und vor Herrn Lessing muss ich einfach den Hut ziehen. Das Thema Religion und Religionsfreiheit sowie Glaubenskriege ist doch heutzutage (mal wieder) so aktuell wie ein Thema nur sein kann!

Aber ich "kidnappe" gerade das Thema hier, als schnell noch die Kurve kriegen:

Was ich vorhin vergessen hatte zu erwähnen waren die "Deine Mutter!" Sprüche:

"Ey Alder, deine Mudda klaut doch bei Kik!" :geek:
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Beiträge: 113

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668

Mittwoch, 3. März 2010, 14:26

Oooh ja die "schönen" Sprüche über die Mutter.. sowas finde ich auch furchtbar.
Nun bin ich ja noch nicht lange aus meiner Jugend raus (wenn man das denn so sagen kann), jedoch bin ich ja täglich durch meine Ausbildung an einer Schule und finde es absolut unverschähmt, wie sich die Leute dort benehmen. Ich habe mich schon so oft gefragt, ob die Schule nun auch Schüler ohne Niveau annimmt, oder ob die Jugend allgemein so schlimm geworden ist.
Jedenfalls sitzt man den dort in der Pausenhalle, möchte sich in Ruhe unterhalten und dann kommt da eine super coole Truppe mit lauter Handymusik und slang daher. Da sträuben sich mir alle Haare..
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669

Mittwoch, 3. März 2010, 14:53

Mein Problem ist, dass gerade die jüngeren Schülerchens den Unterschied zwischen den unterschiedlichen Sprachebenen nicht mehr kennen - und entsprechend in Aufsätzen keine geraden Sätze mehr hinbekommen. Es geht also offenbar tatsächlich die Sprachkompetenz verloren.
Sowas kriegt man auch leider als die Sprache(n) liebende Schülerin/Studentin mit... und an Berufsschulen finde ich es ganz schlimm. Leider - finde ich - wird sich da vom Niveau des Unterrichts meistens dem Niveau der Schüler angepasst. Das ist zumindest meine Erfahrung, und zwar nicht nur in Hinsicht der Sprache, sondern im Allgemeinen.

Aber um nochmal zu den nervenden Ausdrücken zu kommen: Was in letzter Zeit ja auch ziemlich "in" ist und was mich unglaublich nervt sind die ganzen Herzchen in den Namen, wenn man sich z.B. wer-kennt-wen etc. mal ansieht. Oder die q's anstelle von k oder g. Und ich finde es auch schlimm, dass mit dem Wort "Liebe" nur noch so um sich geworfen wird. Die meisten Kinder/Jugendlichen so zwischen 11 und 15 "lieben" doch heute irgendwie jeden, den sie nur vom Sehen kennen. :wink: Wobei das ja dann heißt "lüüp disch soooooo". :roll: Nur noch mit griechischen oder russischen Buchstaben und so weiter drin, von denen ich nichtmal weiß, wo ich sie auf meiner Tastatur finde. :D
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670

Donnerstag, 4. März 2010, 09:41

Nur noch mit griechischen oder russischen Buchstaben und so weiter drin, von denen ich nichtmal weiß, wo ich sie auf meiner Tastatur finde.
In der Zeichentabelle (Unter Zubehör=Systemprogramme...) :-#
Ja, ich kenne solche Leute 8-[
Aber wenn ich z.B. mit dem MSN Messenger schreibe, dann achte ich auch nicht auf Groß- und Kleinschreibung, aber ich setze immer Kommas :mrgreen:
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich es einfach unterscheiden kann. :-k

Zu "Nathan der Weise": Es war das schönste Buch, welches ich in der Schule gelesen habe. Einfach toll :drunken:
:study:2010: 19
Nick Hornby - High Fidelity:study:

"Could a dead, frozen heart break? It felt like mine would.
"Edward" she mumbled softly. She was dreaming of me.
Could a dead, frozen heart beat again? It felt like mine was about to."
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671

Donnerstag, 4. März 2010, 15:18

Anfang der Woche war ich auf dem Bahnhof, wo mir ein DB Mitarbeiter auffiel. Auf seinem Hemd stand: "Automaten Guide" :roll:
»Ich stupste sie zusammen, ließ sie klimpern, klickern, Lachstein und Buchstein kicherten sich eins.
Natürlich. Lachstein erzählte Buchstein einen Witz.« Ulla Hahn, Aufbruch
Def. Moudschegiebchn: Des's'säkkssch ün heest Marienkäfer.
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Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Mystery, Thriller

672

Donnerstag, 4. März 2010, 16:18

Oh ja, die ach-so-beliebten Anglizismen.

Ich habe mir neulich eine BRAVO gekauft, da in der Unterstufe auch das Thema "Medien - Fernsehen, Internet, Zeitschriften" dran ist. Also musste ich mir doch mal ein Bild machen, was heute so los ist.

"Vote für deinen Star und treffe ihn nach seiner Performance live backstage!"

"Chillige Beats, krasse Basslines, coole Vibes..."

So, und als dann neulich in der Mittelstufe in Englisch ein Text dran war, in dem das Verb "to chill" vorkam, wusste keiner, was das bedeutete... man kann manchmal nur noch in die Tischkante beißen.

Immerhin scheint sich ja die Werbung eines Besseren besonnen zu haben und wieder vermehrt deutsche Werbe"slogans" (da war wieder so'n Wort!) zu benutzen. Und angeblich will auch die Bahn wieder zurück zu Bezeichnungen, die jeder versteht. So soll der Fahrkartenschalter künftig wohl nicht mehr "Service Counter" heißen... man wird sehen.
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673

Donnerstag, 4. März 2010, 19:17

Immerhin scheint sich ja die Werbung eines Besseren besonnen zu haben und wieder vermehrt deutsche Werbe"slogans" (da war wieder so'n Wort!) zu benutzen. Und angeblich will auch die Bahn wieder zurück zu Bezeichnungen, die jeder versteht. So soll der Fahrkartenschalter künftig wohl nicht mehr "Service Counter" heißen... man wird sehen.
Meine Unterstützung haben sie! Dass es in verschiedenen Bereichen nicht mehr weg vom Englischen geht (z.B. wenn es um das Internet geht), ist klar, aber bei so simplen Sachen wie einem Fahrkartenschalter sollte man schon wieder umdenken. Mich nervt diese sinnlose "Verenglischung" von so vielen Wörtern, für die es im Deutschen schon einen Ausdruck gibt und noch mehr nervt mich, dass ich mir selbst oft dabei ertappe wie ich diese Wörter benutze.
:study: Trudi Canavan - Die Rebellin
:study: Andreas Hoppert - Erbfall


:study: 2010 gelesen: 22 :study:
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Beiträge: 3 821

Geschlecht: Weiblich

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674

Freitag, 5. März 2010, 07:40

Immerhin scheint sich ja die Werbung eines Besseren besonnen zu haben und wieder vermehrt deutsche Werbe"slogans" (da war wieder so'n Wort!) zu benutzen. Und angeblich will auch die Bahn wieder zurück zu Bezeichnungen, die jeder versteht. So soll der Fahrkartenschalter künftig wohl nicht mehr "Service Counter" heißen... man wird sehen.


Da bin ich aber auch sehr dafür :thumleft: Mir tut die schöne deutsche Sprache einfach nur leid. Ich verstehe es auch nicht so ganz, :(
dass man freiwillig einer Fremdsprache so viel Platz einräumt. Viele ältere Läute( auch nicht nur) im Land verstehen einige englische Ausdrücke nicht, und mit den Kindern- und Jugendlichen werden sie wohl bald ganz und gar sich nicht unterhalten können :shock:
2010 gelesen: 31 :study:
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"Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"
Dalai Lama
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