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Frau Ella
von Florian Beckerhoff

Art: Gebundene Ausgabe

Verlag: List

ISBN-10: 3471350233
ISBN-13: 9783471350232

Termin: Juli 2009

Bewertung: [ Anzeigen ]
18 Buchbesitzer:
 
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Beiträge: 2 406

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Kurpfalz

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Erzählungen, Zeitgenössisches, History, Krimi

1

Mittwoch, 8. Juli 2009, 23:36

Florian Beckerhoff, Frau Ella

Seitenzahl: 315

Inhalt:
Einem Wasserschaden haben es Frau Ella(87) und Sascha(30) zu verdanken, dass man sie im Krankenhaus zusammenlegt. Nicht genug, dass er sich beim Sturz vom Rad den Brillenbügel ins Auge gerammt hat, nun soll er auch noch das Zimmer mit dieser faltigen Alten teilen. Sascha ist entsetzt zumal der Zuwachs auch noch extrem laut schnarcht. Doch seine Wut verraucht schnell, als er erfährt in welchem Dilemma Frau Ella steckt. Sie soll an einem entzündeten Auge unter Vollnarkose operiert werden, was ihr Angst macht und sie deshalb ablehnend reagiert. Man erwartet ihre Unterschrift, die sie nicht zu geben bereit ist. Also greift man zu härteren Mitteln und setzt sie unter "Drogen". Sascha zeigt Mitleid. Ohne groß darüber nachzudenken, mit Hilfe eines Pflegers, entführt er sie einfach und bringt sie erst mal in seiner Wohnung unter. Wie sehr diese Entscheidung sein bisheriges Leben umkrempeln wird, erzählt diese schräge Geschichte.

Autor:
Florian Beckerhoff, geb. 1976 in Zürich, promovierter Literaturwissenschaftler, lebt in Berlin und schrieb bisher einige Sachbücher u. literarische Anthologien. Frau Ella ist sein Romandebüt.

Meine Meinung:
Warmherzig und mit viel Humor erzählt Florian Beckerhoff diese ungewöhnliche Wohngemeinschaft. Schnell schließen sich sein Freund Klaus und dessen Frau Ute den beiden an. Sie machen Ausflüge, entdecken das perfekte Ei und lauschen den Erinnerung von Frau Ella. Viele Situationen sind nicht unbedingt realitätsbezogen, aber so manches Körnchen Wahrheit sprudelt dann doch an die Oberfläche.
Die Sprache ist locker, einfach und man hat das Buch in wenigen Stunden gelesen. Gut geignet als Urlaubsschmöker, denn es erzeugt gute Laune. Nur Saschas Freundin Lina will nicht so recht dazu passen und auch das Ende ist nicht gerade zukunftweisend, sondern eher banal. Trotzdem habe ich mich amüsiert und es gerne gelesen. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

Liebe Grüsse
Wirbelwind

:study: Alexandre Dumas, Der Graf von Saint-Hermine
Bücher sind die Hüllen der Weisheit, bestickt mit den Perlen der Worte.
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Beiträge: 794

Geschlecht: Weiblich

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Fantasy, Krimi

2

Freitag, 17. Juli 2009, 21:35

In dem Roman "Frau Ella" von Florian Beckerhoff muss sich der 30-jährige Sascha nach einer Augen-OP kurzfistig das Krankenhauszimmer mit der 87-jährigen - beim Schlafen laut schnarchenden - Frau Ella teilen und ist davon verständlicherweise wenig begeistert. Als sie jedoch gegen ihren Willen am Auge operiert werden soll, treten die beiden spontan die Flucht an und quartieren Frau Ella erst einmal bei Sascha ein. Und das ist der Beginn einer ganz besonderen Freundschaft ...

Sascha, 30 Jahre jung, ziellos und unglücklich verliebt, ist mir mit seinem ständigen Selbstmitleid am Anfang ganz schön auf die Nerven gegangen. Andauernd war er mit sich und der Welt am hadern und natürlich waren immer die anderen an allem schuld. Zum Glück hat sich ein Verhalten aber im Laufe des Buches "gebessert", was vor allem der wirklich knuffigen frau Ella zu Verdanken ist. Diese rüstige alte Frau, die mit den ganzen neumodischen Wörtern der jungen Leute gar nicht parat kommt, muss man einfach gern haben! So sehen das auch der durchgeknallte Klaus ( dessen verrückte Ideen wohl in der Mischung "Zu viel Geld und Langeweile" ihren Ursprung haben ) und seine Frau Ute - zwei Freunde Saschas - und tragen hauptsächlich dazu bei, dass Frau Ella weit länger als eine Nacht bei Sascha bleibt. Gemeinsam erleben die vier allerhand Abenteuer - bis Saschas Ex-Freundin zurückkommt und damit Sascha in ein neues, großes Gefühlschaos stürzt.

Das Lesen von "Frau Ella" hat mir von Anfang bis Ende große Freude bereitet. Der locker-leichte Schreibstil und die eingestreuten Witze machen das Buch zu einer perfekten Urlaubslektüre, die durch die Thematisierung des Generationenkonflikts in der heutigen Zeit sogar etwas an Tiefe gewinnt.
Von mir gibt es deshalb 4 Sterne! :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
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Beiträge: 112

Geschlecht: Weiblich

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Romane, Fantasy, Jugendbücher

3

Samstag, 18. Juli 2009, 10:10

Kaffee mit Latte Macchiato

Über den Autor
Florian Beckerhoff, geboren 1976 in Zürich, aufgewachsen in Bonn, lebt und schreibt in Berlin. Der promovierte Literaturwissenschaftler veröffentlichte bereits einige Sachbücher und literarische Anthologien. „Frau Ella“ ist sein Romandebüt.

Kurzbeschreibung
Sascha Hanke ist vom Pech verfolgt: übler Job, Freundin weg und nach einem Sturz vom Fahrrad, bei dem sich ein Brillenbügel in sein Auge bohrte, landet er im Krankenhaus. Dort begegnet er der 87jährigen Ella Freitag, die nach einem Wasserschaden auf Saschas Zimmer verlegt wird. Als Frau Ella gegen ihren Willen unter Vollnarkose operiert werden soll, flieht er mit ihr aus dem Krankenhaus und nimmt sie in seiner Wohnung auf. Es dauert nicht lange, bis Saschas Leben völlig auf den Kopf gestellt wird…

Meine Meinung
Florian Beckerhoffs Buch bietet und einen Einblick in eine doch eher ungewöhnliche Freundschaft zwischen einer alten Dame und Menschen in der Generation ihrer Enkel. Die Idee hinter der Geschichte ist neu und vom Autor gut umgesetzt. Er überzeugt durch seinen Schreibstil, durch den sich das Buch flüssig und kurzweilig lesen lässt. Die Figuren sind sehr sympathisch, man fühlt sich in der „WG“ direkt wohl und kann sich gut in die Geschichte einfinden. Lediglich Klaus´ Ausschweifungen zu diversen Themen sind hin und wieder langatmig.

Das Ende kommt leider sehr abrupt und ist meiner Meinung nach etwas aus dem Zusammenhang gerissen. Ich hätte auch gerne erfahren, was aus Frau Ella wird.

Alles in Allem hat mir „Frau Ella“ ein paar schöne Stunden Lesevergnügen bereitet, aber auch zum Nachdenken über das Zusammenleben der Generationen angeregt.

Das Buch bekommt 8 von 10 Punkten.
:study: "Das verlorene Buch von Montamar" von Mari Ronberg
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Beiträge: 2 027

Wohnort: Schönwetterfront

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Ich lese fast alles

4

Samstag, 18. Juli 2009, 10:28

Florian Beckerhoffs Buch bietet und einen Einblick in eine doch eher ungewöhnliche Freundschaft zwischen einer alten Dame und Menschen in der Generation ihrer Enkel. Die Idee hinter der Geschichte ist neu und vom Autor gut umgesetzt.
Ich habe zwar Frau Ella nicht gelesen, aber neu ist diese Idee nun wirklich nicht.
Rostfrei von Steffi von Wolff behandelt ein ganz ähnliches Thema, wenn auch bestimmt auf andere ("typische") Art und Weise.
...uuuund tschüß
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Beiträge: 64

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Schwebheim

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Fantasy, (Psycho)Thriller, History, Humor & Satire

5

Dienstag, 21. Juli 2009, 15:31

Hommage an das Leben

Das hätte sich Frau Ella wohl niemals träumen lassen, welch schwungvolle Wende ihr Leben nehmen wird. Die rüstige 87-Jährige hat in nahezu neun Jahrzehnten nun wirklich eine Menge durchgemacht – an Höhepunkten und an schweren Zeiten. Dass sie sich in Ihrem Alter nun einer Augenoperation unterziehen soll, will ihr einfach nicht in den Kopf. Nur ausgesprochen widerwillig lässt sie sich daher von Ihrem Hausarzt in die Klinik einweisen.
Dumm gelaufen für Sascha! Nicht nur, dass ihm ein Brillenbügel beim Sturz sein Auge schwer verletzt. Nicht nur, dass ihn seine Freundin Lina hat sitzen lassen, um die Sonne Spaniens zu genießen. Nicht nur, dass sein Leben das reinste Chaos ist. Nein, jetzt auch noch diese alte schnarchende Schachtel in seinem Krankenzimmer. Womit hat er das eigentlich verdient?
Frau Ella und Sascha – zwei Welten prallen aufeinander!
Jung trifft Alt, Chaos-Man meets Ordnungs-Queen, die Vergangenheit reicht der Gegenwart die Hand – und alles wird anders. Denn statt der geplanten Operation, flüchtet Sascha mit Frau Ella aus dem Krankenhaus. Die gute Dame hat nämlich Angst vor der Narkose. Und Sascha ist ihre einzige Rettung. Dass aus der übereilten Hilfsaktion eine ungewohnt-ungeplante WG werden wird, können beide ja nicht ahnen.
Saschas Freunde Klaus und Ute jedenfalls finden die alte Dame richtig prächtig. Neue Kleider für Frau Ella und einige Lektionen in „So lebt man heute“ sind erst der Anfang, um das Leben der beiden Augenkranken so richtig umzukrempeln. Der rüstigen Dame jedenfalls scheint der neue Schwung viel Spaß zu machen und auch Sascha findet neues Glück – bis für beide die Vergangenheit unerwartet an die Tür klopft …

Dieser wunderbare Roman ist im wahrsten Sinn des Wortes eine Hommage an das Leben.
Leichthin und humorvoll schwebt die Handlung von Zeile zu Zeile, singt von der guten alten Zeit ebenso wie vom Reichtum der Moderne und rührt das Herz an.
Florian Beckerhoff bringt zwei Menschen zusammen, die ungleicher kaum sein könnten. Und doch ahnt man bereits das Lebensglück, das in dieser Begegnung liegt, leidet man mit, wenn es sich auch immer wieder zu verflüchtigen scheint, und bleibt man der Frage auf der Spur: Was können Alt und Jung voneinander lernen?
Eine warmherzige und fröhliche Sprache lässt Beckerhoffs Geschichte zu einem leichten und zugleich tiefsinnigen Lesevergnügen werden. Leider ist es für mich am Ende dann aber der übereilte Schluss, der Beckerhoffs Romandebüt der Krone beraubt. Ein wenig schade doch für ein sonst so wunderbares Buch!

LITTERAE SUNT DIVITAE!
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Beiträge: 185

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Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Ach, Querbeet ...

6

Freitag, 24. Juli 2009, 16:27

"Frau Ella" fängt schon unheimlich komisch an. Ein junger Mann und eine alte Dame teilen sich im Krankenhaus ein Zimmer. Zunächst einmal kommt es, wie es kommen muss: die junge Generation fühlt sich unheimlich gestört und auch ohne weitere Worte belehrt, weiß sie doch, dass die alte Generation viel mehr Lebenserfahrung besitzt als sie selbst. Schnell jedoch freunden sich Sascha und Frau Ella an und als es hart auf hart kommt hilft Sascha Frau Ella sogar und nimmt sie mit in seine Wohnung. Dort wird es dann nochmal kompliziert, als noch mehr Freunde von Sascha dazu kommen und die Generationen erneut aufeinander treffen

In diesem Buch veranschaulicht der Autor sehr schön, inwieweit sich junge Leute von Älteren belehrt fühlen, obwohl sie doch eigentlich gar nichts sagen und meistens auch nicht einmal meinen. So auch Sascha, der sich alleine dadurch, dass Frau Ella im Krankenhaus ihre Hausschuhe ordentlich hinstellt, dahingehend belehrt fühlt, wie man richtig Ordnung zu halten hat.
Frau Ella hingegen lernt, dass es für junge Leute heutzutage gar nicht mal mehr so einfach ist sich durchs Leben zu schlagen, weil es heutzutage einfach viel mehr Möglichkeiten gibt, als es früher noch der Fall war. Da muss eine Entscheidung gut durchdacht sein, eine falsche Entscheidung kann weitreichende Konsequenzen haben.

Insgesamt zeigt der Autor wirklich sehr schön diverse Konflikte zwischen den Generationen auf und auch die Möglichkeiten beider Seiten noch voneinander lernen zu können, wenn man sich nur auf die andere Seite einlässt.
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Wohnort: NRW

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Love & Romance, Krimis, Thriller, Jugendbücher, Erzählungen

7

Montag, 27. Juli 2009, 00:02

Als Sascha nach einem Fahrradunfall ins Krankenhaus kommt, muss er sich sein Zimmer auch noch mit einer 87 jährigen Omi teilen. Als ob er nicht schon genug Pech gehabt hätte. Als Frau Ella nun gegen ihren Willen operiert werden soll, sieht sich Sascha in der Pflicht ihr zu helfen und nimmt die alte Dame erst mal mit nach Hause. Schon schnell hat die Oma, die von Sascha „Frau Ella“ genannt wird, Sascha von ihren Charme überzeugt. Frau Ella ist nämlich gar keine nervige Alte, die einen mit ihren Wehwehchen langweilt, sondern Frau Ella ist eine richtig coole Omi, die so manchen Spaß mitmacht. Auch Saschas Freunde sind von ihr begeistert. Erst als Saschas Freundin Lina wieder aus Spanien zurückkommt, fangen die Probleme an.


Frau Ella beschreibt eine wunderschöne Geschichte, zweier Menschen, die im normalem alltäglichen Leben nie so Zeit miteinander verbracht hätten. Die Freundschaft die zwischen den beiden entsteht ist rührend, verrückt und amüsant. Ebenso würde ich auch das Buch beschreiben. Florian Beckerhoff bedient sich einen lustig, lockeren Schreibstil und spart nicht an Humor. Leider war der Humor nicht immer so ganz meine Wellenlänge, da mancher Witz für mich eher an den Haaren herbei gezogen wirkte. Trotzdem musste ich manchmal schon schmunzeln. Die Situationen sind sehr verrückt und komisch, sodass einem das Lachen doch nicht erspart bleibt. Irgendwo finde ich diese Freundschaft auch rührend. Frau Ella und Sascha sind beides Menschen, die eher zurückgezogen und ein wenig einsam gelebt haben und nun, ein neues Leben gefunden haben, indem sie für einander da sind. Wie Frau Ella sich um Sascha und Sascha sich um Frau Ella sorgt, finde ich richtig niedlich.

In dem Buch passt eigentlich fast alles. Es ist schön geschrieben, man kann sich richtig gut in die Bilder und Situationen einfühlen. Der Spaßfaktor ist irgendwie auch da, ebenso wie die Ernsthaftigkeit. Frau Ella und Sascha setzen sich auch mit dem Leben und dem Tod auseinander. Außerdem wird der heutige Generationenkonflikt thematisiert .Was nur ein wenig fehlte, war die Spannung. Ich persönlich finde das nicht ganz so schlimm, denn ich mag Bücher die ein bisschen ruhiger verlaufen. Ich muss nicht immer Bücher haben, wo der Spannungsbogen ins unendliche gespannt wird. Doch außer dem plötzlichen Verschwinden von Frau Ella, das sehr plötzlich kommt und nicht richtig nachvollziehbar ist, wie ich finde, kommt kaum Spannung auf. Etwas mehr Elemente zum Spannungsaufbau, hätte die Geschichte schon enthalten können, doch im Endeffekt war das Buch auch ohne viel Spannung sehr Lesenswert. Es gibt zwar einige Kritikpunkte, die aber den Lesespaß nicht sehr stark eindämmen. Also mein Fazit: Eine sehr lesenswerte Lektüre für zwischendurch, die zwar keine großen Ansprüche stellt, aber doch recht unterhaltsam ist. Man sollte also auch umgekehrt nicht zu große Ansprüche stellen, dann steht dem Lesevergnügen nichts mehr im Weg :wink:
Du öffnest die Bücher und sie öffnen dich! :study:
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Wohnort: Niederrhein

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Alles außer Fantasy, SF, Horror

8

Dienstag, 28. Juli 2009, 16:38

Frau Ella - Florian Beckerhoff

Es war der Beginn einer tiefen Freundschaft, als die 87-jährige Frau Ella und der 30-jährige Sascha sich in einem gemeinsamen Krankenzimmer wieder fanden.
Zunächst haben die Beiden allerdings einige Startschwierigkeiten zu überwinden, doch der gemeinsame Konsum einiger Gläschen “Klosterfrau Melissengeist” erleichtert das Kennenlernen.
Sascha profitiert von Frau Ellas Lebenserfahrung und sie von seiner Jugend und Weltoffenheit.
ER mutiert zum “Robin Hood des Gesundheitswesens” und SIE genießt das Leben, wie in den 20 Jahren seit dem Tod ihres Mannes nicht mehr.
Schwungvoll nimmt die alte Dame Saschas Leben und seinen Haushalt in die Hand und versucht sein Privatleben zu planen, während er über die Einrichtung einer Pension nachdenkt, in der Jung und Alt harmonisch mit- und füreinander leben.

Frau Ella nimmt Sascha und den Leser dieses heiteren Romanes mit auf eine Reise in ihre Vergangenheit und zieht mit ihrem Charme beide in ihren Bann.

Der 1976 geborene Autor Florian Beckerhoff versteht es, den Leser mit einer wortgewandten, amüsanten Geschichte kurzweilig zu unterhalten, aber teilweise auch zum Nachdenken anzuregen.
Ein nettes und lesenswertes Buch…. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
Liebe Grüße,
Rita

~Ich wäre lieber ein armer Mann in einer Dachkammer voller Bücher als ein König, der nicht lesen mag.~
Thomas Babington
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Wohnort: Sachsen, Leipzig

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Fantasy, Love & Romance, History, Humor & Satire

9

Freitag, 7. August 2009, 08:00

"Frau Ella macht mich fertig!"

Das Zitat stammt von Klaus, dem besten Freund von Sascha, und trifft auf mich hundertprozentig zu. Allerdings hat mich auch der Autor mit seinem langweiligen Schreibstil fertig gemacht. Ich glaub ich habe das Buch über 2 Wochen oder länger verteilt gelesen, weil ich einfach keine Motivation gefunden habe, mich immer wieder davor zu setzen und dann doch zu langweilen.

In dem Buch hab ich so einiges vermisst. 1. Die Story, 2. der Sinn der Story. Ich fand das ganze Buch so absolut nichtssagend. Außerdem gab es zwar eine Handlung, die fand ich aber doch eher oberflächlich behandelt, bzw. einfach irgendwie lieblos zur Schau gestellt. Ok, einige Sätze und Situationen fand auch ich zum Schmunzeln, was der einzige Grund dafür ist, dass ich nicht nur :bewertung1von5: gebe.
Interessant (wenn man das noch so nennen kann) fand ich den Anfang, und eigentlich hätte man daraus dann auch sicherlich was machen können, aber dass es so langweilig in der Handlung weitergeht, hätte ich nicht gedacht. Ab und zu gab es zwar den einen oder anderen Aha- Oho- Effekt

  Spoiler Spoiler

zB. als man erfahren hat, dass Frau Ella mal schwanger und nach der Abtreibung jetzt unfruchtbar ist, oder als Saschas Freundin wieder auftaucht.
Allerdings reißen die auch nur kurzfristig mit.

So kann ich mich den anderen leider nicht anschließen und gebe mit zugedrücktem Auge maximal :bewertung1von5: :bewertung1von5: . Mal wieder eins der schlechten Debuts.
Sub: 59
2010 gelesen: 38
Seiten: 13246

Mein Tauschticket
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Beiträge: 172

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: mitten im Schwarzwald

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: eigtl. alles!

10

Mittwoch, 26. August 2009, 22:52

Filterkaffee trifft Late macchiato

Filterkaffee trifft Latte macchiato. Oder alt trifft neu bzw. alt trifft neu. So lässt sich die Handlung von Florian Beckerhoffs Debütroman, "Frau Ella", am besten beschreiben.
Falls es jemand genauer wissen will - hier die längere Version: Frau Ella ist stolze 87Jahre alt und hat ihr Leben schon so gut wie hinter sich. Sie hat vieles erlebt, viele Erfahrungen gemacht, das müsste doch schon eigentlich reichen. Aber Frau Ella liegt im Krankenhaus, da sie am Auge operiert werden soll, um ihr Leben mit zwei funktionierenden Augen zu beenden. Im Krankenhaus trifft sie auf Latte macchiato - in Form von Sascha, der ungefähr Mitte zwanzig ist - knapp 60 Jahre jünger als Frau Ella. Auch Sascha soll am Auge operiert werden. Zunächst ist ihm Frau Ella, wie er Ella Freitag nennt, gar nicht sympathisch, sondern eher eine schwere Last. Doch als er zusehen muss, wie die Ärzte Frau Ella "Drogen" verabreichen, um sie dazu zu bringen, ein Dokument zu unterschreiben, entführt er Frau Ella und bringt sie zu sich nach Hause.
Als Frau Ella bei Sascha in der Wohnung aufwacht, mit nur einem Nachthemd bekleidet, ist sie zutiefst verwirrt. Die Wohnung ist unordentlich, in der Küche stapelt sich das schmutzige Geschirr, es läuft seltsame Musik und erst die Art wie Sasche Frühstück vorbereitet! "Musikalische Eier" und -na?! - "Latte Macchiato", statt Frau Ellas geliebtem, seit 80 Jahren, Filterkaffe. Doch Frau Ella erholt sich schnell von ihrem Schock. Die Eier sind Sascha gelungen, sie sind sogar "exzellent" und der "Filterkaffee mit macchiato" schmeckt auch "exzellent". Auch Saschas Freunde, Klaus und Ute, die wegen den Steuern miteinander verheiratet sind, findet Frau Ella sehr nett.
Und so lernt Frau Ella mit ihren knapp 90 Jahren die "neue Generation" kennen, sie macht immer noch neue, tolle Erfahrungen und merkt, dass sie doch noch leben kann, Spaß haben kann. Dank Sascha, Klaus und Ute. Aber vor allem dank Sascha. Umgekehrt profitieren auch die Jungen von der Seniorin. Sie erfahren vieles über das frühere Leben, Lebensweisheiten und haben selbst viel Spaß.
"Frau Ella" zeigt vorzüglich wie unterschiedlich zwei Generationen sind, aber auch wie vieles sie gemeinsam haben. Dass "alte Leute" nie "schwere Last" sind, sondern eher eine Bereicherung für die jungen Leute, die man heutzutage aber leider immer weniger wahrnimmt oder schätzt.
Beckerhoffs Schreibstil ist anderst. Nicht konventionell - aber trotzdem leicht zu lesen und, vor allem, liest man es gerne. Er versteht es, mit Worten die Gefühle der Protagonisten dem Leser zu vermitteln, eine Gabe, über die nicht jeder verfügt.
Somit ist Beckerhoffs Debüt erfolgreich gelungen- in allen Punkten. Muss man nur noch hoffen, dass es viele weitere, genauso gute, wen nicht bessere, Romane geben wird.
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Beiträge: 100

Geschlecht: Weiblich

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Krimi/Thriller und Love & Romance

11

Donnerstag, 3. Dezember 2009, 21:20

Ich möchte nun auch Frau Ella rezensieren.... Ich muss sagen: Ich bin enttäuscht!!!
Das Buch fängt so schön an.
Frau Ella liegt im Krankenhaus und soll am Auge operiert werden. Durch einen Zufall gelangt sie zu Sascha ins Zimmer,
welcher sie aus den Fängen des Krankenhauses befreit.
Er nimmt sie vorerst mit zu sich nach Hause, wo Frau Ella auf lauter, sie sie neue, Gegenstände der Neuzeit trifft.
Diese Dinge kennt sie aus ihrem Leben nicht, da sie ihre Wohnung alt und stilvoll eingerichtet hat.
Bei Vorablesen habe ich das Buch dann auch zusammengefasst, leider aber nicht geschickt bekommen, also habe ich es mir gekauft.
ES IST SCHLECHT!
DIe ganze Geschichte wird immer überdrehter und unrealistischer, wie ich finde. Sascha wird beschrieben, wie ein depressiver Möchtegernstudent,
der mit seinem Leben nichts anzufangen weiß, sein Freund wird beschrieben, als überreicher, dicker Klops, der denkt er sei der Narbel der Welt und
Saschas Freundin Lina hätte man meiner Meinung nach ganz aus dem Buch rauslassen können. Sie ist immer mal zum Vögeln da,
spielt aber einfach keine wichtige Rolle. Genau so wie mir diese Ute einfach überflüssig scheint. Sie ist einfach immer mal da, wenn es um Klaus geht,
wird quasi nur durch ihn definiert und stellt die Frauen richtig in den Hintergrund.
Den ganzen Sinn des fortlaufenden Buches habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden. Frau Ella haut ab, in eine Art Zoo, wo sie durch Zufall landet,
jeder nimmt sie komischer Weise auf generell... Ich find es sinnlos, ein Buch mit einem Geburtstag enden zu lassen.
Das ganze Zeitgehabe, macht meiner Meinung nach einfach KEINEN SINN!!! Ich finds schade...
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Beiträge: 290

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Bremen/Brhv

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Erzählung, History, Thriller, Frauenromane, Biografie, Handarbeitsbücher

12

Dienstag, 22. Dezember 2009, 23:51

Ich lese gerade das Buch und hoffe, dass ich nicht enttäuscht werde. Es beginnt sehr witzig: Frau Ella liegt im Krankenhaus und soll am Auge operiert werden. Weil ihr Zimmer überschwemmt wurde, verlegt man sie in das Zimmer von Sascha. Das Problem ist nur: Frau Ella ist 87 und scheint aus der längst vergangenen Zeit zu kommen. Sascha dagegen ist jung und fühlt sich von der alten Dame gestört. Ehrlich gesagt, wäre ich auch. Wie kann man in einem Krankenhauszimmer eine Frau mit einem Man zusammen unterbringen? :roll: Mal sehen, wie sich das Ganze entwickelt. :-?
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Beiträge: 134

Geschlecht: Weiblich

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Thriller

13

Mittwoch, 13. Januar 2010, 12:05

Eine mehr als ungewöhnliche Freundschaft

Sascha,30 Jahre alt,liegt aufgrund eines Unfalls schon seit einer
Woche im Krankenhaus und staunt nicht schlecht,als er seine neue
Bettnachbarin sieht,die aufgrund eines Wasserschadens des
Krankenhauses zu ihm ins Zimmer ziehen musste.

Denn sie ist 87Jahre alt,hat dünne Haare und ein faltiges Gesicht
und jedesmal wenn sie schläft schnarcht sie auch noch furchtbar
laut!Aber Sascha muss sich zähneknirschend auf die neue Situation
einstellen.

Doch als die beiden sich miteinander unterhalten haben und Sascha
mitbekommt,daß die Ärzte und Krankenschwestern die alte Frau gar nicht
ernst nehmen,denn diese möchte sich gar nicht operieren lassen,und
möchte die Einwilligungserklärung für die Narkose gar nicht
unterschreiben.

Sie bekommt aber Beruhigungsmittel verabreicht und unterschreibt die
Erklärung eben dann doch.Sascha ist geschockt und sieht keinen anderen
Ausweg,als mit "Frau Ella",wie er sie nennt zu flüchten.

Er nimmt sie kurzentschlossen mit zu sich nach Hause.Am nächsten Tag
lernt sie dort die Freunde von Sascha kennen und die vier haben viel
Spass miteinander,sodaß sich eine richtige Freundschaft entwickelt
zwischen den jungen Menschen und der alten "Frau Ella".

Ein unterhaltsames Buch,das humorvoll geschrieben ist und als Buch
für zwischendurch,wenn man mal lachen möchte durchaus zu empfehlen ist!
:thumright: :thumright: :thumright:
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Beiträge: 210

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Wien

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Krimi / Thriller, Humor & Satire

14

Montag, 12. April 2010, 16:57

Ich habe das Buch zu Weihnachten bekommen und mich sehr darauf gefreut...die ersten paar Seiten, bis dieses seltsame Paar aus Frau Ella und Sascha vereint ist, fand ich wirklich unterhaltsam und interessant.
Leider ist dieser Eindruck bald verflogen und ich habe das Buch nicht einmal beendet.

Und wenn ich mir einige der Rezensionen weiter oben ansehe: ich bin froh, dass ich mir die letzten 50 Seiten erspart habe!
"Ein Schiff, das im Hafen liegt, ist sicher. Aber dafür werden Schiffe nicht gebaut."
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Beiträge: 1 719

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: querbeet

15

Freitag, 14. Mai 2010, 21:27

Ich habe es gerade beendet und schreibe nur kurz meine Meinung:
Die Geschichte war mir zu flach und auch zu unrealisistisch.
Zudem hat vor allem Klaus sehr genervt.
Sicher sollte die Sprache der jüngeren Generation jugendlicher klingen wie die von Frau Ella - aber diese wirkte doch sehr gekünstelt, zudem Klaus und die anderen auch nicht mehr so jung waren -um die 30 Jahre.

:bewertung1von5: :bewertung1von5:
Es gibt nichts, was ein Buch als Nährboden der Phantasie ersetzen könnte.
(Astrid Lindgren)

:study: Kate Morton - Der verborgene Garten
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