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My dear Krauts. Wie ich die Deutschen entdeck...
von Roger Boyes (Übersetzer: Axel Henrici)

Art: Broschiert

Verlag: Ullstein Tb

ISBN-10: 3548264751
ISBN-13: 9783548264752

Termin: Dezember 2006

Bewertung: [ Anzeigen ]
18 Buchbesitzer:
 
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1

Mittwoch, 31. Dezember 2008, 14:07

Roger Boyes: My dear Krauts. Wie ich die Deutschen entdeckte

Ich habe mir das Buch vor einiger Zeit gekauft und dachte es wäre lustig, aber es war eindeutig nicht mein Fall. Und hier meine Rezension zu dem Buch:

Inhalt:
Roger Boyes ist Deutschlandkorrespondent der Times. In seinem Buch “My dear Krauts. Wie ich die Deutschen entdeckte.” beschreibt er sein Leben in Deutschland mit uns, den Deutschen, natürlich immer aus der Sicht des dazugereisten Briten. Und wie wohl in jedem Buch über die Deutschen, sind die üblichen Klischees und Vorurteile vorhanden. Boyes bringt keine neue Erkenntnisse rüber, sondern gibt nur die gängigen Klischees, wie Sauerkraut, unfreundlich, Lederhosenträger wieder. In diesem Sinne passt der Buchtitel überhaupt nicht. Nun aber erst einmal kurz zum Inhalt.
Der Vater des Protagonisten ist verschuldet und so versucht der Sohn, der selber nicht viel Geld besitzt, neue Einnahmenquellen zu erschließen. Nein, er begeht keinen Banküberfall, sondern er versucht sich reich zu verheiraten. So geht er auf ein Speed-Dating, lässt dort zum Übel der Veranstalter viele heulende Frauen zurück, nimmt am Berlinmarathon teil um einer Frau zu gefallen und fährt nach Bayern um für die Times eine wichtige Story über Hitlers Kellner zu schreiben.
Meinung:
Irgendwie hätte ich es mir ja denken können, dass wieder einmal die ganzen alten Platitüden und Vorurteile aus der Klamottenkiste gekramt werden, und nicht etwas neues kommt. Der zweite Weltkrieg, Sauerkraut und unhöfliche Taxi-Fahrer. Sicherlich gab es Momente in denen ich schmunzeln musste, aber die waren eindeutig zu wenig und dem Buch eine höhere Punktzahl zu geben.
Mir hat es eindeutig nicht gefallen, es liegt nicht am Thema, sondern viel mehr daran, dass ich zumindest nicht erkennen kann, was Boyes eigentlich will. Laut Titel geht es um die Entdeckung der Deutschen, aber das Buch stellt sich für mich vielmehr als ein verkappter Liebesroman heraus.
Ich habe schon öfters Bücher gekauft, nach dem Klappenumschlag so auch dieses. Aber selten wurde ich so enttäuscht.
Das Buch erhält von mir :bewertung1von5: .

Liebe Grüße von der buechereule :winken:
:study:
Simon Beckett - Leichenblässe

Bücher sind fliegende Teppiche ins Land der Phantasie. (James Daniel)

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2

Mittwoch, 31. Dezember 2008, 14:13

Das ist interessant - meiner Schwägerin, die Britin ist, allerdings in Deutschland aufgewachsen, gefällt das Buch total gut. :wink:
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3

Donnerstag, 1. Januar 2009, 11:32

Ich habe es auch schon vor längerer Zeit gelesen und es war nicht im geringsten lustig :-?
<--- The Power of books!

:study: Blake Crouch - Bruderherz
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Montag, 5. Januar 2009, 22:14

Deutsche haben auch einfach keinen Humor :wink: .
Die Menschen glauben alles, was sie unterhält, befriedigt oder ihnen irgendeinen Nutzen verspricht.
G. B. Shaw


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5

Montag, 5. Januar 2009, 23:34

Deutsche haben auch einfach keinen Humor

Ich bin Deutsche und habe jede Menge Humor :-s
"Ach, nicht der Rede wert", antwortete der Kartentisch und paddelte durch die Dünung davon.
Clive Barker: "Abarat"

"Wenn du eine quarzen willst,
dann brenn dir lieber einen!"

MrCeline
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6

Dienstag, 6. Januar 2009, 20:28

Deutsche haben auch einfach keinen Humor
Ich bin Deutsche und habe jede Menge Humor :-s
Aber den meisten "Durchschnittsdeutschen" fehlt die Fähigkeit, über sich selbst zu lachen. Klar gibts da auch Ausnahmen, aber im Allgemeinen ist das doch schon so. Und da sind die Briten eben ganz anders. Vielleicht gefällt das Buch meiner Schwägerin z.B. gerade deshalb so gut, weil sie quasi auf beiden Seiten aufgewachsen ist.
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7

Dienstag, 6. Januar 2009, 20:57



Deutsche haben auch einfach keinen Humor
Ich bin Deutsche und habe jede Menge Humor :-s
Aber den meisten "Durchschnittsdeutschen" fehlt die Fähigkeit, über sich selbst zu lachen. Klar gibts da auch Ausnahmen, aber im Allgemeinen ist das doch schon so. Und da sind die Briten eben ganz anders. Vielleicht gefällt das Buch meiner Schwägerin z.B. gerade deshalb so gut, weil sie quasi auf beiden Seiten aufgewachsen ist.
Ich habe das Buch auch gelesen und muss sagen mir hat es gefallen. Es war lustig geschrieben und an einigen Stellen musste ich auch lachen. Aber ich muss auch sagen das ich auch wie JuleBules Schwägerin beide Seiten kenne und auch britisch (Vater ist Schotte) erzogen bzw. augewachsen bin. Ob es daran liegen kann weiss ich nicht aber vielleicht sieht man daher einiges aus einen andere Blickwinkel.

Lina
Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht? - George Bernahrd Shaw
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8

Dienstag, 6. Januar 2009, 21:09

Aber ich muss auch sagen das ich auch wie JuleBules Schwägerin beide Seiten kenne und auch britisch (Vater ist Schotte) erzogen bzw. augewachsen bin.
Hach, noch so eine, auf die ich neidisch bin. :wink: Wieso konnte meine Mutter sich eigentlich keinen flotten Briten angeln, immerhin ist sie auch in der britischen Besatzungszone aufgewachsen. Wie unfair! :mrgreen:
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9

Dienstag, 6. Januar 2009, 21:16

Hach, noch so eine, auf die ich neidisch bin. :wink: Wieso konnte meine Mutter sich eigentlich keinen flotten Briten angeln, immerhin ist sie auch in der britischen Besatzungszone aufgewachsen. Wie unfair! :mrgreen:


:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Es tut mir Leid für dich. Wenn deine Mutter hier in der Gegend gewohnt hätte, hätte sie bestimmt einen flotten Briten geangelt. Meine beiden Tanten haben auch jeweils einen Schotten und einen Engländer geheiratet.
:lol:

Und so aufzuwachsen ist immer das Beste. Vor allem was die Sprache angeht. Obwohl ich is zur Grundschule kein richitges Deutsch konnte.
8-[

Lina
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10

Freitag, 9. Januar 2009, 11:14


Deutsche haben auch einfach keinen Humor

Ich bin Deutsche und habe jede Menge Humor :-s
Das sollte kein Angriff sein... ich glaube, Du hast den gelben Kreis am Ende meines Beitrags übersehen? :)
Die Menschen glauben alles, was sie unterhält, befriedigt oder ihnen irgendeinen Nutzen verspricht.
G. B. Shaw


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Freitag, 9. Januar 2009, 23:49

Also ich bin ganz und komplett deutsch und kann sehr sehr gut über mich lachen. Überhaupt lache ich sehr gerne und viel und würde mich durchaus als einen Menschen mit viel Humor bezeichnen. Ich habe mir dieses Buch geholt nachdem ich "Ein Engländer in Paris" von Stephen Clarke gelesen habe und habe entweder zu viel erwartet oder ich weiß auch nicht. Ich musste an manchen Stellen schmunzeln, aber richtig lustig fand ich es nicht. Es war sogar eins der Bücher welches ich abgebrochen habe und ich breche echt selten Bücher ab. Also meiner Meinung nach hat es auch nicht mehr als :bewertung1von5: verdient.
:study: Diana Gabaldon: Das flammende Kreuz

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Samstag, 10. Januar 2009, 16:49

Hallole,

dass die Deutschen nicht über sich selber lachen können, das glaube ich eigentlich auch nicht. Man muß sich doch nur mal die Filme von Gerhard Polt, zum Beispiel "Man spricht deutsh", anschauen und sehen, welchen Erfolg diese Filme hierzulande hatten. Woher dieser Humorlos-Ruf herkommt - keine Ahnung.

Grummel!
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Freitag, 6. Februar 2009, 12:11

Ich habe das Buch gestern beendet und mich wie erwartet sehr gut amüsiert. :) Den Anfang fand ich auch etwas fad, daher auch "nur" 4 :bewertung1von5: , aber ab der Sache mit dem Fitness-Studio wurde es wirklich witzig - vor allem, als ich las, wie die "Madenesserin" das italienische Nobelrestaurant Bocca di Bacco erwähnte, dort war ich nämlich auch schon essen (wir haben da zu Sechst ungefähr eine ganze Monatswarmmiete für unsere Wohnung dagelassen :shock: ), daher war das einfach lustig. :wink: Den Rest fand ich auch sehr amüsant, und ich hatte eigentlich nicht den Eindruck, dass die Deutschen besonders stereotyp dargestellt wurden, sondern sehr ehrlich - so sind wir Deutschen halt einfach und ich habe von jedem Exemplar, das in dem Buch beschrieben wurde, schon mindestens eins getroffen!
Also, ich habe das Buch sehr gerne gelesen und würde es jederzeit weiterempfehlen. :)
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Freitag, 6. Februar 2009, 20:12

@Jule: Es freut mich das, dass Buch dir auch gefallen hat. Und ich bin ganz deiner Meinung, die Deutschen werden in diesem Buch nicht stereotypisch dargestellt. Das Buch hat was Wahres. :wink:
Wie gesagt ich kann es auch nur weiterempfehlen.
Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht? - George Bernahrd Shaw
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Samstag, 7. Februar 2009, 14:29

Ich denke, das Buch ist deshalb so umstritten, weil die Deutschen keineswegs humorlos sind, ihnen Selbstironie aber häufig ab geht.
In Amerika und vor allem in England lebt der Humor von Selbstironie, darum findet auch bestimmt keiner etwas dabei, die Deutschen ein wenig auf die Schippe zu nehmen - schließlich machen die Engländer und Amis das mit sich selber ständig und können dabei herzhaft über sich lachen (man denke nur an die derben "Poofter-Sketche" sowohl bei Monty Python als auch bei Fry & Laurie: Mir als "Betroffenem" würde da das Lachen im Hals stecken bleiben, wenn ich einer wäre).
Ich finde, es ist ein sehr sympathischer Zug, sich selber nicht so ernst zu nehmen. Aber hierzulande wird hauptsächlich über Missgeschicke anderer gelacht. :clown:
Wenn's um die eigene Haut geht, versteht man selten Spaß.
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16

Samstag, 7. Februar 2009, 15:03

Das was Jule da erzählt, klingt ja so als sollte ich dem Buch noch eine zweite Chance einräumen......aber das hatte ich eigentlich eh vor, bevor ich es verkaufen,-tauschen oder verschenken würde........
:study: Diana Gabaldon: Das flammende Kreuz

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Donnerstag, 22. Oktober 2009, 12:56

Ich habe das Buch gestern Abend fertig gelesen und kann mich nun so im Allgemeinen der Meinung hier anschließen: Es wird nicht mit Stereotypen um sich geworfen, ja, im Grunde finde ich sogar, dass der Titel etwas irreführend ist, da es weniger um die Deutschen geht, sondern um die Probleme und Sorgen, die ein Engländer hat, der in Deutschland lebt. Insgesamt bekommt das Buch von mir folgende Bewertung: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
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Mittwoch, 17. Februar 2010, 21:57

Gehts in dem Buch wirklich um die seltsamen Deutschen? Ich habe die Geschichte eines jungen Mannes gelesen, der sich irgendwie durch sein Leben und zwei Frauengeschichten wurschtelt. Ein bißchen männliches Chick-lit, ein bißchen Großstadt, ein bißchen Liebe. Aber die erwarteten Seitenhiebe gegen die Krauts bleiben abgesehen von einigen wenigen Spitzen aus.

Dass ich einige Episoden eher peinlich als witzig finde (z.B. im Restaurant an der Ostsee) liegt garantiert an meinem typisch deutschen Humor. --- Obwohl: kann gar nicht sein. Denn wenn ein Deutscher eins nicht zugibt, so ist es, typisch deutsch zu sein.

Das Buch habe ich an einem Nachmittag durchgelesen. Mehr hätte ich als Zeitverschwendung empfunden.
ich lese gerade

Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich (Nietzsche)

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19

Mittwoch, 17. Februar 2010, 22:01

Gehts in dem Buch wirklich um die seltsamen Deutschen? Ich habe die Geschichte eines jungen Mannes gelesen, der sich irgendwie durch sein Leben und zwei Frauengeschichten wurschtelt.
8-[ Ja, irgendwie hast du da schon recht, aber das würde sich natürlich bei weitem nicht so gut verkaufen, oder?
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Donnerstag, 18. Februar 2010, 20:16

aber das würde sich natürlich bei weitem nicht so gut verkaufen, oder?

Tölpelhafte junge Männer verkaufen sich doch eigentlich ganz gut (in Büchern!). :wink:

Aber es stimmt: Die Erwartungen, die der Titel weckt, können auch Leute zum kaufen und lesen bringen, die um eine "witzige" Geschichte um einen jungen Mann eher einen Bogen machen würden. Im Grunde könnte der Protagonist auch ein Deutscher sein. (Oder ich bin nur dem typisch deutschen Vorurteil aufgesessen, wie ein typischer Engländer zu sein hat und jetzt enttäuscht, weil ich ihn nicht gefunden habe?) :shock:
ich lese gerade

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