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Ähnliche Bücher:
Das Labyrinth der Welt
von (Übersetzer: Gerald Jung)

3.4 bei 5 Bewertungen


Art: Taschenbuch
Verlag: btb Verlag

ISBN: 9783442727070

Termin: April 2003


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1

Friday, July 27th 2007, 5:02pm

Ross King- Das Labyrinth der Welt

Originaltitel: Ex-Libris

Inhalt (von Amazon kopiert):
Im Jahre 1660 erhält der Buchhändler Isaac Inchbold eines Tages den geheimnisvollen Brief einer Lady Marchamont, in dem sie ihn bittet, zwecks eines Auftrags mit einer für ihn bereitstehenden Kutsche zu ihr zu kommen. Keine ungewöhnliche Bitte, denkt der Buchhändler, doch was soll das im Brief gemachte Versprechen, dass ihm keine Schwierigkeit drohen? Und warum wurde das Siegel des Briefes erbrochen und der Inhalt unerlaubterweise kontrolliert?
Auf dem verfallenen Landsitz der Adeligen erhält Inchbold von der Lady den Auftrag, ein sehr seltenes Exemplar aus der Bibliothek ihres Vaters für sie wiederzubeschaffen. Es handelt sich um ein 14-seitiges Pergament mit dem Titel "Das Labyrinth der Welt", ein Buch aus dem geheimnisumwitterten Opus Hermeticus. Der Auftrag ist nicht ungefährlich, Vater und Ehemann der Frau haben für dieses Buch bereits mit dem Leben bezahlt. Trotzdem unterschätzt Inchbold die Tragweite dieses Auftrags. Bereits kurze Zeit später ersteigert er auf einer inoffiziellen obskuren Buchauktion in einer verkommenen Londoner Spelunke ein ähnlich geheimnisvolles, verbotenes Buch. Im Katalog des Auktionators findet er dann tatsächlich das gesuchte Buch und scheint schon fast am Ziel. Doch dies ist erst der Anfang eines turbulenten Intrigenwirrwarrs, denn in der Zwischenzeit wurde sein Laden verwüstet, und eines Nachts entkommt er in seinen eigenen vier Wänden nur knapp einigen Männern, die ihn offensichtlich aufspüren wollen.
Die Suche nach dem geheimnisvollen Buch entpuppt sich als ein Wespenstich in eine Welt von Turbulenzen, die von Spionen und Spitzeln, Alchimisten und Gelehrten, Ketzern und Inquisitoren bevölkert ist. Das literarische Abenteuer hat den weltfremden Büchernarr, der sich zudem noch mit einem Klumpfuß herumquält, in ein politisches Ränkespiel verschlagen, und schon bald findet er sich zwischen den Fronten eines bibliomanen Verfolgungswahns, bei der die Inhalte von Büchern gefährliche politische Waffen darstellen.


Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen: In Ich-Form erzählt Isaac Inchbold von seiner Suche nach dem Buch, die zweite Ebene berichtet, wie Sir Ambrose Plessington, der Vater von Lady Marchamont, das Pergament nach England schaffte.

Man schreibt das 17. Jahrhundert in London. Cromwell ist tot, in England regiert wieder ein König, der Dreißigjährige Krieg ist vorüber, Spanien hat seine Vormachtstellung eingebüßt.
Isaac ist Besitzer einer Buchhandlung auf der London Bridge, kein Draufgänger oder jemand, der Abenteuer sucht; er liebt sein ruhiges beschauliches Leben zwischen seinen Büchern abseits vom Rummel der Metropole. Dass er auf Lady Marchamonts Schreiben reagiert, wundert ihn selbst am meisten. Aber einmal auf der Spur des geheimnisvollen Buches gibt es für ihn kein Zurück mehr.


Die Inhaltsangabe - Suche nach einem verschwundenen geheimnisvollen Buch - klang sehr verlockend, und das 17. Jahrhundert gehört für mich zu den faszinierensten Epochen.
Das Buch ist randvoll mit gut recherchiertem historischen Wissen, so viel, dass man manchmal den Faden etwas verliert und tüfteln muss, was das historische Ereignis oder die beschriebene Person mit der Geschichte des Buches zu tun hat. Neben Politik und Religion stehen auch Entdeckungen im Mittelpunkt, z.B. Walter Raleighs Guyana-Expedition, Galileis und Kopernikus' Astronomie, usw.
Dass das Buch stark an "Der Name der Rose" erinnert, ist kein Zufall (Einzelheiten zum Vergleich dazu auf der Amazon-Seite).

Das Buch ist kein History-Schmöker; ich habe relativ lange daran gesessen, zum einen, weil es sich nicht leicht liest, zum anderen, weil ich immer wieder über den historischen Hintergrund nachlesen habe. Vermutlich bietet das Buch noch eine Fülle an Querverweisen und Anspielungen, die man nur bei entsprechendem Hintergrundwissen versteht.
Ein anstrengend-interessantes Leseerlebnis.

Marie
ich lese gerade

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Saturday, August 9th 2008, 2:16pm

Inzwischen habe ich "Das Labyrinth der Welt " auch gelesen.
Es bedient praktisch zwei Klientel nämlich die, welche gerne historische Krimis lesen und jene, die eine gut recherchierte Darstellung in Romanform lieben. Praktisch ist dabei natürlich, wenn man beides liebt.
Die Informationen des Buches sind so vielfältig, dass ich mit Notizblock las und immer wieder zwischendurch nach mehr Informationen forschte. Ein historischer Schmöker ist es in der Tat nicht, aber doch sehr spannend und anregend.
Die war mein erstes Ross King Buch. Am meisten beeindruckte mich die enormen guten historischen Recherchen, die mein Interesse für so manches andere Buch weckten. Einziger Nachteil, wer aufmerksam liest, wird durch Querverbindungen im Lesefluss oft unterbrochen,fordert von sich selbst mehr Wissen - doch wer wird sich darüber beklagen. :roll: :wink:
Ich kann mich Maries Rezension nur in allen Punkten anschließen und es empfehlen!

Gruß Wirbelwind

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3

Saturday, August 9th 2008, 8:27pm

Quoted

Es bedient praktisch zwei Klientel nämlich die, welche gerne
historische Krimis lesen und jene, die eine gut recherchierte
Darstellung in Romanform lieben. Praktisch ist dabei natürlich, wenn
man beides liebt.

Da fühle ich mich gleich angesprochen. Und "Der Name der Rose" gehört zu meinen Lieblingsbüchern, auch wenn ich ziemlich lange daran gelesen habe.
Bücher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen.
(Francis Bacon)
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Saturday, August 9th 2008, 9:28pm

@ €-nigma, ich erinnere mich: Du kamst mir auch in den Sinn, als ich das Buch vorgestellt habe.

Marie
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Sunday, August 10th 2008, 8:37am

@ Marie :winken:
Ich habe auch gleich den Online-Katalog unserer Bücherei durchforstet. Sie haben das Buch und es landete gleich auf meinem "Merkzettel". Im Moment habe ich aber noch einen riesigen Berg anderer Bücher zu "bearbeiten".
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Sunday, August 10th 2008, 3:09pm

@ €-nigma, dann bearbeite mal schön. - Es wäre eine feine Sache, wenn alle Arbeiten soviel Spaß machen würden. :-,

Auf jeden Fall ist "Das Labyrinth der Welt" kein Lesehappen, den man schnell zwischen zwei andere Bücher schieben kann.

Marie
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Sunday, August 10th 2008, 5:49pm

Quoted


Auf jeden Fall ist "Das Labyrinth der Welt" kein Lesehappen, den man schnell zwischen zwei andere Bücher schieben kann.


Vielleicht ist es etwas für lange, dunkle Winterwochenenden, wenn man kaum das Haus verlässt und viiiiel Zeit zum Lesen hat. ;)
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Monday, June 1st 2009, 12:12pm

Aufgrund einiger guter Rezensionen hab ich mir das Buch in der Bücherei bestellt und nun gelesen. Hmm - vielleicht hätte ich vorher noch in den Büchertreff schauen sollen. Was mir hier nun gleich ins Auge gesprungen ist, ist der Satz "Auf jeden Fall ist "Das Labyrinth der Welt" kein Lesehappen, den man schnell zwischen zwei andere Bücher schieben kann." Das trifft voll zu!

Das Buch ist äußerst umfassend und detailliert. Fast alle vorkommenden, angesprochenen Bücher kenne ich nicht, dennoch zweifle ich nicht daran, daß es sie gibt. Es ist sicher außergewöhnlich gut recherchiert und eigentlich auch spannend -- ABER - und ein aber mußte nun leider kommen - extrem langatmig.

Der Handlungsstrang rund um Inchbold fand ich sehr spannend. Ein älterer Buchhändler, der in allerlei Turbulenzen gerät, seine Welt in der TowerBridge verlässt und sich eigentlich überall gut behauptet. Um so schlimmer fand ich dann den Schluss :cry:

Mal ehrlich, hat irgendjemand das Buch bzw. vor allem das Ende verstanden?

  Spoiler Spoiler

Ist es wirklich wichtig, die ganze Geschichte des Buches - ich habe bis jetzt nicht verstanden, worum es wirklich im Buch "im Buch" ging - nochmals von Alaetha runtergeleiert zu erfahren? Ich hab all die Namen und wer wann wo wie wieso auf Entdeckung war - oder doch keine Entdeckungsreise? - nicht mehr geschnallt. Wer war nun warum auf der Suche nach dem "Labyrinth der Welt" - oder suchten sie doch das Buch darunter?

Traurig fand ich auch, nachdem sich Inchbold überall gut durchgesetzt hat und viel herausgefunden hat, daß dann doch alles nur Lug und Trug war.


Meine Fragen können vielleicht grundsätzlich beantwortet werden, aber eigentlich spielt es keine Rolle. Die Grundidee fand ich super, die Umsetzung viel zu langwierig und streckenweise richtig fade.

Alles in allem vergebe ich doch nur :bewertung1von5: :bewertung1von5:
Die Ehe ist wie eine belagerte Burg:
Die, die draußen sind wollen hinein. Und die, die drinnen sind wollen hinaus.
(unbekannt)

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