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Der Kuss des Engels: Roman
von Sarah Lukas

Art: Broschiert

Verlag: Piper

ISBN-10: 3492702058
ISBN-13: 9783492702058

Termin: März 2010

Bewertung: [ Anzeigen ]
16 Buchbesitzer:
 
[ alle anzeigen ]


 

Beiträge: 125

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Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Romane, Fantasy, Jugendbücher

1

Sonntag, 14. März 2010, 00:18

Sarah Lukas - Der Kuss des Engels

Kurzbeschreibung:
Nachdem Sophies Verlobter Rafael von kolumbianischen Rebellen ermordet wurde, zieht sie sich in ihrer Trauer und ihrem Schmerz nach Paris zurück – in die Stadt, in der Rafael ihr einst einen Heiratsantrag machte. Auch dort kann sie ihren düsteren Gedanken nicht entfliehen, doch als sie schon fest entschlossen ist, ihrem Leben ein Ende zu bereiten, begegnet ihr plötzlich ein Mann, der Rafael zum Verwechseln ähnlich sieht. Sophies Gedanken überschlagen sich, sie macht sich Hoffnungen und legt sich Theorien zurecht, die ihr ihren Geliebten zurückgeben. Doch Rafael ist nicht der, den Sofie sich erhofft, sondern ein gefallener Engel, der auf der Erde noch eine Mission zu erfüllen hat. Aber das kann er nur, wenn er Sophie dazu bringt, sich in große Gefahr zu begeben.

Meine Meinung:
„Der Kuss des Engels“ ist ein gelungenes Roman- Debüt mit kleinen Minuspunkten. Die Geschichte beginnt vielversprechend mit einer trauernden, verzweifelten jungen Frau, die gerade die Liebe ihres Lebens beerdigen musste, statt als glückliche Braut vor den Traualtar zu treten. Man kann den Kummer und die Verzweifelung Sophies fast körperlich spüren, leidet mit ihr und trauert um Rafael, den man im Prolog ganz kurz als herzensguten Menschen kennenlernt. Als er plötzlich wie durch ein Wunder wieder auftaucht, schöpft man neue Hoffnung, dass doch noch alles gut werden könnte – man wünscht es sich so für Sophie, die gerade aufgrund ihrer Verletzlichkeit so wunderbar sympathisch und liebenswert erscheint.
Der Autorin ist es gelungen, all ihren Figuren einen gewissen Tiefgang zu verleihen, von Sophie, Rafael und Jean bis hin zu Madame Guimard. Lediglich die Nebencharaktere bleiben oberflächlich, was aber nicht weiter stört.

Die Geschichte wird im Laufe der Zeit immer mysteriöser und lässt zum Ende hin leider deutlich nach. War sie am Anfang noch sehr realitätsnah und durchschaubar, entwickelt sie sich zum Ende hin zu einem beinahe undurchschaubaren Wirrwarr von Legenden und Mythen um den Kampf „Gut gegen Böse“. Sind die Dialoge zwischen Sophie und Jean zu Beginn des Buches noch recht angenehm zu lesen, werden sie mit fortschreitender Handlung immer zäher und langatmiger, so dass ich sie zuletzt nur noch überflogen habe. Am Anfang waren die Informationen über die gefallenen Engel ja noch ganz interessant, aber irgendwann wurden mir die Flut an Bibelzitaten und das Gerede über Gott zu viel und nicht mehr nachvollziehbar. Das Ende kommt dann leider ziemlich abrupt und wird kurz mit einer Kampfszene, die so überhaupt nicht zum Rest der Geschichte passen will, abgehandelt, was ich sehr schade finde.

Sprachlich überzeugt Sarah Lukas jedoch! Nicht nur durch den Tiefgang, den sie ihren Figuren verleiht, sondern auch durch ihr Talent, dem Leser die Handlungsorte nahezubringen. Sie beschreibt die Schauplätze in Paris so detailgetreu und ausführlich, dass man das Gefühl bekommt, sich an ebendiesen Orten zu befinden. Ich war noch niemals in Paris, aber konnte mir alles genau vorstellen, die Straßen, die Brücken, Madame Guimads Wohnung…Die Karte von Paris, die sich in den Buchdeckeln findet, trägt ebenfalls dazu bei.
„Der Kuss des Engels“ entführt die Leser in die Stadt der Lichter, und allein das macht es zu einem wahren Lesegenuss. Mir persönlich hätte es jedoch besser gefallen, wenn die Autorin sich weniger fantastischer Elemente bedient und die Geschichte ein wenig realitätsnaher belassen hätte, so, wie sie am Anfang war.
:study: "Davon, frei zu sein" von Meg Rosoff
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2

Sonntag, 14. März 2010, 13:55

Danke für die schöne Rezension. :D
Auch wenn dir das Ende nicht so gut gefallen hat, hat mich das Buch auf jeden Fall neugierig gemacht und wandert jetzt auf meinen Wunschzettel. :wink:
„Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.”
Heinrich Heine

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3

Dienstag, 16. März 2010, 11:49

Danke für die Rezi! :thumleft: Das Buch ist sofort auf meiner Wunschliste gelandet! :cheers:
:study: Stephen King: ES
:study: Richard Laymon: Der Keller


:love: ~Team Jacob~ :love:
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4

Donnerstag, 25. März 2010, 04:43

Inhalt
Während eines Medikamententransports werden Rafael und sein Begleiter von bewaffneten Männern aufgehalten und aufgefordert, ihr Fahrzeug zu verlassen. In dem Versuch, Durchlass zu bekommen, werden die beiden Männer erschossen.
Sophie, die Verlobte von Rafael, ist von seinem Tod erschüttert und für sie verliert ihr Leben ohne ihn jeden Sinn.
Sie gibt ihre Wohnung in Deutschland auf und zieht nach Paris. Dort versucht sie, ihr Leben neu zu gestalten und sich mit Kursen an der Sprachschule und der Jobsuche abzulenken. Als sie der Schmerz über ihren Verlust gänzlich zu überrollen droht, entschließt sie sich, ihrem Verlobten zu folgen. Auf einer Brücke stehend, allen Mut zusammengenommen, entdeckt sie, unter sich auf einem Schiff, 3 Männer und in einem von ihnen erkennt sie den Mann, den sie verloren geglaubt hatte. Zumindest denkt sie das.
Verwirrt und doch davon überzeugt, Rafael wiedererkannt zu haben, begibt sich Sophie auf die Suche und klappert dafür eine Bootsanlegestelle nach der anderen ab, bis sie endlich das Schiff entdeckt, auf dem sie ihren Liebsten glaubt gesehen zu haben. Während es zuerst so aussieht, als würde sich ihr erster Anhaltspunkt als Niete entpuppen, bekommt Sophie doch noch den heiß begehrten Tipp und stützt sich ins Pariser Nachtleben. Es dauert nicht lange bis sie den Mann entdeckt, der Rafe zum verwechseln ähnlich sieht und folgt ihm. In einer dunklen Seitengasse wird sie schließlich zum Beobachter eines gewaltsamen Ereignisses und der Mann, nach dem sie sich so sehr sehnt, scheint seine Finger dabei tief mit im Spiel zu haben und nur durch das Eingreifen eines Fremden wird Sophie davon abgehalten, dem Unschuldigen zur Hilfe zu eilen und erfährt von ihm, dass Rafe, so wie sie ihn kannte, nicht mehr existiert. Warum? Weil er ein gefallener Engel ist, er als solcher nur böse Absichten hat und mit Hilfe seiner dämonischen Kräfte die Menschen manipuliert.
Die Geschichte ist so absurd, dass Sophie ihr erst keinen Glauben schenkt und sich trotz des Rats, sich von Rafe fernzuhalten, erneut in seine Nähe begibt.


Eigene Meinung

Nach der Leseprobe zum Buch war ich Feuer und Flamme, denn Engel faszinieren mich und auch der Schreibstil von Sarah Lukas war schön leicht, verträumt und hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Als Sophie sich jedoch auf die Suche nach Rafe machte kippte meine Meinung enorm. Die Autorin hat die Umgebungen in so einem Umfang beschrieben, dass ich teilweise den Eindruck hatte, Sophie sei eine Fremdenführerin und ich ein Tourist, der sich für ein paar Euro eine Stadttour gebucht hat.
Nachdem Sophie jedoch ihren Liebsten gefunden hatte, ging es für mich wieder Berg auf und nach ein paar Szenen mit Rafe und Jean wurde die Geschichte sogar stellenweise spannend. Ich hätte zwar gut und gerne auf ein paar Gedankenstränge verzichten können, denn diese haben sich irgendwann immer wieder wiederholt, aber der verträumte Schreibstil von S. Lucas hat dafür gesorgt, dass ich diese Stellen nicht als lästig empfand, sondern lediglich als nicht unbedingt nötig.
Gut gefallen hat mir Rafe. Er ist düster, gefährlich, sarkastisch und anziehend. Schade finde ich allerdings, dass es keine schönen Szenen aus seiner Sicht gab. Ich hätte ihn gerne mal bei einem Auftrag begleitet oder auch nach einem der vielen Gespräche mit Sophie.
Ebenso sehr gefallen hat mir Jean. Der mysteriöse Mann, der alles über Dämonen, Gott und die Bibel zu wissen scheint und dessen Herz heimlich für Sophie schlägt.
I

  Spoiler Spoiler

ch muss zugeben, ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn er am Ende mit Sophie zusammengekommen wäre. Nicht, weil ich Rafe nicht mag, nein nein, sondern vielmehr, weil das jetzige Ende von Anfang an offensichtlich war und damit natürlich wieder ein immenser Teil an Spannung verloren geht.
Bedauerlich fand ich ebenfalls, dass immer wieder davon gesprochen wurde, dass „etwas Großes“ im Gange ist und das Sophie und Rafe eine entscheidende Rolle dabei spielen und am Ende wurde dieses „Große“ einfach nur kurz (ja, fast schon nebenbei) erwähnt. Hätte die Autorin diesen Handlungsstrang ein bisschen weiter ausgearbeitet wäre die ein oder andere sicherlich um einiges spannender gewesen.
Nichtsdestotrotz ein schönes Buch, dass mich gut unterhalten hat. Sicher hätte man das eine oder andere besser machen können, aber solche Elemente findet man in fast jedem Werk. Bis auf die Anfangsszenen, in der Sophie uns Leser quer durch Paris gejagt hat sind die oben genannten Mängel nicht so gravierend, als das sie mir den Spaß am Lesen und Rätseln geraubt hätten.

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5

Donnerstag, 25. März 2010, 19:34

Vielen Dank für deine Rezension. Ich muss aber leider ehrlich gestehen, dass mit die Inhaltsangabe schon zu ausführlich war. :uups:
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6

Samstag, 27. März 2010, 00:29

Das tut mir leid, Nina2606 (ist das dein Geburtsdatum? :D ). Wenn ich editieren könnte, würde ich den letzten Absatz rausnehmen (ich schätze, der ist dir zu viel, oder?). Vielleicht ist ja ein Moderator so lieb und übernimmt das..? :wink:
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7

Samstag, 27. März 2010, 08:19

Hab mal ein wenig gespoilert. 8)
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Samstag, 27. März 2010, 15:49

Vielen lieben Dank! :D
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9

Samstag, 27. März 2010, 18:26

Meine Rezension zu Sarah Lukas - Der Kuss des Engels

Der KLappentext zu diesem Buch hat michneugierig gemacht. Dennoch konnte ich mich zunächst nicht dazu durchringen, das Buch zu lesen. Ich hatte ein wenig Bedenken, dass dieses Buch doch zu sehr von der "Twilight"-Serie abgekupfert sein könnte.

Doch die Autorin hat mich mit ihre Debütroman eines besseren belehrt. Sicherlich lassen sich Parallelen erkennen, ob es sich nun um einen gefallenen Engel oder einen Vampir handelt, den die Protagonistin verehrt. ;) Dennoch hat Sarah Lukas es geschafft, sich von der Twilight-Serie abzuheben und doch eine ganz eigene Story zu schreiben.

"Der Kuss des Engels" von Sarah Lukas erzählt im Prolog von Rafael, der als Arzt in Kolumbien unterwegs ist. Auf dem Weg zum Flugplatz gerät er mit seinem Fahrer in einen Hinterhalt und wird erschossen.
Anschließend wechselt der Schauplatz nach Paris. Dort lebt nun Rafaels Verlobte Sophie und versucht, sich ein Leben ohne Rafael aufzubauen. Sie besucht dort eine Sprachschule und schwelgt in alten Erinnerungen an die gemeinsame Zeit. Rafael und Sophie wollten heiraten...do dazu kam es leider nicht mehr. Stattdessen musste Sophie ihren Verlobten beerdigen. Daraufhin kündigte Sie Ihre Wohnung in Stuttgart und versucht seitdem, in Paris Abstand zu gewinnen.
Eines Abends glaubt sie plötzlich, Rafael auf einem vorbeifahrenden Schiff auf der Seine zu sehen. Leider gelingt es ihr nicht, das Schiff einzuholen oder auf sich aufmerksam zu machen. Dennoch ist sie fest davon überzeugt, ihren toten Verlobten gesehen zu haben...

  Spoiler Spoiler

Sophie macht sich auf die Suche und findet später tatsächlich ihren vermeintlichen Verlobten. Er sieht tatsläch genau so aus wie Rafael, jedoch nutzt ein gefallener Engel seinen Körper. Sophie wird sofort in seinen Bann gezogen und kann sich nur schwer von ihm fern halten, obwohl Jean, ein bekennender "Dämonen-Jäger" sie eindringlich davor warnt. Doch Sophie's Liebe zu Rafael und auch die anziehende Wirkung des gefallenen Engels sind stärker, so dass sie sich sogar dafür in Lebensgefahr begibt.


Ich finde es sehr angenehm, dass die Handlung dieses Romans einmal nicht in England oder Amerika spielt, sondern in Paris. Das verleiht der Story einen ganz eigenen Stil .
Sarah Lukas schreibt sehr fesselnd und auch beschreibt sie detailliert die einzelnen Schauplätze in Paris.
Zwischenzeitlich wurden mir persönlich jedoch die Bibelzitate ein wenig zu viel...dennoch kann ich das Buch im Ganzen nur als sehr gut bewerten. Es hat mir wirklich Spaß gemacht es zu lesen und ich hoffe, Sarah Lukas wird schnell noch weitere solcher Bücher veröffentlichen.

:bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

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10

Samstag, 27. März 2010, 20:27

Auch hier musste ein wenig gespoilert werden. 8)
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11

Sonntag, 28. März 2010, 12:24

Hier kommt meine Meinung zum Buch, ich verrate aber nicht zu viel:

Sophies Verlobter Rafael wurde in Kolumbien erschossen. Sie ist völlig verzweifelt und belegt eine Schulung in Paris, um dort Abstand
zu gewinnen. Leider bereut sie diese Entscheidung schon bald, ihre Stimmung wird immer hoffnungsloser. Doch plötzlich glaubt Sophie ihren Rafe erkannt zu haben. Sie begibt sich auf die Suche nach diesem Doppelgänger.

Leider zieht sich diese Suche in den Straßen von Paris sehr in die Länge. Zur Kontaktaufnahme zwischen den Beiden kommt es erst nach ungefähr 150 Seiten. Dann kommt aber doch noch etwas Schwung in die Geschichte.

Von der Handlung her finde ich dieses Buch unterhaltsam, aber nicht wirklich spektakutär. Es ist nichts für Leute, die Action haben wollen.

Die Idee ist natürlich einzigartig: Dies ist eine schöne, mal andere Liebesgeschichte mit Fantasyelementen, aber auch nicht zu kitschig, sondern einfach gefühlvoll.

Sprachlich und atmosphärisch hat mich die Autorin voll überzeugt. Wirklich klasse! Man bekommt beim Lesen direkt Lust, sofort nach Paris zu fahren, um sich die Schauplätze des Geschehens anzusehen. Und wie die Stimmungen bildlich sehr detailliert beschrieben sind finde ich sehr gelungen. (Zum Beispiel die bedückende Anfangsatmosphäre in den verregneten nächtlichen Altstadtstraßen, über die immer drückendere Hitze bis zum Gewitter am Höhepunkt.)

Ein paar Details finde ich etwas übertrieben, wie die sich zeitweise doch sehr häufenden Bibelzitate. Ein paar weniger hätten auch gereicht, so ist es fast schon etwas nervig. Und die Szene mit der schwarzen Messe passte zwar als Kontrast gut hinein, war aber für meinen Geschmack ein
bisschen zu "aufgebläht".

Insgesamt ein schönes Buch, stilistisch sehr gut und angenehm zu lesen, mit ein paar kleinen Schwächen im Handlungablauf.
SUB: 206

:study: 2009: 40
HB 2009: 136

:study: 2010: 17 (5697 Seiten)
HB 2010: 116
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12

Sonntag, 28. März 2010, 14:21

Vielen Dank fürs Spoilern. Sorry, aber mir wars einfach zu viel verraten. :wink:
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Freitag, 2. April 2010, 18:37

In Sarah Lukas’ Erstlingsroman geht es um die 24-jährige Sophie, die vor kurzem ihren Verlobten Rafael verloren hat. Er starb in Kolumbien, wo er freiwillig als Arzt arbeitete. Seitdem hat sich Sophie von all ihren Bekannten zurückgezogen, und ist nach Paris geflüchtet, wo sie einst unzählige schöne Momente mit ihrem Rafe erlebt hat. Doch Sophie geht es so einsam in der Stadt der Liebe eher nur noch schlechter. Sie ist in einem seelischen Tief gefangen, sodass sie sogar von einer Brücke springen will, um bei ihrem Rafe zu sein. Just in diesem Moment entdeckt sie aber eine Gestalt, die haargenau wie Rafael aussieht. Sophie muss dem unbedingt auf den Grund gehen, um herauszufinden, ob Rafe doch noch am Leben ist…

Sophie und Rafael begegnen sich in Paris. Sie ist ein Mensch, er ein gefallener Engel. Und ein gefährliches Geheimnis verbindet sie.
Es ist der Beginn einer unsterblichen, aber verbotenen Liebe und des größten Abenteuers unserer Zeit…

Diese wenigen Zeilen, stehen auf dem Buchrücken von “Der Kuss des Engels”. Gerade eben habe ich sie das erste Mal bewusst gelesen, nachdem ich das Buch beendet habe. Und ich komme aus dem Schmunzeln nicht mehr raus. Es ist schon interessant, was sich Verlage alles aus den Fingern saugen, um ein im Grunde langweiliges und nichtssagendes Buch für den möglichen Käufer ansprechend zu machen. Verbotene Liebe… das größte Abenteuer unserer Zeit… wer würde das nicht gerne lesen wollen?

Das Problem ist, dass das Buch bei weitem nicht hält, was es verspricht.
Rafael ist ein gefallener Engel, was man leider schon beim Lesen des Buchrückens (eigentlich schon beim Lesen des Titels!) sofort auf die Nase gebunden bekommt, womit der erste Spannungsfaktor schon mal Geschichte ist. Ich mag solche mystischen Geschichten eigentlich sehr gerne, sonst hätte ich auch keinen Leseeindruck bei Vorablesen hinterlassen. Ich versprach mir eine romantische, vielleicht etwas tragische Liebesgeschichte mit fantastischen Einschlägen.
Bekommen habe ich eine Stadtbeschreibung von Paris, gewürzt mit Sophies sehnsüchtigen Gedanken an ein böses, mystisches Wesen, das im Körper ihres Verlobten steckt, aber ansonsten kaum etwas mit ihm gemein hat. Vielleicht haben es manche von euch schon in Rezensionen von mir gelesen, und wissen deshalb, dass ich Bücher hasse, die Aufenthaltsorte ihrer Charaktere so genau beschreiben, dass man das Buch am liebsten vergraben würde. Wenn es um erfundene Orte geht, ist das nochmal eine andere Geschichte. Aber wenn es um eine Weltstadt wie Paris geht, dann brauche ich nicht unbedingt zu wissen, wie jede noch so kleine Gasse heißt, in die sich Sophie verläuft. Und wer es selbst dann noch nicht kapiert hat, kann am Anfang und Ende des Buches eine wunderbare Karte von Paris finden, in der alle wichtigen Orte markiert sind.
Paris ist wirklich eine schöne Stadt, und ich will auf jeden Fall nochmal dort hin, aber wenn ich einen Reiseführer brauche, dann kauf ich mir einen. Dazu brauche ich keinen Roman, der sich eigentlich um Romantik und Fantasy drehen sollte.

Nach meinen bisher geschriebenen Zeilen wird man kaum glauben, dass ich etwa bei der Hälfte dem Buch 3-4 Sterne gegeben hätte, weil es zu dem Zeitpunkt doch manchmal ganz spannend war, und ich auf jeden Fall wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht.
Mal von den vielen Ortsbeschreibungen abgesehen, ist Lukas’ Schreibstil angenehm zu lesen, und man erkennt, dass sie auf jeden Fall Talent hat.
Als es dann aber zum Ende hin ging, ich nur noch wenige Seiten vor mir hatte, und immer noch nichts Aufregendes passiert war, wurde ich langsam unruhig. Mir wurde klar, dass das schöne Ende, das ich mir im Kopf zurechtgelegt hatte, leider nicht eintreffen würde. Dadurch war ich maßlos enttäuscht, weil “mein” Ende einfach perfekt gepasst hätte, und sogar eine passende Botschaft an den Leser rübergebracht hätte.
Sarah Lukas’ Ende war für mich einfach zu erzwungen kitschig, und viel zu kurz gehalten.

Alles in allem hat das für mich unpassende Ende den Ausschlag gegeben, dass ich nur zwei Sterne vergeben kann. Aller Anfang ist schwer, und hoffentlich ist Sarah Lukas’ nächstes Buch von der Ausarbeitung dann besser.
:bewertung1von5: :bewertung1von5:
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14

Dienstag, 6. April 2010, 17:13

Inhalt:

Die 24 jährige Sophie versucht mit der Trauer um ihren Verlobten Rafael fertig zu werden. Dieser wurde in Kolumbien erschossen, wo er als Arzt für ein humanitäres Hilfswerk tätig war. Als sie Monate nach dem tragischen Unglück, im nächtlichen Paris am Seineufer entlangstreift und Selbstmordgedanken hegt, sieht sie plötzlich einen Mann auf einem vorbeifahrenden Boot. Ein Mann der genauso aussieht wie Rafael...

Meinung:

Schade, was viel versprechend begann verläuft sich zum Ende hin immer mehr. Den Anfang der Geschichte habe ich durchaus gemocht. SophiesMelancholie, während sie einsam durch die nächtlichen Strassen von Paris zieht, überträgt sich sehr schön auf den Leser. Auch ihr verzweifelter Wunsch, mit der Vermutung richtig zu liegen, dass ihr Verlobter Rafael noch lebt, ist mehr als nachvollziehbar. Dann jedoch wurde die Geschichte für mich zunehmend langatmiger.

Ich finde es immer schön wenn man dem Autor anmerkt, das er seine Quellen nicht nur aus dem Internet hat, sonder vor Ort selbst bezog. Allerdings war die genaue Beschreibung einer jeden Gasse in Paris, mit dazugehörigem Straßennamen auf Dauer doch sehr trocken und erinnerte an einen Reiseführer. Genauso verhielt es sich mit den schier endlosen Bibelzitaten. Auch fand ich die Gedankengänge und Vermutungen der Protagonistin teilweise sehr naiv. Zum Beispiel gleich die wilde Vermutung zu haben, dass ein kolumbianisches Drogenkartell dafür verantwortlich sein könnte, das ihr Verlobter sich nicht bei ihr gemeldet hat, obwohl alle von seinem Tod unterrichtet wurden. So etwas erinnert dann doch eher an einen Teenager als an eine erwachsene Frau.

Ein weiterer Kritikpunkt war, das für mich persönlich beim lesen keine rechte Spannung aufkommen wollte. Ein Faktor der daran Schuld getragen hat, war der Titel des Buches, der allein schon zuviel verrät. Auch fand ich das Ende zu übereilt.

Sarah Lukas hat einen schönen Schreibstil, der aber noch besser sein könnte wenn sie sich nicht so sehr in den Details verfangen würde. So ist eine kleine Anspielung auf C.S. Lewis´s Klassiker „Narnia“ zwar ein nettes Detail, aber im Großen und Ganzen auch überflüssig. Zu viele davon und eine Geschichte verliert auf Dauer an Zugkraft.

Alles in allem würde ich dem Roman zwei von fünf Punkten geben, da ich die Grundidee sehr interessant fand und auch der Schreibstil, von der Detailverliebtheit abgesehen, schön flüssig und war. :bewertung1von5: :bewertung1von5:
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15

Montag, 19. Juli 2010, 10:52

Sarah Lukas- Der Kuss des Engels

Ich habe gerade

Sarah Lukas - Der Kuss der Engels

beendet.

Laut Amazon:

Manchmal zerplatzen Träume wie Seifenblasen: Sophie glaubt, sie habe eine glückliche Zukunft mit ihrem Verlobten Rafael vor sich - bis zu dem verhängnisvollen Tag, an dem er stirbt. Die junge Frau steht vor dem Nichts. In Paris sucht sie das Vergessen, doch ein Leben ohne ihn hat für sie keinen Wert. Dann erblickt sie am Ufer der Seine eine Gestalt, die Rafael zum Verwechseln ähnlich sieht. Sophie ist überzeugt, dass er zurückgekehrt ist, doch der Fremde erinnert sich nicht an sie. Und bevor Sophie begreift, worauf sie sich einlässt, schweben sie beide in großer Gefahr. Denn er ist ein gefallener Engel, dem eine ganz besondere Mission auf der Erde zuteil wird. Und er kann sie nur mit Sophies Hilfe erfüllen ...



Zum Inhalt:

Sophie hat ihren Verlobten den Arzt Rafael verloren. Er wurde erschossen in Kolumbien wo er ehrenamtlich Kinder gegen Malaria impfen wollte. Für Sophie bricht eine Welt zusammen. Sie kann und will es nicht verstehen das Rafael tot ist. So flüchtet die 25 jährige Fremdsprachenkorespondentin nach Paris um, wie sie sagt neu anzufangen.

Sie versucht ein normales Leben zu führen. Doch durch den großen Verlust den sie erlitten hat will sie nicht mehr leben und geht zur Seine um sich dort hinunter zu stürzen, dazu kommt es aber nicht, da ein Schiff was gerade unter der Brücke hindruch fährt. Dieses lässt sie warten und dann sieht sie ihn!! Rafael?? Sie kann es nicht glauben, er ist nicht gestorben? Hat sich ihre Schwägerin in spe geirrt. Lebt Rafael nocht?? Sie zieht los um diesen Mann vom Schiff der aussieht wie Rafael zu finden. Als so einfach entpuppt es sich nicht. Und es tun sich viele Fragen auf, ist das wirklich Rafael?? Wieso kommt er nicht zu mir?? Hat er Probleme??? Wie kann ich ihn finden???

Nachdem sie ein zweites Mal "Rafael" sieht und im folgt, wird sie von einem Fremden verfolgt. Jean Méric. Er behauptet über Rafael bescheid zu wissen. Was weiß dieser Mann über Rafael und was hat das alles zu bedeuten??? Was meint er mit dieser gefallenen Engelgeschichte??

Mehr möchte ich nicht veraten.

Zur Autorin:
Sarah Lukas, geboren 1972, lebt gemeinsam mit ihrer Schwester, ihrem Neffen und ihrem Hund in Wiesbaden. Am liebsten verbringt sie ihren Urlaub in Frankreich und genießt dort das Savoir-vivre. Ihre Ideen sammelt Sarah Lukas während langer Bergwanderungen. Ihr erster Roman setzt sich mit der Frage auseinander, ob das Böse in der Welt Gottes Werk oder Teufels Beitrag ist.


Meine Meinung:
Als erstes hat das Buch einen sehr schönen Einband, auch wenn das nicht der wichtigste Punkt ist.

Es war mein erstes Buch über Engel! Es wurde mir von meiner Buchhändlerin des Vertrauens empfohlen, die sehr davon schwärmte. Also hatte ich doch relativ hohe Erwartungen an das Buch. Diese wurden nicht enttäuscht. Das Buch ist flüssig geschrieben. Man ist sofort mitten im geschehen ohne lange Anlaufzeit. Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Man leidet mit Sophie und geht mit ihr durch das Wechselbad der Gefühle. Die Autorin beschreibt Paris sehr gut mit vielen kleinen Details (besonders schön ist die Pariskarte auf der ersten Seite)

Fazit:

Die Idee für die Geschichte und die Umsetzung sind der Autorin, meiner Meinung nach sehr gut gelungen.



Ich gebe :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
Ich lese gerade Lori Handeland - Wofspfade
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62 Bücher

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16

Dienstag, 20. Juli 2010, 18:23

Danke für die tolle Rezension. Wieder mal ein Buch für die Wunschliste. :wink: Danke!
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Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Fantasy, Krimi/(Psycho-)Thriller, kitschfreie Romantik

17

Dienstag, 20. Juli 2010, 20:49

Dem kann ich mich nur anschließen, vielen Dank!
Das hört sich defintiv nach einem Muss für meine Wunschliste an 8)
:study: E. George - "Mein ist die Rache"
:bewertung1von5: Bücher/Seiten 2010- 37/17415

"Bücher sind Wahrheiten inmitten von Lügen." / S.King
"Ein Frosch ohne Humor ist nur ein kleiner grüner Haufen." / Muppet Show
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18

Mittwoch, 21. Juli 2010, 19:17

Ich bin mir sicher, dass die gebundene Ausgabe bereits rezensiert wurde. Nur kann ich es nicht mehr finden. :scratch: Weiß jemand wie das kommt. :?:
:study: L. Raven-Der Kuss des Kjer + S. Collins- Mockingjay
2010 gelesen: 74 Bücher

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Wohnort: Duisburg

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19

Mittwoch, 21. Juli 2010, 19:53

Habe an den bereits bestehenden Thread angehängt. Bitte Rezensionsindex und Suchfunktion nutzen. Danke,

Klaus 8)
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