Klappentext:
Die Toten sind nicht tot ...
Sie warten nur!
Als der legendäre Pianist Luc d'auber in Köln ein Konzert gibt, sieht die Journalistin Gardis Schönborn ihre Chance: Niemand hat je ein Interview mit ihm gemacht, und niemand weiß genau, wer er ist. Nur eins ist sicher: Seine Musik verzaubert eine eingeschworene Fangemeinde. Nach dem Konzert erbittet D'Auber überraschend Gardis' Hilfe bei seiner Suche nach einem verschollenen Musikstück.
Gardis gerät ins Fadenkreuz eine geheimen Vampirjägerordens - und eine dramtische Verfolgungsjagd beginnt. Ist d'Auber der gesuchte Vampir von Melaten?
Eigene Beurteilung:
Oliver Buslau, der sonst eher Kriminalromane schreibt hat sich hier in ein anderes beliebteste Genre vorgewagt und dieser Schritt ist insgesamt ziemlich gelungen. Dass junge gutaussehende, aber sozial ziemlich isolierte Frauen sich in einen blassen eleganten Blutsauger verlieben um sich in Bezug auf diese sehr oft extrem pubertär zu verhalten ist ja nun mal die Grundlage des modernen Vampirromans, der die einfach dahinseufzende „Heldin“ des 19. Jahrhunderts, die schlicht dem animalischen Magnetismus des Raubtiers in Menschengestalt erliegt weiter entwickelt, zu einer etwas emanzipierteren Figur, die vor ihrem Liebesobjekt schlagartig in ihrer Mündigkeit eine Re-Evolution durchläuft ist das Grundthema der Urban Fantasy und dieses wird von Herrn Buslau überzeugend umgesetzt. Wer also an dieser speziellen Form der neuen Vampirliteratur Gefallen findet, der wird an diesem Buch seine helle Freude haben – besonders, da es leichter ist, die Schauplätze der Handlung zu besuchen, als das bei den „Biss“-Büchern wäre – und der Melatenfriedhof lohnt ja durchaus einen Besuch.
Ich selbst muss allerdings geschehen, dass sich meine romantische-Vampir-Allergie bisher noch nicht gelegt hat.