Ohne jetzt indikret werden zu wollen, aber mich als Mann würde interessieren, warum man als Frau solche Bücher liest oder besser gesagt, wie man auf solche einschlägige Literatur kommt, also Literatur, die für ein bestimmtes Publikum geschrieben wird?
Ich bereue gerade die Frage zu stellen, aber irgendwie bin ich neugierig ...
Werde den Roman auch lesen ... hab ihn mir ausgeliehen ... mal sehen ...
Hallo Tristan,
die Frage ist ganz verständlich und ich als (Gay-) Erotikautorin habe sie schon oft gestellt bekommen.
Mein Interesse für M/M-Geschichten wurde vor zwei Jaheren geweckt, als mir eine befreundete Autorin ihre homoerotischen Geschichten zeigte. Davor wäre ich nie auf die Idee gekommen, auch mal "so was" zu lesen.
Und seitdem schreibe ich selbst auch im homoerotischen Bereich. Ich denke, vielen Frauen (mehr als Mann denkt!) gefällt es, auch mal was über zwei Männer zu lesen, genauso wie es sehr vielen Männern gefällt über zwei Frauen zu lesen (womit ich jetzt überhaupt nix anfangen kann).
Wenn ich eine homoerotische Geschichte schreibe, stelle ich mir auch nicht vor, einer dieser Männer zu sein (werde ich auch oft gefragt), sondern ich betrachte mich da eher als "Voyeur"
Außerdem liebe ich Männer, die Gefühle zulassen und zeigen *schmacht*
Was mich auch immer wieder verblüfft, wenn wir Frauen Erotika lesen oder sogar darüber schreiben, denken viele Männer, wir wollen nur über Blümchensex lesen

Wie kommen die nur da drauf

Und in Gay-Romanen geht es oft mal deftiger zu.
Mich hatte ein Rezensent ehrlich mal gefragt, ob ich ein Mann wäre, denn nur ein Mann hätte solche Fantasien (wenns dann schon mal in den SM-Bereich geht, wo aber der Mann der Untergebene ist)

Ich denke, wir Frauen finden das halt auch mal prickelnd, wenn auch die Männer mal "unten liegen", und gerade bei M/M-Storys kann man sich als Frau entspannt zurücklegen.
Liebe Grüße,
Inka
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Inka Loreen« (6. Mai 2009, 08:57)