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Bonprix

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1

Donnerstag, 14. April 2005, 14:46

>Erich Kästner<

Hallo @n @lle :study:

Natürlich darf mein Lieblingsschriftsteller >Erich Kästner< bei unseren Autorenportraits nicht fehlen.

Auch wenn er viel zu häufig in den Aufzählungen großer deutscher Autoren des 20. Jahrhunderts unterschlagen, vergessen oder lediglich mit einem Halbsatz bedacht wird, ist Erich Kästner wohl der vielseitigste unter allen großen Namen.
Er hing nicht etwa wie Brecht, die Lichtgestalt für alle Weltveränderer-Germanisten, einer Lehre an und versucht den Leser penetrant zu missionieren, nein!, Kästner geht wesentlich geschickter vor. Er ist ein Moralist durch die Hintertür, der mit scharfsinniger Beobachtungsgabe die Zeichen seiner und auch unserer Zeit erkannte, und sie uns mit Ironie aber auch gutmütiger Geduld vor Augen führt.

Seine satirischen Schriften und Gedichte aus den zwanziger und frühen dreißiger Jahren zeichnen ein kunterbuntes Abbild der Gesellschaft der Weimarer Republik in all ihren Facetten. Das Kästner genau den Zahn der Zeit getroffen hatte und die unbequemen Wahrheiten, die gefährlichen Macken vieler auf dem Präsentierteller vorführte zeigt auch die Tatsache, dass er einer der ersten Schriftsteller war, die die Nationalsozialisten auf ihre "Liste mit undeutschem Schriftgut" setzten. Zu seiner Lyrik sagt Kästner:
"Der Moralist pflegt seiner Epoche keinen Spiegel, sondern einen Zerrspiegel vorzuhalten. Die Karikatur, ein legitimes Kunstmittel, ist das Äußerste, was er vermag."

Während jedoch der überzeugte Pazifist Kästner den neuen Machthabern, die mit einer Irrleitung der "kriegerischen Kraft des deutschen Volkes" ein Inferno losbrechen sollten, ein verhasster intellektueller Dorn im Auge war, lernten sie bald seine fesselnde Wirkung als Jugendbuchautor und Drehbuchautor zur Berieselung der kriegsgeplagten Bevölkerung zu schätzen. Kästner emigrierte nicht, er erlebte an eigener Haut mit, wie seine Leistungen als satirischer Schriftsteller, Dramatiker, Kabarettist und Feuilletonist von der organisierten Dummheit als entartet, verfehmt und schließlich verbrannt wurden (sein Erlebnisbericht der Bücherverbren-nung auf dem Berliner Opernplatz ist ein fesselndes Zeitdokument), um dann erfolgreiche Ufa-Produktionen im Kino laufen zu sehen, die nach seinen Drehbüchern verfilmt wurden.

Dem Untergang entronnen richtete Kästner von nun an sein Hauptaugenmerk auf die Kinder. Als Pazifist und Moralist war er schon immer auch Realist geblieben und gerade die Zeiten der Herrschaft der Einfältigen hatten ihn darin bestärkt, dass "Was Hänschen nicht lernt...". Sein Optimismus, die Welt könne besser werden, war nicht verflogen, nur zweifelte er daran, dass er sich mit den Erwachsenen auch das richtige Publikum in die Lehrstunde geholt hatte. Stattdessen hatte er die Hoffnung, bei den Kindern aufmerksamere Leser mit offenen Herzen und Geistern zu finden. Dass er bei diesem durch seine stete Neugierde hochkritischen und erwartungsvollem Publikum auf so großen Erfolg stieß, dass wir ihn auch heute noch alle vor allem als Autor von "Emil" oder dem "Kleinen Mann" kennen, zeugt von Kästners Vielseitig-keit und Weise auf seine Leser offen zuzugehen. Kästner ist sozusagen ein deutscher Saint-Exupéry ! Er hat sich nicht einsperren lassen von der Enge und dem Verbotsschilderwald der Erwachsenen und ist ein Reisender zwischen den Welten der Alten und der Jungen, der die Phantasie hat, eine Vision am Leben zu erhalten.

Wie nur wenige Kinder- und Jugendbuchautoren hat es Erich Kästner verstanden, Kinder so darzustellen, wie sie wirklich sind. Und wie nur wenigen ist es ihm gelungen, sich ihnen verständlich zu machen. Er hat nie versucht, ihnen einzureden, jung zu sein bedeute nur, lustig dahinzuleben und vor lauter Glück nicht zu wissen, was oben und was unten ist. Seiner Ansicht nach ist die Jugendzeit nicht aus Kuchenteig gebacken und Kindertränen wiegen ihm genauso schwer wie Leid und Enttäuschung Erwachsener. Aber deshalb sollten die Kinder sich nicht ins Bockshorn jagen lassen und glücklich sein, so oft wie möglich.

In einer Zeit, da Schriften für Kinder und Jugendliche einzig dazu da waren, sie für den Ernst des Lebens, dieses Stück, das die Erwachsenen da so dilletantisch geben, vorzubereiten, sie zum Prokuristen-, Beamten-, Schlosser-, Reserveoffiziers- und Soldatendasein hinzuführen, wollte Kästner sie einfach unterhaltsam an der Hand zum guten Menschen führen. Eins dürten sie auf diesem Weg nie: sich etwas vormachen oder von anderen etwas vormachen lassen. Kästner war eben Realist und daher Moralist. Und die Moral seiner Bücher trifft immer mit dem Humor, nie mit dem erhobenen Zeigefinger ins Schwarze.

LEBENSLAUF

Erich Kästner wird am 23. Februar 1899 in Dresden geboren.
1906 wird er in die Volksschule in Dresden eingeschult und be-sucht in der Folge das "Freiherrlich von Fletscher'sche Lehrer-Seminar". Es ist noch die Zeit in der Dresden Haupstadt des Königreichs Sachsen ist,und die sich später in Kästners Buch Als ich ein kleiner Junge war wiederfindet.
Der Militärdienst wird 1917 für Kästner fällig, es ist der Erste Weltkrieg, der alles verändert und dann doch nicht so viel Neues bringt.
Nach Kriegsende ist Erich bis 1919 Hospitant am "König-Georg Gymnasium" in Dresden, er darf also, durch den Krieg aus der Schullaufbahn geworfen, seine Ausbildung zu Ende bringen.
Ein Stipendium seiner Heimatstadt erlaubt ihm die Aufnahme eines Studiums an der Uni Leipzig 1920. Er schreibt sich ein für Ger-manistik, Geschichte, Philosophie und Theatergeschichte. Zu die-ser Zeit jobbt er nebenbei als Redakteur des Feuilletons der Neuen Leipziger Zeitung und und veröffentlicht erste Gedichte.
1925 erfolgt seine Promotion zum Dr. phil. an der Universität Leipzig. Kästner arbeitet als freier Mitarbeiter der Weltbühne und der Frankfurter Zeitung.
Zwei Jahre später, also 1927, siedelt Erich Kästner nach Berlin über. Die deutsche Hauptstadt ist in dieser Zeit der Goldenen Zwanziger ein pulsierendes Zentrum kulturellen Lebens und einfach DER Ort, an dem man als junger Schriftsteller sein muss. 1928 erscheint Kästners erster Gedichtband Herz auf Taille und der Kriminalroman für Kinder Emil und die Detektive, der ihm schlagartig schriftstellerischen Ruhm einbringt und nebenbei ihm natürlich den Lebensunterhalt sichert. Schon bald kommt ein gleichnamiger Film in die Kinos.
1929 folgt ein zweiter Gedichtband, Lärm im Spiegel, dessen 49 "gebrauchsfähige" Gedichte aufs Neue die Vielfältigkeit Kästners bei der Darstellung seiner Gegenwart beweisen. Zwei weitere Jahre darauf, die Weltwirtschaftskrise hat sich unterdessen breitgemacht, veröffentlicht Erich Kästner seinen Roman Fabian, die Darstellung eines Moralisten, wie der Autor selbst einer ist, inmitten der untergehenden Weimarer Republik. 1930 folgt der dritte Gedichtband Kästners, Ein Mann gibt Auskunft, den Walter Benjamin als "linke Melancholie" bezeichnet. Die Kinder erfreut er im selben Jahr -1931- mit dem zweiten Bestseller: Pünktchen und Anton (auch er wird in den 50ern verfilmt) und dem "Drunter & Drüber"-Buch Der 35. Mai.
1932 werden auch die Kinder lyrisch bedacht: Das verhexte Telefon enthält lustige Kinderverse und für die Erwachsenen gibt es Gesang zwischen den Stühlen.
Im Jahr darauf ist nichts mehr wie es war. Am 30. Januar 1933 ziehen SA und SS in einem schaurigen Fackelzug durch Berlin, um die "Machtergreifung" zu zelebrieren. Kästners personifiziertes Feindbild ist Reichskanzler. Der beliebte Autor findet sich auf-grund seines Pazifismus und seiner, gelinde gesagt, Abneigung gegen die "nationale Revolution" auf der Liste der verbotenen Schriftsteller wieder. Kurz darauf muss Kästner auf dem Berliner Opernplatz miterleben, wie von Goebbels bebrüllt seine Schriften in Flammen aufgehen. Kästner bleibt dennoch in Deutschland; ver-legt sich allerdings auf das Kinderbuch und Drehbuchschreiben, wo er seine Botschaft wohlversteckt zu vermitteln weiß. Andere Entwürfe und Schriften müssen mit der Veröffentlichung bis zum Ende der Tyrannei warten.
Noch 1933 landet er erneut einen Riesenerfolg mit Das fliegende Klassenzimmer, das allerdings -wie alle seine Bücher aus dieser Zeit- nicht unter seinem Namen erscheinen darf und er für das Ausland über den Schweizer Atrium-Verlag herausgeben läßt, dem er mit seinen Werken auch später noch treu bleibt. Auch wenn Kästner nur (scheinbar) harmlos unterhaltendes veröffentlichen darf, wissen die Herrenmenschen, das Erich Kästner nicht auf ihrer Seite ist. So muß er 1934 und 1937 Verhaftungen und Be-fragungen durch die Gestapo über sich ergehen lassen. 1934 er-scheinen der zweite Teil zu Kästners Kinderbuch-Erfolg Emil und die drei Zwillinge und der Roman Drei Männer im Schnee, der durch seine Verfilmung in den 50ern weite Popularität gewinnt. 1938 folgen der Roman Der kleine Grenzverkehr der eine heitere Liebesgeschichte erzählt und wie es sich für Kästner gehört,ein Kinderbuch: Till Eulenspiegel frei nacherzählt. Man traut ihm jedoch nicht mehr über den Weg, er will einfach nicht aufhören, Moralist und Pazifist zu sein und so erteilt man ihm 1942 gänzliches Schreibverbot.
Die Katastrophe hat sich ihren Weg gebahnt, das Land liegt in Trümmern, doch Kästner ist wieder da, die Stunde Null kommt nicht unkommentiert davon. In Notabene 45 ist in Tagebuchnotizen Kästners das letzte Kriegs- und erste Friedensjahr dargestellt, in dem was er für niederschreibenswert hielt (erst '61 erschienen). In den beiden Bänden Der tägliche Kram und Die kleine Freiheit ist das Schaffen Kästners in den Jahren 1945 bis 1952 in Chansons und Prosa dokumentiert. Er lebt nun in München und arbeitet als Feuilletonredakteur der Neuen Zeitung.
Mit Kinderbüchern knüpft er auch wieder an seine früheren Erfolge an. Das doppelte Lottchen will hauptsächlich unterhalten, während das reich bebilderte Die Konferenz der Tiere -beide 1949 erschienen- Kästners Pazifismus klar zum Ausdruck bringt, aber in einer Sprache, die die Kinder verstehen und aufmerksam hören/lesen. Im Jahr darauf kommen die beiden Märchen Der gestiefelte Kater und Münchhausen in der Kästner'schen Fassung in die Buchhandlungen. Die rege Teilnahme Erich Kästners am Kulturleben der neuentstandenen Bundesrepublik bringt ihm 1951 die Ehre der Präsidentschaft des westdeutschen PEN-Zentrums (Schriftstellerverband) ein. Im selben Jahr stirbt allerdings auch Kästners Mutter.
Parallel zum Erscheinen seines Kinderbuchs Die Schildbürger (das sich in Auszügen heute in Grundschullesebüchern wiederfindet) 1954,des Gedichtbands Die dreizehn Monate 1955 und Kästners Version für Kinder des Don Quichotte von 1956, beginnen die ersten Ehrungen für den Dichter anzufallen. 1956 wird er mit dem Literaturpreis seiner Wahlheimat München ausgezeichnet, 1957 erhält er den angesehenen Georg Büchner-Preis der Stadt Darmstadt (und sein Vater verstirbt im selben Jahr.
Nun verarbeitet Erich Kästner auch seine Kindheit im schon ange-sprochenen Als ich ein kleiner Junge war, ein Portait der Kaiserzeit aus Kindersicht. 1960 wird ihm die Hans Christian Andersen-Medaille in Luxemburg verliehen. 1961, dem Jahr in dem Gullivers Reisen erscheint, erkrankt Erich Kästner an Tuberkulose und verlegt bald darauf seinen Wohnsitz teilweise bis ganz ins klimatisch günstigere Tessin. Hier spielen auch zum Teil die beiden Kinderbücher Der kleine Mann von 1963 und Der kleine Mann und die kleine Miss von 1967 beides Meisterwerke Kästner'scher Erzählkunst für Kinder. 1969 erscheinen Kästners Gesammelte Schriften für Erwachsene im Atrium-Verlag, eine Zusammenfassung der Seite Kästners die über seinem Talent Kinder zu fesseln oft vergessen gerät.
Am 19. Juli 1974 stirbt Erich Kästner im Alter von 75 Jahren in München.
Quelle: Literatur WERTHERsWELT

Grüsse von Bonprix :wink:
:study:"Das Haus der Träume" Rachel Hore
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2

Donnerstag, 14. April 2005, 15:11

.

@Bonprix

Dieses Portrait ist eine Glanzleistung!!! \\:D/


LG Shyloon
Die Auswahl der Bücher welche wir lesen ist die bewusste oder unbewusste Biographie unserer Kindheit

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Ich lese gerade: "Der Engländer" von Daniel Silva
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Bonprix

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Donnerstag, 14. April 2005, 15:38

@Shyloon

Zuviel der Ehre. :o Die "Glanzleistung" hat >Benedikt Wahler< von WERTHERsWELT vollbracht, dies habe ich meinem Beitrag ja auch als Quelle angegeben. :lol: Ich habe dieses Portrait nur noch ein wenig bearbeitet. :idea:

Grüsse von Bonprix :wink:
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4

Sonntag, 24. April 2005, 21:07

Re: .

Zitat

Original von shyloon

@Bonprix

Dieses Portrait ist eine Glanzleistung!!! \\:D/


LG Shyloon


723AMC nur zustimmen kann.
Was "Bonprix" anfasst, hat Hand und Fuß. Der uvergessliche Erich Kästner und seine einst verbannten und verbrannten Bücher.
Gott sei Dank sind sie immer noch up to date.
Viel Freude wüscht Euch,
723AMC :mrgreen:
Durch Zufall sind wir geworden, und danach werden wir sein, als wären wir nie gewesen.

http://hometown.aol.de/rvonameln/homepage/homepage.html
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Marc

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Montag, 25. April 2005, 15:51

SCHLECHT

SCHLECHT IST ES, IRGENDETWAS VON IRGENDWEM ZU KOPIEREN UND DANN NOCH ETWAS ZU VERÄNDERN.
JA ERBÄRMLICH NE ?
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Bonprix

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6

Montag, 25. April 2005, 16:42

Zitat

Original von Bonprix

@Shyloon
Zuviel der Ehre. :o Die "Glanzleistung" hat >Benedikt Wahler< von WERTHERsWELT vollbracht, dies habe ich meinem Beitrag ja auch als Quelle angegeben. :lol: Ich habe dieses Portrait nur noch ein wenig bearbeitet. :idea:
Grüsse von Bonprix :wink:


@Gast
Wenn du dir die Mühe gemacht hättest alle Beiträge zu lesen, wäre dir obiger Text aufgefallen.
1.) Habe ich eine Quellenangabe vorgenommen :!:
2.) Habe ich nichts geändert, sondern bearbeitet (das will heissen, ich habe die Buchtitel/Texte etc. fett oder kursiv hervorgehoben) :!:
Im übrigen kannst du dir einen anständigen Ton angewöhnen. :thumbdown:
:study:"Das Haus der Träume" Rachel Hore
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Montag, 25. April 2005, 16:48

langsam denke ich auch, dass man kommentare von gästen hier abschaffen sollte...
bis jetzt habe nur wenige produktive gastkommentare gelesen - die meisten waren entweder beleidigend oder schwachsinnig (oder beides :wink: )...

schön, dass wir jetzt auch ein portrait von erich kästner haben :thumright:
[...] Schließlich war es ja genau das, was man in Büchern suchte: große, nie gefühlte Gefühle, Schmerz, den man hinter sich lassen konnte, indem man das Buch, wenn es allzu schlimm wurde, zuschlug [...]
"Tintentod" von Cornelia Funke
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8

Montag, 25. April 2005, 19:48

Zitat

Original von orange_w

langsam denke ich auch, dass man kommentare von gästen hier abschaffen sollte...
bis jetzt habe nur wenige produktive gastkommentare gelesen - die meisten waren entweder beleidigend oder schwachsinnig (oder beides :wink: )...

schön, dass wir jetzt auch ein portrait von erich kästner haben :thumright:


Hallo "orange": Stimme Dir in jedem Punkt zu, und stelle hier die Frage, ob wir es nötig haben, uns von sogenannten Gästen beleidigen zu lassen. Wäre mal wieder eine Anregung für Mario, nur registrierte Nutzer zuzu-
lassen.
Grüße, 723AMC :pirat:
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Montag, 6. Juni 2005, 19:32

Hallo @ all,
ein sehr schönes Portrait!!! Er hat zwar noch mehr geschrieben als das Fliegende Klassenzimmer und Pünktchen und Anton, aber die Bücher habe ich als Kind geliebt und sooft gelesen, bis ich manche Stellen auswendig konnte!... Und jetzt mal mehr über ihn zu erfahren, ist wirklich schön, DANKE!

@Gast Marc: Wenn man keine Ahnung hat, sollte man sich dumme Kommentare, so wie den Deinen, verkneifen.

Ob der überhaupt weiss, wer Herr Kästner ist????? :wink:
Lieben Gruss
Anni

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10

Freitag, 4. November 2005, 21:47

Hallo Bonprix,

vielen Dank für diese tolle und ausführliche Portrait. :thumright:

Ich habe vor ein paar Tagen "Drei Männer im Schnee" gelesen und bin absolut begeistert von dem Buch. Innerhalb eines Tages hatte ich es durchgelesen. Ich konnte mich gar nicht mehr von dem Buch lösen!!!

Ich werde in Zukunft noch einige Bücher von ihm lesen, und hoffe, dass die anderen auch so toll geschrieben sind!!

Grüßle
Andrea
Grüßle

Andrea

Nichts ist gerechter verteilt als die Intelligenz. Jeder glaubt, er habe genug davon. - René Descartes


Ich lese gerade:
Owen Meany von John Irving
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11

Mittwoch, 20. Mai 2009, 21:22

Liebe Brigitte,
das ist eine sehr schöne Vorstellung, du weisst ja ich habe es mehr mit Listen und Tabellen, deshalb folgendes

Tabellarischer Lebenslauf von Erich Kästner

1899 / 23. Februar: Erich Kästner wird in Dresden als Sohn der späteren Friseuse Ida Kästner (1871-1951) und des Sattlermeisters Emil Richard Kästner (1867-1957) geboren. Zu seiner Mutter hat er Zeit ihres Lebens ein sehr enges Verhältnis; mehr als 30 Jahre lang schreiben sie sich fast täglich Briefe.
ab 1906 / Besuch der Volksschule in Dresden.
1913 / Eintritt in das Freiherrlich von Fletscher'sche Lehrer-Seminar in Dresden.
1917 / Kästner nimmt als Soldat am Ersten Weltkrieg teil und kehrt mit schwerem Herzleiden zurück.
1918 / Entlassung aus dem Heeresdienst. Abschlusskursus im Strehlener Lehrerseminar.
1919 / Hospitant im König-Georg-Gymnasium. Erste Gedichtveröffentlichungen in der Schülerzeitung des Gymnasiums. Kästner besteht das Kriegsabitur mit Auszeichnung und erhält das Goldene Stipendium der Stadt
Dresden. Studienbeginn in Leipzig - später auch Rostock und Berlin - mit den Fächern Germanistik, Geschichte, Philosophie und Theatergeschichte.
1922 / Neben dem Studium Anstellung an der "Neuen Leipziger Zeitung".
1925 / Promotion zum Dr. phil mit dem Thema: Die Erwiderungen auf Friedrichs des Großen Schrift "De la littérature allemande".
1927 / Aufgrund der Veröffentlichung eines erotisch relativ freizügigen Gedichts, wird Kästner von der "Neuen Leipziger Zeitung" entlassen und zieht nach Berlin. Dort arbeitet er als Theaterkritiker und freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen, unter anderem der pazifistischen "Weltbühne", die von Carl von Ossietzky herausgegeben wird und für die eine Reihe prominenter Schriftsteller, wie Lion Feuchtwanger und Ernst Toller, schreiben.
ab 1928 / Kästner veröffentlicht erste Gedichtbände: "Herz auf Taille" (1928 ), "Lärm im Spiegel" (1929) sowie zeitkritische, politisch-satirische Gedichte und Texte für das Kabarett.
ab 1929 / Veröffentlichung von Kinderromanen wie "Emil und die Detektive" (1929), "Pünktchen und Anton" (1931), "Der 35. Mai" (1931) und "Das fliegende Klassenzimmer" (1933). "Emil und die Detektive" gehört zu
Kästners erfolgreichsten Werken; es wird in 24 Sprachen übersetzt und verfilmt.
1933 Verbot und Verbrennung verschiedener Arbeiten von Kästner durch die Nationalsozialisten: die Gedichtbände "Herz auf Taille" (1928 ), "Ein Mann gibt Auskunft" (1930), "Gesang zwischen den Stühlen" (1932) und sein satirischer Roman "Fabian" (1931). In diesen Büchern wendet sich Kästner mit treffsicherem Witz gegen spießbürgerliche Moral, Militarismus und Faschismus. Kästner wird erstmals von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) verhaftet.
1937-1940 / Kästner wird wiederholt verhaftet, aber immer wieder freigelassen.
1942 / Unter Pseudonym schreibt Kästner das Drehbuch für den Ufa-Jubiläumsfilm "Münchhausen". Kästner erhält totales Schreibverbot durch die Nationalsozialisten. Dennoch emigriert er nicht. Seine Romane "Drei Männer im Schnee" (1934), und "Georg und die Zwischenfälle" (1938 ) können nur im Ausland veröffentlicht werden.
1944 / Nach der Zerstörung seiner Wohnung durch Alliiierte Bombenangriffe zieht Kästner mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Luiselotte Enderle (1908-1991) zusammen. Sie dient als Vorbild für die Mutter "Luiselotte" der Zwillinge in "Das doppelte Lottchen".
1945 / Herbst: Mitarbeit beim Kabarett "Die Schaubude" in München. Leitender Redakteur des Feuilletons der "Neuen Zeitung" in München. Seine Stellvertreterin ist Luiselotte Enderle.
1946 / Herausgeber der Zeitschrift "Pinguin. Für junge Leute". Publikation der Gedichtauswahl "Bei Durchsicht meiner Bücher", seinem ersten Buch nach Kriegsende.
1947 / Reise zum Internationalen PEN-Kongress in Zürich.
1949 / Uraufführung des Bühnenwerks "Zu treuen Händen". Veröffentlichung der Kinderbücher "Das doppelte Lottchen" und "Die Konferenz der Tiere".
1951 / Gründung des Kabaretts "Die kleine Freiheit" in München.
1951-1962 / Präsident des Westdeutschen PEN-Zentrums.
1956 / Verleihung des Literaturpreises der Stadt München.
1957 / Uraufführung des Dramas "Die Schule der Diktatoren". Auszeichnung mit dem Georg-Büchner-Preis. Geburt seines Sohnes Thomas, der bei seiner Mutter Friedl Siebert in Berlin aufwächst.
1958 / Rede zum 25. Jahrestag der Bücherverbrennung auf dem PEN-Kongress in Hamburg.
1959 / Auszeichnung mit dem Großen Bundesverdienstkreuz.
1961 / Publikation von "Notabene 45: Ein Tagebuch", nach Tagebuchaufzeichnungen Kästners aus der Zeit von März bis August 1945.
1963 / Publikation von "Der kleine Mann", ein Roman für Kinder.
1964 / Herbst: Eröffnung der Kästner-Ausstellung des Goethe-Instituts in der Internationalen Jugendbibliothek in München. Die Ausstellung geht im Anschluss unter anderem nach Stockholm und Kopenhagen.
1970 / Kästner erhält den kulturellen Ehrenpreis der Stadt München.
1974 / 29. Juli: Erich Kästner stirbt im Alter von 75 Jahren in München.

Werke folgen Mara
Ich bin alt genug, um zu tun, was ich will und jung genug, um daran Spaß zu haben. :bounce:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Mara« (20. Mai 2009, 21:31)

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Mittwoch, 20. Mai 2009, 21:33

Werke
Herz auf Taille, 1928
Emil und die Detektive, 1929
Lärm im Spiegel, 1929
Leben in dieser Zeit, 1929
Ein Mann gibt Auskunft, 1930
Das letzte Kapitel, 1930
Ballade vom Nachahmungstrieb, 1930
Arthur mit dem langen Arm, 1931
Pünktchen und Anton, 1931
Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee, 1932
Rezension: http://www.buechertreff.de/kinder-jugendbuecher/42750-erich-kaestner-35-mai/
Das verhexte Telefon, 1932
Rezension: http://www.buechertreff.de/kinder-jugendbuecher/42748-erich-kaestner-verhexte-telefon/
Fabian. Die Geschichte eines Moralisten, 1931
Gesang zwischen den Stühlen, 1932
Das fliegende Klassenzimmer, 1933
Rezension: http://www.buechertreff.de/kinder-jugendbuecher/2955-fliegende-klassenzimmer-erich-kaestner/
Drei Männer im Schnee, 1934
Rezension: http://www.buechertreff.de/romane-erzaehlungen/2954-drei-maenner-schnee-erich-kaestner/
Emil und die drei Zwillinge, 1934
Die verschwundene Miniatur, 1935
Rezension: http://www.buechertreff.de/humor-satire/46712-erich-kaestner-verschwundene-miniatur/
Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke, 1936
Rezension: http://www.buechertreff.de/dramen-lyrik/51300-erich-kaestner-doktor-erich-kaestners-ly/
Der Zauberlehrling (Romanfragment), 1936
Georg und die Zwischenfälle oder Der kleine Grenzverkehr, 1938
Das doppelte Lottchen, 1949
Rezension: http://www.buechertreff.de/kinder-jugendbuecher/2956-doppelte-lottchen-erich-kaestner/
Die Konferenz der Tiere, 1949
Die dreizehn Monate, 1955
Die Schule der Diktatoren, 1957
Als ich ein kleiner Junge war, 1957
Rezension: http://www.buechertreff.de/kinder-jugendbuecher/42749-erich-kaestner-kleiner-junge-war/
Über das Nichtlesen von Büchern, mit Zeichnungen von Paul Flora, 1958
Die Ballade vom Nachahmungstrieb, 1959
Notabene 45, 1961
Das Schwein beim Friseur, 1962
Der kleine Mann, 1963
Der kleine Mann und die kleine Miss, 1967
...was nicht in euren Lesebüchern steht, 1968

Sammelausgaben
Bei Durchsicht meiner Bücher. Eine Auswahl aus vier Versbänden. Atrium, Zürich 1985,
Gedichte Reclam, Stuttgart 1987
Werke in neun Bänden. Hanser, München/Wien 1998
Dieses Na ja!, wenn man das nicht hätte! Ausgewählte Briefe von 1909–1972, Atrium, Zürich 2003,

Quellen: eigenes Archiv, Wikipedia, Katalog der DNB
Ich bin alt genug, um zu tun, was ich will und jung genug, um daran Spaß zu haben. :bounce:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mara« (20. Mai 2009, 21:39)

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13

Samstag, 29. August 2009, 18:39

Ach, wenn ich mich noch an die Bücher erinnern könnte. Ich weiß noch, dass ich einige gelesen/vorgelesen bekommen hab, aber um was genau es in Emil und die Dedektive ging ... keine Ahnung.
Das fliegende Klassenzimmer und das doppelte Lottchen fand ich ganz toll.
Erich Kästner schreibt für Kinder wirklich tolle Bücher.
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14

Montag, 28. Dezember 2009, 11:44

Erich Kästner schreibt für Kinder wirklich tolle Bücher.
Nicht nur für Kinder
Mara
Ich bin alt genug, um zu tun, was ich will und jung genug, um daran Spaß zu haben. :bounce:
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15

Dienstag, 29. Dezember 2009, 20:47

Die Konferenz der Tiere, 1949
Eines der schönsten Bücher von Erich Kästner und mein ganz persönliches Lieblingsbuch von ihm .
:study: 50 Bücher :love: 17.273 Seiten :bewertung1von5: SUB 20

Bücher sind bessere Freunde als Menschen;
denn sie reden nur, wenn wir wollen, und schweigen, wenn wir anders vorhaben.
Sie geben immer und fordern nie.

B. Freiherr v. Münchhausen
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Beiträge: 2 250

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Wien / Österreich

Bevorzugte(s) Bücher-Genre: Architektur, Biographie, Fantasy, Geschichte, Humor & Satire, Kinder & Jugendbuch, Krimi/Thriller, Lyrik, Maler, Musik, Sach-/Fachbuch, Science Fiction, Zeitgeschichte

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Donnerstag, 31. Dezember 2009, 12:18

Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke, 1936
Das ist mein Lieblingsbuch und von Marie schon wunderbar rezensiert
Erich Kästner - Doktor Erich Kästners lyrische Hausapotheke
Mara
Ich bin alt genug, um zu tun, was ich will und jung genug, um daran Spaß zu haben. :bounce:
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